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Archiv für die Kategorie ‘Religion’

Kann Gott sich individuell um deine Probleme kümmern?

21. Januar 2019 Keine Kommentare

Dieselbe Frage wird jedes Jahr zum Weihnachtsmann gestellt (Gibt es den Weihnachtsmann wirklich?). Er taucht zur fast gleichen Zeit bei allen Kindern auf. Auch vom Osterhasen wird Derartiges berichtet. Deshalb kann man die Frage mit einem klaren “ja” beantworten.

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Wie hat sich das Christentum so weit ausgebreitet?

15. Januar 2019 Keine Kommentare

Der Erfolg des Christentums im Vergleich zu anderen jüdischen Sekten, von denen es zu Lebzeiten von Jesus in seinem Lebensraum sehr viele gab, ist zum einen der Öffnung gegenüber Nichtjuden zu verdanken. Hier war der erste wohl Paulus, der von der Christussekte ins “Ausland” geschickt wurde, um zu missionieren, einem Auftrag, mit dem viele andere Mitglieder seiner Sekte eigentlich nicht einverstanden waren. Aus diesem Grund ist das Judentum nie zur Weltreligion aufgestiegen, man hat sich bewusst anderen Ethnien verschlossen.

Zum zweiten wurde das Christentum so erfolgreich, weil die herrschenden Eliten bemerkten, dass sich ihre Herrschaft mit dem Christentum als Staatsreligion einfacher aufrecht erhalten ließ, weil die Urchristen die weltlichen Herrscher nicht anzweifelten. Der erste christliche Herrscher war Kaiser Konstantin. Die Christen wollten ihr besseres Leben nicht im Diesseits erkämpfen, sondern hofften auf den Gotteslohn im Jenseits.

Das ist nahe verwandt mit dem dritten Aspekt: Im Monotheismus fällt es den Regierenden leichter, ihre Herrschaft zu legitimieren: Im Himmel gibt es nur einen Gott, auf der Erde nur einen Herrscher, und dieser erhält seine Macht von Gott verliehen. Viele Krönungszeremonien werden noch heute von christlichen Würdenträgern und in Kirchen vollzogen. Bei uns schwören die Bundeskanzler und andere Würdenträger noch immer auf die Bibel.

Der vierte Aspekt ist, dass nach den Kriegen zwischen Katholiken und Protestanten die Religion in den betreffenden Ländern etwas in den Hintergrund gedrängt wurde und mit der kurz danach einsetzenden Aufklärung diese Staaten wirtschaftlich besonders erfolgreich werden konnten. Die immer noch vorhandenen christlichen Kirchen in diesen Ländern profitieren von dem säkularen Erfolg.

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Macht es Sinn, an alle Religionen zu glauben?

3. Januar 2019 Keine Kommentare

Man kann nicht an alle Religionen glauben, weil man nicht alle Religionen kennen kann. Es könnte in der Welt ja sehr seltsame Vorstellungen geben, z.B. den Glauben an die böse Dreizehn, das fliegende Spaghettimonster oder die Unsterblichkeit zahmer Marienkäfer. Obwohl, so groß ist der Unterschied dann wohl doch nicht, ob man daran auch noch glaubt oder nicht. Das macht einen großen Haufen Sinn.

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Was ist Autotheismus?

3. Januar 2019 Keine Kommentare

Genauso wie es bei den Weltbildern die Weiterentwicklung vom geozentrischen über das heliozentrischen zum egozentrischen Weltbild gab, gibt es bei den Gottesbildern die Entwicklung vom Polytheismus über den Monotheismus zum Autotheismus, der Selbstvergötterung.

Man begegnet dem egozentrischen Autotheisten überall, der typische Vertreter ist der Smombie, der ins Smartphone glotzende Zombie. Er hat nur eine kurze Lebenserwartung, denn die anderen Objekte unseres Planeten, wie Auto, Laternenpfahl oder Baugrube, nimmt er nicht wahr, aber sie ihn.

Der Smombie wird meist mit seinem Gehirnersatz beerdigt, denn die Glas- und Plastereste des Smartphones sind nach dem Überrollen durch das Auto, dem Zusammenprall mit dem Laternenpfahl oder dem Sturz in die Baugrube meist fest in den Schädel eingedrückt – dorthinein, wo sich früher beim Menschen das Gehirn befand.

Bewegt sich die Menschheit langsam in Richtung Atheismus?

2. Januar 2019 Keine Kommentare

Unter Atheismus wird an verschiedenen Stellen etwas anderes verstanden:

  • Gottlosigkeit als Nichtglauben an einen personalen Gott.
  • Spiritualismus kennt diese Art des Nichtglaubens auch, aber ist das Atheismus?
  • Antitheismus als eine Art missionarische antireligiöse Bewegung.
  • Agnostizismus als die Annahme der Unbeantwortbarkeit der Frage nach der Existenz eines oder mehrerer Götter.
  • Naturalismus als Ablehnung übernatürlicher Kräfte.
  • Konfessionslosigkeit als Nichtzugehörigkeit zu einer anerkannten Glaubensgemeinschaft.
  • Zwangsatheismus, wenn die vorherrschende Staatsideologie Religionen unterdrückt.

Atheismus ist kein neues Phänomen, zeitgleich mit dem griechischen Götterpantheon gab es bereits die ersten Atheisten. Die Gründe waren damals dieselben wie heute: Die den Göttern zugeschriebenen Eigenschaften halten logischen Schlüssen nicht stand und Ungerechtigkeiten und Grausamkeiten in der Welt lassen am göttlichen Wohlwollen zweifeln.

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Wie beweisen Atheisten, dass es Gott nicht gibt?

2. Januar 2019 Keine Kommentare

Es gibt zwei Arten von Gottesbeweisen, logische und empirische. Die logischen Gottesbeweise, die heute bekannt sind, beginnend bei Anselm von Canterbury, über Kurt Gödel bis Robert Spaemann, sind alle falsch, und zwar logisch falsch. Bei den empirischen Beweisen muss man unterscheiden zwischen den Beweisen, dass es Gott gibt und denen, dass es Gott nicht gibt.

Ein empirischer Beweis, dass es Gott nicht gibt, ist – wiederum aus logischen Gründen – unmöglich. Der Grund ist, dass man hier einen sogenannten Allbeweis fordert. Man müsste zeigen, dass es eine Entität namens Gott überall und zu allen Zeiten nicht gibt. Einzelbeispiele beweisen hier nichts, denn es könnte ja noch einen anderen Ort oder eine andere Zeit geben, bei dem man den besagten Herrn findet.

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Was ist der Unterschied zwischen Glauben und Aberglauben?

2. Januar 2019 Keine Kommentare

Die Wikipedia sagt dazu, dass Aberglauben ein als irrig angesehener Glauben ist. Das heißt, ob man etwas als Glauben oder als Aberglauben betrachtet, hängt nicht vom Gläubigen, sondern von demjenigen ab, der den Gläubigen bewertet. Einige Religionen betrachten ihre Konkurrenten als Irr- oder Aberglauben.

Atheisten können es aphoristisch so definieren: Den Unterschied zwischen Glauben und Aberglauben macht die Kirchensteuer.

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Klaus Cäsar Zehrer: Das Genie

1. Januar 2019 Keine Kommentare

In seinem ersten Roman verarbeitet Zehrer die Lebensgeschichte von William James Sidis, von dem die Wikipedia u.a. schreibt:

Sidis war der Sohn von Sarah (geb. Mandelbaum) und Boris Sidis. Seine Eltern waren als Juden nach Pogromen aus der Ukraine ausgewandert. Sie zogen ihn von frühster Kindheit an nach speziellen Lernmethoden auf, die darauf abzielten, ihn zu einem Genie zu erziehen. Schon im Alter von 18 Monaten konnte er lesen (Hyperlexie) und bis zu seinem achten Lebensjahr schrieb er bereits vier Bücher. Sein Intelligenzquotient wurde auf über 250 taxiert, er nahm aber nie an einem Test teil. Er begann sein Studium am 11. Oktober 1909 an der Harvard-Universität mit elf Jahren als Teil eines Sonderprogramms für hochbegabte Kinder, zu der u. a. junge Menschen wie Norbert Wiener und Roger Sessions gehörten. Als Polyglotter beherrschte Sidis 40 Sprachen und lernte angeblich eine davon an einem einzigen Tag.

Wer sich für Originalschriften von Sidis interessiert, der wird hier fündig, besonders interessant ist The animate and the inanimate.

Ich möchte keine Rezension des sehr lesenswerten Romans von Zehrer schreiben, sondern nur eine einzige Stelle zitieren, die weniger etwas über Sidis als über Zehrer aussagt (ich glaube nicht, dass dieser Gedanke von Sidis authentisch ist) und die mir außerordentlich gut gefallen hat:

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Ist Pantheismus ein sinnvoller „Glaube“?

1. Januar 2019 2 Kommentare

Wenn man im Pantheismus Gott als Synonym für die Natur verwendet, dann war das zu Zeiten von Spinoza oder Goethe eine sehr mutige Haltung. Spinoza ist ein Sephardim gewesen und auch Goethe war natürlich in einem christlichen Umfeld sozialisiert und lebte dort. Inzwischen sind unsere Kenntnisse aber weiter fortgeschritten.

Wenn man Natur und Gott synonym verwenden will, warum klingen dann die beiden Sätze trotzdem so unterschiedlich: „Ich erforsche die Naturgesetze“ vs. „ich erforsche die Gesetze Gottes“. Wenn jemand den zweiten Satz ausspricht, bekomme ich schon Angst um mein Leben. Er verheißt mir nichts Gutes.

Man kann der Natur zwei Eigenschaften unterstellen, die Gläubige auch Gott zugestehen: Allmacht und Allwissen. Die Natur kann alles und sie weiß auch immer, wie es weitergeht. Weil sie alles ist, was existiert. Es gibt aber zwei wesentliche Unterschiede zum Gottesbegriff:

Allgüte: Manchmal erscheint uns die Natur schön und zweckmäßig, was wir mit dem anthropischen Prinzip zusammenfassen, aber sie ist auch häufig sinnlos und grausam.

Teleologie: Alles, was wir in den Naturwissenschaften herausgefunden haben, weist darauf hin, dass die Natur keine Ziele verfolgt. Das gilt für den Gott der Gläubigen nicht, er verfolgt mit der Welt einen Plan.

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Caster Semenya

19. August 2016 Keine Kommentare

In einem Fernsehbeitrag von der Olympiade wurde auch über Caster Semenya berichtet. Im Unterschied zum hier verlinkten Wikipediabeitrag, der darüber nichts enthält, wurden im Fernsehen Details über den bei ihr wohl doch vorhandenen Hermaphroditismus gebracht. Semenya hat zwar eine Vagina, jedoch keine Gebärmutter und stattdessen im Körper liegende Hoden. Caster Semenya könnte über 800m aufgrund ihrer Besonderheiten die Goldmedaille gewinnen. Männer und Frauen unterscheiden sich im Mittel deutlich in der körperlichen Leistungsfähigkeit, nicht ohne Grund werden deshalb im Sport die Wettkämpfe nach Männern und Frauen getrennt durchgeführt. (Ob es auch Unterschiede in der geistigen Leistungsfähigkeit gibt, darüber lässt sich trefflich streiten, warum gibt es bei Schachwettkämpfen eine Geschlechtertrennung, wenn dem nicht so ist?)
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