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Artikel Tagged ‘Peru’

Peru-Reisebericht

29. September 2012 Keine Kommentare

Im August dieses Jahres sind wir über drei Wochen lang in Peru gewesen, die nachfolgenden sieben Kapitel enthalten einen Bericht über einige Abschnitte dieser Reise. Die Kapitelnummern I bis VI findet man auch in der abgebildeten Karte wieder. (Für eine vergrößerte Darstellung der Karte einfach in diese hinein klicken.)

  1.   Einleitung
  2.  Nasca-Linien
  3. Das Inkareich und die Spanier
  4. Titicaca-See
  5.  Inkatrail und Machu Picchu
  6. Tropischer Regenwald
  7. Lost & Found
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Peru VII: Lost & Found

29. September 2012 Keine Kommentare

Zum Abschluss der Reiseberichte über Peru noch einige kommentierte Bilder, die sich thematisch bisher nicht einordnen ließen:

Ein häufiger Anblick: Hölzerne Balkone vor steinernen Häusern. Eine vor der Erfindung der elektrischen Klimaanlagen offenbar bei den Spaniern sehr beliebte Art der Kühlung. Die meisten dieser Balkone haben eine völlig andere Farbgebung als die dahinterstehenden Häuser.
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Peru VI: Tropischer Regenwald

25. September 2012 Keine Kommentare

Laut Veranstalter waren etwa anderthalb Tage Aufenthalt im tropischen Amazonasregenwald geplant, der einen großen Teil des Territoriums von Peru einnimmt. Da für den Besuch dort zwingend eine Gelbfieberimpfung gefordert und in den Reiseunterlagen auch Malariaprophylaxe empfohlen wurde, waren wir vor der Reise beim Tropenarzt. Er hat auch gleich die Gelbfieberimpfung durchgeführt und die Auffrischung der üblichen Standardimpfungen überprüft.

Eine Malariaprophylaxe hielt er aber nicht für notwendig. Sein Ratschlag war recht logisch: Da der Urwaldaufenthalt am Ende der Reise stattfinden sollte, würden die ersten Symptome erst nach unserer Rückkehr nach Deutschland auftreten. Wenn bei einem Bluttest dann Erreger nachgewiesen würden, könnte man sie immer noch rechtzeitig mit Antibiotika bekämpfen. Vor Ort erwies es sich dann noch viel einfacher, denn unser Reiseführer konnte uns mitteilen, dass unser Reisegebiet malariafrei ist. Eine Sorge weniger.

Die Anreise zu unserer Lodge war mit dem Boot. Wer ein paar Dokumentationen über tropische Wälder gesehen hat, weiß auch warum: An Land kommt man durch das Gestrüpp einfach nicht schnell genug voran – von den großen und kleinen Tieren, für die man entweder ein Leckerbissen oder ein Ärgernis ist, ganz zu schweigen. Auf dem Bild sieht man von diesem Dickicht gerade nichts, weil das Land bereits zu einem Anwesen mitten im Dschungel gehört.
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Peru V: Inkatrail und Machu Picchu

18. September 2012 Keine Kommentare

Ein Höhepunkt unseres Peruaufenthalts war zweifellos der knapp viertägige Inkatrail, der mit dem Besuch von Machu Picchu endete. Für viele aus meiner Reisegruppe ist diese Inkastadt sicherlich der Hauptgrund gewesen, Peru zu besuchen. Da sie sehr versteckt in den Bergen liegt, ist sie der Aufmerksamkeit der Spanier entgangen und wurde erst 1912 wiederentdeckt. Hundert Jahre später, 2012, hat man also in Peru an diesem historischen Ort ein rundes Jubiläum feiern können. Auch weil schriftliche Aufzeichnungen fehlen, sind in den vierhundert Jahren, in denen Machu Picchu in Vergessenheit geraten war, viele Informationen verloren gegangen. Völlig zu Recht heißt es deshalb in der Wikipedia:

Erbaut wurde die Stadt einer Theorie zufolge um 1450 auf Befehl des Inka-Herrschers Pachacútec Yupanqui, der von 1438 bis 1471 regierte. Er schuf die Grundlagen für die Ausdehnung des mächtigen Inkareiches und führte den Kult um den Sonnengott Inti ein.

Die Forschung geht heute davon aus, dass die Stadt in ihrer Hochblüte bis zu 1.000 Menschen beherbergen und versorgen konnte. Die Anlage, deren ursprünglicher Name unbekannt ist, wurde nach einem der nahe gelegenen Berggipfel benannt, zwischen denen die Ruinenstadt liegt.

Über den Sinn und Zweck dieser Stadt wurden verschiedene Theorien entwickelt. Tatsächlich existieren über sie keine Überlieferungen beziehungsweise wissenschaftliche Aufzeichnungen, weshalb auf der Grundlage archäologischer Funde nur mehr oder weniger begründete Vermutungen angestellt werden können.

Allerdings findet man in demselben Artikel auch Ausführungen darüber, dass das Wissen über diese Stadt über die Jahrhunderte eben doch niemals ganz verloren gegangen ist. Da sie aber inmitten hoher Berge liegt und es nur wenige schmale Pfade gab, über die sie zu erreichen war, hatte sie für die Einheimischen kaum oder keine wirtschaftliche Bedeutung. – Von anderen alten Bauten weiß man ja, welchen Gebrauch man in späteren Jahrhunderten von ihnen machte – das Forum Romanum in Rom diente im Mittelalter als Ziegenweide, das Kolosseum als Steinbruch.
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Peru IV: Titicaca-See

15. September 2012 Keine Kommentare

Die Wikipedia weiß über den Titicaca-See:

Der Titicaca-See ist das höchstgelegene kommerziell schiffbare Gewässer der Erde. Er liegt auf einer Höhe von 3810 m über dem Meeresspiegel, ist 178 km lang und bis 67,4 km breit und hat eine maximale Tiefe von 281 m.

Unser Reiseführer hat diese Größe mit der des Bodensees verglichen, der Titicaca-See ist etwa fünfzehnmal größer. Mir sagt das nichts, denn ich kenne auch den Bodensee nicht aus eigenem Anschein. Aber ich habe hier schon mal ein Video verlinkt und selbst nachgerechnet, wie weit der Horizont im Flachland entfernt ist: Vier bis fünf Kilometer. Wenn man also an einem Gewässer steht, das deutlich größer ist, dann kann man das gegenüberliegende Ufer nicht mehr sehen. „Gefühlt“ ist also der Titicaca-See eher ein Meer als ein See.

Wir haben dreimal am Ufer des Titicaca-Sees übernachtet. Am ersten Abend sind wir spätabends in Puno angekommen, der größten Stadt am Ufer. Die Durchschnittstemperaturen dort betragen zwischen 3° im Winter und 14° im Sommer. Da unser Besuch in die Winterzeit fiel, war es schon ordentlich kalt. Der See übt aber einen ausgleichenden Einfluss auf das Klima aus, sodass es im Winter wärmer bleibt, als man aufgrund der Höhenlage erwarten sollte. Von Puno sind wir am frühen Morgen mit dem Boot zu den Uros gefahren. (Ich schreibe hier bewusst Uros und nicht Urus, wie die Wikipedia, denn auf einem Anhänger von dort haben sie sich selbst so bezeichnet.)

Die Uros leben auf schwimmenden Schilfinseln mitten in einem flachen und ziemlich dicht mit Schilf bewachsenem Teil des Sees. Als kleines Experiment habe ich hier eine Google-Map eingebunden, auf der man einen Kranz weißer Punkte erkennen kann, das sind diese Schilfinseln von oben fotografiert:


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Peru III: Das Inkareich und die Spanier

8. September 2012 3 Kommentare

Der Begriff „Inka“ (siehe Wikipedia) wird in mehreren verschiedenen Bedeutungen verwendet. Entweder ist die Kultur bzw. das Inkareich oder die ethnische Gruppe, der der Herrscher entstammt, oder der Herrscher selbst gemeint. Aus dem Wikipediaartikel kann man auch entnehmen, dass das Inkareich etwa zwischen dem 13. und dem 16. Jahrhundert existiert hat, bis es in einem Vizekönigreich Spaniens „Peru“ auf- bzw. unterging. Dieses Schicksal hat es mit anderen indigenen Kulturen Mittel- und Südamerikas gemeinsam.

Im 13. Jahrhundert haben die Inka unter ihrem legendären ersten Herrscher Manco Cápac die Stadt Cusco gegründet, die bis zum Ende des Inkareichs dessen Hauptstadt blieb. Nach Meinung eines unserer Reiseführer in Peru muss man sich nicht alle Inkaherrscher merken, größere Bedeutung haben nur der erste Inka (der Reichsgründer), der neunte Sapa Inka Pachacútec und der „zwölfeinhalbte“ Atahualpa (warum der 12½., dazu später mehr). Pachacútec, der etwa von 1438 bis 1471 regierte, hat deshalb eine so große Bedeutung, weil in seiner Regierungszeit die größte Erweiterung des Herrschaftsgebietes der Inka erfolgte und weil sehr viele Gebäude und Straßen in seiner Zeit entweder entstanden oder erneuert worden sind. Das Jahr 1471 ist auch nicht mehr so weit entfernt von 1492, als der Spanier Christoph Kolumbus in Nordamerika vermutlich zuerst auf die zu den Bahamas gehörende Küste von San Salvador traf.

Im Jahr 1519 eroberte Hernán Cortés das Aztekenreich. Seit 1502 war auch der damals vermutlich 26jährige Francisco Pizarro in Amerika und machte vor allem in Haiti und Panama bereits ein Vermögen, bevor er 1532 (also etwa 56jährig) mit etwa 300 Spaniern im Inkareich eintraf (dort, wo sich heute Peru befindet).
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Peru II: Nasca-Linien

4. September 2012 5 Kommentare

Als Kolumbus und die späteren Konquistadoren wie Francisco Pizarro in Amerika eintrafen, lebten dort bereits Menschen. Die amerikanischen Kulturen hatten sich dabei unabhängig von denen in Europa und Asien entwickelt. Offenbar gab es während der letzten Kaltzeit eine Landverbindung zwischen Asien und Amerika. Damals war sehr viel Wasser in den kontinentalen Eisbergen gebunden, sodass der Meeresspiegel viel tiefer als heute lag und die Menschen trockenen Fußes entlang der Beringstraße von Asien nach Amerika gelangen konnten. Die ersten flächendeckende prähistorischen Funde in Amerika werden der Clovis-Kultur zugeschrieben, obwohl die Clovis-Menschen wahrscheinlich nicht einmal die ersten Besiedler des amerikanischen Kontinents waren.

Aber jedenfalls lassen sich seit dieser Zeit mehr oder weniger ununterbrochen „Hoch“Kulturen nachweisen, von denen heute die bekanntesten Azteken (Funde im heutigen Mexiko, mit ihren Vorläufern wie Olmeken, Tolteken, Zapoteken, etc.), Maya (Guatemala) und Inka (Peru) sind. Diese Hochkulturen hatten ihre Blütezeit bei Ankunft der Spanier oder kurz davor. Aber inzwischen haben Archäologen auch eine Vielzahl von Funden gemacht, die früheren Kulturen zugewiesen werden können. Eine davon wird als Nazca-Kultur bezeichnet und hat zeitlich etwa 200 vor bis 600 nach Christus existiert.

Bekannt geworden ist sie durch Geoglyphen, die man zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Bord der ersten Flugzeuge in der Wüste gesehen hat. Hier der „Kolibri“, wahrscheinlich die deutlichste und bekannteste Figur:


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Peru I: Einleitung

2. September 2012 Keine Kommentare

Im Jahr 1995 war ich das erste und bisher einzige Mal in Südamerika gewesen. Wir wollten damals unbedingt in diese Weltgegend reisen, ein guter Bekannter empfahl uns Ecuador: Hohe Berge, tropischer Regenwald, politisch stabiler als andere Länder der Region und als Sahnehäubchen die Galapagosinseln. Einen Reisebericht über diese Reise findet man hier:
Akklimatisation, Hohe Berge, Galapagos.

Diese Reise hatten wir damals selbst organisiert, wir hatten viel Zeit (und auch viel Glück). Ganze 17 Jahre später bin ich jetzt das zweite Mal in Südamerika gewesen, dieses Mal in Peru. Soviel Zeit wie damals hat man nicht mehr, auch das Empfinden vermeintlicher oder tatsächlicher Gefahren ist gewachsen, dafür hat man mehr Geld als damals. So wurde dieses Mal eine Gruppenreise gebucht. Peru war das Ziel, unter anderem weil dort mit den Nasca-Linien und mit Machu Picchu zwei weltberühmte archäologische Kleinode lockten.

Die Reise war ziemlich anstrengend, u.a. weil man jeden Tag mit dem Reisebus unterwegs war und dabei fast jeden Tag das Hotel gewechselt hat. Wir sind jeden Tag zwischen halb drei (okay, nur ein einziges Mal) und halb sechs aufgestanden und waren auch kaum einmal vor Einbruch der Nacht im nächsten Übernachtungsquartier. Knapp unterhalb des Äquators geht im Winterhalbjahr die Sonne erst gegen halb sieben auf und bereits halb sechs wieder unter. Will man viel sehen und jeden Tag an einem anderen Ort sein, bedeutet das viel Stress – es war eben keine Erholungs-, sondern eine Bildungsreise. Zum Reiseplan siehe die Webseite unseres Veranstalters, Papaya-Tours: Auf den Spuren der Inkas.
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