Archiv

Archiv für die Kategorie ‘Natur’

Sheldrakes morphogenetischen Felder

28. März 2019 Keine Kommentare

Formal erfüllt Sheldrakes Arbeit die Anforderungen an eine wissenschaftliche Arbeit:

  1. Er gibt Beobachtungen an, die mit anderen Theorien schwer erklärbar sind.
  2. Er formuliert eine Theorie, von der er annimmt, dass sie das kann.
  3. Er schlägt Experimente und Beobachtungen vor, mit denen man die Theorie testen könnte.

Mehr…

KategorienNatur, Philosophie, Quora Tags:

Warum sind Elefanten nicht die klügsten Tiere, obwohl sie doch die größten Gehirne besitzen?

4. Februar 2019 Keine Kommentare

Hier gibt es einen interessanten Artikel, der den Zusammenhang zwischen Körpergewicht und Gehirngewicht beschreibt: Gehirngewicht.

Ein größerer Körper benötigt auch ein größeres Gehirn für die Steuerung. Abweichungen von der (doppeltlogarithmischen) Kurve nach oben oder unten sind ein Indiz für tatsächliche Intelligenzunterschiede der Spezies. Auch innerhalb einer Spezies gibt es diese Unterschiede: Männer haben im Mittel ein größeres Gehirn als Frauen, weil sie größer und schwerer sind.

KategorienGehirn & Geist, Natur, Quora Tags:

Benutzen wir wirklich nur 10 Prozent unseres Gehirns?

2. Januar 2019 Keine Kommentare

Es gibt eine einfache Überlegung, die zeigt, dass die Behauptung mit den 10% nicht stimmen kann: Unser Gehirn verbraucht sehr viel Energie. Wenn wir mit weniger Gehirn auskommen würden, hätte sich im Laufe der Evolution eine Mutation zu einem kleineren Gehirn durchgesetzt. Diese Wesen hätten weniger Energie benötigt, was ihnen einen Vorteil verschafft hätte. Da das nicht passiert ist, brauchen wir das größere Gehirn.

Dieselbe Logik gilt übrigens auch für den Blinddarm. Auch wenn wir da lange nicht wussten, wozu er zunutze ist. Wahrscheinlich dient er als Bakterienreserve nach Darmentzündungen, so ist jedenfalls die derzeit beste Theorie.

KategorienMedizin, Natur, Quora Tags:

Caster Semenya

19. August 2016 Keine Kommentare

In einem Fernsehbeitrag von der Olympiade wurde auch über Caster Semenya berichtet. Im Unterschied zum hier verlinkten Wikipediabeitrag, der darüber nichts enthält, wurden im Fernsehen Details über den bei ihr wohl doch vorhandenen Hermaphroditismus gebracht. Semenya hat zwar eine Vagina, jedoch keine Gebärmutter und stattdessen im Körper liegende Hoden. Caster Semenya könnte über 800m aufgrund ihrer Besonderheiten die Goldmedaille gewinnen. Männer und Frauen unterscheiden sich im Mittel deutlich in der körperlichen Leistungsfähigkeit, nicht ohne Grund werden deshalb im Sport die Wettkämpfe nach Männern und Frauen getrennt durchgeführt. (Ob es auch Unterschiede in der geistigen Leistungsfähigkeit gibt, darüber lässt sich trefflich streiten, warum gibt es bei Schachwettkämpfen eine Geschlechtertrennung, wenn dem nicht so ist?)
Mehr…

Racetrack-Playa-Rätsel gelöst

2. September 2014 Keine Kommentare

Vor inzwischen schon sieben Jahren bin ich auf das Rätsel der wandernden Steine gestoßen: Keine Kornkreise zu sehen!

Ich habe versucht mich zu erinnern, was ich seinerzeit gedacht habe. Wenn ich damals bereits gewusst hätte, dass dort ab und zu starke Überschwemmungen sind und es auch mal ordentlich gefriert, wäre es sicherlich für mich weniger mysteriös gewesen. Jetzt scheint das Rätsel gelöst geworden zu sein, wie ich zuerst im Spiegel gelesen habe: Forscher lösen Rätsel der wandernden Steine.

Das Video ist wirklich sehenswert und vermittelt einen kleinen Eindruck von dem Aufwand, mit dem man das Rätsel jetzt endlich geknackt hat:

Mehr…

KategorienNatur Tags:

Künstliche Bienen

2. November 2013 3 Kommentare

Wer kennt den Roman von Michael Crichton, „Beute„, (nicht)? In diesem Buch entwirft der Autor ein Szenario, in dem ein Schwarm von Nanorobotern außer Kontrolle zu geraten droht. Inzwischen gibt es eine ganze Reihe von Büchern, die sich dem Thema des grey goo, des grauen Schleims, widmen. Wie weit ist man in der Realität? Ich fühlte mich jedenfalls bei dem Artikel „Künstliche Bienen“ in Spektrum der Wissenschaften daran erinnert. Die drei Autoren Robert Wood, Radhika Nagpal und Gu-Yeon Wie, Professoren für Ingenieurwesen, Informatik und Elektrotechnik/Informatik, forschen, wie der Titel es schon sagt, an „künstlichen Bienen“:

Während des letzten Jahrzehnts begann eine rätselhafte Krankheit namens »Völkerkollaps« (colony collapse disorder, CCD), ganze Völker von Honigbienen in den USA auszulöschen -so massiv, dass gravierende Folgen für die Landwirtschaft zu befürchten waren. Aus diesem Anlass begannen wir 2009 gemeinsam mit Kollegen von der Harvard University und der Northeastern University, ernsthaft über die Schaffung künstlicher Bienen nachzudenken. Die kleinen Maschinen sollten sich nicht nur jede für sich verhalten wie eine Biene, sondern im Zusammenspiel zu Tausenden die kollektiven Aktionen vollbringen, zu denen ein echter Bienenschwarm fähig ist. Inzwischen ist es uns gelungen, die ersten fliegenden Roboter in Bienengröße zu bauen; jetzt arbeiten wir am kooperativen Schwarmverhalten.

Das Bild, das einem auf der zweiten Seite des Artikels gezeigt wird, ist noch Fiktion:
Mehr…

DNA als Speicher

28. April 2013 Keine Kommentare

Wenn man die Aprilausgabe einer Zeitschrift liest, muss man immer gegenwärtig sein, einem Aprilscherz aufzusitzen. Im Fall des Artikels „Datenspeicher für die Ewigkeit“ in „Spektrum der Wissenschaft“ 4/2013 war ich mir aber sicher, dass er kein Scherz ist. Sucht man im Netz nach „DNA als Speicher“, wird man mit einer ganzen Reihe von Artikeln überschwemmt, die alle über ähnliche Experimente berichten.

Schon lange ist ja bekannt, dass DNA in Lebewesen zur Kodierung des Aufbaus von Proteinen dient. In der Wikipedia kann man zum Aufbau der DNA u.a. lesen:

Die Desoxyribonukleinsäure ist ein langes Kettenmolekül (Polymer) aus vielen Bausteinen, die man Desoxyribonukleotide oder kurz Nukleotide nennt. Jedes Nukleotid hat drei Bestandteile: Phosphorsäure bzw. Phosphat, den Zucker Desoxyribose sowie eine heterozyklische Nukleobase oder kurz Base. Die Desoxyribose- und Phosphorsäure-Untereinheiten sind bei jedem Nukleotid gleich. Sie bilden das Rückgrat des Moleküls. Einheiten aus Base und Zucker (ohne Phosphat) werden als Nukleoside bezeichnet.

Bei der Base kann es sich um ein Purin, nämlich Adenin (A) oder Guanin (G), oder um ein Pyrimidin, nämlich Thymin (T) oder Cytosin (C), handeln. Da sich die vier verschiedenen Nukleotide nur durch ihre Base unterscheiden, werden die Abkürzungen A, G, T und C auch für die entsprechenden Nukleotide verwendet.

Die allbekannte Doppelhelix der DNA entsteht, weil sich jeweils zwei gegenüberliegende Nukleotide eines der beiden Doppelhelix-Einzelstränge miteinander verbinden:
Mehr…

Vielleicht hilft ja etwas Voodoo?

9. April 2013 Keine Kommentare

Der Winter 2012 / 2013 war nicht nur gefühlt sehr lange und sehr kalt, Meteorologen können das auch mit Zahlen bestätigen. Der Rekordmärz 2013 lautet ein Artikel in den SciLogs, der entsprechende Daten aufbereitet anzeigt:

Der vergangene März war mit -0,70 °C nur ganz knapp nicht der kälteste seit Beginn der Messungen; der März 1917 war mit -0,75 °C noch fünf Hundertstel Grad kälter.

Allerdings sollte noch bedacht werden, dass sich das Klima in den letzten 120 Jahren ja erwärmt hat. Die rote lineare Trendlinie ist eine Möglichkeit, dies zu illustrieren – danach betrug die lineare Erwärmung 0,8 °C. Im Vergleich zu dem insgesamt wärmeren Klima ist dieser März noch ungewöhnlicher. Zieht man den linearen Trend ab,…

Danach wäre der gerade erlebte März sogar mit Abstand der größte Ausreißer nach unten.

In einem Vorgängerartikel hatte derselbe Autor, Stefan Rahmstorf, auch etwas über die Ursachen dieser ungewöhnlichen Wetterlage berichtet: Eisschmelze und kaltes Wetter. Das Fazit in diesem etwas längeren Artikel lautet:
Mehr…

KategorienAlltag, Natur Tags:

Testosteron und Lebenserwartung

9. März 2013 1 Kommentar

Ein schönes praktisches Beispiel, wozu die Beschäftigung mit Argumentationsfehlern gut ist, liefert das Thema „Testosteron und Lebenserwartung“. Gibt man diese beiden Stichworte in Google ein, dann wird man mit einer Vielzahl von Links zugeschüttet. Die erste Gruppe bezieht sich auf eine Studie, die das Leben koreanischer Eunuchen in der Joseon-Dynastie von 1392-1897 untersucht hat:

Die (feministische) TAZ lockert das Thema noch mit einem launigen Bild auf

und untertitelt dieses:

Mit diesen Hoden wird der Zuchtstier sicher nicht besonders alt.

In den angegebenen Artikeln beschränken sich Focus Online, N-TV, Die Welt und T-Online darauf, einen bei allen weitgehend gleichen Text zu publizieren, die TAZ formuliert ihn wenigstens ein bisschen um. Hier die Quintessenz der Artikel:
Mehr…

Ein Prost auf Gaia

17. Februar 2013 Keine Kommentare

Eigentlich wollte ich ja heute auf einen interessanten Artikel über die Gaia-Hypothese hinweisen. Diesen Artikel findet man in den SciLogs unter dem Titel Die Erde ist kein Lebewesen – Kritik der Gaia-Hypothese. Die Gaia-Hypothese gibt es in einer extrem verkürzten und volkstümlichen Variante auch als Witz:

Treffen sich zwei Planeten. Sagt der eine zum anderen: „Du, ich habe Homo sapiens.“ Sagt der zweite zum ersten: „Ach, das macht nichts. Das hatte ich auch. Das geht vorbei.

Bemerkenswert an dem Artikel wider die Gaia-Hypothese sind nicht nur die Argumente, mit denen der Autor die Hypothese unter biologischen Aspekten zerpflückt, sondern auch seine Kritik an der allgemeinen (Un)Sitte von (Natur)Wissenschaftlern, sich (scheinbar kompetent und wissenschaftlich) zu Themen außerhalb ihrer Fachgebiete zu äußern:

Nun kennt man das ja: Verdienstvolle Wissenschaftler versuchen sich öfter mal auf Gebieten, die jenseits ihrer Fachgrenzen liegen. Dagegen ist nichts zu einzuwenden. Sie können sich ja in andere Fächer einarbeiten und dann zu deren Fragen etwas beitragen. Es ist in aller Regel nichts von Bedeutung, was da herauskommt, doch kann es hinreichend solide sein, um nicht verschwiegen werden zu müssen.

Mehr…

KategorienEvolution, Medizin, Natur, Skeptizismus Tags: