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Vielleicht hilft ja etwas Voodoo?

Der Winter 2012 / 2013 war nicht nur gefühlt sehr lange und sehr kalt, Meteorologen können das auch mit Zahlen bestätigen. Der Rekordmärz 2013 lautet ein Artikel in den SciLogs, der entsprechende Daten aufbereitet anzeigt:

Der vergangene März war mit -0,70 °C nur ganz knapp nicht der kälteste seit Beginn der Messungen; der März 1917 war mit -0,75 °C noch fünf Hundertstel Grad kälter.

Allerdings sollte noch bedacht werden, dass sich das Klima in den letzten 120 Jahren ja erwärmt hat. Die rote lineare Trendlinie ist eine Möglichkeit, dies zu illustrieren – danach betrug die lineare Erwärmung 0,8 °C. Im Vergleich zu dem insgesamt wärmeren Klima ist dieser März noch ungewöhnlicher. Zieht man den linearen Trend ab,…

Danach wäre der gerade erlebte März sogar mit Abstand der größte Ausreißer nach unten.

In einem Vorgängerartikel hatte derselbe Autor, Stefan Rahmstorf, auch etwas über die Ursachen dieser ungewöhnlichen Wetterlage berichtet: Eisschmelze und kaltes Wetter. Das Fazit in diesem etwas längeren Artikel lautet:

Außerdem haben sie noch den Zusammenhang mit Schneefall untersucht und kommen zu dem Schluss, dass die zusätzlichen offenen Wasserflächen in der Arktis die Luftmassen befeuchten und zu stärkerem Schneefall führen. Die Schneedecke ist wichtig, denn selbst die kräftige Märzsonne kann das schneebedeckte Land kaum aufheizen; die hellen Flächen spiegeln die Sonnenstrahlen einfach zurück.

Aus meiner Sicht liefern die oben genannten Studien deutliche Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen dem arktischen Eisverlust infolge der globalen Erwärmung, häufigeren Winter-Hochdrucklagen insbesondere über dem atlantisch-europäischen Teil der Arktis, und damit verbundenem Einstrom von Kaltluft nach Europa. Wie wir sie in den letzten Wintern oft erlebt haben – zum Beispiel spektakulär in der ersten Februarhälfte 2012.

Wie bekommen wir nun den Winter endgültig vertrieben? Vielleicht hilft ja etwas Voodoo?

Weg mit dem Winter! Hinfort! Hinfort mit ihm!

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