Metin Tolan: Notbremsen

23. März 2014 Keine Kommentare

Für Notbremsen beim Fußball gibt es eine Faustformel: erste Halbzeit nein, zweite Halbzeit ja.

Gelesen in Geo Kompakt 35 auf Seite 116. Metin Tolan ist ein Physikprofessor in Dortmund, der sich beruflich mit Fußball beschäftigt hat. Die Logik hinter seiner Regel, die er mit physikalischen (und statistischen?) Methoden herausgefunden hat, ist simpel: Nach einem Foul kurz vor dem Strafraum wird der betreffende Spieler vom Platz gestellt. Passiert das in der ersten Halbzeit, wird der Vorteil, ein Tor verhindert zu haben, überkompensiert von dem Nachteil, lange in Unterzahl weiterspielen zu müssen. Tolan hat übrigens als optimale Schwelle die 56. Minute ausgerechnet, aber für den praktizierenden Fußballer wäre das als Regel zu kompliziert.

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Nahum Arav: Glaube

23. März 2014 Keine Kommentare

Ich bezweifle, dass die Wissenschaft je fähig sein wird, uns das Spirituelle und Emotionale zu geben, nach dem wir hungern. Darum denke ich, dass der Glaube immer Bestand haben wird.

Nahum Arav, Astrophysiker. Gelesen in Bild der Wissenschaft 11/2013 auf Seite 12

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Das Karussell in der Relativitätstheorie

22. März 2014 Keine Kommentare

Irgendwann wurde in einem Diskussionsforum die folgende Frage gestellt:

Ich meinte, ob vielleicht unser Raum-Zeit-Kontinuum so verzerrt ist, dass in der realen, aber idealisierten, Raumgeometrie unser Pi ungleich dem mathematischen Pi sein kann. Also unsere Kreise keinen Umfang von Durchmesser mal mathematisches Pi, sondern Durchmesser mal reales Pi haben. Und sich aus der Abweichung – neben den unter 1 genannten Quantenunschärfe, die btw. eine maximale Genauigkeit durch größtmöglichen Kreis und Plancklänge ergibt – eine maximal mögliche Genauigkeit ergibt.

Für meinen Geschmack zwar ein bisschen wirr formuliert, grammatisch und orthografisch falsch, aber mir fiel sofort ein einfaches Beispiel aus dem Buch “Das elegante Universum” von Brian Greene ein. In diesem Buch geht es um eine populärwissenschaftliche Einführung und Begründung der Ideen der Stringtheorie(n). In den ersten Kapiteln wird man durch die Grundlagen der Speziellen und der Allgemeinen Relativitätstheorie geführt. Dort kann man als Beschreibung dieses Bildes

die folgende Erklärung lesen:
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Der Weise: Dienstage

18. März 2014 Keine Kommentare

Der Weise spricht: Ein Siebtel unseres Lebens verbringen wir mit Dienstagen.

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Boëthius: Philosoph

12. März 2014 Keine Kommentare

Böethius wird gefragt: Intellegis me esse philosophum?
Und antwortet: Si tacuisses, philosophus mansisses.

Erkennst du nun, dass ich ein Philosoph bin?
Wenn du geschwiegen hättest, wärst du ein Philosoph geblieben.

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Meine 5 Cent zur Krimkrise

9. März 2014 Keine Kommentare

Kurz vor der Krimkrise war die NSA-Affäre noch eines der Topthemen der deutschen Politik. Am Besten trifft die folgende Grafik die Befindlichkeit der deutschen Bevölkerung und ihr Eindruck vom Verhalten der deutschen Regierung:

Im Vergleich dazu der ADAC-Skandal:
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Sangaku II

6. März 2014 Keine Kommentare

Ich war noch im Halbschlaf und wie häufig in solchen Fällen, begannen meine Gedanken zu treiben. Mit geschlossenen Augen stellte ich mir eine Art Blütenblatt vor, bestehend aus vier Kreisen. Plötzlich malte mein inneres Auge in einen der vier sich überschneidenden Bereiche einen weiteren Kreis zur Zierde hinein:

Wie groß ist dieser Kreis eigentlich in Bezug auf die anderen vier gleichgroßen, fragte ich mich? Danach war ich hellwach, obwohl es im Zimmer noch stockfinster war. Setzt man den Radius der großen Kreise auf Eins, dann ist sofort ersichtlich, dass das schmale Scheibchen eine Länge von Wurzel Zwei hat und demzufolge der Mittelpunkt des Kreises bei

 (x,y) = (\frac{ \sqrt{ 2 } } { 2 }, \frac{ \sqrt{ 2 } } { 2 })

liegt, wenn der Koordinatenursprung in der Mitte ist. Aber wie sieht es nun mit dem Radius aus? Mir fiel ein, dass ich mich vor einigen Jahren bereits einmal mit Sangaku beschäftigt hatte, und die Aufgabe ist von einem solchen Typ. Im Dunkeln und ohne Schreibmöglichkeit kam ich aber nicht weiter voran und stellte mir deshalb ein anderes geometrisches Problem vor:

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Albert Einstein: Gesunder Menschenverstand

1. März 2014 Keine Kommentare

Der gesunde Menschenverstand ist nur eine Anhäufung von Vorurteilen, die man bis zum 18. Lebensjahr erworben hat.

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Ethisches Unbehagen

27. Februar 2014 Keine Kommentare

Alle Lebewesen konkurrieren um dieselben Ressourcen und diese sind begrenzt. Das macht Ethik so schwierig, weil man praktisch in keinem Fall erreicht, dass niemand zu Schaden kommt. Andererseits muss man handeln und sein Handeln mindestens vor sich selbst begründen, denn auch Nichthandeln ist ja eine Handlung, die Konsequenzen hat. Wenn man die Begrenztheit der Ressourcen und die Notwendigkeit von Entscheidungen akzeptiert, dann gelangt man zwangsläufig zu einer Art des Utilitarismus. Als Beispiel kann man die Entscheidung über die Organvergabe bei Transplantationen nehmen, wenn die Zahl der Spenderorgane kleiner als die Zahl der potenziellen Empfänger ist.

Wir wissen inzwischen, dass wir den anderen Tieren viel ähnlicher sind, als man früher angenommen hat. Das ist eines der Resultate naturwissenschaftlicher Forschung. Wir nehmen inzwischen auch an, dass es andere vernunftbegabte Spezies gibt, und wir vermuten, dass es uns gelingen wird, bewusstseinsbegabte Maschinen zu bauen. Die bloße Zugehörigkeit zu unserer Art “Homo sapiens sapiens” reicht als Begründung nicht mehr aus, zumal es auch innerhalb unserer eigenen Spezies gewaltige Unterschiede zwischen den Fähigkeiten und Bedürfnissen der Individuen gibt. Der Präferenzutilitarismus leistet genau das, was ich für sinnvoll halte: Es spielt nicht mehr die Artzugehörigkeit eine Rolle und man kann problemlos ethische Entscheidungen auch gegenüber Tieren und bewusstseinsbegabten Maschinen treffen. Die emotionalen und intellektuellen Bedürfnisse der Wesen und ihre aktuellen und künftigen Präferenzen spielen die entscheidende Rolle.
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Stefan Kuzmany: Thilo

25. Februar 2014 Keine Kommentare

Thilo S. ist höchstwahrscheinlich so schlau, dass er sogar eine Schachpartie gegen sich selbst gewinnen könnte.

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