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Artikel Tagged ‘Gender’

Surprise, surprise

18. März 2011 Keine Kommentare

Mein Fundstück der Woche:


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Sex- und Genderforschung

10. Mai 2007 Keine Kommentare

Ein längerer Artikel über die Ergebnisse der Erforschung der Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Männern und Frauen findet sich bei Spiegel Online: Typisch Frau? Von wegen!

Es war eines der größten Verdienste der Geschlechterforschung, die Kategorien Sex (= biologisches Geschlecht) und Gender (= soziales Geschlecht) zu trennen. So konnte gezeigt werden, dass Weiblichkeit und Männlichkeit eben keine rein natürlichen Bestimmungen sind. Geschlechterzuschreibungen und Geschlechterrollen, ihre Bewertungen und Hierarchien werden in der Gesellschaft ausgehandelt und durch ihre Strukturen verfestigt. Jede und jeder einzelne wächst gewissermaßen in diese Geschlechterrollen – mehr oder weniger – hinein. Das ›Mehr oder weniger‹ ist dabei wichtig, denn glücklicherweise ist dieses Doing Gender, dieses tagtägliche Herstellen von Geschlecht, eben nicht biologisch festgelegt. Mädchen müssen nicht nur mit Puppen spielen, Jungen müssen nicht immer nur raufen. Frauen können sehr wohl die angeblich männlichen Berufe ergreifen und als Managerin, Informatikerin oder Baggerfahrerin erfolgreich sein; Männer sind genauso gute Lehrer, Erzieher oder Krankenpfleger. Und so können wir zumindest für unseren Kulturkreis sagen, dass die angeblich so getrennten Geschlechterrollen zunehmend durchbrochen werden. Auf der Genderebene verschwimmen die Unterschiede zwischen Frauen und Männern immer mehr.

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KategorienFrauen, Gesellschaft Tags:

Ein Vater, ein Wort

6. April 2007 Keine Kommentare

Der folgende Artikel in der Geo 12/2006, S. 204, ist für die empirische Männerforschung von so herausragender Bedeutung, dass ich ihn in seiner ganzen Länge zitieren möchte:

Für die kindliche Sprachentwicklung sind Männer wichtig – weil sie weniger reden als Frauen.
Die Forschungen eines Wissenschaftlerteams der US-Universität von North Carolina haben mit einem verbreiteten Vorurteil aufgeräumt. Denn für den Erwerb der „Muttersprache“ scheinen anfangs Väter die Hauptrolle zu spielen.
An 92 Familien mit berufstätigen Männern und Frauen haben Lynne Vernon-Feagans und ihre Kollegen untersucht, wie oft ein Elternteil mit zwei- bis dreijährigen Kindern sprach und welche Satzmuster dabei benutzt wurden. Ergebnis: Obwohl die Mütter viel mehr mit den Sprösslingen redeten und wesentlich häufiger Fragen an ihr Baby richteten, orientierte sich der Nachwuchs an den Männern, deren Satzbau er imitierte. Und je größer der Wortschatz des Vaters, desto schneller schreitet die Sprachentwicklung des Kindes voran.
Die Forscherin vermutet, dass die Frauen Kleinstkinder mit zu vielen Worten überfordern. Erst wenn der Nachwuchs schon älter ist als drei Jahre, übernimmt die Mutter die Leitung: Das Sprachvermögen von Schülern zum Beispiel hängt hauptsächlich von dem ihrer Mütter ab.

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Das gleiche Geschlecht

1. März 2007 Keine Kommentare

Dauerthema der Verhaltensforschung ist die Streitfrage nach dem Verhältnis von Genen und Umwelt. Den wohl dicksten Wälzer zu diesem Thema hat Steven Pinker mit „Das unbeschriebene Blatt“ verfasst. (Ich frage mich, wieviel Prozent der Leser es bis zur letzten Seite geschafft haben.) Seine Hauptthese ist, dass unser Verhalten viel weniger flexibel und durch Erziehung beeinflussbar ist, als man im Allgemeinen denkt. Brisant sind seine Thesen auch dadurch, dass die Lagerzuordnung – mehr Genanhänger, mehr Umweltanhänger – bis in die politische Grundhaltung durchschlägt. Traditionell sind Rechte eher den Genanhängern zuzuordnen (einmal Verbrecher, immer Verbrecher; manche sind eben fleißiger als andere; usw.), während Linke eher den Umweltaspekt betonen (bis im Extrem zur Einsperrung Umzuerziehender in Lager).

Eine Sonderform der Streitfrage findet man bei der Untersuchung des Verhältnisses von Männern und Frauen in der heutigen Gesellschaft. Man braucht sich nur das prozentuale Verhältnis von Männern und Frauen in bestimmten Berufsgruppen anzusehen und wird mit der Nase darauf gestoßen, dass sich heute die beiden Geschlechter zu unterschiedlichen Tätigkeiten und Dingen hingezogen fühlen und sich insgesamt unterschiedlich verhalten. Common sense ist aber, dass Männer und Frauen im statistischen Durchschnitt gleich intelligent sind.
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KategorienEvolution, Frauen, Intelligenz Tags:

Rückkehr des Patriarchats – Lösung unserer demografischen Probleme?

23. Mai 2006 Keine Kommentare

Nachdem auch in der großen Politik nicht mehr verschwiegen werden kann, dass unser Rentensystem in ernsthaften Schwierigkeiten steckt, weil die Zahl der Rentenempfänger ständig steigt, die der Beitragszahler hingegen sinkt, ist eine heftige Debatte über Lösungsmöglichkeiten entbrannt. Im Spiegel 18/2006 vom 29.4. kam dazu in einem Interview Philip Longman zu Wort (siehe online den Artikel „Die gehen Elche jagen”), ein Amerikaner, den Spiegel Online einen Tag zuvor im Kommentar „Da staunt die Feministin!” über Eva Hermans Cicero-Artikel wie folgt charakterisiert hatte:

Fellow des Neocon-Think-Tanks „New America Foundation”, der seinem Buch über den Bevölkerungsrückgang in westlichen Gesellschaften „The Empty Cradle” einen auch hierzulande in einschlägigen Kreisen andächtig zitierten Aufsatz folgen ließ, in dem er die Rückkehr des Patriarchats voraussagte. Außerdem machte er zwei Ursachen der aktuellen Weltmisere aus: alleinerziehende Frauen und die Säkularisierung. Zu beheben sei das Dilemma nur, wenn sich der Westen wieder auf eheliche und religiöse Werte besinnen würde.

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