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Intelligenztest bei SPON II

Kurz vor meinem Urlaubsbeginn lag noch die Auswertung des Tests bei SPON in meinem elektronischen Briefkasten. Ich wusste zwar schon, dass ich 39 Punkte habe, aber wie dieses Ergebnis einzuordnen ist, darauf war ich dann doch gespannt. Gleich die ersten drei Aufgaben hatte ich falsch:



Das war insofern keine große Überraschung, weil ich mich noch daran erinnern konnte, dass ich bei diesen Aufgaben nur geraten hatte. Auch wenn ich sie mir jetzt ohne Zeitdruck anschaue, komme ich immer noch nicht auf die richtige Lösung.

Bei zwei der drei Anagramme wusste ich ebenfalls, dass ich sie nicht herausgefunden habe:


Eine echte Überraschung war nur das falsche Ergebnis der folgenden Rechenaufgabe:

Solche Flüchtigkeitsfehler (Division durch 32 anstelle 33) passieren mir normalerweise nicht. Aber egal.

Jedenfalls war ich gespannt, ob man als Ergebnis des Tests tatsächlich einen „IQ“ erfährt – hat man nicht. Etwas anderes hätte mich auch gewundert, denn die Kalibrierung eines Tests ist sehr aufwändig und für einen Spieltest im Netz gibt niemand Geld aus. Tests in Deutschland werden üblicherweise an etwa 2000 Probanden geeicht, sodass man einschließlich der Auswahl und Auslese der Aufgaben für einen Test mehrere zehntausend Euro braucht.

Anstelle eines absoluten Zahlenwertes gab es also „nur“ einen Vergleich zu den anderen Teilnehmern – einmal zu allen und einmal zur eigenen Vergleichsgruppe (Alter und Bildungsgrad):

Aufschlussreich war auch die Verteilung der Ergebnisse aller Teilnehmer:

Obgleich es keine absolute Kalibrierung des Tests gegeben hat, vermute ich trotzdem, dass man einen mittleren IQ (100) auf etwa die halbe Punktzahl legen wollte, also 22/23. Die durchschnittlichen Testergebnisse aller Teilnehmer lagen da mit etwa 29 deutlich darüber. Das kann nicht verwundern, denn wer sich so für Politik interessiert, dass er Spiegel Online liest und sich dann zu einem solchen Test verlocken lässt, dürfte im Mittel etwas intelligenter als der Bevölkerungsdurchschnitt sein.

Einen Fingerzeig bietet auch die explizite Erwähnung der Anzahl der Teilnehmer unterhalb des Diagramms, die Punktzahlen von 43, 44 und 45 erreicht haben. Üblicherweise sind Tests in Deutschland auf 145 gedeckelt, mehr Aussagekraft lässt sich anhand der geringen Probandenzahlen nicht erreichen: Hat man eine repräsentative Probandenzahl von 2000, dann erreichen relativ 2% oder absolut 40 Personen einen Wert von größer oder gleich 130, aber nur relativ 0,1% bzw. absolut 2 Personen einen Wert von 145 und höher. Hier noch zu differenzieren, hat die Aussagekraft von Kaffeesatzleserei.

Mir machen solche Aufgaben Spaß, aber mehr als Knobelei denn als ernstzunehmender Test: Wie ist die Logik einer Aufgabe?

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  1. FG
    22. Juli 2013, 23:59 | #1

    1)
    Alle Paare von Original und um 90 Grad verdrehtem Bild müssen vorhanden sein.
    2)
    Die ineinander geschachtelten Rahmen separat betrachten,
    in jeder Zeile / Spalte müssen genau 2 gleich gefärbte Rahmen sein
    -> innen muss dann sw sein
    -> Mitte muss sw sein
    -> außen muss dann w sein
    3)
    Zeilen- und Spaltensummen müssen folgende Reihen ergeben:
    1-3-5,3-5-7,5-7-9

  2. 24. Juli 2013, 09:55 | #2

    Danke für die Tipps. 😉

    3) Okay, gekauft. Ich weiß auch, warum ich das übersehen habe: Ich wollte noch einen Sinn zwischen den oberen und den unteren Punkten jedes Dominosteines finden.
    2) In jeder Zeile / Spalte müssen 2 schwarze und 1 weißer Rahmen sein. Mein Problem war wahrscheinlich, dass der äußerste Rahmen nicht mitzählt.
    1) Die Erklärung glaube ich nicht so richtig. Es kommt zwar zufällig das Richtige heraus, aber die Anordnung sollte mMn auch eine Rolle spielen.

  3. Earl
    5. Dezember 2013, 01:35 | #3

    Also bei 1) würd ich sagen, man addiert immer die Figuren zu der darunterliegenden Figur. Dabei ist zu beachten, dass sich gleiche Linien aufheben.

  4. 5. Dezember 2013, 07:44 | #4

    @Earl
    Stimmt, gute Erklärung.

  5. Torf
    12. Dezember 2013, 19:01 | #5

    Frage 3 kapiere ich immer noch nicht, könnte ich da noch eine genauere Erklärung haben?

  6. Torf
    12. Dezember 2013, 19:03 | #6

    Schon ok, jetzt ist auch bei mir der Groschen gefallen….

  7. 12. Dezember 2013, 19:06 | #7

    @Torf
    Schaue dir mal die Summen der Punkte auf den Dominosteinen an. Da gibt es eine Gesetzmäßigkeit.

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