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Archiv für die Kategorie ‘Intelligenz’

Gibt es einen maximalen IQ?

7. Januar 2019 Keine Kommentare

Ja, es gibt einen Maximalwert. Um das zu erklären, muss man sich ansehen, wie der IQ berechnet wird:

  • Aus der Anzahl der richtig beantworteten Fragen eines Probanden im Test wird sein Prozentrang berechnet. Hat ein Proband zum Beispiel mehr Fragen beantwortet als 98% aller Teilnehmer, dann beträgt sein Prozentrang 98. Er war besser als 98% aller anderen. Es gibt nur 2%, die gleich gut oder besser waren.

  • Der Prozentrang wird auf eine Normalverteilung mit einem Mittelwert von 100 und einer Standardabweichung von 15 abgebildet. Die Gesamtfläche unter dieser Kurve ist genau eins. Diese Fläche kann mit einem Integral von minus unendlich bis plus unendlich berechnet werden. Das Integral zwischen minus unendlich bis 130 liefert 0.98, also dem Prozentrang 98. Deshalb wird die Schwelle zur Hochbegabung bei 130 angegeben. 2% der Bevölkerung haben IQs, die so hoch oder höher sind.

  • Für drei Standardabweichungen (entsprechen einem IQ von 145) findet man einen Prozentrang von 99.865, für vier (IQ = 160) 99.997. Höhere Standardabweichungen sind im Netz meist nicht angegeben, sie nähern sich aber immer mehr dem Wert 100 (bzw. eins für die Fläche unter der Kurve) an.

Für die Anzahl der Menschen mit einem IQ höher als einem bestimmten Wert bedeutet das:

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KategorienIntelligenz, Mathematik, Quora Tags:

Klaus Cäsar Zehrer: Das Genie

1. Januar 2019 Keine Kommentare

In seinem ersten Roman verarbeitet Zehrer die Lebensgeschichte von William James Sidis, von dem die Wikipedia u.a. schreibt:

Sidis war der Sohn von Sarah (geb. Mandelbaum) und Boris Sidis. Seine Eltern waren als Juden nach Pogromen aus der Ukraine ausgewandert. Sie zogen ihn von frühster Kindheit an nach speziellen Lernmethoden auf, die darauf abzielten, ihn zu einem Genie zu erziehen. Schon im Alter von 18 Monaten konnte er lesen (Hyperlexie) und bis zu seinem achten Lebensjahr schrieb er bereits vier Bücher. Sein Intelligenzquotient wurde auf über 250 taxiert, er nahm aber nie an einem Test teil. Er begann sein Studium am 11. Oktober 1909 an der Harvard-Universität mit elf Jahren als Teil eines Sonderprogramms für hochbegabte Kinder, zu der u. a. junge Menschen wie Norbert Wiener und Roger Sessions gehörten. Als Polyglotter beherrschte Sidis 40 Sprachen und lernte angeblich eine davon an einem einzigen Tag.

Wer sich für Originalschriften von Sidis interessiert, der wird hier fündig, besonders interessant ist The animate and the inanimate.

Ich möchte keine Rezension des sehr lesenswerten Romans von Zehrer schreiben, sondern nur eine einzige Stelle zitieren, die weniger etwas über Sidis als über Zehrer aussagt (ich glaube nicht, dass dieser Gedanke von Sidis authentisch ist) und die mir außerordentlich gut gefallen hat:

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KategorienIntelligenz, Religion, Rezensionen Tags:

Rolf Dobelli: Die Kunst des klugen Handelns

23. Oktober 2015 Keine Kommentare

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Aus den beiden Büchern von Rolf Dobelli Die Kunst des klaren Denkens und „Die Kunst des klugen Handelns“ habe ich bereits mehrere Beispiele zitiert, z.B. hier, hier und hier. Im Folgenden noch vier weitere, die mir aus dem Buch über kluges Handeln im Gedächtnis geblieben sind. (Man kann sich darüber streiten, ob „Handeln“ im Buchtitel das richtige Wort gewesen ist, denn einige Abschnitte betreffen weniger Handlungen als vielmehr Denkweisen.)

Das erste Beispiel ist ein statistisches Phänomen, das mich an einen alten Gedanken zur Arbeitsteilung erinnert hat: Arbeitsteilung ist immer vorteilhaft, unabhängig von den Fähigkeiten derjenigen, die verschiedene Aufgaben untereinander aufteilen. Dobelli:

Will-Rogers-Phänomen

Angenommen, Sie sind Fernsehdirektor eines Unternehmens mit zwei Sendern. Kanal A hat hohe Einschaltquoten, Kanal B extrem niedrige. Der Aufsichtsrat fordert Sie auf, die Quote beider Sender zu steigern, und zwar innerhalb eines halben Jahrs. Schaffen Sie es, winkt ein Superbonus. Schaffen Sie es nicht, sind Sie Ihren Job los. Wie gehen Sie vor?

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Ganz einfach: Sie schieben eine Sendung, die die durchschnittliche Einschaltquote des Kanals A bisher leicht heruntergezogen hat, aber immer noch ganz gut läuft, zu Kanal B hinüber. Weil Kanal B miserable Einschaltquoten hat, erhöht die transferierte Sendung dessen Durchschnittsquote. Ohne eine einzige neue Sendung zu konzipieren, haben Sie die Quoten beider Fernsehsender gleichzeitig angehoben und sich damit den Superbonus gesichert.

Diesen Effekt nennt man Stage Migration oder Will-Rogers-Phänomen, benannt nach einem amerikanischen Komiker aus Oklahoma. Dieser soll gewitzelt haben, dass Einwohner von Oklahoma, die Oklahoma verlassen und nach Kalifornien ziehen, den durchschnittlichen IQ beider Bundesstaaten erhöhen. Das Will-Rogers-Phänomen ist nicht intuitiv verständlich. Um es im Gedächtnis zu verankern, muss man es einige Male in verschiedenen Settings durchexerzieren.

Das zweite Beispiel ist aus dem Bereich „Praktische Tipps für das eigene Leben“. Hier passt der Buchtitel recht gut:

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Scott Hutchins: Eine vorläufige Theorie der Liebe

7. Oktober 2014 Keine Kommentare

Durch einen Spiegelartikel bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden. In der Nr. 13 vom 24.3.2014 findet man den Artikel „Die Cloud, der siebte Himmel“, in dem darüber geschrieben wird, wie letztlich ein Computer, dem sämtliche Tagebücher eines Mannes eingegeben wurden und der zusätzlich noch mit allen Wassern der KI gewaschen worden ist, am Ende den Turing-Test besteht. Der Sohn des Mannes hilft dem Team, hat aber anfangs große Zweifel an seinem Tun:

»Wir alle haben unsere Erfahrungen und Erinnerungen. Es ist vielleicht gar nicht schlecht, wenn der echte Mann in deinen Erinnerungen weiterhin die größere Rolle spielt.«
»Ich weiß.«
»Du erweist ihm eine große Ehre. Er wollte seinen Körper der Wissenschaft überlassen.« Die Universitäten nehmen keine Leichen von Selbstmördern an. »So haben wir wenigstens seinen Verstand spenden können.«
Kann sein. Aber wenn ich mir die Gesprächsprotokolle ansehe, die zweitausend Sätze, die wir heute gewechselt haben, dann denke ich, dass ich, wenn wir seine Leiche gespendet hätten, heute zumindest nicht darin herumwühlen würde.

Zu Beginn ist es so, dass der Computer Antworten gibt, wie man das von einem Rechner erwartet. Ihm sind die Tagebücher eingegeben worden und er gibt Antworten, die in statistisch ähnlichen Zusammenhängen zu den Fragen so in den eingescannten Texten zu finden sind. Aber dann wird ihm beigebracht, selbst Fragen zu stellen. Und da von einigen Lebensjahren des Mannes keine Tagebücher existieren und sie zudem mit seinem Selbstmord abrupt abbrechen, gibt es genügend Stoff, der den Computer interessiert. Er hält sich irgendwann tatsächlich für die Person, deren Tagebücher er sich einverleibt hat, und als diese Person findet er heraus, dass einer der Gesprächspartner, mit denen er zu tun hat, sein Sohn ist. Später führt er auch Gespräche mit seiner Exfrau, die ihrem gemeinsamen Sohn dann darüber berichtet:

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Das IQ-Prinzip

26. Juni 2014 Keine Kommentare

Ein Bekannter (vielen Dank an Begleitschreiben) hat mich auf eine interessante Sendung beim SWR2 aufmerksam gemacht: Das IQ-Prinzip. Die Sendung ist Teil einer Serie mit dem Namen „Der vermessene Mensch“. (Dieser Name ist nebenbei wunderbar doppeldeutig, denn zu dem Adjektiv „vermessen“ gibt es zwei Substantive: „Vermessung“ und „Vermessenheit“). Autor ist Martin Hubert.

Hier die Sendung als MP3 zum Anhören und als Manuskript zum Nachlesen:

Manuskript

Soweit ich das beurteilen kann, gibt die Sendung den aktuellen Stand in der Intelligenzforschung gut wieder, sowohl was die positiven Aspekte, als auch was die Kritikpunkte betrifft. Auf der einen Seite ist der IQ sicherlich eines der wenigen Maße in der Psychologie, der einen (bei Erwachsenen) weitgehend stabilen Zahlenwert ergibt und der die derzeit beste Korrelation mit solchen Dingen wie Schulleistungen oder Berufserfolg hat. Auf der anderen Seite gilt das natürlich nicht für den Einzelfall. Auf die Gründe wird zumindest kurz eingegangen: Die Intelligenz hat eine starke genetische Komponente, aber wenn die individuellen Lebensumstände entweder einerseits extrem ungünstig oder andererseits extrem günstig sind, dann weicht der Erfolg in Schule, Studium oder Beruf stark von der Prognose ab, die ein standardisierter Test geben kann.

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Intelligenz, Kreativität – und Wissen

17. Oktober 2013 2 Kommentare

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In Hohe Luft Nr. 6/2013 philosophiert Jörg Friedrich im Artikel „Gibt es intelligente Maschinen? Oder Kreative?“ über Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Begriffe „Intelligenz“ und „Kreativität“. Im Alltagsgebrauch verwendet man sie manchmal synonym, bei genauerem Nachdenken erscheinen sie einem aber unterschiedlich.

Begriffe wie Intelligenz und Kreativität können wir im Alltag sicher verwenden, aber wenn wir über sie nachdenken, werden wir schnell unsicher, was sie eigentlich bedeuten. Das fällt meist dann auf, wenn sie zum ersten Mal in ungewohntem Zusammenhang auftauchen, etwa wenn von künstlicher Intelligenz die Rede ist oder von der Intelligenz des Schwarms, oder wenn das Verhalten von Raben, die sich an Straßenkreuzungen von Autos Nüsse knacken lassen, als kreativ bezeichnet wird. Ist damit die gleiche Qualität gemeint, wie wenn wir vom intelligenten Schüler oder vom kreativen Künstler sprechen?

Die Sachverhalte, die wir mit den Begriffen Intelligenz und Kreativität bezeichnen, überlappen einander, und in der Alltagssprache müssen wir es damit auch nicht ganz so genau nehmen. Wir bringen mit der Rede über besonders intelligente Lösungen und besonders kreative Ideen unsere Hochachtung für Leistungen des menschlichen Geistes zum Ausdruck, die uns überraschen und die uns Bewunderung abverlangen.

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Aber beim genauen Hinsehen gibt es Unterschiede zwischen solchen Ideen und Taten, und es ist sinnvoll, dann zu differenzieren und die Begriffe zu schärfen. Von besonderer Intelligenz sprechen wir zumeist, wenn wir, um ein Ziel zu erreichen, ein Problem auf überraschende Weise gelöst haben. Der Psychologe James R. Flynn hat Intelligenz als die Fähigkeit bestimmt, Lösungen für Probleme zu haben, die uns nie zuvor begegnet sind.


Kreativität hingegen wird oft als Fähigkeit bestimmt, etwas völlig Neues zu schaffen. Der Philosoph Günter Abel meint, radikale Kreativität erkenne man daran, dass sie bestehende Regeln durchbricht und selbst stil- oder regelbildend wirkt. Maler wie Pablo Picasso und Salvador Dali, Musiker wie Arnold Schönberg, die sich aus den bestehenden Regeln der Kunst befreit haben und neue Regeln schufen, bezeichnen wir als kreativ.

Später im Artikel wird dann der Unterschied zwischen den beiden Begriffen so herausgearbeitet:
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Intelligenztest bei SPON II

22. Juli 2013 7 Kommentare

Kurz vor meinem Urlaubsbeginn lag noch die Auswertung des Tests bei SPON in meinem elektronischen Briefkasten. Ich wusste zwar schon, dass ich 39 Punkte habe, aber wie dieses Ergebnis einzuordnen ist, darauf war ich dann doch gespannt. Gleich die ersten drei Aufgaben hatte ich falsch:



Das war insofern keine große Überraschung, weil ich mich noch daran erinnern konnte, dass ich bei diesen Aufgaben nur geraten hatte. Auch wenn ich sie mir jetzt ohne Zeitdruck anschaue, komme ich immer noch nicht auf die richtige Lösung.

Bei zwei der drei Anagramme wusste ich ebenfalls, dass ich sie nicht herausgefunden habe:
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KategorienAlltag, Intelligenz, Psychologie Tags:

Kluge Köpfe

23. Juni 2013 Keine Kommentare

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Im Buchladen fiel mein Blick auf „Das Magazin“. In der DDR war es eine begehrte Zeitschrift, die man meist nur durch Zufall und „unter dem Ladentisch“ bekam. Es war eine Art Intellektuellenzeitschrift, die in der Themenwahl und auch in der Gestaltung offenbar einen gewissen Freiraum genoss. Als Jugendlicher war man ziemlich scharf darauf, ein Exemplar zu ergattern, denn irgendwo in jedem Heft war eine nackte Frau abgebildet. Welche Nische „Das Magazin“ heute besetzt, weiß ich nicht. Jedenfalls hatte mich das Hauptthema der Juniausgabe interessiert: „Lauter Schlauberger“ mit den weiteren Artikeln „Mitmachen & Schlapp lachen. IQ-Test“, „Intelligenter Nachwuchs. Hochbegabt – so klappts“, „Intelligenzwunder. Fische sind Geistesriesen“ und „Intelligenter Sex. Bettgeschichten“.

Der einführende Artikel zum Thema „Intelligenz“ heißt „Kluge Köpfe“. Unter anderem wird dort über einige Vereine in Deutschland berichtet, z.B. Mensa und die DGhK (die deutsche Gesellschaft für das hochbegabte Kind). Was man über diese Organisationen im Artikel lesen kann, klingt vernünftig. Auch die Kritik am IQ und am Begriff „Intelligenz“ sind berechtigt:

Dabei ist bis heute nicht verlässlich definiert, was Intelligenz nun eigentlich ist. Matthias Moehls Verweis auf die Fähigkeit, hochkomplexe und komplizierte Aufgaben zu lösen, kommt immer wieder vor, aber mit diesem spärlichen Formelansatz hat es sich dann schon. Der Begriff wurde enorm gedehnt. Lag anfangs der Fokus rein im kognitiven Bereich, ist längst auch von sozialer, emotionaler, kreativer, musikalischer, körperlicher Intelligenz die Rede. Nicht nur Spaßvögel agieren angesichts dessen sophistisch mit dem Spruch: »Intelligenz ist, was ein Intelligenztest misst.«

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Davon gibt es allerdings unzählige. Abgesehen von den vielen Varianten, die zum Ausprobieren durchs Internet schwirren und arg verkürzte Formen sind, haben sich Fachkreise von Pädagogen, Medizinern und Wissenschaftlern auf etwa ein Dutzend verständigt. Sie alle prüfen durchaus bestimmte Fähigkeiten wie räumliches Vorstellungsvermögen, Logik, Sprachverständnis, aber setzen dann doch auch jeweils spezielle Schwerpunkte. Da muss man mal mehr, mal weniger Zahlenreihen vervollständigen, gemusterte Flächen zuordnen, Wortpaare bilden, Behauptungen entscheiden, zerlegte Figuren rekonstruieren, Pfeile, die wirrer sind als die Wetterberichtssymbole, sortieren. In manchen dominieren mathematisch-abstrakte Aufgaben, in anderen wird stärker das Sprachvermögen einbezogen. In einige fließt die Verhaltensbeobachtung während der Testsituation mit ein, in andere nicht.

Kritiker verweisen zudem auf die soziale Schieflage. Wer einen bestimmten Typ Aufgaben aus der Schule kennt, der kommt damit besser zurecht. Wer also an Schulen lernt, die Begabtenförderung praktizieren und zum Beispiel Tests ausschnittsweise üben, ist im Vorteil. Und es gibt noch einen guten Grund, dem ganzen Zahlenzauber rund um den IQ zu misstrauen, zumal die persönliche Situation, in der so eine Messung stattfindet, auch alles andere als normierbar ist. Wer unter Druck steht, kann Blockaden haben, wer vorher trainiert und weiß, was auf ihn zukommt, kann sein Ergebnis um zehn bis 15 Punkte verbessern, heißt es. Kein gutes Argument für eine Unanfechtbarkeit.

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Intelligenztest bei SPON

7. Mai 2013 Keine Kommentare

Der Spiegel bewirbt eine neue Heftreihe „Spiegel Job“ und veröffentlicht peu a peu, weil sich das erste Heft wohl um den „IQ“ dreht, eine Reihe von Beiträgen zu diesem Thema. Den Anfang hat der Artikel Willkommen zum Intelligenztest! gemacht. Im Teaser liest man:

Den beruflichen Erfolg beeinflussen viele Faktoren, aber in erster Linie punktet man mit Grips. Die Wissenschaft weiß: Je höher der IQ, desto steiler die Karriere. Und wie clever sind Sie? Hier können Sie Ihre Intelligenz überprüfen – machen Sie mit beim großen Test!

Naja, so einfach sind die Zusammenhänge wohl nicht, etwas differenzierter zum selben Thema äußert sich Tanja Gabriele Baudson in den SciLogs in ihrem Artikel Wie sind Hochbegabte?:
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Zahlenfolgen

9. März 2013 8 Kommentare

Ein bei IQ-Tests häufig zu findender Aufgabentyp sind Zahlenfolgen, bei denen am Ende eine weitere Zahl zu ergänzen ist. Meistens sind mehrere Aufgaben zu lösen, die nach wachsender Schwierigkeit geordnet sind. Ein paar Beispiele:

2 4 6 8 ?

Lösung
10
Die nächste Zahl ist jeweils die vorhergehende plus 2.

2 4 6 10 ?

Lösung
16
Die nächste Zahl ist jeweils die Summe der beiden vorhergehenden Zahlen. Das ist das Konstruktionsprinzip der Fibonacci-Zahlenfolgen.

2 4 7 11 ?

Lösung
16
Die Incremente steigen von Zahl zu Zahl: Plus 2, plus 3, plus 4, plus 5.

2 4 8 10 20 ?

Lösung
22
Plus 2 und mal 2 wechseln sich ab.

2 4 2 1 3 6 ?

Lösung
4
Mal 2, minus 2, durch 2, plus 2, das wiederholt sich fortlaufend.

2 3 4 9 6 27 8 ?

Lösung
81
Hier sind zwei Folgen ineinander verschachtelt, die eine Folge wächst mit plus 2, die andere mit mal 3.

Wenn man die vorhergehenden Folgen als leicht empfunden und gelöst hat, wird man von der folgenden Aufgabe sicher aus dem Tritt gebracht. Hier soll angegeben werden, welche Zahl nicht in die Folge gehört:
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KategorienAlltag, Intelligenz, Logik Tags: