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Archiv für die Kategorie ‘Philosophie’

Sheldrakes morphogenetischen Felder

28. März 2019 Keine Kommentare

Formal erfüllt Sheldrakes Arbeit die Anforderungen an eine wissenschaftliche Arbeit:

  1. Er gibt Beobachtungen an, die mit anderen Theorien schwer erklärbar sind.
  2. Er formuliert eine Theorie, von der er annimmt, dass sie das kann.
  3. Er schlägt Experimente und Beobachtungen vor, mit denen man die Theorie testen könnte.

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Lässt sich durch die Quantenmechanik ein freier Wille erklären?

22. März 2019 Keine Kommentare

Um die Frage zu beantworten, ob die Quantenmechanik etwas mit dem freien Willen zu tun hat, muss man sich zunächst überlegen, was man unter diesem Begriff verstehen möchte. Am plausibelsten erscheinen mir die folgenden Festlegungen:

  • Eine Person muss zweifelsfrei als Akteur einer Handlung gelten.
  • Es muss mehrere Handlungsalternativen geben, u.U. für andere Personen in derselben Situation oder für dieselbe Person zu einer anderen Zeit.
  • Die Person darf nicht durch die Umstände oder durch andere zu ihrer Handlung gezwungen worden sein.

Dann und nur dann kann ich von einer freien Handlung sprechen, für die die betreffende Person verantwortlich gemacht werden kann.

Ein Beispiel: Ich stehe im Supermarkt vor dem Regal mit den Kartoffelchips. In meinem Geist kämpfen widerstrebende Gedanken um die Vorherrschaft: „Hm, Kartoffelchips sind soo lecker. Andererseits sind sie total ungesund. Aber wir bekommen heute Abend Besuch, dem können wir sie anbieten. Habe ich überhaupt genug Geld für den Einkauf einstecken?“

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Wurde der Urknall von Gott verursacht?

20. März 2019 Keine Kommentare

Es ist gar nicht so einfach, alle Schöpfungsmythen in einer Geschichte zu erfassen: Das Weltall gibt es schon lange. Vor etwa 10.000 Jahren kam die zehnte Emanation von Vishnu in unserer Gegend vorbei und brachte auch gleich eine Schildkröte mit. Ob Vishnu der Zehnte von Vishnu dem Neunten erschaffen wurde und woher die Schildkröte stammt, ist nicht überliefert. Jedenfalls legte er eine Scheibe auf die Kröte, modellierte ein paar Berge, Ozeane und Tunnel, aber noch keine Eisenbahnen. Es ist auch nicht ganz klar, ob die Scheibe rund oder viereckig war, für letzteres findet man nämlich Belege in der Bibel.

Vor 6000 Jahren kam dann unser Gott. Hier ist nicht bekannt, ob er nicht vielleicht schon die elfte oder noch die zehnte Emanation von Vishnu war oder ein anderer der drei Millionen Götter des Hinduismus oder ein ganz neuer. Jedenfalls ist seitdem die Erde keine Scheibe mehr, sondern eine Kugel, laut Bibel mit vier Ecken. Über den Verbleib der Schildkröte ist nichts bekannt. Es gibt drei Möglichkeiten: Sie ist weggeschwommen, Gott war von der vielen Arbeit hungrig oder es wurde Material benötigt, um aus der Scheibe eine Kugel zu machen. Gott schuf die Menschen und vergrub gleichzeitig noch ein paar Millionen Jahre alte Fossilien. Diese sind der klarste Beweis für Außerirdische, denn die Erde ist ja erst ein paar tausend Jahre alt, von hier können sie nicht stammen.

Alle weiteren Menschen machten wir dann selbst. Zuerst die Paläontologen, die die Fossilien wieder ausgruben und sich über ihr Alter wunderten. Dann die Physiker. Die Physiker schufen den Urknall und schafften ihn an die richtige Stelle in der Vergangenheit. Der Urknall schuf das Weltall. Und damit beginnt die Geschichte wieder von vorn.
Jede Interpretation ist jetzt möglich:

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Ist dort wo nichts ist das Nichts oder ist es dort wirklich leer?

14. März 2019 Keine Kommentare

Am einfachsten lässt sich das Nichts durch eine Analogie veranschaulichen: Wir haben einen Gegenstand, der ein Loch enthält. Das Loch enthält keinen Stoff, aus dem sich der Gegenstand zusammensetzt. Aber der Stoff des Gegenstands und dessen Form sind Voraussetzung für das Loch. Und im Loch ist anderer Stoff, zum Beispiel Luft. Also ist das Loch unter einer Perspektive Nichts, unter einer anderen Etwas.

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Was ist der Unterschied zwischen Mathematik und Philosophie?

8. März 2019 Keine Kommentare

Mathematik und Philosophie haben sich in der Wissenschaftsgeschichte schon früh getrennt. Später sind aus der Philosophie immer weitere Wissenschaften ausgegliedert worden – genau die, für die es empirisch überprüfbare Antworten gibt, die Naturwissenschaften. Spätestens im 20. Jahrhundert (mit Wittgenstein und anderen) kam dann die Linguistische Wende.

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Ist es möglich, die Existenz des Menschen ohne ein höheres Wesen zu erklären?

14. Februar 2019 Keine Kommentare

Existenz muss nicht erklärt werden. Alles, das wir beobachten können, muss existieren. Menschen können wir beobachten, also existieren Menschen.

Bei dem Begriff “Höhere Wesen” müsste zunächst definiert werden, was ein höheres Wesen ist. Bei “Größeres Wesen” ist das sehr leicht. Ein größeres Wesen ist, was größer ist als ein Mensch. Elefanten sind größere Wesen. Bei einem höheren Wesen könnte man analog zum Beispiel fordern, dass es sich an einem höheren Ort als ein Mensch befindet. Höhere Wesen wären dann zum Beispiel Vögel, die fliegen. Vögel, die auf der Erde laufen, sind niedere Wesen.

Da eingangs bereits geschrieben wurde, dass Existenz nicht erklärt werden muss, scheint es mir so zu sein, dass die Existenz von Vögeln nicht notwendig für die Existenz von Menschen ist. Sie waren aber schon vor uns da, wenn ich die Erkenntnisse der Evolutionstheorie und der Paläontologie richtig verstanden habe.

Deshalb irre ich mich vielleicht und die Existenz von Vögeln ist notwendig für uns Menschen. Bei uns gab es Gans zu Weihnachten.

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Was denkst Du über die Philosophie der Physik?

6. Februar 2019 Keine Kommentare

Ich bin weder Physiker noch Philosoph, aber ich kenne aus diversen Diskussionsforen die zu erwartenden (immer gleichen) Antworten. Zum Beispiel typisch Physiker: “Ich kenne leider kein konkretes physikalisches Problem, das durch Philosophie gelöst wurde.” Das ist vollkommen richtig, denn für die Beantwortung empirischer Fragen sind die Naturwissenschaften zuständig und nicht die Philosophie.

Der Wikipediaartikel Philosophie der Physik wiederum ist ein typisch von Philosophen verfasster Beitrag. An ihm sieht man, worunter die Philosophie leidet: Sie verwendet die natürliche menschliche Sprache als Fachsprache. Weil es die natürliche Sprache ist, glaubt jeder Laie, er müsse den Artikel verstehen. Bei einem formellastigen mathematischen oder physikalischen Beitrag käme er niemals auf diese Idee.

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Sollte jede Autorität hinterfragt werden?

17. Januar 2019 Keine Kommentare

Es gibt in der Liste der Argumentationsfehler das Argumentum ad hominem. Hier wird ein Argument nicht akzeptiert, weil es von einer bestimmten Person stammt. Man greift die Person an, anstatt sich mit der Argumentation zu beschäftigen. Besonders viele Beispiele dafür findet man in der Politik. Gesetzentwürfe werden prinzipiell abgelehnt, weil sie vom politischen Gegner stammen, auch wenn man vielleicht inhaltlich in den wesentlichen Punkten übereinstimmt.

Das kritiklose Akzeptieren der Meinung eines Menschen, weil er als eine “Autorität” gilt, ist das Gegenteil zum Argumentum ad hominem. Hier wird ein Argument azeptiert, weil eine bestimmte Person es äußert.

Man kann nicht jede Aussage in jedem Fall selbst überprüfen, weil man nicht auf jedem Gebiet selbst ein Experte sein kann. Aber es schadet nicht, jede Behauptung wenigstens auf ihre Plausibilität zu untersuchen. Die Sorgfalt des eigenen Nachdenkens sollte dabei umso größer sein, desto mehr Auswirkungen die Entscheidungen des oder der Autoritäten für das eigene Leben haben.

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Was ist Autotheismus?

3. Januar 2019 Keine Kommentare

Genauso wie es bei den Weltbildern die Weiterentwicklung vom geozentrischen über das heliozentrischen zum egozentrischen Weltbild gab, gibt es bei den Gottesbildern die Entwicklung vom Polytheismus über den Monotheismus zum Autotheismus, der Selbstvergötterung.

Man begegnet dem egozentrischen Autotheisten überall, der typische Vertreter ist der Smombie, der ins Smartphone glotzende Zombie. Er hat nur eine kurze Lebenserwartung, denn die anderen Objekte unseres Planeten, wie Auto, Laternenpfahl oder Baugrube, nimmt er nicht wahr, aber sie ihn.

Der Smombie wird meist mit seinem Gehirnersatz beerdigt, denn die Glas- und Plastereste des Smartphones sind nach dem Überrollen durch das Auto, dem Zusammenprall mit dem Laternenpfahl oder dem Sturz in die Baugrube meist fest in den Schädel eingedrückt – dorthinein, wo sich früher beim Menschen das Gehirn befand.

Bewegt sich die Menschheit langsam in Richtung Atheismus?

2. Januar 2019 Keine Kommentare

Unter Atheismus wird an verschiedenen Stellen etwas anderes verstanden:

  • Gottlosigkeit als Nichtglauben an einen personalen Gott.
  • Spiritualismus kennt diese Art des Nichtglaubens auch, aber ist das Atheismus?
  • Antitheismus als eine Art missionarische antireligiöse Bewegung.
  • Agnostizismus als die Annahme der Unbeantwortbarkeit der Frage nach der Existenz eines oder mehrerer Götter.
  • Naturalismus als Ablehnung übernatürlicher Kräfte.
  • Konfessionslosigkeit als Nichtzugehörigkeit zu einer anerkannten Glaubensgemeinschaft.
  • Zwangsatheismus, wenn die vorherrschende Staatsideologie Religionen unterdrückt.

Atheismus ist kein neues Phänomen, zeitgleich mit dem griechischen Götterpantheon gab es bereits die ersten Atheisten. Die Gründe waren damals dieselben wie heute: Die den Göttern zugeschriebenen Eigenschaften halten logischen Schlüssen nicht stand und Ungerechtigkeiten und Grausamkeiten in der Welt lassen am göttlichen Wohlwollen zweifeln.

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