Florian Freistetter: Die Neuentdeckung des Himmels

18. August 2014 Keine Kommentare

Der Autor dieses Buchs war mir bereits über seinen Blog bekannt, er betreibt in den Science Blogs die Seite Astrodicticum simplex. Er ist leidenschaftlicher Astronom und in der Planetenforschung tätig. Über den aktuellen Stand auf diesem Gebiet hat er sein Buch geschrieben. Lange hatte man nur vermutet, dass auch andere Sonnen von Planeten umkreist werden. Das legten Simulationsrechnungen zur Entstehung unseres Sonnensystems nahe. Aber Planeten sind sehr klein und lichtschwach im Vergleich zu ihren Sonnen, sodass es erst in den letzten knapp 20 Jahren gelungen ist, die Existenz extrasolarer Planeten nachzuweisen. Bereits in der Antike hatte man über andere Welten spekuliert. Lustig dazu der folgende Absatz im Buch:

Auch Filastrius, der sechste Bischof der italienischen Stadt Brescia, ärgerte sich im 4. Jahrhundert über die Häresie, „die besagt, dass es unendlich und unzählbar viele Welten gibt”, und über die „leere Meinung mancher Philosophen”. Die Bibel spricht nur von der Entstehung einer einzigen Welt, daher könne es auch nur eine Welt geben. Diese Meinung herrschte in der frühen Kirche vor, es gab nur wenige, die sich trauten, etwas anderes zu behaupten. Einer von ihnen war der Gelehrte Origenes, der im 3. Jahrhundert in Alexandrien lebte.

Er dachte darüber nach, was Gott wohl gemacht hatte, bevor er die Erde erschuf. Er habe sicherlich nicht faul auf seiner Haut gelegen, so etwas würde nicht zum allmächtigen Wesen Gottes passen. Viel wahrscheinlicher sei es, dass er davor eine andere Welt erschaffen hatte und davor wieder eine andere. Und wenn unsere eigene Welt irgendwann nicht mehr existiere, würde Gott sicherlich nicht einfach in Rente gehen, sondern weiter Welten schaffen. Nach Origenes war die Erde zwar tatsächlich die einzige Welt im Universum – aber nur eine in einer Reihe von vielen, die nacheinander von Gott geschaffen wurden.

Natürlich gab es auch andere und eher materialistische Denker, z.B. Epikur, die aufgrund von rein logischen Überlegungen zu dem Schluss kamen, dass andere Welten existieren müssen. Aber nachweisen konnte man das damals nicht. Heute ist unser Wissensstand ein anderer. Freistetter beschreibt in seinem Buch verschiedene Möglichkeiten, wie Planeten nachgewiesen werden können. Erfolgreiche Methoden bisher waren z.B.:

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Praxisrelevanz des Haufenparadoxons

12. August 2014 Keine Kommentare

Es gibt viele Menschen, die die Notwendigkeit von Philosophie in unserer Zeit bezweifeln. Ein typisches Beispiel sind die Diskussionen um den freien Willen. Können wir nicht durch Experimente und mathematische Beschreibungen so viel über die Welt erkennen, dass Philosophie (und Religion) überflüssig gemacht werden? Meiner Meinung nach nicht, denn viele abstrakte philosophische Probleme und Lösungsmöglichkeiten tauchen, manchmal in sehr versteckter Form, überall auf. Ein Beispiel dafür ist das Haufenparadoxon, dass zum Beispiel hier in den Kommentaren zur Sprache gekommen ist. Mir ist das angesichts der vielen – sinnlosen – Konflikte wieder eingefallen, die derzeit auf der Welt ausgetragen werden, in der Ukraine, in Palästina, im Irak und anderswo.

