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Archiv für die Kategorie ‘Philosophie’

Mit Worten Wunder bewirken

23. Juli 2015 Keine Kommentare

In „Hohe Luft“ 1/2015 habe ich einen bemerkenswerten Artikel mit dem obigen Titel gefunden. In ihm geht es darum, in welchem Verhältnis Sprache zur Welt, zur äußeren, nicht menschlichen, und zu unserer eigenen, sozialen, steht. Ausgangspunkt des Artikels ist die Schilderung einer Beobachtung von John Langshaw Austin in der Mitte des vorigen Jahrhunderts. Sehr lange waren die Philosophen davon ausgegangen, dass Sprache lediglich eine abbildende Funktion bzgl. der Welt hat. Dann beschreiben Sätze entweder etwas, das beobachtet wurde, oder sie drücken Tatsachen aus, die entweder wahr oder falsch sein können.

Doch Gegenbeispiele lassen sich sehr einfach finden – wenn man denn, dank Austin, weiß, worum es geht: „Ich taufe dich auf den Namen ‚Johanna'“. Dieser Satz beschreibt nichts, er ist auch keine Tatsache, die wahr oder falsch sein kann, sondern er ändert etwas in der Welt. Vorher gab es ein ungetauftes Kind, jetzt gibt es ein getauftes.

Mit Sprache beschreiben Menschen nicht nur, sie tun auch viele andere Dinge. Sie taufen, versprechen, verurteilen, ernennen, heiraten und wetten. Sie erklären Kriege. Wie konnten die Philosophen das so lange übersehen? Sie hätten doch nur ans Ende mancher Sätze schauen müssen. Dort stehen deutlich sichtbare Fragezeichen und Ausrufezeichen, die Fragen und Aufforderungen kennzeichnen. Jeder Gymnasiast kann den Unterschied zwischen »Die Tür ist geschlossen«, »Ist die Tür geschlossen?« und »Schließ die Tür!« erklären. Eine Frage kann nicht wahr sein, nur ihre Antwort. Eine Aufforderung kann nicht falsch sein, allenfalls unpassend oder unmoralisch.

Austin bezeichnet sprachliche Äußerungen als „Sprechakte“. Ich hätte den Begriff „Sprechhandlung“ vorgezogen, aber er fasst mit seinem Begriff sowohl Feststellungen von Tatsachen als auch Äußerungen, die Änderungen in der Welt bewirken, zusammen, bei ersteren passt „Sprechhandlung“ nicht mehr so gut. Eine Feststellung (z.B. „die Wiese ist grün“) bezeichnet er als konstativen Sprechakt. Ein solcher Sprechakt kann wahr oder falsch sein. Die zweite Kategorie benennt er mit performativer Sprechakt. Dieser ist nicht wahr oder falsch, sondern er kann gelingen oder misslingen. Doch diese Unterscheidung reicht noch nicht:

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Albert Camus

4. Juli 2015 4 Kommentare

Albert Camus ist der letzte Philosoph, dessen Artikel aus dem Philosophie-Buch ich hier zitieren möchte. 1957, mit 44 Jahren, erhielt er den Nobelpreis für Literatur. Mir war er bis jetzt nicht als Schriftsteller, sondern nur als Philosoph bekannt, er gilt als einer der Hauptvertreter des Existenzialismus und war mit Jean-Paul Sartre bekannt bzw. befreundet. Die Grundidee Camus‘ zeigt am einfachsten die folgende Grafik aus dem Philosophie-Buch:

Die Grundidee des Existenzialismus, so wie ich sie verstanden habe: Wenn wir annehmen, dass es keinen Gott gibt, sind wir für alles selbst verantwortlich. Camus sieht da den in der Grafik gezeigten Widerspruch. Im Buch liest sich das so:

