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Archiv für die Kategorie ‘Gedankenfutter’

Soll man einer Theorie oder einem System Existenz zusprechen?

25. Mai 2014 Keine Kommentare

Eine interessante Diskussion hat Metepsilonema in seinem Blog eröffnet: Soll man einer Theorie oder einem System Existenz zusprechen?

Oder einem Gesetz, das die Naturwissenschaft “gefunden” (d.h. beschrieben) hat? Existieren Arten von Tieren? Ist die Evolutionstheorie Realität?

Meine Prämissen sind die folgenden: Eine Welt, die jenseits von erkennenden Subjekten existiert und erkannt werden kann, aber niemals also solche, sondern nur vermittelt über Sinnesorgane oder technische Hilfsmittel, über sprachliche oder mathematische Beschreibung: Alle Erkenntnis* entstammt menschlichen Gehirnen und kann ohne solche (oder ähnliche) nicht weitergegeben oder verstanden werden, sie existiert per se (als Idee) weder materiell noch immateriell (auch nicht im Sinn einer Wechselwirkung) und ist in diesem Sinn schöpferisch, konstruiert und man sollte zwischen Konstrukt und (möglicher) Realität unterscheiden um Irrtümern oder voreiligen Schlüssen zu entgehen.

Die Diskussion erinnert mich auch an einen alten eigenen Text: Zur Realität mathematischer Objekte II.

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Bedingungsloses Grundeinkommen: Idee, Finanzierbarkeit und Auswirkungen

13. Juni 2009 Keine Kommentare

Bei Makulatur findet man den Artikel Bedingungsloses Grundeinkommen: Idee, Finanzierbarkeit und Auswirkungen und eine interessante Diskussion darüber:

Will man ein Vorhaben umsetzen, und damit seine Praxistauglichkeit unter Beweis zu stellen, hat das Konsequenzen, die man zuvor bedenken sollte. In Demokratien ist dafür die parlamentarische und die öffentliche Diskussion zuständig. Sie sollte im Prozess der Meinungsbildung bestimmte Lösungsstrategien aussondern und andere präferieren, über deren Tauglichkeit letztlich in einem Abstimmungsverfahren befunden wird.

Die Idee hinter dem bedingungslosen Grundeinkommen ist ein Rechtsanspruch auf personenbezogene Existenzsicherung, unabhängig davon, ob man einer Erwerbsarbeit nachgeht oder nicht, was ermöglichen soll, sich anderen Tätigkeiten als vornehmlich existenzsichernden zu widmen; Luxus oder über grundlegende Dinge hinausgehende Annehmlichkeiten müssen – je nach Modell bzw. Höhe der Zahlung -, aber wie bisher durch Erwerbsarbeit eingebracht werden – das Muss hängt damit von den persönlichen Ansprüchen ab. Begleitet wird dieser Grundgedanke von der Möglichkeit die Versorgung aller Bürger entwickelter Staaten mit grundlegenden Gütern (weitgehend automatisiert) gewährleisten zu können.