Jedem Menschen ist sein eigenes Leben ungeheuer wichtig, weil er nur ein einziges, seins, hat, aber auch das der einem Nahestehenden ist ihm sehr wichtig. Geschieht diesen ein Unglück, ist das eine furchtbare Tragödie, die man manchmal sein ganzes Leben nicht vergisst. So geht es den Angehörigen der Menschen, die mit MH17 abgeschossen wurden, so geht es den Eltern der getöteten israelischen Soldaten, den Familien und Freunden der unzähligen palästinensischen Toten im Gazastreifen, den Opfern der ISIS im Irak uvam.
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Kerry nicht allein zu Hause

4. August 2014 Keine Kommentare

Ich musste lachen, als ich die Meldung gelesen habe, dass Israel das Telefon des US-amerikanischen Außenminister Kerry abgehört hat. Jetzt sind die Amerikaner sauer auf die Israelis. Es ist offenbar okay, wenn man andere abhört, aber nicht, wenn man selbst abgehört wird.

Bereits vor einer Woche noch hatte der Postillon vermeldet: Existenz anderer Geheimdienste Hauptgrund für Existenz von Geheimdiensten:

Der Hauptgrund für die Existenz von Geheimdiensten ist die allgemeine Existenz von Geheimdiensten. Dies geht aus einer Studie der Nichtregierungsorganisation Transparency International hervor, die dem Postillon vorliegt. Demnach werden rund 98 Prozent der Ressourcen der derzeit 544 internationalen Dienste und Behörden weltweit darauf verwendet, ähnlich unnötige Dienste anderer Staaten zu neutralisieren.

Von den übrigen 98 Prozent des Budgets entfällt rund ein Drittel auf die Bezahlung von Doppel-, Tripel- und den als besonders teuer geltenden Quadrupelagenten. Ein weiteres Drittel wird für das Ausspionieren der eigenen Bevölkerung sowie der befreundeter Staaten aufgewendet, um bislang noch unentdeckte Geheimagenten feindlicher Dienste zu entlarven. Der Rest geht zu gleichen Teilen in schicke Lederhandschuhe, Zitronensaft-Geheimtinte, falsche Bärte und mit Augenlöchern versehene Zeitungen.

Man sollte den Betreffenden den Geldhahn zudrehen, dann können sie sich nur noch in ihrer Freizeit hinter die Gardine stellen oder die Bildzeitung lesen.

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Theseus’ Schiff

3. August 2014 3 Kommentare

Ich habe einen Bekannten, der beim Entwurf der Diplomarbeit eines chinesischen Studenten festgestellt hat, dass es sich fast ausschließlich um Kopien von Texten aus dem Internet handelt. Nur die wenigen Passagen in schlechtem Deutsch hatte der Student selbst geschrieben. Als mein Bekannter den Chinesen daraufhin zur Rede stellte, reagierte dieser mit Unverständnis: “In der chinesischen Kultur gilt Kopieren als die höchste Form der Anerkennung. Man gesteht ja damit ein, dass es an dem Kopierten nichts gibt, was man selbst noch besser machen könnte.”

Diese Mentalität ist in China weit verbreitet, vor allem Firmen können ein Lied davon singen. Mal erscheinen Produkte auf dem Markt, die wie fast perfekte Kopien der Originale aussehen (am bekanntesten ist Stihl), mal wurde neben einer Fabrik eines westlichen Herstellers eine identische chinesische Kopie auf die grüne Wiese gesetzt, die Arbeitskräfte in der Originalfirma geschult und danach abgeworben. Im Westen hingegen ist die entgegengesetzte Mentalität manchmal bis zum Extrem zu finden, siehe den Urheberrechtsschutz. Falls Menschen geklont werden, wette ich darauf, dass es nicht im Westen, d.h. in Europa oder den USA passiert, sondern in Asien.

Der Klassiker bei der Beschreibung der Probleme, die identische Kopien philosophisch aufwerfen, bietet Theseus’ Schiff. Die Wikipedia gibt hier einen Artikel darüber, mir ist es seit langem als ein Sorites-Problem bekannt. Mit meinen eigenen Worten: Ein Schiff wird Holzplanke für Holzplanke erneuert, aber die alten Planken werden nicht weggeworfen, sondern aus ihnen wieder ein Schiff zusammengebaut. Nach dem Umbau gibt es zwei Schiffe. Wenn das erste Schiff vorher Theseus gehört hat, welches der beiden Schiffe ist danach Theseus’ Schiff?

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Michael Hanlon: 10 Fragen, die die Wissenschaft (noch) nicht beantworten kann

2. August 2014 Keine Kommentare

Es gibt viele Fragen, die die Wissenschaft (noch?) nicht beantworten kann, aus diesem Grund sagt die Auswahl in einem Buch sicher weniger etwas über die Wissenschaft oder ihren Stand aus, als vielmehr über die Interessen seines Autors. Die deutsche Wikipedia kennt ihn noch nicht, aber in der englischen Wikipedia wird Michael Hanlon schon erwähnt. Er ist ein britscher Wissenschaftsjournalist. In seinem Buch findet man die üblichen “großen” wissenschaftlichen und metaphysischen Fragen, wie nach der Zeit, nach dunkler Materie und Energie, dem Leben im Universum, dem Wesen der Realität. Daneben eher ungewöhnliche Fragen wie “Was sollen wir mit den Dummen anfangen?” und “Warum werden wir immer dicker?”.

In der Einleitung betont er, dass die Auswahl rein subjektiv und eher zufällig ist und dass er z.B. das Thema des Bewusstseins ausgespart hat. Das ist etwas kurios, denn sein erstes Kapitel mit der Frage “Haben Gorillas Humor?” handelt eigentlich von nichts anderem. Er berichtet dort unter anderem von einer Exkursion zu den Berggorillas. Dort ist er einer kleinen Gruppe an einen See gefolgt, wo diese ihre Spiegelbilder im Wasser betrachtet haben und angesichts der Verzerrungen in eine Art Lachen ausgebrochen sind.

Gut, das waren Tiere. Sie ließen ihrer Art entsprechende Laute ertönen, die ein bisschen wie Kreischen und Pfeifen klangen. Ein exakter Wissenschaftler hätte – im Gegensatz zu einem Journalisten oder Touristen — ihre Körpersprache mit ganz anderen Begriffen beschrieben als „sich kugeln vor Lachen”. „Wer weiß, was in ihren Köpfen vorgeht?”, würden Wissenschaftler sagen. „Man sollte ihnen also besser nicht zu nahe kommen.”

Für mich ist es damit aber nicht getan. Wenn etwas aussieht wie eine Ente, läuft wie eine Ente und quakt wie eine Ente, dann ist es mithin naheliegender, einfach anzunehmen, dass es sich tatsächlich um eine Ente handelt, als irgendeine komplexe Analogie zu konstruieren. Diese Gorillas kugelten sich wegen etwas vor Lachen, das in den Wäldern der Virungaberge als Unterhaltung gelten kann. Und wenn ein Sinn für Humor kein Zeichen für Intelligenz und Selbstbewusstheit ist, dann wüsste ich nicht, was es dann sein sollte.

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Tiere sind nicht nur klüger, als wir einst angenommen haben, sie sind wahrscheinlich auch viel emotionaler, sich viel mehr ihrer selbst bewusst und auf vielerlei Weise uns viel ähnlicher, als wir je für möglich hielten. Hier befindet sich die Wissenschaft auf Kollisionskurs mit der Welt der akzeptierten Ethik und Moral, und man kann sich in naher Zukunft aufgrund unserer neuen Erkenntnisse leicht eine Revolution vorstellen. Wenn wir entscheiden, dass Tiere keine biologischen Maschinen sind, dann wird sich die gesamte Beziehung zwischen der Menschheit und der übrigen Tierwelt ändern müssen.

Vor noch nicht allzu langer Zeit wäre jeder eines hoffnungslosen Anthropomorphismus und der Sentimentalität bezichtigt worden, der behauptet hätte, andere Arten könnten denken, sich Werkzeugen und einer Sprache bedienen und „menschliche” Gefühle wie Liebe, Güte und Einfühlungsvermögen zeigen.

Auf den folgenden Seiten wird dann eine der interessantesten Diskussionen der letzten Zeit reflektiert, ob man Tieren Rechte einräumen muss, die über das Verbot der Tierquälerei hinausgehen und die in letzter Konsequenz die Möglichkeiten ihrer Nutzung stark einschränken würden. Bemerkenswert war für mich das Folgende:

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Magnetische Monopole II

2. August 2014 Keine Kommentare

Vor inzwischen fast fünf Jahren bin ich zum ersten Mal auf dieses Thema gestoßen, Magnetische Monopole. Inzwischen hat man auf diesem Gebiet weitere Fortschritte erzielt, auch der Wikipediaartikel erscheint mir inzwischen viel umfangreicher als damals. In den Fokus gerückt ist diese alte Idee jetzt bei mir wieder durch einen neuen Artikel in Spektrum der Wissenschaften 2/2014, “Nordpole ohne Südpole”. Die Onlineversion dieses Artikels kostet leider 1,49€.

Ob meine damalige Idee, auf die folgende Weise einen magnetischen Monopol zu konstruieren, funktioniert,

Man nehme einen Sack normaler Stabdauermagneten und bohre in alle an einer Polseite ein Loch. Dann fädele man einen Strick durch alle Löcher und ziehe den Strick zusammen. Die Magnete werden heftigen Widerstand leisten, denn die gleich gepolten Magnete stoßen einander im Zentrum ab. Auch die freien Enden wollen nichts voneinander wissen, sodass nach dem Zusammenbinden eine Art Igel vor uns liegt. Drücken wir auf einen Magneten des Bündels, so schnippt er nach dem Loslassen wieder in seine ursprüngliche Lage zurück.

Da die magnetischen Kräfte mit dem Quadrat des Abstandes abnehmen, wirken die nach außen gerichteten Enden der Magnete stärker auf einen Probekörper, der sich von außen der Anordnung nähert, und zwar unabhängig von welcher Richtung er herangeführt wird. Dieser makroskopische Körper verhält sich also tatsächlich wie ein riesiger Monopol.

… bin ich mir jetzt nicht mehr so sicher. Grund ist, dass sich der eine Pol annähernd punktförmig im Inneren, der andere in einer Art Kugelschale um ihn herum befindet. Hebt sich da nicht der anziehende oder abstoßende Charakter auf, wenn man über beides integriert? Ich weiß es nicht, vielleicht sollte man es einfach experimentell ausprobieren.

Ein intelligenteres Gedankenexperiment stammt aber von Paul Dirac und ist in dem neuen SdW-Artikel wie folgt beschrieben:
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Michael Hanson: Existenz

31. Juli 2014 Keine Kommentare

Stephen Hawking: Wer bläst den Gleichungen den Odem ein und erschafft ihnen ein Universum, das sie beschreiben können?

Oder anders mit den Worten von Michael Hanson: Sofern es eine Reihe ultimativer Gesetze oder logischer Lehrsätze gibt, die allem zugrunde liegen, erfordern diese Gesetze dann aufgrund ihrer Natur nicht nur die Existenz des Universums, sondern auch ihre eigene Existenz?

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Entwicklungsstufen

23. Juli 2014 4 Kommentare

Von Zeit zu Zeit grüble ich darüber nach, wie die Zukunft aussehen könnte, nicht unbedingt meine eigene oder die der Menschheit, sondern mehr generell die ferne, die sehr ferne Zukunft. Vor kurzem wurde dieses Nachdenken durch Andreas Eschbachs Buch Exponentialdrift wieder wach gerufen. Um meine aktuellen Gedanken besser zu verstehen, zunächst ein Blick in die Vergangenheit und ein Analogiebeispiel.

Die Wissenschaft ist heute der Ansicht, dass unser Universum aus einem räumlich sehr kleinen und sehr heißen Urzustand entstanden ist und sich alle heute vorhandenen Strukturen während der folgenden Ausdehnungs- und Abkühlungsphase gebildet haben. Nehmen wir zunächst die Evolution der Pflanzen und Tiere auf der Erde. Gibt es erst einmal Lebewesen, dann lässt sich deren Anpassung an eine sich verändernde (belebte und unbelebte) Natur mit nur drei Prinzipien beschreiben:

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Andreas Eschbach: Exponentialdrift

20. Juli 2014 Keine Kommentare

Ich habe schon eine ganze Reihe von Büchern von Andreas Eschbach gelesen, darunter Eine Billion Dollar, Der Nobelpreis, Das Buch der Zukunft, “Ausgebrannt” und “Ein König für Deutschland”, alle in gedruckter Form. Letzteres hatte ich schon fast vergessen, erst, als ich vorige Woche erneut damit beginnen wollte, fiel es mir wieder ein. Im Urlaub sind eine Reihe weiterer Bücher dazugekommen, unter anderem “Das Jesus-Video”, “Perfect Copy – Die zweite Schöpfung” und “Exponentialdrift”, dieses Mal alle in elektronischer Form, als eBooks.

Meine Meinung zu eBooks

Vor noch vielleicht zwei Jahren war ich etwas skeptisch, was eBooks betrifft, inzwischen bin ich recht angetan von ihnen. Vor allem auf Reisen ist es sehr angenehm, nur ein einziges Lesegerät mitzunehmen, das eine ganze Bibliothek enthält, sodass man sich erst vor Ort für ein Buch entscheiden muss, bzw. auch zwischen verschiedenen Werken springen kann. Ab und zu bin ich von den Eschbach-Büchern zu Heinrich Hemmes Heureka gewechselt, um zur Ablenkung eine Mathematik- oder Logikaufgabe zu durchdenken. Wir haben inzwischen zu Hause sogar zwei eBook-Reader, einen Kobo Glo und einen Tolino Shine, sie sind in etwa gleich gut. Nur ein Kindle kommt mir nicht ins Haus. Der Kindle stammt von Amazon, und um ihre Marktdominanz noch weiter auszubauen, bietet Amazon seine eBooks nur in einem hauseigenen Format an, anstelle das von allen anderen genutzte (und ebenfalls gegen Kopien schützbare) epub-Format zu verwenden. So drehe ich bei eBooks das sonst gängige Verfahren herum: Ich lese mir die Rezensionen bei Amazon durch und bestelle dann bei einem anderen Anbieter. Die Preise für die eBooks sind bei allen gleich und inzwischen um einiges niedriger als bei den gedruckten Büchern.

Von den jetzt von mir gelesenen Büchern ist Das Jesus-Video am bekanntesten, vor allem sicherlich wegen seiner Verfilmung. Vermutlich ist das im Herbst 2014 erscheinende Buch Der Jesus-Deal eine Art Fortsetzung der Jesus-Video-Geschichte. Mindestens genauso interessant wie das Jesus-Video-Buch war aber für mich Exponentialdrift. Beim Lesen wusste ich das noch nicht, da war es eine so lala Science-Fiction-Erzählung mit relativ kurzen Kapiteln, manchmal stilistisch nicht so gelungen, und mit einem sehr abrupten Schluss.

Erst beim Lesen des Nachworts wurde mir alles klar, obwohl ich es schon im Vorwort hätte lesen können, dort schrieb Frank Schirrmacher:

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Das IQ-Prinzip

26. Juni 2014 Keine Kommentare

Ein Bekannter (vielen Dank an Begleitschreiben) hat mich auf eine interessante Sendung beim SWR2 aufmerksam gemacht: Das IQ-Prinzip. Die Sendung ist Teil einer Serie mit dem Namen “Der vermessene Mensch”. (Dieser Name ist nebenbei wunderbar doppeldeutig, denn zu dem Adjektiv “vermessen” gibt es zwei Substantive: “Vermessung” und “Vermessenheit”). Autor ist Martin Hubert.

Hier die Sendung als MP3 zum Anhören und als Manuskript zum Nachlesen:

Manuskript

Soweit ich das beurteilen kann, gibt die Sendung den aktuellen Stand in der Intelligenzforschung gut wieder, sowohl was die positiven Aspekte, als auch was die Kritikpunkte betrifft. Auf der einen Seite ist der IQ sicherlich eines der wenigen Maße in der Psychologie, der einen (bei Erwachsenen) weitgehend stabilen Zahlenwert ergibt und der die derzeit beste Korrelation mit solchen Dingen wie Schulleistungen oder Berufserfolg hat. Auf der anderen Seite gilt das natürlich nicht für den Einzelfall. Auf die Gründe wird zumindest kurz eingegangen: Die Intelligenz hat eine starke genetische Komponente, aber wenn die individuellen Lebensumstände entweder einerseits extrem ungünstig oder andererseits extrem günstig sind, dann weicht der Erfolg in Schule, Studium oder Beruf stark von der Prognose ab, die ein standardisierter Test geben kann.

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