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Karl R. Popper

2. Juli 2015 Keine Kommentare

Im Philosophiebuch ist nach Wittgenstein eines der nächsten Kapitel Karl Reimund Popper gewidmet. Mit seinen Antworten auf drei großen Themen ist er ins „kollektive Gedächtnis der Menschheit“ aufgenommen worden. Das erste Thema sind seine politischen Ansichten, die er vor allem in seinem Buch Die offene Gesellschaft und ihre Feinde veröffentlicht hat. Das dritte Thema, die Drei-Welten-Theorie über das Leib-Seele-Problem, findet man in seinem Alterswerk „Das Ich und sein Gehirn“, an dem er zusammen mit John Eccles gearbeitet hat. Das hat mich seinerzeit stark beeindruckt und war fast meine erste Begegnung mit Philosophie. Im Philosophiebuch wird über das zweite Thema geschrieben, Karl Poppers Beitrag zur Wissenschaftstheorie. Weil es hier so schön passt und es heute so warm ist, zunächst ein Bonmot von Vince Ebert:

Wie unterscheidet man Wissenschaft, Religion und Esoterik?

  • Wenn jemand sagt, „Ich glaube im Kühlschrank ist Bier“, zum Kühlschrank hingeht und nachguckt, ob da welches drin ist, dann ist das Wissenschaft.

  • Wenn jemand sagt, „Ich glaube im Kühlschrank ist Bier“, nicht zum Kühlschrank hingeht und nachguckt, ob da welches drin ist, dann ist das Religion.

  • Wenn jemand sagt, „Ich glaube im Kühlschrank ist Bier“, zum Kühlschrank hingeht, nachguckt und keins findet, aber weiterhin glaubt, dass da Bier drin ist, das ist dann Esoterik.

Mit dem „Nachgucken“ ist das allerdings so ein Problem, denn wenn man zehnmal nachgesehen hat und es war immer Bier drin, kann man dann sicher sein, dass es auch beim elften Mal so sein wird? Üblicherweise wird das dahinter stehende Problem an anderen Beispielen gezeigt, z.B. an weißen Schwänen: Auch wenn wir noch so viele weiße Schwäne gesehen haben, können wir nicht schlussfolgern, dass alle Schwäne weiß sind. Der erste schwarze Schwan widerlegt unsere Annahme. Im Philosophiebuch wird stattdessen das Fallenlassen eines Balls diskutiert:

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Ludwig Wittgenstein

23. Juni 2015 Keine Kommentare

Natürlich enthält das Philosophie-Buch auch zwei Doppelseiten über Ludwig Wittgenstein. Wittgenstein hat nur zwei Hauptwerke veröffentlicht, das erste zu Lebzeiten (den Tractatus), das zweite (Philosophische Untersuchungen) erschien bereits posthum. Beide Bücher sind die Quelle zweier unterschiedlicher philosophischer Schulen geworden. Der Artikel im Philosophie-Buch beschäftigt sich mit dem ersten der beiden Bücher, dem Tractatus logico-philosophicus. Eine Kopie des Originaltextes findet man z.B. hier. Das Philosophie-Buch schreibt einleitend:

Wittgensteins Tractatus Logico-Philosophicus ist einer der abweisendsten Texte, den die Philosophiegeschichte des 20. Jahrhunderts aufzuweisen hat. Nur etwa 110 Seiten stark, besteht das Buch aus einer Folge dichter, karger, nach ihrer Bedeutung durch-nummerierter Sätze.

