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Archiv für die Kategorie ‘Visionen’

Andreas Eschbach: Exponentialdrift

20. Juli 2014 Keine Kommentare

Ich habe schon eine ganze Reihe von Büchern von Andreas Eschbach gelesen, darunter Eine Billion Dollar, Der Nobelpreis, Das Buch der Zukunft, „Ausgebrannt“ und „Ein König für Deutschland“, alle in gedruckter Form. Letzteres hatte ich schon fast vergessen, erst, als ich vorige Woche erneut damit beginnen wollte, fiel es mir wieder ein. Im Urlaub sind eine Reihe weiterer Bücher dazugekommen, unter anderem „Das Jesus-Video“, „Perfect Copy – Die zweite Schöpfung“ und „Exponentialdrift“, dieses Mal alle in elektronischer Form, als eBooks.

Meine Meinung zu eBooks

Vor noch vielleicht zwei Jahren war ich etwas skeptisch, was eBooks betrifft, inzwischen bin ich recht angetan von ihnen. Vor allem auf Reisen ist es sehr angenehm, nur ein einziges Lesegerät mitzunehmen, das eine ganze Bibliothek enthält, sodass man sich erst vor Ort für ein Buch entscheiden muss, bzw. auch zwischen verschiedenen Werken springen kann. Ab und zu bin ich von den Eschbach-Büchern zu Heinrich Hemmes Heureka gewechselt, um zur Ablenkung eine Mathematik- oder Logikaufgabe zu durchdenken. Wir haben inzwischen zu Hause sogar zwei eBook-Reader, einen Kobo Glo und einen Tolino Shine, sie sind in etwa gleich gut. Nur ein Kindle kommt mir nicht ins Haus. Der Kindle stammt von Amazon, und um ihre Marktdominanz noch weiter auszubauen, bietet Amazon seine eBooks nur in einem hauseigenen Format an, anstelle das von allen anderen genutzte (und ebenfalls gegen Kopien schützbare) epub-Format zu verwenden. So drehe ich bei eBooks das sonst gängige Verfahren herum: Ich lese mir die Rezensionen bei Amazon durch und bestelle dann bei einem anderen Anbieter. Die Preise für die eBooks sind bei allen gleich und inzwischen um einiges niedriger als bei den gedruckten Büchern.

Von den jetzt von mir gelesenen Büchern ist Das Jesus-Video am bekanntesten, vor allem sicherlich wegen seiner Verfilmung. Vermutlich ist das im Herbst 2014 erscheinende Buch Der Jesus-Deal eine Art Fortsetzung der Jesus-Video-Geschichte. Mindestens genauso interessant wie das Jesus-Video-Buch war aber für mich Exponentialdrift. Beim Lesen wusste ich das noch nicht, da war es eine so lala Science-Fiction-Erzählung mit relativ kurzen Kapiteln, manchmal stilistisch nicht so gelungen, und mit einem sehr abrupten Schluss.

Erst beim Lesen des Nachworts wurde mir alles klar, obwohl ich es schon im Vorwort hätte lesen können, dort schrieb Frank Schirrmacher:

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Zweifel am Bedingungslosen Grundeinkommen

15. Juni 2014 2 Kommentare

Bereits vor einigen Jahren bin ich auf die Idee eines Bedingungslosen Grundeinkommens (BGE) gestoßen. Am stringensten hat für mich Götz Werner diese Idee in seinem Buch Einkommen für alle dargestellt. Erinnert wurde ich jetzt an dieses Thema, weil ich in Seelenlachen ein Interview mit Arfst Wagner gelesen habe: Link.

Inzwischen bin ich dieser Idee gegenüber etwas skeptischer geworden. Nicht wegen dem prinzipiellen Zweifel, den man äußert, wenn man sagt, dass die Natur des Menschen nicht so ist, dass er ohne einen gewissen Zwang gar nichts mehr tun würde. Meistens steckt dahinter die unausgesprochene Prämisse: „Ich selbst würde mich natürlich nicht auf die faule Haut legen, aber viele andere wahrscheinlich schon.“ Der hier zutage tretende Bias kommt sicher aus zweierlei Gründen zustande: Erstens hat jeder Mensch im Mittel eine bessere Meinung von sich als von anderen – weil er die Beweggründe für sein eigenes Handeln besser kennt. Zweitens hält jeder die eigene Arbeit im Mittel für interessanter als die von anderen. Ich vermute jedoch, dass die Höhe eines BGE so niedrig sein würde, dass es, genau wie heute, einen gewissen Druck gegen Entgeld zu arbeiten auf alle ausüben würde, die etwas mehr als Nahrung und Kleidung vom Leben haben wollen.

Ein BGE würde nach dem Willen seiner Befürworter eine ganze Reihe von heutigen Sozialleistungen ersetzen. Dazu würden vermutlich steuerfreies Existenzminimum, Kindergeld oder Steuerfreibetrag, Krankengeld oder Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Arbeitslosengeld, Sozialhilfe und Rente zählen. Ein kurzer Kommentar zu diesen Sozialleistungen:

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Andreas Eschbach: Das Buch der Zukunft

30. Mai 2014 2 Kommentare

Menschen denken eigentlich unentwegt über die Zukunft nach, weil sie der Teil des Lebens ist, den man noch ändern kann, und häufig werden aus diesem Nachdenken Prognosen für die Zukunft abgeleitet. Logisch muss einer der vier folgenden Fälle eintreffen:

  1. Es wird genauso wie gedacht.
  2. Es wird besser.
  3. Es wird schlechter.
  4. Es wird ganz anders.

Und es gibt noch ein Paradoxon: Unsere Erwartungen an die Zukunft führen dazu, dass wir unser Verhalten ändern (oder auch nicht), was wieder zu vier verschiedenen Fällen führt – genau zu den vier bereits beschriebenen (genauso, besser, schlechter, anders). 😉

Beim Lesen des Zukunftsbuchs von Andreas Eschbach ist mir aufgefallen, dass er ähnlich denkt wie ich: In den meisten Fällen wird die Zukunft die logische Fortschreibung der Gegenwart sein. Über Dinge, die völlig unerwartet kommen werden, kann man nichts Sinnvolles schreiben, sonst wären sie ja nicht „unerwartet“. Im Folgenden deshalb nur einige Zitate aus den drei Bereichen Demographie, Klimawandel und Raumfahrt. Bei Demographie und Raumfahrt bin ich mit ihm einer Meinung, beim Klimawandel finde ich seine Ansichten interessant, bin aber anderer Meinung.

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Der Text ist tot. Es lebe das Wissen!

16. Februar 2014 Keine Kommentare

Ein Artikel in Hohe Luft mit dem obigen Titel stemmt sich mit einigen originellen Ideen und interessanten Beobachtungen gegen den weitverbreiteten Kulturpessimismus, dass die heutige Jugend immer weniger liest und deshalb immer dümmer wird (… und deshalb der Untergang des Abendlandes droht und überhaupt früher alles viel besser war). Dass an dieser These sowieso etwas nicht stimmen kann, belegen die Ergebnisse von IQ-Tests und der Flynn-Effekt.

Flynn stellte dagegen in seinem 2012 erschienenen Buch „Are We Getting Smarter?“ einen weiteren Anstieg der Intelligenz fest. Deutschland verzeichne einen Anstieg von 0,35 Punkten pro Jahr, Brasilien und die Türkei fast doppelt soviel. Verändert habe sich allerdings die Art der Intelligenz. So verbessere sich vor allem das visuelle und logische Denken der Kinder, der Wortschatz hingegen nur unwesentlich.

