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Archiv für die Kategorie ‘Gehirn & Geist’

Intelligenztest bei SPON

7. Mai 2013 Keine Kommentare

Der Spiegel bewirbt eine neue Heftreihe „Spiegel Job“ und veröffentlicht peu a peu, weil sich das erste Heft wohl um den „IQ“ dreht, eine Reihe von Beiträgen zu diesem Thema. Den Anfang hat der Artikel Willkommen zum Intelligenztest! gemacht. Im Teaser liest man:

Den beruflichen Erfolg beeinflussen viele Faktoren, aber in erster Linie punktet man mit Grips. Die Wissenschaft weiß: Je höher der IQ, desto steiler die Karriere. Und wie clever sind Sie? Hier können Sie Ihre Intelligenz überprüfen – machen Sie mit beim großen Test!

Naja, so einfach sind die Zusammenhänge wohl nicht, etwas differenzierter zum selben Thema äußert sich Tanja Gabriele Baudson in den SciLogs in ihrem Artikel Wie sind Hochbegabte?:
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Der Geist ist ausbaufähig

27. November 2012 1 Kommentar

In Bild der Wissenschaft 10/2012 findet man ein Interview mit Holger Lyre. In diesem Text geht es um die Diskussion der Frage „Steckt Genialität nicht nur im Gehirn eines Menschen, sondern auch in seinen Hilfsmitteln wie Stift, Papier und Computer?“ Genau zu dieser Frage hatte ich unlängst schon einen Artikel gefunden: Externalismus. In dem neuen Artikel wird dieser Begriff des Externalismus durch den neuen Begriff der erweiterten Kognition ergänzt (siehe auch den Wikipediaartikel zum erweiterten Geist). Lyre sagt im Interview dazu:

Die These besagt, dass wir zum Denken mehr benötigen als unser Gehirn und unser Nervensystem.

Wenn ich ein Loch in den Boden grabe, dann kann ich das mit den Händen tun, und jeder wird sagen: „Das Loch hat dieser Mann gegraben.“ Wenn ich eine Schaufel verwende, dann würde man nicht sagen, das System „Mensch plus Schaufel“ habe das Loch gegraben. Sondern man würde sagen: „Es war immer noch dieser Mann, der das Loch gegraben hat, und er hat eine Schaufel zu Hilfe genommen.“ Das ist in meinen Augen auch richtig, denn Schaufeln sind keine Werkzeuge, mit denen ich eng verwoben bin, sondern solche, die ich manchmal zu Hilfe nehme und dann wieder zurückstelle. Dasselbe gilt im Prinzip für die Frage, wann etwas nur ein Werkzeug der Kognition ist und wann es mehr wird. Zuallererst kommt es darauf an, wie stark man mit dieser externen Komponente, also mit diesem Werkzeug, verkoppelt ist. Wenn die Kopplung sehr innig, sehr stabil, quasi unentwirrbar ist, dann kann man irgendwann sagen: „Die Kopplung ist jetzt so stark, dass diese Sache wirklich wesentlich dazugehört und ein Teil des Systems ist.“

Man kann sich heute noch darüber streiten, ob die Kopplungen an Google, Facebook oder das iPhone bereits so sind, dass man sie als „innig, sehr stabil und quasi unentwirrbar“ betrachtet, aber in der Zukunft werden sie es zweifellos sein. Als Analogien zur Kognition können heutige Beispiele aus Sport und Musik dienen:
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Stephen Hawking: Einsteins Traum

12. November 2012 6 Kommentare

Wer sich ein bisschen mit zeitgenössischer Physik beschäftigt hat und einige der heute berühmten Physiker kennt, kann sicher auch das folgende Bild deuten:

Es zeigt Stephen Hawking in seinem Rollstuhl, beide geformt aus Lego-Steinen.

In Stephen Hawkings Buch „Einsteins Traum“ sind eine Reihe von Artikeln vereinigt, die er zu unterschiedlichen Zeiten an verschiedenen Stellen veröffentlicht hat. Zu seinen physikalischen Theorien, die auch im Buch diskutiert werden, will ich hier nichts schreiben. Seine Beiträge zur Theorie schwarzer Löcher sind inzwischen gut bekannt und an vielen anderen Stellen bereits ausführlich diskutiert und kommentiert worden. Im Weiteren soll es nur um einige seiner philosophischen Überlegungen gehen, vor allem zur Physik selbst, zu Schlussfolgerungen, die er daraus z.B. zum „freien Willen“ gezogen hat, und über seine Einstellung zu Gott.
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Die Suche nach dem Ich

20. Oktober 2012 1 Kommentar

„Die Suche nach dem Ich“ heißt das neue Heft Nr. 32 von Geo Kompakt. In zwei Artikeln habe ich dort Bemerkenswertes gefunden, das ich so noch nicht wusste bzw. über das ich so noch nicht nachgedacht hatte. Die erste Erkenntnis entstammt dem Artikel „Das Rätsel Ich“ ab Seite 64 des Heftes. Dort wird darüber berichtet, dass bis jetzt neun verschiedene Bewusstseinszustände gefunden wurden. Im Einzelnen wird im Artikel unterschieden zwischen:

Dazu gehören:

  • die Wahrnehmung von Vorgängen in der Umwelt und im eigenen Körper („Ich höre ein Geräusch, ich empfinde Schmerz, mich juckt etwas“);
  • mentale Zustände wie Denken, Erinnern, Vorstellen („Ich grübele über ein Problem, ich erinnere mich an einen Urlaub, ich überlege, was ich morgen machen werde“);
  • Bedürfnisse, Affekte, Emotionen („Ich habe Durst, ich bin erschöpft, ich ängstige mich“);
  • das Erleben der eigenen Identität und Kontinuität („Ich bin der, der ich gestern war“);
  • die sogenannte Meinigkeit des eigenen Körpers („Dies sind meine Beine, meine Hände, mein Gesicht“);
  • die Autorschaft und Kontrolle der eigenen Handlungen und Gedanken („Ich möchte das tun, was ich gerade tue“);
  • die Verortung des Selbst in Zeit und Raum („Es ist Ostermontag, ich befinde mich zu Hause“);
  • die Unterscheidung zwischen Realität und Vorstellung („Was ich gerade sehe, existiert wirklich und ist kein Traum“);
  • das selbstreflexive Ich („Wer bin ich, warum tue ich etwas?“).

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KategorienGehirn & Geist, Psychologie Tags:

Gott und Gehirn? Hirnforschung als Herausforderung für die Theologie

28. Mai 2012 10 Kommentare

Diese Überschrift habe ich einem Blogartikel entnommen, mit der Christian Hoppe in der vergangenen Woche eine Diskussion losgetreten hat, die sich quer durch mehrere Blogs in SciLogs zieht. Kurioserweise ist Christian Hoppe Theologe, der nach der Analyse der Erkenntnisse der Neurowissenschaften bereit ist, die Idee einer immateriellen (=unsterblichen) Seele zur Disposition zu stellen, während die Gegenposition, dass man diese Schlussfolgerung keinesfalls aus den naturwissenschaftlichen Erkenntnissen ziehen kann, von einem agnostischen Philosophen, Stephan Schleim, eingenommen wird. In diese Diskussion hat sich später Thomas Grüter, der u.a. mit Büchern über Intellgenzforschung und denkende Maschinen bekannt geworden ist, mit einem eigenen Artikel eingemischt.

Der erste Artikel von Christian Hoppe Gott und Gehirn? Hirnforschung als Herausforderung für die Theologie ist im Wesentlichen der Text eines Vortrags, den er anlässlich des letzten Katholikentages auf einem dortigen Workshop gehalten hat. Darin heißt es:

Aber ich möchte Ihnen vor Augen führen, dass wir heute – im Unterschied zu früheren Generationen – keinerlei Hinweise mehr darauf finden, dass geistig-seelische Vermögen oder Phänomene unabhängig von Hirnfunktionen auftreten könnten.

Die Leitidee der modernen Hirnforschung ist, dass sämtliche psychischen Vermögen und Phänomene, soweit wir diese kennen und überhaupt als solche identifizieren können, von Hirnfunktionen (bzw. den Funktionen eines Nervensystems) und letztlich vom intakten Organismus abhängen. Was Ihr Auge für das Sehen ist, ist Ihr Gehirn für die Gesamtheit Ihrer psychischen Vermögen, das heißt für Wahrnehmung, Gefühle, Erinnerungen, Denken usw.

Anders formuliert lautet die These: Es gibt keine psychischen Phänomene ohne Hirnfunktion.

Und schon gar nicht gibt es dann rein geistige, immaterielle, übernatürliche Wesenheiten, die irgendetwas sehen, hören, fühlen, beabsichtigen oder physisch bewirken könnten.

Zum Tod schreibt er:
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Sprache und Denken III

22. März 2012 3 Kommentare

Ein Hinweis in einem Forum lässt mich auf eines meiner Lieblingsthemen zurückkommen, das ich zuletzt hier diskutiert hatte, den Zusammenhang zwischen Sprache und Denken. In der FAZ(.net) findet sich ein Artikel, in dem ein Zusammenhang zwischen dem Sparverhalten der Deutschen und Griechen auf der einen und Besonderheiten der Grammatiken des Deutschen und des Griechischen auf der anderen Seite hergestellt wird: Warum die Griechen mit Deutsch weniger Schulden hätten.

Bereits der Teaser ist ziemlich reißerisch:

Rehabilitation für die viel gescholtenen Griechen. Laut einer Yale-Studie lässt sich ihre Schuldenmentalität mit der gesprochenen Sprache erklären. Mit Deutsch als Landessprache wäre das anders.

Und im Artikel wird diese These dann so erklärt:

Unterscheidung zwischen Gegenwart und Zukunft
Der Ausgangsgedanke, auf der die Studie basiert, ist dabei sehr einfach. Und zwar ist die Grundlage die Tatsache, dass Sprachen grundsätzlich in zwei Gruppen eingeteilt werden können. Die eine Gruppe unterscheidet dabei deutlich zwischen Gegenwart und Zukunft, während bei der anderen Gruppe der Übergang fließender ist. So kann im Deutschen auch gesagt werden, „Morgen scheint die Sonne“, im Englischen wird dagegen in der Regel klar zwischen der Gegenwart („die Sonne scheint jetzt“) und der Zukunft („Morgen wird die Sonne scheinen“) unterschieden.

Wer sprachlich weniger trennt, spart mehr
Angesichts dieser Unterschiede fragte sich Chen, ob die letztgenannte Sprachgruppe mit einer klaren Trennung zwischen Heute und Morgen unter wirtschaftlichen Aspekten nicht auch den kurzfristigen Ertrag höher gewichten als den langfristigen Ertrag. „Das war in höchstem Maße der Fall. Sprachmuster können die Denkmuster und die Handlungsmuster beeinflussen“, so Chen.

Chen ist deshalb davon überzeugt, dass Menschen mit einem mehr fließenden Gebrauch von Gegenwart und Zukunft mehr Sparen, weniger Rauchen, sportlich aktiver sind und sich allgemein aktiver auf die Zukunft vorbereiten. Wer umgekehrt agiere und etwa weniger spare, kommuniziere und denke dagegen vermutlich mit einer klaren sprachlichen Differenzierung zwischen Gegenwart und Zukunft.

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Externalismus

22. Januar 2012 5 Kommentare

Bereits im Dezember habe ich eine Zeitschrift gekauft, „Hohe Luft“. Das ist die erste Ausgabe dieser Zeitschrift, die sich gern als neues philosophisches Magazin etablieren will. Ich stand im Zeitschriftenladen vor zwei Neuerscheinungen, warum ich mich für das eine und nicht für das andere entschieden habe, weiß ich nicht mehr. Die ersten Seiten mit einer Art von Textschnipseln fand ich nicht so prickelnd, aber die Hauptartikel haben es in sich, z.B. „Du sollst nicht lügen! Warum eigentlich nicht?“ oder „Wofür lohnt es sich zu leben?“ oder „Was ist eine Person?“. Was sich nach Zeitgeistklatsch anhört, hat aber sehr tiefe philosophische Wurzeln.

Am meisten beeindruckt hat mich der Artikel „Wohnt der Geist im iPhone?“ Hier wird eine Beobachtung diskutiert, die sicherlich vielen schon aufgefallen ist. Das Entstehen von Google & Co. hat die Art unseres Wissens bzw. Gedächtnisses verändert. Früher haben wir uns Dinge direkt gemerkt, heute nur noch, wo wir sie finden können. Das reicht völlig aus und de facto „wissen“ wir dadurch viel mehr als früher. Eine philosophische Strömung, der „Externalismus“, bringt diese Beobachtung in eine theoretische Form. Dazu ein originelles Beispiel aus dem Artikel:
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Ein seltsamer Traum

21. Januar 2012 5 Kommentare

Normalerweise erinnere ich mich nicht an meine Träume. Zu sagen „ich träume nicht“ wäre in jedem Fall falsch, denn jeder Mensch träumt sehr viel und sehr lange in jeder Nacht. Das Gehirn arbeitet auch nachts unablässig, selbst wenn noch nicht so klar ist, was es da tut und aus welchem Grund.

Jedenfalls befand ich mich in meinem Traum in einer unbekannten Stadt an einer Straßenbahnhaltestelle und wühlte mit meinen Händen in der Erde. Dort, wo ich seit langem zu Hause bin, gibt es überhaupt keine Straßenbahnen, aber offenbar hat mein Gehirn genügend Erinnerungen, um ausreichend realistische Bilder von solchen Bahnen und ihren Haltestellen zu produzieren. Als die Bahn kam, stieg ich mit meinen schmutzigen Händen ein und suchte in der Bahn nach einer Möglichkeit, meine Hände zu säubern.

An einer Haltestange war ein Gerät befestigt, das sicherlich in einer realen Straßenbahn ein Locher zum Entwerten von Fahrschnipseln gewesen wäre, aber mein Gehirn suchte ja nach einer Gelegenheit, den Schmutz an meinen Händen loszuwerden. Also machte mein Gehirn die Öffnung des Geräts groß genug, dass ich einen Arm hineinstecken konnte. Trotzdem bröselte eine Menge Krümel herunter. Unter der Stange saßen zwei Frauen, vermutlich Mutter und Tochter, in deren Schöße die Dreckklümpchen fielen. Die Frauen waren entrüstet und mir war das Ganze ziemlich peinlich.
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KategorienAlltag, Gehirn & Geist, Philosophie Tags:

Thomas Grüter: Klüger als wir? Auf dem Weg zur Hyperintelligenz

27. Dezember 2011 1 Kommentar

In seinem Buch behandelt Grüter alle Aspekte des Themas „menschliche und künstliche Intelligenz“. Folgerichtig beginnt das Buch mit mehreren Abschnitten, in denen zunächst geklärt werden soll, was menschliche Intelligenz überhaupt ist, wie man sie misst, wo man sie im Körper findet und was sie uns nützt. Es stellt sich heraus, dass es zu keiner dieser Fragen endgültige und abschließende Antworten gibt. Nicht einmal der folgenden Definition von Intelligenz stimmen alle an diesem Thema arbeitenden Wissenschaftler zu:

Am 13. Dezember 1994 veröffentlichten 52 Intelligenzforscher im Wall Street Journal unter dem Titel „Mainstream Science on Intelligence“ eine Stellungnahme zur Intelligenzforschung, die folgende Definition enthält:

„[Intelligenz ist] eine sehr allgemeine geistige Kapazität, die unter anderem die Fähigkeit zum logischen Denken, Planen, Problemlösen, abstrakten Denken, Verstehen von komplexen Ideen, schnellen Lernen und Lernen aus Erfahrung einschließt. Es ist kein reines Bücherwissen, keine akademische Sonderbegabung oder testorientiertes Spezialtraining. Es ist vielmehr eine breite und tiefe Fähigkeit zum Verständnis unserer Umgebung – ‚begreifen‘, ‚einen Sinnzusammenhang verstehen‘ oder ‚herausfinden, was zu tun ist‘.“

Und zur Intelligenzmessung:

„Die so definierte Intelligenz kann gemessen werden, und Intelligenztests messen sie gut. Sie zählen zu den genauesten psychologischen Tests (technisch gesprochen haben sie eine hohe Reliabilität und Validität). Sie messen nicht die Kreativität, den Charakter, die Persönlichkeit oder andere wichtige Unterschiede zwischen einzelnen Menschen und sind dafür auch nicht vorgesehen. Obwohl es unterschiedliche Arten von Intelligenztests gibt, messen doch alle dieselbe Intelligenz.“

Über diese Themen habe ich mir auch seit langem meine eigenen Gedanken gemacht und bin häufig über den Widerspruch gestolpert, dass mein Eindruck eines intelligenten Menschen nicht mit den offiziellen Ergebnissen von IQ-Tests übereinstimmt. (Ich kenne ziemlich viele Menschen, die derartige Tests mit guten Ergebnissen absolviert haben. Einige würde ich nicht als besonders intelligent bezeichnen.) Grüters Buch inspiriert mich dazu, im Folgenden meine eigene „Theorie“ zum Begriff der Intelligenz zu skizzieren.
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Turing-Tests

11. Dezember 2011 Keine Kommentare

In den späten vierzigern und frühen fünfziger Jahren des vorigen Jahrhunderts war man noch der Meinung, dass es sehr bald Computer geben würde, die ähnlich wie Menschen denkfähig sind und ein Bewusstsein entwickeln würden. Da man einem anderen Wesen nicht in dessen eigenes Bewusstsein blicken kann, muss man anhand des äußeren Verhaltens auf ein eventuell vorhandenes Bewusstsein schließen. Der erste Vorschlag eines solchen Tests stammt von Alan Turing und trägt seinen Namen: Turing-Test:

Im Zuge dieses Tests führt ein menschlicher Fragesteller über eine Tastatur und einen Bildschirm ohne Sicht- und Hörkontakt mit zwei ihm unbekannten Gesprächspartnern eine Unterhaltung. Der eine Gesprächspartner ist ein Mensch, der andere eine Maschine. Beide versuchen, den Fragesteller davon zu überzeugen, dass sie denkende Menschen sind. Wenn der Fragesteller nach der intensiven Befragung nicht klar sagen kann, welcher von beiden die Maschine ist, hat die Maschine den Turing-Test bestanden, und es wird der Maschine ein dem Menschen ebenbürtiges Denkvermögen unterstellt.

Joseph Weizenbaum war einer der ersten Kritiker dieses Konzepts und sein Programm Eliza erlangte einige Berühmtheit. Trotz oder vielleicht sogar wegen Weizenbaums Kritik gibt es diese Art des Mensch-Maschine-Vergleichs heute immer noch. In der Geo 9/2011 findet man einen Artikel von Brian Christian, der an einem solchen Wettbewerb teilgenommen und versucht hat, den Loebner-Preis zu gewinnen, und der über seine Beschäftigung mit diesem Thema sogar ein Buch geschrieben hat. Aber eigentlich wollte Brian Christian nicht den Preis für das am ehesten einem Menschen entsprechende Programm gewinnen, den „Most Human Computer Award“, den der Programmierer erhält, sondern den „Most Human Human Award“, also den für den menschlichsten Menschen. Zu den psychologischen Kuriositäten solcher Wettbewerbe gehört nämlich, dass diejenigen, die herausfinden sollen, ob ihnen ein Mensch oder ein Computer antwortet, bestimmte Erwartungen an typisch menschliches und typisch maschinelles Verhalten haben. Darauf haben die Programmierer reagiert:
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KategorienGehirn & Geist, Philosophie, Visionen Tags: