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Archiv für die Kategorie ‘Filme’

Philosophie

28. April 2011 Keine Kommentare

In den Sommerferien von der elften zur zwölften Klasse wollte ich Kants „Kritik der reinen Vernunft“ lesen. Das war damals gerade en vogue, wie auch die Schwärmerei für Hermann Hesse. Eine Woche im Garten meiner Eltern wollte ich mir dafür nehmen. Natürlich bin ich mit meinem Vorhaben gescheitert, und selbst wenn ich heute sehr viel mehr von Philosophie weiß, würde ich doch einen solchen Versuch kein zweites Mal unternehmen. Beim Stöbern im Netz bin ich auf eine zehnteilige Serie des Bayrischen Rundfunks gestoßen, „Kant für Anfänger“. Jeder Teil ist reichlich sieben Minuten lang. Der erste Teil:


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Die Päpstin

26. Oktober 2009 Keine Kommentare

Gestern habe ich mir „Die Päpstin“ zusammen mit einem guten Freund angesehen. Normalerweise werde ich in solchen Filmen immer von seiner Frau begleitet, da er mehr auf Action steht. Dieses Mal aber haben ihr wahrscheinlich die Kritiken nicht so gut gefallen, sie wollte sich deshalb die Bilder in ihrem Kopf, die sie sich nach dem Lesen des Buches gemalt hatte, nicht verderben lassen. Ich hatte zuvor zwar die Mäkelei in der Telepolis gelesen, wollte den Film aber trotzdem sehen und fand ihn recht gut.

Immer wenn ich ein solches außerordentlich begabtes Kind sehe und dann die Umstände, unter denen es mehr leidet als lebt, frage ich mich, wie viele Talente in der Menschheitsgeschichte schon vergeudet worden sind. Johannes Johanna Angelicus ist da ein typisches Beispiel und hat bei aller Tragik trotzdem noch Glück, denn sie vollbringt letztendlich ja Außerordentliches. Die Schulszene, in der sie als Mädchen zuerst von einem Beauftragten des Bischofs gelobt und dafür dann von ihren Mitschülern auf Geheiß des Lehrers mit Tinte übergossen wird, tat mir schon fast körperlich weh.
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Ad(o|u)lar

25. Juni 2009 Keine Kommentare

Vor einiger Zeit bin ich bei einem Test über die folgende Frage gestolpert: Welcher Begriff passt nicht in die Gruppe „Koprolith, Adolar, Citrin, Epidot, Karneol“? Ich habe damals „Adolar“ gewählt. Tatsächlich war Adolar aber ein Schreibfehler, es sollte „Adular“ heißen. Dann gilt, dass alle Begriffe Gesteine bezeichnen, nur Koprolith ist versteinerte Sch….

Aber so war es auch nicht schlecht, denn „Adolar“ hat bei mir Kindheitserinnerungen an eine ungarische Zeichentrickserie geweckt. Hier ein paar Folgen:





Teil2, Teil3


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Karl Raimund Popper

1. April 2009 Keine Kommentare

Heute bin ich über die Aufzeichnung einer Sendung mit Karl Popper gestolpert, die im Mai 1990 ausgestrahlt wurde. Zum Zeitpunkt des im Film gezeigten Interviews war Karl Popper 87 Jahre alt.


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Paganinis russisches Testbild vice versa

25. Januar 2009 Keine Kommentare

Die Ehrensenf-Sendung vom Dienstag führt zu diesem schönen Testbild:


Bars & Tones from André Chocron on Vimeo

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Marianne Skarics: Sensibel kompetent – Zart besaitet und erfolgreich im Beruf

14. Dezember 2008 Keine Kommentare

Ein sehr schönes Video einer hochsensiblen Person findet man hier:

Ich musste es mir mehrmals ansehen, weil es vier Informationsebenen miteinander verknüpft, die relativ unabhängig voneinander sind: Bilder, Musik, Sprache, Text. Vielleicht hat es deshalb bei mir so einen intensiven Eindruck erzeugt. (Allerdings stören mich deswegen auch die Schreibfehler besonders, schade.)
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Expeditionen ins Gehirn

12. Dezember 2008 Keine Kommentare

Ich habe im März 2006 nur den Anfang der dreiteiligen Fernsehserie bei Arte gesehen. Die erste Folge beginnt mit Rüdiger Gamm, der im Gegensatz zu den folgenden „Stars“ kein autistischer Savant ist. Jetzt habe ich bei Youtube die vollständige Aufzeichnung aller drei Folgen gefunden.


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Leben wir in einer Matrix?

22. Oktober 2008 1 Kommentar

Der Film Die Matrix hat einige interessante Ideen in ein massentaugliches Format gepresst, aber tatsächlich ist die Frage nach der Realität der Realität uralt, schon lange ein Dauerthema der Philosophie und seit einiger Zeit auch in den Neurowissenschaften en vogue. Nick Bostrom ist der Meinung, dass wir sehr wahrscheinlich in einer Matrix leben und hat diesen Gedanken im letzten Jahr ausführlich in der Telepolis erläutert: Warum eine Matrix bauen?

Das Vorhandensein unnötigen Elends ist eines der schlagendsten Argumente gegen die Ansicht, dass die Welt von einem allmächtigen, allwissenden und gänzlich gütigen Gott erschaffen wurde. Über Jahrhunderte haben Theologen versucht, eine Antwort darauf zu finden – mit sehr fragwürdigem Erfolg. Aber das Problem des Elends ist nur dann ein Problem, wenn man annimmt, dass die Welt von einem allmächtigen und gänzlich gütigen Wesen erschaffen wurde. Geht man hingegen davon aus, dass der Schöpfer nicht gänzlich gütig und möglicherweise noch nicht einmal allmächtig war, wäre es weitaus einfacher, sich mit dem Gedanken anzufreunden, dass unsere Welt mit ihren scheinbar offensichtlichen ethischen Mängeln erschaffen worden ist.
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Nicole Schuster

20. Oktober 2008 Keine Kommentare

Ich habe bei Youtube den Mitschnitt einer Talkshow mit Nicole Schuster gefunden (die Rezension eines Buches, das sie geschrieben hat, findet sich hier). Der erste Teil der Aufzeichnung:


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Der Baader-Meinhof-Komplex

12. Oktober 2008 Keine Kommentare

Ich habe lange gezögert, mir den Film anzusehen, weil ich mich vor der im zuvor gesehenen Kinotrailer gezeigten Gewalt gefürchtet habe, später auf DVD kann man das besser unter Kontrolle behalten. Den Ausschlag trotzdem ins Kino zu gehen, gab eine Talkshow, in der unter anderem als Gäste eingeladen waren: Hans-Jochen Vogel, Stefan Aust, Martina Gedeck, Moritz Bleibtreu und der Sohn von Andreas von Mirbach, der bei der Besetzung der westdeutschen Botschaft in Stockholm 1975 erschossen wurde. Hans-Jochen Vogel war in dieser Talkshow sehr ärgerlich über die Darstellung von Hans Martin Schleyer im Film, den er persönlich gekannt hat, und der am Ende des Films ebenfalls ermordet wird. Auch Herr von Mirbach kritisierte den Film und die Darstellung seines Vaters im Film stark. Martina Gedeck, die im Film die Ulrike Meinhof spielt, Moritz Bleibtreu, im Film Andreas Baader, und Stefan Aust, dessen gleichnamiges Buch die Vorlage bildete, hielten dagegen.

Soweit ich mich noch an das Buch erinnere, das ich kurz nach der Wende gelesen haben muss, hält sich der Film ziemlich stark an die dort gegebene Interpretation. Nur an einigen Stellen wird er ersichtlich fiktional, zum Beispiel wenn Bruno Ganz, der den Horst Herold spielt, mehrfach zu verstehen gibt, dass man den Terrorismus nicht nur durch das physische Ausschalten der Terroristen beseitigen kann. Oder in der Szene gegen Ende des Films, in der Moritz Bleibtreu – Andreas Baader – dem Abgesandten des Staates zu verstehen gibt, dass durch die 1. Generation der RAF die Eskalation der Gewalt nicht mehr aufzuhalten ist, weil alle Vertreter entweder getötet oder verhaftet worden sind, man die Akteure der 2. und 3. Generation gar nicht mehr kennt, und der Staat durch sein unnachgiebiges Verhalten eine beträchtliche Mitschuld trägt.
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