Wie sperrig das Buch ist, zeigen bereits die ersten Sätze:

1. Die Welt ist alles, was der Fall ist.

1.1 Die Welt ist die Gesamtheit der Tatsachen, nicht der Dinge.

1.11 Die Welt ist durch die Tatsachen bestimmt und dadurch, dass es alle Tatsachen sind.

1.12 Denn, die Gesamtheit der Tatsachen bestimmt, was der Fall ist und auch, was alles nicht der Fall ist.

1.13 Die Tatsachen im logischen Raum sind die Welt.

1.2 Die Welt zerfällt in Tatsachen.

1.21 Eines kann der Fall sein oder nicht der Fall sein und alles übrige gleich blieben.

2 Was der Fall ist, die Tatsache, ist das Bestehen von Sachverhalten.

Mit sich allein gelassen, versteht man den Text und seine Intention wirklich nicht. Den Schlüssel bildet vielleicht der Satz 5.6 aus dem Tractatus „Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt.“. Dazu heißt es im Buch:
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Ex machina

20. Juni 2015 Keine Kommentare

Anfang des Jahres hatten wir die Werbung für den Film „Ex machina“ gesehen und beschlossen, ihn uns unbedingt im Kino anzusehen. Als er dann in Deutschland lief, warteten wir Woche um Woche, wann er denn in unserem Kino endlich gezeigt werden würde. Irgendwann, als er in Deutschland schon fast durch war, fragten wir im Kino beim Besitzer nach. Er hatte sich auch schon gewundert, warum sein Verleiher ihn nicht geliefert hatte. (Kann ein Kinobesitzer in Deutschland nicht die Filme selbst aussuchen, die er zeigen will?)

Jedenfalls waren wir in der letzten Woche sehr froh, als er als „Besonderer Film“ an zwei Tagen gezeigt wurde. Außer uns war nur noch eine einzige weitere Person im Saal. Entweder hatte der Filmverleiher im Früjahr also die Verkaufschancen realistisch eingeschätzt und ihn deshalb nicht angeboten oder die damaligen Interessenten hatten ihn inzwischen in anderen Kinos größerer Städte gesehen. Nach dem Besuch wussten wir jedenfalls – es ist kein Mainstream- und kein Popcornfilm.

Die genaue Handlung kann man im Wikipediaartikel (Link) nachlesen. Hier nur kurz das Wesentliche: Der beste junge Programmierer (Caleb, im Bild links) gewinnt einen einwöchigen Besuch bei seinem Arbeitgeber (Nathan, im Bild rechts), der selbst seinerzeit mit 13 Jahren Programmierer der weltweit größten Suchmaschine war, die ihn zum Milliardär gemacht hat. Nathan lebt allein und völlig von der Außenwelt abgeschieden und beschäftigt sich mit der Vervollkommnung der Künstlichen Intelligenz, verkörpert in Androiden, die näherungsweise die Gestalt junger Frauen haben. Sein aktuelles Modell heißt Ava (ausgesprochen „Eva“, Bildmitte).
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Bertrand Russell: Lob des Müßiggangs

19. Juni 2015 Keine Kommentare

Auch bei Bertrand Russell hat mir das Philosophie-Buch eine bislang unbekannte Seite gezeigt. Er war offenbar nicht nur ein brillanter Mathematiker, Logiker und Philosoph, sondern hat sich auch mit ökonomischen Fragen beschäftigt. Den Essay „Lob des Müßiggangs“ hat er laut dem Artikel 1932 geschrieben, in Buchform ist er aber zusammen mit anderen Texten offenbar erst 1957 veröffentlicht worden.

Russell unterscheidet in seinen Ausführungen zwei Arten von Arbeit. Erstens bezweckt Arbeit »die Veränderung der Lage von Materie auf oder nahe der Erdoberfläche im Verhältnis zu anderer Materie«. Das ist der grundlegendste Sinn von Arbeit – der Handarbeit. Der zweite Typus von Arbeit ist, »anderen Menschen zu sagen, sie sollten die Lage von Materie im Verhältnis zu anderer Materie verändern«. Dieser zweite Typus von Arbeit lässt sich unendlich ausdehnen – man kann nicht nur Angestellte haben, die diesen Leuten, die Materie bewegen, Anweisungen geben, man kann weitere Angestellte einstellen, die diese Leute, die Anweisungen geben, kontrollieren und so weiter. Der erste Typus von Arbeit ist häufig unangenehm und schlecht bezahlt, der zweite in der Regel weniger unangenehm und besser bezahlt.

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Jacques Derrida

11. Juni 2015 Keine Kommentare

Im Philosophie-Buch gibt es zwei Doppelseiten über Jacques Derrida, einen französischen Philosophen aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Wenn wir ein Buch in die Hand nehmen, gehen wir normalerweise davon aus, dass es als in sich geschlossenes, einigermaßen selbstständiges Ganzes zu begreifen ist. Und von philosophischen Texten erwarten wir, dass sie besonders systematisch und logisch aufgebaut sind. Stellen wir uns vor, wir gehen in eine Buchhandlung und kaufen uns ein Exemplar von Derridas Grammatologie. Wir gehen davon aus, dass wir nach der Lektüre des Buches wissen, was »Grammatologie« ist und was der Autor zu diesem Gegenstand zu sagen hat. Derrida enttäuscht diese Erwartung und zeigt, dass Texte ganz anders funktionieren.

Dieser Absatz ist (ungewollt?) ein Musterbeispiel dessen, was eine von Derridas Thesen und die Aussage des letzten Satzes ist. Worauf bezieht sich dieser letzte Satz? Enttäuscht Derridas Buch die Erwartungen der Leser oder zeigt Derrida im Buch, dass die Erwartungen der Leser von (fast) allen Büchern enttäuscht werden müssen und erfüllt sie damit? Wahrscheinlich beides. Jedenfalls hat Derrida eine Methode entwickelt, Texte zu analysieren: Dekonstruktivismus (*).

(*) Der Wikipediaartikel über den Dekonstruktivismus ist ein typisches Beispiel für einen schlechten Text, der dem Anspruch der Wikipedia, ein allgemeinverständliches Lexikon zu sein, nicht gerecht wird. Einen Streit über die Unverständlichkeit philosophischer Texte habe ich schon des öfteren erlebt. Philosophen haben natürlich immer mit dem Problem zu kämpfen, dass ihre Fachsprache die natürliche Sprache ist, im Gegensatz zu den Gleichungen in der Mathematik oder der Physik. Da beschwert man sich nicht über die Unverständlichkeit, sondern überliest die Formeln oder verlässt den Text ganz. Aber gerade das sollte den Philosophen Ansporn sein, sich klar und verständlich auszudrücken. Wie sagte Wittgenstein: Was sich überhaupt sagen lässt, lässt sich klar sagen; und wovon man nicht reden kann, darüber muss man schweigen.

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Ruhm und Ruhe können nicht unter einem Dach wohnen

3. Juni 2015 Keine Kommentare

Ich beschäftige mich gerade mit dem „Philosophie-Buch“. Es ist eine Art Lesebuch über das Leben berühmter Philosophen. Jeder Person sind eine oder mehrere Seiten mit ihren wichtigsten Beiträgen zur Philosophie gewidmet. Im ersten Drittel bin ich im Abschnitt über Michel de Montaigne hängengeblieben. Die ihm gewidmete Doppelseite ist mit dem Satz „Ruhm und Ruhe können nicht unter einem Dach wohnen“ überschrieben. Was er damit meint, wird in Kurzform mit einer Grafik erläutert:

Auf der folgenden Seite werden seine Überlegungen ausgebreitet:

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Paradoxa

24. April 2015 2 Kommentare

Florian Freistetter hat in seinem Blog Astrodicitum Simplex in den ersten drei Aprilwochen eine Reihe von Beiträgen über verschiedene Paradoxa veröffentlich. Viele von ihnen kannte ich schon, aber seine Texte waren für mich Anlass, über einige neu nachzudenken. Interessant war für mich zum Beispiel das Paradoxon der unerwarteten Hinrichtung. So steht es zumindest in der Wikipedia. Es tut dem Paradoxon aber keinen Abbruch, wenn man es auf ein harmloseres Beispiel überträgt:

Eine Lehrerin kündigt ihrer Klasse an, dass in der folgenden Woche eine Klassenarbeit kommen wird. Sie sagt den Schülern, dass die Arbeit überraschend an einem beliebigen Tag der Woche geschrieben werden wird.

