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Artikel Tagged ‘USA’

Militärausgaben Chinas

5. März 2011 Keine Kommentare

Die Erhöhung der Militärausgaben Chinas war ja gestern gerade ein großer Aufreger in den Nachrichten. Das hat meine Neugier geweckt, hier kann man sich eine schöne Grafik anzeigen lassen. Und die sieht so aus, wenn man die USA, Deutschland und China miteinander vergleicht:

militaer

Dazu vielleicht noch eine kleine Tabelle, die die Zahl der Soldaten ins Verhältnis zur Einwohnerzahl setzt:

Land Bevölkerung Soldaten Prozent
USA 3,11E+008 1,48E+006 0,48%
Deutschland 8,20E+007 2,28E+005 0,28%
China 1,33E+009 2,29E+006 0,17%

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Die Quadratur des Kreises

17. November 2008 Keine Kommentare

In einem Kommentar wurde dieses Bild mit der schönen Überschrift Die Quadratur des Kreises versehen. In dem Telepolisartikel lässt man kein gutes Haar an den Ergebnissen des Krisengipfels an diesem Wochenende. Aber der Artikel ist noch aus einem ganz anderen Grund interessant, er erläutert nämlich mit einfachen Worten, worin für Deutschland in der gerade beginnenden Rezession die Probleme liegen werden:

Man war jahrelang stolz auf die Exportüberschüsse Deutschlands, die die schwächelnde Binnennachfrage (für die Industrie und für deren Gewinne) überkompensierten. Exportüberschüsse einiger Länder bedeuten aber Haushaltsdefizite in anderen Ländern, d.h. ein Leben auf Pump dort. Insofern ist Deutschlands und Chinas Exportüberschuss eine der Ursachen für die weltweite Finanzkrise. Und ein Grund der schwachen Binnennachfrage ist auch, dass die langsamer als die Unternehmensgewinne steigenden Einkommen einen größeren Konsum gar nicht ermöglicht haben.
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Absurditäten des amerikanischen Rechtssystems

17. Oktober 2008 Keine Kommentare

Heute konnte man u.a. bei SPON lesen, dass in den USA die Klage des Ex-Senators Ernie Chambers gegen Gott abgewiesen wurde:

Chambers hatte 2007 geklagt, weil Gott ihm und den Bewohnern Nebraskas Angst gemacht und „unter Abermillionen Erdbewohnern Tod, Zerstörung und Terror“ verursacht habe.

Richter Marlon Polk begründete seine Ablehnung des Prozesses damit, dass ein Beschuldigter die Möglichkeit haben müsse, die Anklageschrift zu lesen und das sei ohne Zustelladresse nicht möglich.

Damit wird sich Chambers wahrscheinlich nicht abfinden, und in der Telepolis erfährt man auch warum:

Der Religionskritiker Chambers geht allerdings davon aus, dass das Gericht die Existenz von Gott anerkannt hat. Dann aber sei darin auch die Allwissenheit von diesem begriffen. Seine schöne Schlussfolgerung: „Da Gott allwissend ist, muss er auch Kenntnis von dieser Klage haben.“

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US-Wahlkampf bei Youtube

15. Oktober 2008 Keine Kommentare

Wenn man sich ansieht, welche Videos über die Kandidaten bei Youtube kursieren, dann kann man sich ungefähr vorstellen, was in den Vereinigten Staaten drei Wochen vor den Wahlen los ist. Zwei Beispiele:
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Sarah Palin

7. September 2008 Keine Kommentare

Die Tochter von Sarah Palin ist ja gerade schwanger, und was zu dem gerade an anderem Ort heiß diskutierten „Tunnelblick“ dazu zu sagen ist, kann man bei Karl Weiß im Artikel Frau Palin und der „Kinderschänder“ nachlesen. Aber es gibt eine noch viel verrücktere Geschichte, die ich gestern erfahren habe. Eine Bekannte hat mir einen Zeitungsausschnitt gegeben. Leider kann man dem nicht mehr entnehmen, ob er in der „Thüringer Allgemeinen“ oder im „Freien Wort“ veröffentlicht wurde. Der Autor ist Peter W. Schroeder, laut Wikipedia derzeit Korrespondent in Washington. Die interessantesten Absätze seines Artikels:

Im April dieses Jahres habe sie ihr fünftes Kind zur Welt gebracht, erzählte Palin. Obwohl sie schon zu Beginn der Schwangerschaft gewusst habe, dass die Leibesfrucht als geistig behindertes Kind zur Welt kommen würde, habe sie sich „freudig Gottes Willen gefügt“ und ein in ihren Augen perfektes Kind zur Welt gebracht.
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„Unangemessene“ Äußerungen von McCains Berater

25. Juni 2008 Keine Kommentare

Ein Berater McCains hat für eine seiner Äußerungen mächtig Prügel bezogen, meldete Spiegel Online am 24.6.:

John McCain distanzierte sich umgehend – schließlich entschuldigte sich auch sein Berater: Charlie Black hatte zuvor erklärt, ein neuer Terrorangriff wie der vom 11. September 2001 wäre gut für den republikanischen Präsidentschaftskandidaten.

Er bedauere seine Bemerkung zutiefst, sagte Black am Montag. „Mir ist klar, dass John McCain sein gesamtes Leben als Erwachsener dem Schutz seines Landes gewidmet hat“, erklärte er zu der Bemerkung, die im Magazin „Fortune“ veröffentlicht worden war.

McCain betonte auf einer Pressekonferenz, er habe sich seit den Anschlägen vom 11. September 2001 unermüdlich dafür eingesetzt, dass sich so etwas nicht wiederhole. Was Black gesagt habe, „ist nicht wahr“.

Tatsächlich ist aber die Behauptung Blacks zutreffend. Wörtlich hat er gesagt:
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Barack Obama

12. Februar 2008 Keine Kommentare

Eigentlich ist es mir ja egal, ob Hillary Clinton oder Barack Obama diesen unsäglichen Bush im Weißen Haus ablösen. Es wird in beiden Fällen ein Novum sein. Und es wird besser sein als es jetzt ist, denn schlechter kann es gar nicht werden. Meine einzige Sorge ist, dass die beiden sich im Wahlkampf so beschädigen, dass ein anderer ihnen noch die Präsidentschaft stehlen könnte.

Für die republikanische Alternative zu HC/BO gibt es auch ein Video, 10 Sekunden reichen in diesem Fall:
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Irak: 17fach erhöhtes Risiko durch Gewalt zu sterben

11. Januar 2008 Keine Kommentare

In der Telepolis wird auf eine Studie über den Irak im Auftrag der WHO berichtet:

Die aktuelle Studie, Iraq Family Health Survey (IFHS), die heute im New England Journal of Medicine veröffentlicht wird, basiert auf Interviews, durchgeführt in 9345 Haushalten in etwa 1000 Wohnvierteln und Dörfen in ganz Irak.

Auf dem Fragebogen, der darüberhinaus eine ganze Menge anderer gesundheitlicher Themenkomplexe erfasst, sind 23 potenzielle Todesarten aufgeführt und codifiziert – meist Krankheiten, aber eben auch durch „armed conflict“. Laut Fragebogen wollte man Todesfälle und Todesursache seit Juni 2001 wissen.

Wie der oft bissige informierte Kommentator zum Irak-Einsatz der USA, Juan Cole, aus der Studie liest, hat sich die Zahl der gewaltsam ums Leben gekommenen Iraker durch den Einmarsch der Amerikaner, den die Regierung Bush zu verantworten hat, um das 17fache gesteigert.

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Nach dem Universitätsmassaker

17. April 2007 Keine Kommentare

Nach dem Universitätsmassaker in den USA geht dort die immer gleiche Diskussion der Waffenbefürworter und der Waffengegner wieder los, ein für europäische Beobachter sehr unverständlicher Streit. Interessant sind eher ein paar eher an der Peripherie liegende Fragen und Beobachtungen. Zum Beispiel ist es doch interessant zu wissen, dass der Prozentsatz privater Waffen im unmittelbar an die USA grenzenden Kanada nicht wesentlich geringer ist, dort aber weit weniger derartiger Fälle bekannt geworden sind. Was machen die Kanadier (bei ziemlich ähnlicher Mentalität) anders? Bemerkenswert auch der Telepolisartikel Die Deutschen rüsten sich auf:

Natürlich rangieren die USA sowohl beim privaten Waffenbesitz als auch bei der Zahl der damit Getöteten weit vor den europäischen Ländern. In den USA sind im Jahr 2000 über 30.000 Menschen (11,3 von 100.000) mit Handfeuerwaffen (Unfälle eingeschlossen) getötet worden (das National Center for Injury Prevention and Control gibt für das Jahr 2000 28.663 Tote durch Schusswaffen und ein Verhältnis von 10,41 auf 100.000 an), in Deutschland beispielsweise 1.201 (1,5 von 100.000) oder in Frankreich 2.964 (5 von 100.000). Damit erreicht der private Waffenbesitz in diesen beiden Ländern etwa 50 Prozent des US-Niveaus. Die Deutschen scheinen jedoch weiter aufzuholen und kaufen derzeit ebenso viele Waffen pro Kopf wie die Amerikaner: pro Jahr werden in Deutschland eine Million Pistolen und Gewehre verkauft.

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Jürgen Fliege: Der falsche Prophet

31. Dezember 2006 Keine Kommentare

Die Überschrift ist etwas irreführend, denn nicht Jürgen Fliege ist „Der falsche Prophet“, sondern das ist der Titel eines seiner Bücher, mit dem sinnklärenden Untertitel „Wie US-Präsident George W. Bush den Glauben vergiftet“. Er hat das Buch 2003 herausgebracht und sich darin mit dem christlichen Bekenntnis von Bush auseinandergesetzt. Fliege ist studierter Theologe und arbeitet oder hat als evangelischer Pfarrer gearbeitet.

Das Buch ist als eine Art offener Brief geschrieben, wobei klar ist, dass der Adressat nicht Bush selbst ist, sondern die Leser. Viele Atheisten, Agnostiker und Angehörige anderer Religionen dürften sich mit den meisten Christen auf der Welt darin einig sein, dass Bush mit seinem selbst ausgerufenen Kreuzzug gegen das Böse das Christentum beschädigt hat. Flieges Buch ist eine emotionale Anklage von einem theologischen Standpunkt aus:
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