Home > Psychologie > Ein lebender Frosch im Jacket

Ein lebender Frosch im Jacket

Vor vielen Jahren habe ich einen Artikel über gruppendynamische Prozesse gelesen. Das meiste habe ich inzwischen vergessen, nur eines ist mir in Erinnerung geblieben: Eine Gruppe benötigt zum Funktionieren einen gewissen Prozentsatz von Mitgliedern, die, sagen wir mal vorsichtig, erheblich von der Norm abweichen.

Als Beispiel wurde dort ein Mann genannt, der immer einen lebenden Frosch in seinem Jacket herumtrug. Gemeinsame Merkmale dieser Außenseiter ist zumeist ein gut entwickeltes Selbstvertrauen, häufig merken sie gar nicht, welche Aufmerksamkeit sie auf sich ziehen. Ihre Lebenserwartung ist höher als der Durchschnitt, weil sie im Allgemeinen voll in ihrem „Hobby” aufgehen, Zeit für gesundheitsschädliches Verhalten bleibt ihnen nicht.

Für die anderen in der Gruppe bieten sie ein immer währendes Gesprächsthema, diese bemerken durch ihren Focus überhaupt nicht, dass sie selbst über eine Menge Eigenschaften verfügen, an denen man sich sonst aufreiben würde. Fällt der Außenseiter weg, dann gerät die Gruppe solange in Unordnung, bis wieder jemand an die Peripherie geschoben werden konnte, über den man sich aufregen kann.

Leider finde ich keine Quelle im Netz, ein googeln nach „Lebender Frosch im Jacket” fördert nur eine Unzahl von Seiten zutage, mit ein und demselben bekannten Witz. Meist sind es Programmierer, die einen sprechenden Frosch mit sich herumtragen. Falls jemand mit einem Link aushelfen könnte, wäre ich sehr dankbar.

KategorienPsychologie Tags:
  1. Bisher keine Kommentare
  1. Bisher keine Trackbacks