Es ist also im Gegenteil sogar so, dass nachfolgende Generationen in unserem Kulturkreis immer intelligenter werden. Wie passt das nun aber zu den durchaus richtigen Beobachtungen, dass heutige Jugendliche immer weniger in der Lage sind, einen längeren Text durchzuhalten? Dabei betrifft das nicht nur Jugendliche, auch Wissenschaftler und Studenten folgen dieser Tendenz:
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Weltseele

29. Dezember 2013 Keine Kommentare

In einem Diskussionsforum begründete vor kurzem jemand seine Ablehnung, Kinder zu haben, mit der folgenden Statistik:

  1. Kinder: 50%
  2. Enkel: 25%
  3. Urenkel: 12,5%

Gemeint war damit der Prozentsatz der eigenen Gene, der in der jeweiligen Generation noch zu finden sein wird. Mir war nicht ganz klar, ob der Betreffende das ernst gemeint hat. Aber jedenfalls fiel mir recht schnell ein Gegenargument ein: Bei etwa konstanter Bevölkerungszahl hat jeder ungefähr 2 Kinder, 4 Enkel, 8 Urenkel, usw. Multipliziert man diese Personenzahl mit der jeweiligen Wahrscheinlichkeit, kommt im Mittel genau „1“ heraus. Im statistischen Mittel verschwinden also die eigenen Gene nicht mit den nachfolgenden Generationen, sie verteilen sich bloß auf eine immer größere Zahl von Personen.
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Ray Bradbury: Die Mars-Chroniken

9. November 2013 Keine Kommentare

Das bekannteste Werk von Ray Bradbury ist sicher Fahrenheit 451, eine Dystopie auf eine Zukunft, in der der Besitz von Büchern streng verboten ist, weil vermeintlich das mit dem Lesen verbundene Denken die Menschen in der Vergangenheit in den Abgrund getrieben hat. Die Mars-Chroniken sind etwas früher erschienen, aber es ist auch dort eine nicht wünschenswerte Zukunft, die der Autor skizziert: In der Mitte des 21. Jahrhunderts erreichen erst ein, zwei und schließlich sehr viele Raumschiffe den Mars, der bereits seit langem von telepathisch begabten Marsianern besiedelt ist. Diese werden aber im Verlauf der menschlichen Kolonialisation immer weiter verdrängt und spielen letztlich nur noch eine Nebenrolle im Buch.

Das Buch ist 1950 geschrieben worden, die darin enthaltenen und lose miteinander verknüpften Geschichten beschreiben Ereignisse in den Jahren 2030 bis 2057. Ich habe früher sehr viel ScienceFiction gelesen, in den letzten Jahren eher weniger. Wenn ich heute SF-Bücher von damals in die Hand nehme, dann sind tatsächlich nur noch die interessant, in denen weniger konkrete technische Geräte und Erfindungen, als vielmehr komplexe menschliche Beziehungen und Auseinandersetzungen beschrieben werden. Das Futuristische spielt nur eine Rolle, um die Geschehnisse aus dem Hier und Jetzt in eine fremde Umgebung und andere Zeit zu platzieren. Bradburys Buch ist dafür ein charakteristisches Beispiel. Man nehme z.B. den folgenden Absatz:

Auch auf dem Mars war der Mensch zu sehr Mensch geworden und nicht genug Tier. Und die Menschen vom Mars erkannten, dass sie, wenn sie überleben wollten, jene eine Frage nicht mehr stellen durften: Warum leben wir? Das Leben war seine eigene Antwort. Leben hieß, weiteres Leben hervorzubringen und ein möglichst gutes Leben zu leben. Die Marsianer erkannten, dass sie sich die Frage Warum leben wir überhaupt? vor allem in einer Periode des Krieges und der Verzweiflung stellten – zu einer Zeit, da es keine Antwort gab. Aber als die Zivilisation wieder zur Ruhe gekommen und der Krieg beendet war, wurde die Frage auf andere Art sinnlos. Das Leben war jetzt etwas Gutes und machte Diskussionen unnötig.«

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Stasi 2.0 ( Precrime)

9. Oktober 2013 Keine Kommentare

Es ist praktisch nicht möglich, den vielen Artikeln über die Enthüllungen von Edward Snowden und die NSA-Affäre etwas Eigenes und Neues hinzuzufügen. Und wenn man genau darüber nachdenkt, sind sowohl die Reaktionen der Regierungen (abwiegeln, nur zugeben, was sich nicht mehr vertuschen lässt) als auch der Bevölkerung (weitgehende Ignoranz) verständlich. Wenn man das Netz benutzt, und das tut man mit vielen Geräten inzwischen automatisch, dann hinterlässt man personifizierte Datenspuren.

Diese Entwicklung wird noch eine ganze Weile so weitergehen, bis in vielleicht 20 Jahren jedes Gerät, das Strom verbraucht, Daten an das Netz übermitteln und aus diesem beziehen wird. Keine Daten von sich preisgeben hieße spätestens dann, a) selbst keinen Strom zu verbrauchen und sich b) nicht mehr dort aufzuhalten, wo Strom verbraucht wird. Da fallen mir nicht viele Gegenden auf der Welt ein, wo das der Fall ist, eigentlich gar keine.

Einen der scharfsinnigsten Kommentare möchte ich hier dennoch zitieren, er stammt von Michael Springer, der in Spektrum der Wissenschaften eine eigene Kolumne hat. In der Septemberausgabe schreibt er:
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Zukunftsforschung

3. August 2013 2 Kommentare

In Zeitreisen hatte ich über einen der Artikel im Tagungsband des Symposiums der Mind-Akademie von 2008 geschrieben. Ein weiterer Artikel in diesem Band ist „Zukunftsforschung ohne Orakel“. Verfasst hat ihn Claudius Gros. Offenbar einige Folien von einem ähnlichen Vortrag, wie er im Tagungsband abgedruckt ist, findet man bei Slideshare.

Zukunftsforschung oder Futurologie hat keinen besonders guten Ruf, viele Voraussagen über die Zukunft, die in der Vergangenheit getroffen wurden, erweisen sich in der Gegenwart als kompletter Nonsens. Claudius Gros schreibt dazu:

Aus der Statistik und der Physik ist uns das Gesetz der großen Zahlen wohlbekannt. Wenn wir einmal würfeln, dann können wir nicht vorhersagen, ob wir eine Eins oder eine Sechs erhalten, hier regiert der Zufall. Wenn wir aber sehr häufig würfeln, sagen wir, eine Million mal, dann können wir sehr präzise das Gesamtergebnis abschätzen, inklusive Fehlerbalken.

In der Zukunftsforschung scheint es dagegen kein Gesetz der großen Zahlen zu geben. Wir können zwar recht zuverlässige Trendanalysen betreiben und z. B. die demographische Entwicklung für einige Jahrzehnte in die Zukunft extrapolieren, doch danach wird es zappenduster. Niemand vermag vorherzusagen, wie hoch beispielsweise in 100 oder 200 Jahren die Geburtenrate in Deutschland sein wird, oder wie klein. Bei 0,5 Kindern pro Frau, oder bei 1,3 wie derzeit, oder bei 2,0? Die Unmöglichkeit, eine langfristige Prognose abzugeben, wäre nicht verwunderlich, wenn es um Fragen wie die nach der Sommermode des Jahres 2200 ginge. Niemand würde ernstlich erwarten, dass sich subtile kulturelle Entwicklungen über Jahrhunderte hinweg vorhersagen ließen. Unsere Unfähigkeit, demographische Basisgrößen wie die Geburtenrate langfristig zu prognostizieren, ist dagegen schon bemerkenswert.

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Bleiben wir einen Moment bei der Geburtenrate und versetzen wir uns in die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Menschheit schon einige Jahrtausende Kulturgeschichte hinter sich, und man sollte meinen, der Mensch wäre sich zumindest seiner grundlegendsten biologischen Charakteristika, wie der Fortpflanzungsrate, bewusst. Doch weit gefehlt. Der Pillenknick wurde nicht vorhergesagt. Es war nicht nur Adenauer alleine, der mit seinem berühmten Ausspruch „Kinder bekommen die Leute immer“ vollkommen daneben lag. Von Malthus (1826) bis zur „Grenze des Wachstums“ (Meadows et al., 1972) haben die meisten Menschen frisch-fröhlich den Sexualtrieb mit dem Fortpflanzungstrieb verwechselt und implizit angenommen, das Bevölkerungswachstum würde letztendlich nur durch eine Verknappung der Lebensgrundlagen begrenzt. Es stimmt schon nachdenklich, dass auch mehrere Jahrtausende der Kulturgeschichte für die Menschheit nicht ausreichend waren, um in diesem Punkt zur Selbsterkenntnis zu gelangen.

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KategorienEthik, Gesellschaft, Visionen Tags:

DNA als Speicher

28. April 2013 Keine Kommentare

Wenn man die Aprilausgabe einer Zeitschrift liest, muss man immer gegenwärtig sein, einem Aprilscherz aufzusitzen. Im Fall des Artikels „Datenspeicher für die Ewigkeit“ in „Spektrum der Wissenschaft“ 4/2013 war ich mir aber sicher, dass er kein Scherz ist. Sucht man im Netz nach „DNA als Speicher“, wird man mit einer ganzen Reihe von Artikeln überschwemmt, die alle über ähnliche Experimente berichten.

Schon lange ist ja bekannt, dass DNA in Lebewesen zur Kodierung des Aufbaus von Proteinen dient. In der Wikipedia kann man zum Aufbau der DNA u.a. lesen:

Die Desoxyribonukleinsäure ist ein langes Kettenmolekül (Polymer) aus vielen Bausteinen, die man Desoxyribonukleotide oder kurz Nukleotide nennt. Jedes Nukleotid hat drei Bestandteile: Phosphorsäure bzw. Phosphat, den Zucker Desoxyribose sowie eine heterozyklische Nukleobase oder kurz Base. Die Desoxyribose- und Phosphorsäure-Untereinheiten sind bei jedem Nukleotid gleich. Sie bilden das Rückgrat des Moleküls. Einheiten aus Base und Zucker (ohne Phosphat) werden als Nukleoside bezeichnet.

Bei der Base kann es sich um ein Purin, nämlich Adenin (A) oder Guanin (G), oder um ein Pyrimidin, nämlich Thymin (T) oder Cytosin (C), handeln. Da sich die vier verschiedenen Nukleotide nur durch ihre Base unterscheiden, werden die Abkürzungen A, G, T und C auch für die entsprechenden Nukleotide verwendet.

Die allbekannte Doppelhelix der DNA entsteht, weil sich jeweils zwei gegenüberliegende Nukleotide eines der beiden Doppelhelix-Einzelstränge miteinander verbinden:
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Mars 500++ G-Shock

10. Januar 2013 Keine Kommentare

Im Mai 2007 hatte ich zum ersten Mal von Mars 500 gehört und kurze Zeit an eine Bewerbung gedacht: Ein Traum. Die vereinte Frauenschaft unter meinen engsten Vewandten hat mir das (unter Tränen!) ausgeredet, und so ernst hatte ich das wahrscheinlich auch gar nicht gemeint. Das Experiment selbst, also das Einschließen einer Gruppe von Männern in einen Container und der simulierte Marsflug über 500 Tage, fand von Mitte 2010 bis Ende 2011 statt. Zum Ende dieses Experiments habe ich einen weiteren Kommentar abgegeben: “Mars 500″-Crew vor der Rückkehr. Ein paar Informationen aus der Zeit während des Fluges hat die DLR hier veröffentlicht.

Jetzt, ein weiteres Jahr später, werden die ersten ausführlicheren wissenschaftlichen Ergebnisse publik. Wegen der gut überwachbaren Nahrungsaufnahme und medizinischen Kontrolle konnte man ein paar Dinge besser untersuchen, als es sonst möglich ist. Sowohl von der Hypothese als auch vom Ergebnis war es nicht erstaunlich, dass die Höhe der Salzaufnahme einen Einfluss auf den Blutdruck hat: Der Salzhaushalt der Marsonauten. Mich hat daran zunächst erstaunt, dass dieses Ergebnis bisher noch nicht gesichert war. Aber die neue Studie liefert auch den Grund dafür:
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KategorienAlltag, Medizin, Visionen Tags: