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Artikel Tagged ‘Violine’

Ein Donnerstag

25. September 2009 Keine Kommentare

Gestern Vormittag hatte mich mein Chef ausdrücklich zu der Promotionsverteidigung eines Mannes eingeladen, für den er eins der Gutachten geschrieben hatte. Ich wäre wahrscheinlich sowieso hingegangen, denn ich kannte das Arbeitsgebiet des Betreffenden von einer wenige Jahre zurückliegenden Zusammenarbeit. Zwei meiner Kollegen waren ebenfalls anwesend. Einer von ihnen kannte den Kandidaten bereits seit der dritten Klasse ihrer gemeinsamen Schulzeit, der andere war am Thema interessiert.

Es war die beste Verteidigung, die ich jemals erlebt habe. Zu Beginn hatte ich die Befürchtung, dass der Vortragende das Niveau etwas zu niedrig angesetzt hat, aber dieser erste Eindruck war falsch. Der Vortrag ging zwar nur über 25 Minuten, aber die darauf folgende Diskussion dauerte über eine Stunde. Ich habe selten jemanden erlebt, der in einer solchen Prüfungssituation auf schwierige Fragen schnell und ernsthaft nachdenken und angemessene Antworten geben kann. Da alle Gutachten „Magna cum laude“ gewesen waren und auch das Rigorosum entsprechend bewertet worden war, bekam der Betreffende das selten vergebene „Summa cum laude“. Die Professoren der Prüfungskommission waren erkennbar beeindruckt.
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Pogo-Girl

16. März 2009 Keine Kommentare

Mein Wortschatz hat sich dank Ehrensenf am heutigen Abend um die Begriffe „Pogo-Girl“ und „Pogo-Stick“ erweitert:


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Paganinis russisches Testbild vice versa

25. Januar 2009 Keine Kommentare

Die Ehrensenf-Sendung vom Dienstag führt zu diesem schönen Testbild:


Bars & Tones from André Chocron on Vimeo

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Ode an die Freude

18. Januar 2009 Keine Kommentare

Die aktuelle SZ Wissen trägt den Titel „Zeitmaschine Gehirn“, folgerichtig findet man eine ganze Reihe von Artikeln zum Thema „Zeit“. Einer dieser Artikel enthält ein Interview mit dem Zeitforscher Hartmut Rosa. Viele seiner Aussagen kannte ich schon aus Büchern anderer Autoren, unter anderem aus Karlheinz A. Geißler: Vom Tempo der Welt und aus Fritz Reheis: Die Kreativität der Langsamkeit. Darunter das folgende Paradoxon:

Wenn ich spannende Dinge erlebe und die Zeit schneller vergeht, erscheint sie mir im Nachhinein lang. Ich diagnostiziere jedoch ein Phänomen, dass ich Fernsehparadox nenne: Beim Zappen etwa wechseln Zuschauer alle paar Sekunden das Programm. Dabei vergeht die Zeit wie im Flug. Man will vielleicht nur fünf Minuten gucken, am Schluss sind es zwei Stunden. Die Zeit ist dann zwar schnell vergangen, aber nach dem Ausschalten fällt sie sofort zusammen, es bleibt nichts zurück.

Oder etwas abstrakter formuliert: Je schneller die Zeit in der Gegenwart vergeht, umso langsamer wird sie in der Zukunft als dann vorgenommene Rückschau auf die Vergangenheit erscheinen. Wenn wir von elementaren Zeitgebern wie zum Beispiel dem Herzschlag im Körper einmal absehen, legen die erinnerbaren Ereignisse den Zeittakt fest. Unabhängig davon, in welcher Geschwindigkeit sie im Gehirn gespeichert werden, erfolgt ihr Abrufen später in einem festen, menschengemäßen Takt.

Allerdings funktioniert es auch nicht, seine Zeit beliebig dicht mit spannenden Unternehmungen vollzupacken, wie es viele versuchen, die ihr langweiliges Alltagsleben mit umso mehr Erlebnissen im Urlaub oder der Freizeit zu kompensieren versuchen.
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Die drei Stillen

30. November 2008 Keine Kommentare

Vor einer Stunde sind Urs und Traudel in den Kühlschrank umgezogen. Es ist ihre dritte Winterruhe in ihrem eigenen Kühlschrank, Anfang bis Mitte April werden sie wieder geweckt. Aus diesem Anlass habe ich mal eine kleine Grafik angefertigt, die ihre Gewichtszunahme seit Oktober 2006 zeigt, als die beiden bei mir eingezogen sind.

urseltraudel

Die blauen Streifen im Diagramm geben die Zeiten der beiden vorigen Winterruhen an. Das Gewicht fällt in den Wochen kurz vorher ab, weil die Schildkröten zwar schon das Fressen eingestellt haben, aber noch aktiv sind. Im Kühlschrank verlieren sie fast kein Gewicht, was sie an Fett verbrennen in dieser Zeit, nehmen sie offenbar an Feuchtigkeit aus dem Substrat wieder auf. In die ersten Monaten nach der Winterruhe fällt dann die größte Gewichtszunahme, während es im Hochsommer eher konstant bleibt.
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Etüde

14. November 2008 Keine Kommentare

„Ich schreibe ihnen eine Etüde“, sagte die Musiklehrerin. Sie nahm sich einen Stift, summte vergnügt vor sich hin und kritzelte eine Note nach der anderen auf das Papier.

Etude1

Das spielt sich ziemlich leicht, denn hier muss man mit dem Bogen nicht die Saite wechseln, sondern schrummelt immer auf und ab. Zur Verzweiflung hingegen hat mich in der letzten Woche die folgende Passage getrieben:

Etude2

Ein Ausschnitt aus einem jüdischen Volkslied. Man kommt in der Passage zweimal von der leeren A-Seite und muss mit dem Ringfinger die richtige Stelle auf der D-Saite treffen, sonst hört es sich ganz grauslich an. Und beim zweiten Mal ist die folgende Note länger.
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Violin Exercise 1st Finger 4 Months

31. Oktober 2008 Keine Kommentare
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Star wars on violin

18. Oktober 2008 Keine Kommentare

Ich erinnere mich noch genau daran, wann ich den ersten (vierten?) Teil von Star Wars zum ersten Mal gesehen habe. Es war 1984 oder 1985 in Polen. Nach der Machtübernahme durch General Jaruzelski durfte man als DDR-Bürger privat nur noch mit einem gültigen Visum und einer Einladung einreisen, von der FDJ organisierte Veranstaltungen oder Gruppenreisen gab es auch. Ich war im Studentensommer dort, wir sollten Kabelgräben ausschachten. Obwohl die Freiheitsbewegung durch den faktischen Militärputsch beendet war, konnte man doch seine ersten Erfahrungen mit der „Marktwirtschaft“ machen: Kurz vor Ende unserer dreiwöchigen Arbeit sprach sich herum, dass die Betriebsleitung uns nur den halben Lohn zahlen wollte, wir traten in den Streik und drohten damit, alle Gräben wieder zuzuschütten. Man lenkte ein und bezahlte uns doch den vereinbarten Lohn. Mit diesem und dem Verkauf meiner Exa 1b konnte ich auf dem Schwarzmarkt eine russische Kamera vom Typ Zenit eintauschen.
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Nothing else matters

28. September 2008 Keine Kommentare

Als ich dieses Video zum ersten Mal gesehen habe, war ich etwas irritiert darüber, dass die drei Geigerinnen es in einem Trepphaus oder Flur aufgenommen haben. Aber es ist die Akustik dieses Ortes, die ihn zum geeignetsten macht. Man findet bei Youtube noch eine Reihe von weiteren Coverversionen dieses berühmtesten Metallica-Songs mit Streichinstrumenten, die nicht annähernd die suggestive Kraft wie hier mit den drei Spielerinnen entfalten. Die bekannteste „Profi“-Version stammt von Apocalyptica:
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