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Artikel Tagged ‘Schrödinger’

Vom Higgs zur Quantengravitation

1. April 2013 2 Kommentare

„Vom Higgs zur Quantengravitation“ heißt ein „Spektrum Spezial“ Heft, das verschiedene Artikel enthält, die in diversen Spektrum der Wissenschaften Heften bereits einmal erschienen sind. An einige konnte ich mich noch erinnern, z.B. an ein Interview mit Leonard Susskind, einen der Väter der Stringtheorie. Einige Texte und die darin vorgestellten Ideen waren entweder neu für mich oder sind es wert, hier wiedergegeben zu werden:

  • Was bringt uns die Entdeckung des Higgs-Boson?
  • Wie weit reichen die Seltsamkeiten der Quanten- in die makroskopische Welt?
  • Wie hängt die Gravitation mit der Quantenwelt zusammen?

Was bringt uns die Entdeckung des Higgs-Boson?

Denn das Higgs-Boson ist nicht nur irgendein weiteres Partikel im Teilchenzoo, sondern vielmehr Eckstein eines geistigen Gebäudes, bekannt als das Standardmodell, das mehrere Theorien miteinander vereint, die die moderne Teilchenphysik beschreiben. Die Existenz dieses Teilchens hatte Peter W. Higgs von der University of Edinburgh bereits 1964 postuliert, unabhängig von ihm auch Francois Englert und Robert Brout in Brüssel sowie drei weitere Theoretiker in London. Das neue Partikel soll alle Elementarteilchen durch einen raffinierten Mechanismus sozusagen mit Masse versorgen.

So weit, so gut. Dieses Zitat findet man in dem Artikel „Der lange Weg zum Higgs“. Der darauffolgende Artikel ist ein Interview mit Siegfried Bethke, der im Leitungsgremium des CERN Deutschland vertritt. Dort liest man:
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Hydrinos?

26. Oktober 2008 1 Kommentar

In der Telepolis findet man den Artikel Durchbruch bei der Gewinnung von Energie aus Wasserstoff?, in dem ein neues Verfahren zur Gewinnung von Energie aus Wasser vorgestellt wird. Die Idee stammt von einer Firma namens BlackLight Power.

Aus dem Telepolisartikel kopiert:
Darstellung des BlackLight-Verfahrens. Bild: BlackLight (Bild vergrößern)

Eine Kurzzusammenfassung ihres Verfahrens ist die folgende:

  1. Wasser wird in Wasserstoff und Sauerstoff aufgespalten.
  2. Der Wasserstoff wird mit einem Katalysator zusammengebracht, dieser veranlasst das einzige Elektron des Wasserstoffs auf ein niedrigeres Energieniveau zu springen. Die Differenzenergie wird abgegeben.
  3. Das entstehende neue Teilchen wird Hydrino genannt, es ist ein Abfallprodukt des Prozesses.
  4. Die in Schritt 2 gewonnene Energie ist größer als die Energie, die zur Aufspaltung des Wassers benötigt wurde, es kann also in Schritt 1 weiteres Wasser aufgespalten werden und es bleibt trotzdem nutzbare Energie übrig.

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Erfolge in der Schrödingerschen Katzenzucht

16. August 2007 Keine Kommentare

Wenn ich heute einen Preis vergeben müsste für den Artikel, der die wenigsten neuen Informationen enthält, dann ginge er an: Erfolge in der Schrödingerschen Katzenzucht. Das Hauptproblem der heutigen Quantenphysik ist ihre Unanschaulichkeit. Nun ist es aber so, dass Menschen immer in Analogien und vor allem bildhaft denken, deshalb werden auch seriöse Physiker dazu verführt, bildhafte Analogien zu verwenden. Aber in dem von mir verlinkten Artikel steht tatsächlich nichts drin, was einem etwas Erklärendes über die durchgeführten Experimente bringt. Oder was fängt man an mit:

Im Wissenschaftsmagazin Nature beschreiben die Wissenschaftler, wie es ihnen theoretisch und experimentell gelungen ist, Schrödinger-Kätzchen aus Photonen-Zuständen zusammenzusetzen.

Interessanterweise verbesserte sich aber die mittlere Qualität der Schrödingerkatzen, wenn sie aus einer steigenden Anzahl von Photonen zusammengesetzt wurden. Die Wissenschaftler versprechen sich für die Zukunft, dass sich die Photonenanzahl relativ leicht weiter erhöhen lässt – zu einer beliebig großen Schrödinger-Katze.

Aha. Die eingefügten Links helfen auch nicht weiter. Spannend degegen sind die Kommentare auf diesen Artikel, allerdings ohne direkten Bezug zum Inhalt des Artikels – offenbar können auch andere nicht viel mit dem Text anfangen. Benutzer Ajax flippt aus:

Wie so vieles was die sog. „modernen“ Phyiker zusammen spinnen ist auch die sog. „Kopenhagener Interpretation“ (aus der das Katzenexperiment folgt) reine Volksverblödung auf die sich die vertrottelten „modernen“ Physiker irgendwann mal geeinigt haben.

Entscheiden Sie, geneigter Leser, was Sie für wahrscheinlicher halten:

  1. Die katze ist, solang keiner nachgeschaut hat, sowohl tot als auch lebendig.
  2. Der statistische Kernzerfall ist nur deswegen nicht vorhersagbar weil es sog. „verborgene Variablen“ gibt, wir bzw. die Physiker also schlicht und einfach noch längst nicht alles über die Quantenwelt wissen obwohl sie stets darum bemüht sind so zu tun (ein typisches Merkmal der versnobten und verblödeten „modernen“ Physiker).

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Quantenradiererradierer

5. August 2007 Keine Kommentare

In „Spektrum der Wissenschaft“, 7/2007, S. 68ff. findet man den Artikel „Quantenradierer selbst gemacht“. Dieser Artikel ist auch online frei verfügbar: Quantenradierer selbst gemacht.

Ich kannte das Grundprinzip des „Quantenradierers“ zwar schon, aber der Artikel war für mich deshalb so interessant, weil man dort eine Anleitung veröffentlicht hat, mit der jedermann die vorgestellten Experimente zu Hause nachbauen kann. Die Experimentalanordnung ist gut beschrieben, zur Erläuterung der Grundlagen hätte man aber noch ein paar Prinzipskizzen hinzufügen sollen. Da ich beim erneuten Nachgrübeln über den Quantenradierer bei mir selbst noch einen katastrophalen Denkfehler gefunden habe, hier also meine eigene Darstellung des Grundprinzips in vier aufeinanderfolgenden Experimenten (bzw. Skizzen):


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Wollen wir wirklich allein bleiben?

11. Dezember 2006 Keine Kommentare

Ein Artikel in der Telepolis, Panik im Angesicht des maximal Fremden hat in mir die Erinnerung an zwei Bücher wachgerufen, die ich in diesem Herbst gelesen habe:

Doch zunächst zum Telepolis-Artikel von Michael Schetsche. Darin spekuliert er über drei mögliche Szenarien des Zusammentreffens von Menschen und Außerirdischen:

  1. Das Fernkontakt-Szenario, bei dem Radioteleskope oder andere technische Einrichtungen Signale aus den Weiten des Weltalls auffangen, die künstlichen Ursprungs sind.
  2. Das Artefakt-Szenario, bei dem auf der Erde (oder im Rahmen zukünftiger Weltraummissionen irgendwo im Weltraum) materielle Hinterlassenschaften Außerirdischer entdeckt werden.
  3. Das Direktkontakt-Szenario, bei dem ein nichtirdisches Objekt, das offensichtlich von einer Intelligenz oder wenigstens einem klug geschriebenen Programm gesteuert wird, im erdnahen Weltraum auftaucht, in den Erdorbit eintritt oder gar auf der Erde landet.

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Ein Ritt ins Schwarze Loch

31. Oktober 2006 Keine Kommentare

Ein Artikel von Andrea Naica-Loebell in der Telepolis Ein Ritt ins Schwarze Loch ist für mich Anlass, ein paar eigene Fragen zu formulieren. Andrea Naica-Loebell schreibt:

Es ist ein Gedankenexperiment wie die berühmte Schrödinger-Katze, die sich in der Quantenwelt tummelt. In der Realität ist es natürlich äußerst unwahrscheinlich, dass ein Elefant in ein Schwarzes Loch fällt, aber es ist theoretisch denkbar und dient deswegen den Physikern als Modell, um sich den möglichen Vorgängen rund um die mysteriösen Schwerkraftfallen zu nähern, die in der Mitte von Galaxien kauern und alles verschlingen, was ihnen zu nahe kommt.

Den Physiker Leonard Susskind von der Stanford University in Kalifornien beschäftigt die Frage nach dem Elefanten und seinem Sturz in ein Schwarzes Loch seit Jahren. Das Wissenschaftsmagazin „New Scientist” berichtet in seiner letzten Ausgabe über die Berechnungen des Forschers, die ergeben, dass der Elefant auf seinem Weg über den Ereignishorizont gleichzeitig an zwei Orten sein muss – sowohl tot als auch lebendig.

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KategorienPhysik Tags:

Silvia Arroyo Camejo: Skurrile Quantenwelt

7. Juni 2006 Keine Kommentare

Neugierig auf das Buch wurde ich durch eine Rezension im Spiegel („Wunderkind im Mikrokosmos“, Spiegel 8/2006, S.131). Was kommt heraus, wenn eine 17jährige Schülerin ein Buch über Quantenphysik verfasst? Die inzwischen 20jährige Autorin studiert jetzt (natürlich!) Physik an der Humboldt-Universität in Berlin. Was bewog den renommierten Springer-Verlag, dieses Buch zu veröffentlichen? Nach meiner Lektüre kann ich die beiden wesentlichen Aussagen der Spiegelrezension bestätigen:

1. Physikalisch gesehen ist es ein großartiges Werk, das vom Schwierigkeitsgrad her zwischen einem populärwissenschaftlichen und einem echten Physikbuch zum Thema angesiedelt ist. Viele Bücher für das interessierte Laienpublikum enthalten dem Leser elementare Formeln vor, wohl aus Angst vor einer Verringerung der Käuferzahl. (Hawking hat zum Beispiel anlässlich der Vorstellung seiner „Geschichte der Zeit“ bekannt, dass sein Verleger ihn gewarnt hat, dass jede Formel die Verkaufszahlen halbiert.)

2. Sprachlich gibt es einige Verbesserungsmöglichkeiten. Auch hier hat der Spiegel recht, wenn er zahlreiche Weitschweifigkeiten, Wortwiederholungen und fehlende Kommas moniert. Durch diese Mängel ist sich der Leser immerhin bereits nach dem Lesen des Vorworts sicher, dass Silvia Arroyo Camejo das Buch allein verfasst hat. Man fragt sich, ob es im ganzen Springer-Verlag nicht einen einzigen Lektor gibt, der sowohl etwas von Physik als auch von Deutsch versteht, und der gemeinsam mit der Autorin das Manuskript durchgehen kann. Bei dem Preis des Buches, immerhin 30 Euro, sollte man das eigentlich erwarten.
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