Die Schüler überlegen sich, dass die Arbeit wohl kaum am Freitag stattfinden kann. Denn dann wüssten sie ja am Freitagmorgen definitiv Bescheid, dass sie an diesem Tag stattfindet und es wäre keine Überraschung mehr. Genau mit der gleichen Logik können sie aber dann den Donnerstag ausschließen, denn wenn die Arbeit am Freitag nicht unerwartet stattfinden kann, wäre der Donnerstag der letzte mögliche Tag usw. Sie kommen deshalb zu dem Schluss, dass in der folgenden Woche überhaupt keine Arbeit geschrieben werden kann.

Es gibt einige Ideen, die bei der Auflösung von Paradoxa verwendet werden können:

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Lee Smolin: Im Universum der Zeit

22. März 2015 Keine Kommentare

Von Smolin habe ich vor einigen Jahren bereits das Buch Warum gibt es die Welt? gelesen. Dort und an anderer Stelle hat er die Idee geäußert, dass Schwarze Löcher die Geburtsorte neuer Universen sein könnten. Das impliziert mehrere andere Ideen. Zum einen müssen zum Beispiel einige Eigenschaften über den Urknall hinaus erhalten geblieben sein und sollten sich vielleicht heute noch nachweisen lassen. Zum anderen sollte es eine Art Evolution in der Entwicklung von Universen geben, die diejenigen bevorzugen, die selbst wieder schwarze Löcher hervorbringen können.

Welches könnten nun Eigenschaften sein, die nach Smolins Meinung so wesentlich sind, dass sie sich nicht ändern? Eigentlich liegt eine mögliche Antwort schon in der vorherigen Frage verborgen: Um Änderungen beschreiben zu können, muss es etwas geben, in dem sich diese Veränderungen vollziehen und in dem sie erfasst und beschrieben werden können – die Zeit.

Wenn man die Zeit annimmt, bedeutet das, dass die Wirklichkeit nur aus dem besteht, was zu jedem Zeitpunkt wirklich ist. Das ist eine radikale Vorstellung, denn dadurch wird jede Art von zeitloser Existenz oder Wahrheit geleugnet – sei es im Bereich der Wissenschaft, der Moral, der Mathematik oder der Politik. All diese Dinge müssen begrifflich neu gefasst werden, um ihre Wahrheiten innerhalb der Zeit zu formulieren.

Wenn man die Zeit annimmt, bedeutet das auch, dass unsere Grundannahmen darüber, wie das Universum auf der fundamentalsten Ebene funktioniert, unvollständig sind. Wenn ich auf den folgenden Seiten behaupte, dass die Zeit wirklich ist, meine ich Folgendes:

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  • Alles, was in unserem Universum wirklich ist, ist zu einem bestimmten Zeitpunkt wirklich, der zu einer Abfolge von Zeitpunkten gehört.

  • Die Vergangenheit war wirklich, ist es aber nicht mehr. Wir können die Vergangenheit jedoch interpretieren und analysieren, weil wir in der Gegenwart Belege von vergangenen Prozessen finden.

  • Die Zukunft existiert noch nicht und ist deshalb offen. Manche Vorhersagen können wir zwar vernünftigerweise treffen, aber wir können die Zukunft nicht vollständig vorhersagen. Tatsächlich kann die Zukunft Phänomene generieren, die in dem Sinne genuin neu sind, dass kein Wissen über die Vergangenheit sie hätte vorhersehen können.

  • Nichts geht über die Zeit hinaus, nicht einmal Naturgesetze. Gesetze sind nicht zeitlos. Wie alles andere sind sie Eigenschaften der Gegenwart und können sich über die Zeit hinweg entwickeln.

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