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Archiv für die Kategorie ‘Ethik’

Tatort Gehirn

20. Februar 2014 Keine Kommentare

Bezüglich der Diskussion um den freien Willen habe ich meinen Standpunkt seit mehreren Jahren nicht mehr geändert. Ich stimme in dieser Hinsicht überein mit den Ansichten, wie sie z.B. Geert Keil und Michael Pauen vertreten. Überwiegend im deutschsprachigen Raum gibt es eine Reihe von Neurowissenschaftlern (u.a. Gerhard Roth und Wolf Singer), die aus ihren Erkenntnissen bei der Untersuchung der Arbeitsweise des menschlichen Gehirns schlussfolgern, dass Menschen über so etwas wie einen freien Willen eigentlich gar nicht verfügen (können). Jedem Beobachter ist klar, dass das einschneidende Konsequenzen für unser Rechtssystem haben würde.

In der Geo 10/2013 gibt es in dem Artikel „Tatort Gehirn“ einen Bericht über einen fiktiven Gerichtsprozess, der genau diese Konsequenzen illustriert. Der Verteidiger eines Mörders argumentiert so:

„Sehen Sie – in diesem Moment wird mein Mandant extremen Provokationen ausgesetzt“, sagt der Verteidiger. „Die Hirnregionen, mit denen normale Menschen Affekte kontrollieren, sind bei ihm aber kaum aktiv.“ Genau wie in der Tatnacht könne das Gehirn des Täters auch jetzt kaum seine Impulse unterdrücken. Ein dreidimensionaler DNS-Strang taucht auf dem Hologramm im Gerichtssaal auf; der Verteidiger kreist eine Region mit dem Stift ein: „Und hier sitzt die verantwortliche Genmutation: eine Art Behinderung, für die mein Mandant nichts kann. Er muss für schuldunfähig erklärt werden.“

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Japaner entging Leben im Überfluss

2. Dezember 2013 Keine Kommentare

Einen schönen Beleg dafür, dass die Artikel in deutschen Sätzen nicht überflüssig sind, liefert der Satz „Japaner entging Leben im Überfluss“. Ich hatte diesen Satz als „Der Japaner entging einem Leben im Überfluss“ gelesen, in diesem Artikel war aber eigentlich die Nachricht „Dem Japaner entging ein Leben im Überfluss“ gemeint.

In Japan sorgt das Schicksal eines Mannes für Aufsehen, der kurz nach seiner Geburt vor 60 Jahren vertauscht wurde und dadurch statt in einer wohlhabenden Familie bei einer armen Witwe aufwuchs. „Ich hätte ein anderes Leben haben können“, sagte der Mann, dessen Identität nicht bekanntgegeben wurde, am Mittwochabend (Ortszeit) in Tokio vor zahlreichen Medienvertretern.
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Weltweite verbindliche Geburtenregelungen?

16. November 2013 6 Kommentare

In meinem Blog hat Achim Wolf in Alan Weisman: Die Welt ohne uns einen längeren Kommentar geschrieben, in dem er auf eine Petition hingewiesen hat, die die Einführung weltweiter, verbindlicher Geburtenregelungen fordert: Weltweite Geburtenregelungen verbindlich einführen!

Unter anderem schreibt Wolf:

Alle großen Probleme der Menschheit (Umweltschutz, Lebensqualität, gesellschaftlicher Zusammenhalt, wirtschaftliche Entwicklung) hängen direkt oder indirekt mit dem ungehemmten Wachstum der Weltbevölkerung, die auch die Hauptursache für sehr viele weitere Übel auf der Erde ist.

So wird beispielsweise der Klimawandel durch den vermehrten CO2-Aussstoß von immer mehr Erdenbewohnern beschleunigt und wächst sich zu einer Klimakatastrophe ungeheuren Ausmaßes aus, wenn nichts wirklich Greifendes dagegen unternommen wird, die Folgen noch zu minimieren.

Der Klimawandel ist tatsächlich eines derjenigen Probleme, die globale Ursachen haben, weltweite Auswirkungen zeigen und deshalb nur gemeinsam sinnvoll angegangen werden können. Nehmen wir den CO2-Ausstoß: Tatsächlich ist es so, dass das vom Menschen erzeugte CO2 von der Anzahl der Menschen abhängt. Wenn sie steigt, dann könnte sich die Menge des von allen emittierten CO2 vergrößern – wenn man an allen anderen Einflussfaktoren nichts ändert.
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KategorienEthik, Gesellschaft Tags:

Zukunftsforschung

3. August 2013 2 Kommentare

In Zeitreisen hatte ich über einen der Artikel im Tagungsband des Symposiums der Mind-Akademie von 2008 geschrieben. Ein weiterer Artikel in diesem Band ist „Zukunftsforschung ohne Orakel“. Verfasst hat ihn Claudius Gros. Offenbar einige Folien von einem ähnlichen Vortrag, wie er im Tagungsband abgedruckt ist, findet man bei Slideshare.

Zukunftsforschung oder Futurologie hat keinen besonders guten Ruf, viele Voraussagen über die Zukunft, die in der Vergangenheit getroffen wurden, erweisen sich in der Gegenwart als kompletter Nonsens. Claudius Gros schreibt dazu:

Aus der Statistik und der Physik ist uns das Gesetz der großen Zahlen wohlbekannt. Wenn wir einmal würfeln, dann können wir nicht vorhersagen, ob wir eine Eins oder eine Sechs erhalten, hier regiert der Zufall. Wenn wir aber sehr häufig würfeln, sagen wir, eine Million mal, dann können wir sehr präzise das Gesamtergebnis abschätzen, inklusive Fehlerbalken.

In der Zukunftsforschung scheint es dagegen kein Gesetz der großen Zahlen zu geben. Wir können zwar recht zuverlässige Trendanalysen betreiben und z. B. die demographische Entwicklung für einige Jahrzehnte in die Zukunft extrapolieren, doch danach wird es zappenduster. Niemand vermag vorherzusagen, wie hoch beispielsweise in 100 oder 200 Jahren die Geburtenrate in Deutschland sein wird, oder wie klein. Bei 0,5 Kindern pro Frau, oder bei 1,3 wie derzeit, oder bei 2,0? Die Unmöglichkeit, eine langfristige Prognose abzugeben, wäre nicht verwunderlich, wenn es um Fragen wie die nach der Sommermode des Jahres 2200 ginge. Niemand würde ernstlich erwarten, dass sich subtile kulturelle Entwicklungen über Jahrhunderte hinweg vorhersagen ließen. Unsere Unfähigkeit, demographische Basisgrößen wie die Geburtenrate langfristig zu prognostizieren, ist dagegen schon bemerkenswert.

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Bleiben wir einen Moment bei der Geburtenrate und versetzen wir uns in die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Menschheit schon einige Jahrtausende Kulturgeschichte hinter sich, und man sollte meinen, der Mensch wäre sich zumindest seiner grundlegendsten biologischen Charakteristika, wie der Fortpflanzungsrate, bewusst. Doch weit gefehlt. Der Pillenknick wurde nicht vorhergesagt. Es war nicht nur Adenauer alleine, der mit seinem berühmten Ausspruch „Kinder bekommen die Leute immer“ vollkommen daneben lag. Von Malthus (1826) bis zur „Grenze des Wachstums“ (Meadows et al., 1972) haben die meisten Menschen frisch-fröhlich den Sexualtrieb mit dem Fortpflanzungstrieb verwechselt und implizit angenommen, das Bevölkerungswachstum würde letztendlich nur durch eine Verknappung der Lebensgrundlagen begrenzt. Es stimmt schon nachdenklich, dass auch mehrere Jahrtausende der Kulturgeschichte für die Menschheit nicht ausreichend waren, um in diesem Punkt zur Selbsterkenntnis zu gelangen.

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Argumentationsfehler

7. März 2013 4 Kommentare

Spätestens, wenn in Diskussionen die Emotionen hochkochen, werden auch Argumente geäußert, die man als weit hergeholt empfindet, die wenig oder nichts mit der Sache zu tun haben oder bei denen man manchmal das Gefühl hat, dass sie nicht stimmen können. Gibt es typische Muster, kann man „Argumentationsfehler“ systematisieren? Dieses Thema beschäftigt mich schon seit längerem, siehe z.B. Handbuch gegen Argumentationsfehler.

Gute deutschsprachige Seiten zu logical fallacies, so die englische Bezeichnung, waren bisher schwer zu finden. In den SciLogs bin ich jetzt in dem Artikel Ist besseres Argumentieren in der Gentechnikdebatte möglich? fündig geworden. Dort wird die Diskussion über die Abschaffung des Schülerlabors „HannoverGEN“ durch die rot-grünen Landesregierung in Niedersachsen zum Anlass genommen, auf typische Fehler in sich emotional hochschaukelnden Diskussionen einzugehen und jeweils einige Beispiele zu zitieren. Außerdem wird in diesem Artikel auf den Ratioblog verwiesen, der sich genau diesem Thema, der Systematisierung typischer Argumentationsfehler, widmet. Hier meine eigene, überarbeitete Liste nach dem Studium dieser beiden Artikel. Die Benennung der Typen ist etwas durcheinander, einige stammen bereits aus der Antike (Aristoteles), andere aus dem englischsprachigen Ausland, einige sind unter verschiedenen Bezeichnungen bekannt:
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Derek Parfit III: „Der harmlose Folterer“

10. Februar 2013 2 Kommentare

Nach den beiden ersten Beispielen aus dem Interview mit Derek Parfit Die abstoßende Schlussfolgerung und The timeless man jetzt ein drittes Beispiel. Der Interviewer schrieb:

Wenn wir Handlungen beurteilen, konzentrieren wir und oft auf die Einzelhandlung: Wenn ich mit meinem Auto zum Klimawandel beitrage, kann das nicht so schlimm sein. Ich bin ja nur einer von vielen.

Derek Parfit kommentiert das so:

Es ist hilfreich zu überlegen, was wir im Zusammenwirken mit anderen tun. Oft schätzen wir die Auswirkungen unserer eigenen Handlungen falsch ein. Eines meiner Hauptbeispiele ist der „harmlose Folterer“. Stellen Sie sich vor, jeder von tausend Folterern bereitet einem Opfer jeweils nur geringfügige Schmerzen. Doch alle zusammen fügen ihm schweres Leid zu. Jeder dieser Folterer, so behaupte ich, fügt anderen Menschen großes Leid zu, obwohl keiner das Leiden seines Opfers wahrnehmbar schlimmer macht. Wenn wir glauben, dass solche geringfügigen Effekte keine Rolle spielen, dann fügen wir anderen großes Leid zu. Zur globalen Erwärmung beizutragen, ist ein Beispiel dafür.

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Derek Parfit I: Die „abstoßende Schlussfolgerung“

10. Februar 2013 2 Kommentare

In „Hohe Luft“ 2/2013 gibt es ein sehr ausführliches Interview mit Derek Parfit, der dort als „der bedeutendste Moralphilosoph der Gegenwart“ bezeichnet wird. Hohe Luft hat mit ihm ein ganz spezielles Interview geführt – man hat ihm 40 Fragen zugeschickt, die er per Mail beantwortet hat. In dem Interview werden eine Reihe von Gedankenexperimenten vorgestellt, anhand derer Parfit wichtige philosophische Fragestellungen erläutert. Am Rand des Interviews gibt es auch eine Reihe von Textblöcken mit speziellen Begriffen und Fragestellungen. Einer dieser Textblöcke ist der folgende:

Die abstoßende Schlussfolgerung

Auf der Erde leben zurzeit sieben Milliarden Menschen. Wäre es moralisch besser, wenn noch drei Milliarden Menschen hinzukämen – auch wenn diese am Existenzminimum leben müssten? Die meisten würden das wohl entschieden verneinen. Das philosophische Problem ist: Nach Parfit könnten wir zu dieser „abstoßenden Schlussfolgerung“ gezwungen sein. Man könnte nämlich folgendermaßen argumentieren: Wenn alles andere gleich ist, dann ist das „beste Ergebnis“ eines, in dem es die größte Gesamtmenge an Lebensqualität gibt. Angenommen, bei Bevölkerungsdichte A herrscht sehr hohe Lebensqualität. Dann könnte man sich eine wesentlich größere Bevölkerung B mit sehr niedriger Lebensquailtät vorstellen, deren „Gesamtmenge“ an Lebensqualität trotzdem größer ist als in Szenario A – und zwar einfach aufgrund der größeren Zahl Menschen, wenn man unterstellt, dass auch diese Menschen ein zumindest irgendwie lebenswertes Leben haben. Die bis heute unter Moralphilosophen heiß diskutierte Frage lautet: Wie lässt sich diese „abstoßende Schlussfolgerung“ vermeiden, die so sehr unseren moralischen Intuitionen widerspricht?

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Giovanni Maio: Leben entwickelt sich immer autonom

26. November 2012 2 Kommentare

In der Ausgabe 4/2012 von „Zeit Wissen: Die Macht der Worte“ findet man ein Interview mit Giovanni Maio, einem Bioethiker. In diesem Text wird über die Grenze zwischen Lebendigem und Maschinellem und die Verantwortung der Biologen diskutiert. Maio kritisiert die synthetische Biologie, die künstliche Lebensformen schaffen will, um bestimmte Ziele zu erreichen:

Wenn die Biologen sagen, wir wollen Leben herstellen und haben das vollkommen im Griff, ist das ein Widerspruch in sich. Denn Leben ist immer autonom. Die Biologen müssten also zugeben, dass sie nicht mit Bestimmtheit sagen können, wie sich eine Lebensform weiterentwickelt und mit der Umwelt interagiert. Man kann diesen Organismus zwar einhegen, aber er wird immer irgendwo Kontakt zur Umwelt haben. Und was sich daraus entwickelt, können wir nicht vorhersagen. Die Vorstellung, dass man nun Leben wie ein Produkt herstellen will, muss verstören.

