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Archiv für die Kategorie ‘Gedankensplitter’

Leophobie?

17. Januar 2013 Keine Kommentare

In Kurioses zum Jahresbeginn hatte ich vermerkt, dass sich 99% aller Menschen vor Löwen fürchten. Nach reiflichem Nachdenken möchte ich das doch jetzt bezweifeln. Ist es nicht eher so, dass sich die Löwen, weil sie sich vor uns fürchten, hinter Gittern verstecken, oder wenn sie sich einmal nicht vor uns fürchten, durch Klatschen vertrieben werden können? Der Beweis fällt recht leicht: Dort wo niemand klatscht, befinden sich die Löwen hinter Gittern. Dort wo geklatscht wird, gibt es keine Löwen. Zirkus mit Löwen ist Tierquälerei und gilt nicht.

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Eigenschaften nicht existierender Dinge

9. Dezember 2012 1 Kommentar

Bis jetzt hatte ich angenommen, dass nichtexistente Dinge keine Eigenschaften haben können, aber so einfach ist das offensichtlich nicht. Für mich war es z.B. sinnlos, mich über den Widerspruch der drei Eigenschaften „Allmacht“, „Allwissenheit“ und „Allgüte“ aufzuregen, wenn man berechtigterweise annehmen kann, dass derjenige, dem diese Eigenschaften zugeschrieben werden, nicht existiert. In „Hohe Luft“ 1/2013 habe ich jetzt aber in dem Text „Die Energie, die es nicht gibt“, einige interessante Gedanken gefunden.

Die Vorstellung, jede Rede über nicht existierende Dinge sei sinnlos, entspringt der Vorstellung, dass Sprache ihren Sinn durch eine Beziehung zur Außenwelt bekommt: zum Beispiel durch die Beziehung zwischen einem Wort und dem Gegenstand, den es bezeichnet. Oder durch die Beziehung zwischen einem Gedanke im Kopf eines Menschen und einer Tatsache in der Welt. Und für eine Beziehung ist es nun einmal unerlässlich, dass die Dinge existieren, zwischen denen sie besteht. Ich kann fragen, wie weit es noch bis Schloss Neuschwanstein ist. Aber nicht, wie weit es noch bis Schloss Hogwarts ist – der Schule für Zauberei in den Harry-Potter-Romanen.

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Gedankensplitter VII

2. Januar 2012 Keine Kommentare
  1. Wie soll ich wissen, was ich darunter verstehen kann?
  2. Wie soll ich verstehen, was ich darüber wissen kann?
  3. Warum geht es in den beiden ersten Fragen verbal drunter und drüber?
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Gedankensplitter VI

30. Dezember 2011 Keine Kommentare

Ich sehe mir gerade die ersten Folgen einer DVD-Serie „PHILOSOPHIE. Einführung in die Praktische Philosophie“ mit Julian Nida-Rümelin an. Um den Unterschied zwischen Ursachen (von Verhalten) und Gründen (von Handlungen) zu zeigen, konstruiert er folgendes Beispiel:

Ein Neffe beabsichtigt, seine Tante umzubringen, um sich das Erbe vorzeitig zu sichern. Aufgeregt macht er sich mit dem Auto auf den Weg zu ihr. In seiner Aufregung überfährt er die Tante.

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Gedankensplitter V

24. Dezember 2011 Keine Kommentare

Ehe mir die Erinnerung an diesen schönen Gedanken endgültig verloren geht (vor zwei oder drei Tagen tauchte er im Gespräch urplötzlich wieder auf):

Es gibt keine uninteressanten Zahlen.

Der Beweis dieses „mathematischen“ Satzes ist recht leicht:

  1. (Nur) Die ersten M (natürlichen) Zahlen seien interessant.
  2. Dann ist die Zahl M+1 die erste uninteressante Zahl.
  3. Und genau das macht sie interessant.

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Gedankensplitter IV

3. Dezember 2011 15 Kommentare

„Das ewig Unbegreifliche der Welt ist ihre Begreiflichkeit.“ (Albert Einstein)

Ist das nicht eine Formulierung des Anthropischen Prinzips? Wenn die Welt so wäre, dass sie keinen Regel unterworfen wäre, dann gäbe es auch keine Regeln, nach denen Wesen existieren, die diese Regeln erkennen könnten.

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Gedankensplitter III

18. Oktober 2011 4 Kommentare

Ich fahre im leichten Regen bei mäßigem Verkehr 100km/h. Ständig werde ich von Deppen mit 120 überholt (Ein Wahnsinn bei dem Wetter!) und ständig fahre ich auf Deppen auf, die mit 80 dahintuckern (Bei dem Wetter geht locker 100!).

In meiner individuellen Wahrnehmung sind nur Deppen unterwegs, weil ich denen, die wie ich 100 fahren, nie begegne, wobei ich für beide, die 80er und die 120er auch ein Depp bin.

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Gedankensplitter II

2. Oktober 2011 7 Kommentare

Warum haben mehr Menschen Angst davor, alt zu werden, statt davor, dumm zu bleiben?

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Gedankensplitter I

2. Oktober 2011 Keine Kommentare

Ein chinesischer Weiser hatte noch drei Haare, die er sich von seinem Diener jeden Morgen zu einem Zopf flechten ließ. Eines Tages aber blieben dem Diener plötzlich zwei Haare in den Fingern hängen, und verzweifelt fragte er: „Was soll ich jetzt tun? Jetzt hast du nur noch ein einziges Haar.“ Darauf der Weise: „Von nun an werde ich mein Haar offen tragen!“

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