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Artikel Tagged ‘Aktien’

Börsenpanik

20. August 2011 7 Kommentare

Die Entwicklung an den Börsen und der Goldkurs treiben mich dazu, jetzt auch noch meinen Senf zu diesem Thema abzugeben. Ich habe mir ja schon öfters Mühe gegeben zu verstehen, wie das mit Aktien funktioniert. Ich bin sehr froh, dass ich nicht Börsianer bin, denn das, was ich so höre und lese, führt mich zu der Vermutung, dass sich hier eine neue Religion etabliert hat. Statt dem Wort zum Sonntag (damit wurde oder wird man wenigstens nur einmal in der Woche belästigt) gibt es jeden Tag vor der Hauptnachrichtensendung eine Direktschaltung zur Börse.


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Gold

19. April 2009 Keine Kommentare

In der Zeitschrift Euro 4/2009 ist der Titelartikel dem Gold gewidmet. Außer einer Reihe von Fakten findet man dort ein Interview mit den beiden Investmentbankern Felix Zulauf und Marc Faber.

Gold ist ein bemerkenswertes Element. Einerseits dient es seit vielen tausend Jahren als Zahlungs- und Wertaufbewahrungsmittel. Andererseits wird es in der Schmuckindustrie und der Kunst und neuerdings in der Elektronikindustrie verwendet. Als eine ganz besondere Eigenschaft ist es praktisch (chemisch) unzerstörbar. Von den etwa 155.000 Tonnen, die jemals gewonnen wurden, sind bis heute nur geschätzt 2000 Tonnen wieder verschwunden, ein kleiner Teil in verschrotteten elektronischen Geräten. Ein größerer Teil dürfte in gesunkenen Schiffen auf dem Meeresboden liegen oder in verschiedenen Kriegswirren verloren gegangen sein.

In dem oben erwähnten Artikel findet sich eine aufschlussreiche Grafik:

gold
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Kleine Aktienleere

29. Oktober 2008 Keine Kommentare

Auch nach knapp 20 Jahren Beschäftigung damit, habe ich die hinter Aktien stehenden Mechanismen noch nicht richtig verstanden, obwohl ich, wie wahrscheinlich viele andere, fleißig mitzocke.

Ein vormals nicht börsennotiertes Unternehmen gibt Aktien aus und verkauft sie an der Börse, der Erlös geht ins Unternehmen. Wieso, da das Unternehmen doch auch vorher jemandem gehört hat, kann der doch das Geld einstecken? Im Falle der Telekom oder der Bahn also der Staat, der sich über eine schöne (aber nur einmalige) Zahlung freuen kann. Damit diese möglichst hoch ausfällt, wird vorher Kursfantasie erzeugt, also Märchen über die Zukunft des Unternehmens erzählt. Seinerzeit konnte das der Schauspieler Manfred Krug sehr gut, dem viele Telekomaktionäre sicher heute noch sehr dankbar dafür sind.

Wenn tatsächlich von dem Erlös ins Unternehmen fließt, ist der vorherige Besitzer entweder ein unverbesserlicher Philantroph oder aber er bleibt Teilbesitzer und steigert durch die Investition aus seinem Erlös den Wert seiner verbliebenen Anteile. Das wäre dann eine der wundersamen Geldvermehrungen, die im Umfeld der Börse zu bestaunen sind.
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Herr Köppnick und seine Aktien

17. August 2007 Keine Kommentare

Mitten in der Nacht schreckte Köppnick auf. Am Abend hatte er noch in den Nachrichten die Turbulenzen an der Börse verfolgt, faule Kredite trieben überall auf dem Erdball viele Menschen zur Verzweiflung. So richtig hatte er auch nach fast 20 Jahren im Westen nicht begriffen, wie und warum Aktien funktionieren sollten. Zwar besaß er inzwischen eine Menge davon, weil er gesehen hatte, dass man diese kaufen und einige Zeit später zu einem höheren Preis wieder verkaufen konnte, aber warum das funktioniert, war ihm ein Rätsel geblieben. Aber er wollte, genau wie Millionen seiner Mitbürger, einfach daran glauben, das alles so gut und richtig war und seine Ordnung hatte.

Also eine Firma geht an die Börse, grübelte er, im Halbdunkel an die Zimmerdecke starrend, wichtig dabei war, dass sie eine gute Story bot. Logisch, bei Büchern wurde der Preis ja auch durch die Attraktivität der darin erzählten Geschichte bestimmt. Mit einer guten Story erzielte man für die Aktien einen Preis, der viel höher als der Wert der Grundstücke, der darauf stehenden Gebäuden und den sich wiederum darin befindlichen Maschinen der zu verkaufenden Firma war. Das ist schon in Ordnung, sagte er sich, in vielen Fällen wird das eingenommene Geld für Investitionen ausgegeben, dann ist der Gegenwert ja da, oder es werden neue Yachten, Swimmingpools oder Schaukelpferde gekauft.
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Funktionale Psychopathen

24. September 2005 Keine Kommentare

Normalerweise verfolge ich ja keine Links, auf die man von anderen Internetseiten gedrängt wird. Aber irgendwie habe ich heute doch auf den Link Mit wenig Gefühl zockt es sich am erfolgreichsten auf Telepolis geklickt. Nun ist mein Wortschatz um den funktionalen Psychopathen bereichert. In dem Artikel liest man:
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