Das ist richtig. Aber Widerspruch weckt er bei mir mit der folgenden Aussage:
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Zirkumzision: Männliche Beschneidung II

16. Oktober 2012 Keine Kommentare

Zur Zirkumzision hatte ich hier schon einmal etwas geschrieben. Jetzt läuft in dem Beitrag Beschneidungsethik gerade eine interessante Diskussion in der Telepolis, bei der in einem Diskurs Pro- und Kontra-Argumente zusammengetragen werden. Inzwischen gibt es einen Beschluss im Bundeskabinett, der nach Lage der Dinge wohl auch das Parlament passieren wird:

Vorgesehen ist, im Recht der elterlichen Sorge (§§ 1626 ff. des Bürgerlichen Gesetzbuchs – BGB) klarzustellen, dass die Personensorge der Eltern grundsätzlich auch das Recht umfasst, bei Einhaltung bestimmter Anforderungen in eine nicht medizinisch indizierte Beschneidung ihres nicht einsichts- und urteilsfähigen Sohnes einzuwilligen. Dies soll nur dann nicht gelten, wenn im Einzelfall durch die Beschneidung auch unter Berücksichtigung ihres Zwecks das Kindeswohl gefährdet wird.

In den ersten sechs Monaten nach der Geburt des Sohnes dürfen auch von einer Religionsgesellschaft dazu vorgesehene Personen die Beschneidung vornehmen, wenn sie dafür besonders ausgebildet und für die Durchführung der Beschneidung einer Ärztin oder einem Arzt vergleichbar befähigt sind.

Ich halte das nach wie vor für absurd und bedenklich, in welchem Ausmaß hier der säkulare Staat zurückweicht. In einer Diskussion habe ich ein interessantes Argument gelesen, sinngemäß:

Was, wenn die Raucher eine Raucherreligion erfinden würden und dazu postulieren, von Gott wäre ihnen – nachzulesen in ihren heiligen Schriften – zwingend vorgeschrieben, dass sie in öffentlichen Gebäuden, in Schulen, Krankenhäusern und Gaststätten rauchen müssten, um das ewige Seelenheil zu erlangen.

In einem Zwischenfazit in dem Artikel werden die verschiedenen möglichen Standpunkte zusammengefasst:
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KategorienEthik, Gesellschaft, Medizin, Politik, Religion Tags:

Identität einer Person

25. September 2012 4 Kommentare

In „Hohe Luft“ 4/2012 gibt es ein Interview mit Ronald Dworkin, den viele als den größten lebenden Rechtsphilosophen bezeichnen. In diesem Interview gibt es eine Passage, die mir seitdem nicht mehr aus dem Kopf geht:

Nehmen wir das Beispiel Demenz. Vor Jahren argumentierten Sie einmal, dass eine im Zustand der Klarheit getroffene Patientenverfügung bindende Wirkung haben sollte. Einige Philosophen widersprachen: Auch demenzkranke Menschen seien noch in der Lage, ihre Situation zu bewerten…

RONALD DWORKIN: Ich stimme dem zu. Demenzkranke Menschen behalten diese Fähigkeit. Mit meinem Freund Thomas Nagel hatte ich einmal eine Diskussion über eine demente Frau. Sie saß einfach nur in der Sonne, aß Sandwiches mit Erdnussbutter und blätterte in einem Buch die Seiten um. Und sie genoss das sichtlich. Die Frage ist ja nicht, ob wir ein Gewehr nehmen und diese Frau töten sollen. Die Frage ist nur: Wenn sie in ihrem früheren Leben, als sie noch vollkommen klar bei Verstand war, eine Verfügung unterzeichnet hat, dass sie in einem solchen Zustand im Falle einer Herzattacke nicht wiederbelebt werden will – sollen wir ihre damaligen Anweisungen dann befolgen oder nicht? Ich glaube, wir sollten es tun. Manche vertreten die Auffassung, es handle sich dabei um zwei verschiedene Personen – und es wäre nicht fair, dass die frühere Person über die spätere Person bestimmt. Aus meiner Sicht ist es ein und dieselbe Person. Die Frage ist also, welches ihrer Leben respektieren wir als ethisch unabhängig. Aus meiner Sicht ist es ihr früheres Leben. Denn nur damals war sie in der Lage, ein Urteil dieser Art zu fällen.

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KategorienEthik, Philosophie Tags: