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Artikel Tagged ‘Nobelpreis’

Andreas Eschbach: Der Nobelpreis

10. Mai 2010 Keine Kommentare

Viele werden Andreas Eschbach indirekt kennen – weil er das Buch Das Jesus-Video geschrieben hat, das Grundlage für den gleichnamigen Film war. Die Grundidee der Geschichte, jemand reist 2000 Jahre zurück, um Jesus zu filmen, weist Eschbach als einen SciFi-Autor aus. In späteren Bücher gibt es zwar immer noch phantastische oder wissenschaftliche Elemente, die Geschichten sind aber keine SciFi im ursprünglichen Sinn mehr. Charakteristisch ist, dass er jeweils ausführlich in populärwissenschaftlichem Stil Kenntnisse über das jeweilige Milieu bzw. Fachgebiet in seine Handlungen einbettet. So habe ich es in seinem Buch Eine Billion Dollar kennengelernt und so ist es auch in Der Nobelpreis.

Man erfährt eine Menge Details darüber, unter welchen Umständen Alfred Nobel die Nobelpreise (für Physik, Chemie, Physiologie oder Medizin, Literatur und Frieden) gestiftet hat und wie später – und noch immer umstritten – der Preis für Wirtschaftswissenschaften dazu kam. Das Auswahlverfahren wird beschrieben, der Ablauf der Auszeichungszeremonie, die Rahmenveranstaltungen, das Bankett und die Geheimnisse um dessen Speiseplan.
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KategorienRezensionen Tags:

Beim Mittagessen

21. Januar 2009 Keine Kommentare

Am Abend zuvor hatte Köppnick mit großem Interesse den folgenden Artikel gelesen:

Möglichst lange leben, das wollen viele Menschen. Was man tun kann, um sein Leben zu verlängern, das möchte jeder wissen; darum sind zwei Studien der Universitäten von Harvard und Cambridge sehr nützlich, die Hilfe bieten für den Gewinn an Lebenszeit. Die Cambridge-Forscher beispielsweise haben wichtige Faktoren für den Lebensplaner herausgearbeitet. Ein langes, ausgefülltes Sexualleben bringt zweieinhalb Jahre mehr Lebenszeit, und wenn man religiös ist und viele Freunde hat, gibt es drei Jahre hinzu. Weintrinken wird mit vier Jahren belohnt, Bildung mit bis zu fünf Jahren zusätzlicher Lebenszeit, Nichtrauchen bringt zehn Jahre, relativer Wohlstand und das Wohnen in einer „besseren“ Gegend bringen sogar 20 Jahre. Anerkennung ist auch nicht schlecht: Nobelpreisträger werden im Schnitt 1,8 Jahre älter als Kollegen, die zwar nominiert waren, aber nicht ausgezeichnet wurden.

Am nächsten Tag, auf dem Weg zum Mittagessen, erwähnte Köppnick, bei dem es bis auf den heutigen Tag noch nichts mit dem Nobelpreis geworden war, dass er ab jetzt vermutlich regelmäßig in die Kirche zum Beten gehen müsse, um den sonst drohenden katastrophalen Verlust an Lebenserwartung zu kompensieren.
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KategorienAlltag, Fiktion Tags:

Al Gore ist Friedensnobelpreisträger

12. Oktober 2007 Keine Kommentare

Er war einer der Favoriten auf diesen Titel, insofern ist seine Auszeichnung keine große Überrraschung mehr. Natürlich ist es auch eine Art der internationalen Missbilligung der Politik des Weißen Hauses in den letzten Jahren. Interessant ist aber, dass da einer Friedensnobelpreisträger geworden ist, der nicht Konflikte in der Vergangenheit beigelegt hat, sondern der mithilft, einige Auseinandersetzungen in der Zukunft zu verhindern oder weniger schlimm zu machen. Die globale Erwärmung wird Migrantenströmen aus Gebieten hervorrufen, in denen man nicht mehr leben kann, sei es weil sie überschwemmt werden oder weil sie versteppen, man wird viele Toten dort beklagen, wo es kein bezahlbares Trinkwasser mehr hat, und sie führt zu noch schlimmeren Kriegen um knapper werdende Ressourcen.

Sein Film war gut gemacht, an einigen Stellen schien mir aber seine Person etwas zu stark in den Vordergrund gerückt zu sein. Vermutlich mögen und brauchen es die Amerikaner und ein großer Teil der Welt so. Auch Michael Moore trägt seine Ansichten ja mit einer Holzhammerrhetorik vor. Nur wenige Dinge im Film waren mir wirklich neu, aber die Amerikaner scheinen vieles bis dahin tatsächlich nicht gewusst zu haben, weil ihnen ihre derzeitige Administration wichtige Informationen bewusst vorenthält.
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KategorienPolitik, Visionen Tags:

Nobelpreisträger leben länger?

17. Januar 2007 Keine Kommentare

In der Morgenwelt findet man einen Artikel mit der Überschrift Nobelpreisträger leben länger. Dort heißt es:

Wenn ein Wissenschaftler Anfang Oktober einen Anruf aus Stockholm erhält, kann er auf mehr hoffen als auf Ruhm und Geld. Zwei britische Ökonomen haben ermittelt, dass mit dem Nobelpreis ausgezeichnete Forscher im Schnitt 1,4 Jahre länger leben als Fachkollegen, die lediglich auf der Kandidatenliste gestanden haben.

Betrachtet man lediglich Forscher gleicher Nationalität, beträgt der Gewinn an Lebensjahren sogar etwa zwei Jahre, fanden Andrew Oswald von der University of Warwick und sein ehemaliger Doktorand Matthew Rablen. Ihrer Ansicht nach bekräftigt dieses Resultat die Annahme, ein hoher sozialer Status wirke sich günstig auf die Lebenserwartung aus. „Wie es dazu kommt, wissen wir nicht“, so Oswald.

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