Archiv

Archiv für die Kategorie ‘Frauen’

Caster Semenya

19. August 2016 Keine Kommentare

In einem Fernsehbeitrag von der Olympiade wurde auch über Caster Semenya berichtet. Im Unterschied zum hier verlinkten Wikipediabeitrag, der darüber nichts enthält, wurden im Fernsehen Details über den bei ihr wohl doch vorhandenen Hermaphroditismus gebracht. Semenya hat zwar eine Vagina, jedoch keine Gebärmutter und stattdessen im Körper liegende Hoden. Caster Semenya könnte über 800m aufgrund ihrer Besonderheiten die Goldmedaille gewinnen. Männer und Frauen unterscheiden sich im Mittel deutlich in der körperlichen Leistungsfähigkeit, nicht ohne Grund werden deshalb im Sport die Wettkämpfe nach Männern und Frauen getrennt durchgeführt. (Ob es auch Unterschiede in der geistigen Leistungsfähigkeit gibt, darüber lässt sich trefflich streiten, warum gibt es bei Schachwettkämpfen eine Geschlechtertrennung, wenn dem nicht so ist?)
Mehr…

Walpurgisnacht oder Tag der Arbeit?

30. April 2013 Keine Kommentare

KategorienAlltag, Frauen Tags:

Trau keiner Statistik…

23. April 2013 Keine Kommentare

In den Scienceblogs bin ich über einen interessanten Artikel gestolpert: Unsichtbare Flugverkehrstote? Dort wird auf einen anderen Artikel verwiesen, der die wenigen Toten, die der Flugverkehr verursacht, in Zweifel zieht:

Gerade ist in der Zeitschrift „Das Gesundheitswesen“ ein Artikel von Eberhard Greiser und Gerd Glaeske über die gesundheitlichen Folgen des Fluglärms am Frankfurter Flughafen erschienen. Die Autoren gehen von ca. 23.400 zusätzlichen Krankheitsfällen, 4.300 vorzeitigen Sterbefällen und 1,6 Mrd. Euro Krankheitskosten in den nächsten 10 Jahren aus. Ihre Studie überträgt Ergebnisse, die in einer früheren Untersuchung im Auftrag des Umweltbundesamtes zum Fluglärm am Flughafen Köln gewonnen wurden, auf Frankfurt.

Ich kann weder die Studie noch die Kritik daran fachlich beurteilen, dazu braucht es gute umweltepidemiologische, umweltmedizinische, ingenieurswissenschaftliche und andere Kenntnisse, die ich nicht habe. Aber beunruhigend ist das schon. Gibt es sozusagen „unsichtbare Flugverkehrstote“, über die in der Öffentlichkeit zu wenig bekannt ist? Die Folgen von Schadstoffen, zusätzlichem Straßenverkehr etc. kämen außerdem noch dazu. Aber auch: Müsste man nicht ebenso positive gesundheitliche Effekte eines Flughafenbetriebs, z.B. durch den sozialen und wirtschaftlichen Nutzen in der Region, der bekanntlich gesundheitlichen Nutzen nach sich zieht, gegenrechnen?

Die letzten Sätze sind sehr wichtig. Denn die Alternative zum Flugverkehr ist ja nicht weniger Verkehr insgesamt, sondern mehr Verkehr an anderer Stelle. Auch Auto-, Zug- und Schiffsverkehr verursachen Lärm und Umweltverschmutzung. Und für eine seriöse Rechnung müsste man den Nutzen des Verkehrs gegenrechnen. In vielen Fällen wird das gar nicht möglich sein. Infolgedessen erzeugt eine solche Rechnung, wie sie in dem verlinkten Artikel aufgemacht wurde, vielleicht ein falsches Bild.

Solcherart aus dem Zusammenhang gerissenen Informationen begegnet man überall. Manchmal sind sie direkt falsch, zum Beispiel habe ich heute im Kapitel Anti-Aging in der Wikipedia gelesen:
Mehr…

Testosteron und Lebenserwartung

9. März 2013 Keine Kommentare

Ein schönes praktisches Beispiel, wozu die Beschäftigung mit Argumentationsfehlern gut ist, liefert das Thema „Testosteron und Lebenserwartung“. Gibt man diese beiden Stichworte in Google ein, dann wird man mit einer Vielzahl von Links zugeschüttet. Die erste Gruppe bezieht sich auf eine Studie, die das Leben koreanischer Eunuchen in der Joseon-Dynastie von 1392-1897 untersucht hat:

Die (feministische) TAZ lockert das Thema noch mit einem launigen Bild auf

und untertitelt dieses:

Mit diesen Hoden wird der Zuchtstier sicher nicht besonders alt.

In den angegebenen Artikeln beschränken sich Focus Online, N-TV, Die Welt und T-Online darauf, einen bei allen weitgehend gleichen Text zu publizieren, die TAZ formuliert ihn wenigstens ein bisschen um. Hier die Quintessenz der Artikel:
Mehr…

Die Geschichte der O

9. November 2012 Keine Kommentare


Diese Geschichte der O fortsetzen...

KategorienAlltag, Filme, Frauen Tags:

Tetrachromaten

26. Juni 2012 Keine Kommentare

Seit ein paar Tagen geht die Nachricht um die Welt, dass die britische Wissenschaftlerin Gabriele Jordan endlich eine menschliche Tetrachromatin gefunden hat, hier ein englischsprachiger, hier ein deutschsprachiger Artikel. Mich verblüfft weniger die Nachricht als die Tatsache, dass das eine Neuigkeit sein soll, meiner Meinung nach ist deren Existenz seit vielen Jahren bekannt. 2003 hatte ich davon erfahren und das in einer kleinen Geschichte verarbeitet: Der Goldsensor oder das Geheimnis des vierten Zäpchens.

Es ist keinesfalls selbstverständlich, dass das Farbsehen dreikanalig ist, es gibt Tiere, die nur Schwarzweiß sehen, andere haben zwei Farbkanäle (z.B. Hunde), andere vier. Hier ein netter Artikel aus der „Kinder-Uni“. Tatsächlich haben wohl auch einige (oder alle?) Vögel einen vierten Sensortyp für Ultraviolett – bei einigen Arten, bei denen für uns Männchen und Weibchen gleich aussehen, findet man deutliche Geschlechtsunterschiede, wenn man die Tiere ultraviolett bestrahlt und diese Bilder auswertet.
Mehr…

KategorienEvolution, Frauen, Natur Tags:

„Mars 500“-Crew vor der Rückkehr

3. November 2011 Keine Kommentare

Vor vier Jahren habe ich den folgenden Text geschrieben: Ein Traum.

Ich würde nicht nur simulieren, ich würde auch fliegen wollen. Und ich würde mich für den echten Flug auch bewerben, wenn es ein One-way-Ticket wäre. Wer sich laufend umdreht, stolpert bloß über seine eigenen Beine.

Mehr…

KategorienFrauen Tags:

Fruchtbarkeitsrate

10. August 2011 1 Kommentar

Eine Diskussion startete ziemlich lustig mit

Einige evolutionspsychologisch gepägte Personen glauben, die Weitergabe der eigenen Gene an die nächste Generation sei möglicherweise sinnstiftend. Wer Kinder bekomme, sei erfolgreich und hochwertig, wer keine Kinder bekomme, sei ein Loser und quasi tot.

Meine Kinder haben leider nur 50% meiner Gene, da dummerweise noch so eine komische Frau involviert sein muß. Die Enkel haben dann nur noch 25%.

Nehmen wir mal an, daß man im Durchschnitt mit 25 Jahren Elter wird. Somit gibt es bei optimaler Reproduktion von einem selbst und den eigenen Nachkommen schon nach ca. 175 Jahren nur noch Personen, die weniger als 1% meiner Gene hat, und nach insgesamt 250 Jahren nur noch Personen mit weniger als 1 Promille meiner Gene.

Transferieren diese Genreste noch irgendetwas von meiner individuellen Identität?

Natürlich war das (hoffentlich) nicht ernst gemeint und enthielt sogar einen (wahrscheinlich absichtlich eingebauten) Denkfehler.

Die nächste Antwort begann mit

Morituri te salutant!

Der Disputant hatte hier den unpassenden, aber normalerweise davorstehenden Satz „Ave imperator!“ weggelassen. Mir gefiel diese Diskussion und ich steuerte einen eigenen Denkfehler bei:
Mehr…

KategorienFrauen, Gesellschaft, Logik Tags:

Surprise, surprise

18. März 2011 Keine Kommentare

Mein Fundstück der Woche:


Mehr…

KategorienAlltag, Ethik, Frauen, Videos Tags: ,

Eine Schwangerschaft und zwei Geburten

21. Oktober 2010 1 Kommentar

Einer meiner Kollegen ist Vater geworden. Seiner Frau sah man die Schwangerschaft in der letzten Zeit deutlich an, bereits im siebten Monat fragte man sich besorgt, wie groß das Kind denn noch werden wolle. Es kam dann auch zwei Wochen zu früh, ist aber kerngesund und die Geburt fiel der Erstgebärenden vergleichsweise leicht. Nach dreieinhalb Stunden war das kleine Mädchen da. Inzwischen sind Mutter und Tochter bereits zu Hause, die Frau heult ab und zu, ein typischer Fall von nachgeburtlicher Depression, weil Östrogen und Progesteron heruntergefahren werden. Aber Schlafmangel soll ja gut gegen Depression sein, und den haben mein Kollege und seine Frau jetzt reichlich.

Die zweite Geburt war ungewöhnlicher. Als ein Vater mit seiner offensichtlich sehr aufgewühlten Tochter telefonierte, fragte er sie halb im Scherz: „Es hat wohl geklappt und du bist schwanger?“ Darauf antwortete sie: „Das Kind ist schon da.“ Sie war mit heftigen Unterleibsschmerzen zum Arzt gegangen, nach kurzer Untersuchung stutzte dieser und rief einen Gynäkologen herbei. Gemeinsam machten sie der Frau begreiflich, dass die Wehen bereits eingesetzt hatten. Auch dieses Kind ist gesund.

Weil mir diese Geschichte so unglaublich vorkam, auch wenn der Mann sie mir persönlich erzählt hat und ich die junge Frau kenne, habe ich im Netz gesucht und das Folgende gefunden:

Unbemerkt schwanger bis zur Geburt
Jan Wessel und Ulrich Buscher von der Berliner Humboldt-Universität haben zwischen dem 1.Juli 1995 und dem 30. Juni 1996 alle 19 Geburtskliniken und fünf Hebammenhäuser im Großraum Berlin auf Fälle untersucht, in denen Patientinnen ihre Schwangerschaft nicht bemerkt haben und die Diagnose erst in der 20. Schwangerschaftswoche oder später von einem Arzt gestellt wurde.

Von den 29.462 in diesem Zeitraum gebärenden Berliner Frauen waren sich 62 ihres Zustands bis zur 20. Woche nicht bewusst, 25 von ihnen erfuhren von der bevorstehenden Geburt gar erst im Kreißsaal. Durchschnittlich wird also eine von 475 Schwangerschaften von den Betroffenen bis zuletzt nicht wahrgenommen.

Mehr…

KategorienAlltag, Frauen, Medizin Tags: