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Archiv für die Kategorie ‘Alltag’

Der weltweit älteste Aquarienfisch ist tot

8. Februar 2017 1 Kommentar

Heute früh war ich sehr traurig, denn Spiegel Online meldete, dass in Chicago der älteste Aquarienfisch der Welt gestorben ist. Aber eigentlich ist er gar nicht selbst gestorben, sondern er wurde gestorben. Sagt man nicht? Okay, er wurde eingeschläfert. Das ist aber auch eine komische Formulierung, denn „Einschlafen“ suggeriert, dass man irgendwann wieder aufwacht.


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Achtsamkeit

20. Oktober 2015 Keine Kommentare

Wege aus dem Stress… Das Thema hat mich bereits hier beschäftigt und wird wohl lange aktuell bleiben. Ein weiterer Artikel über eine Untersuchung an Kindern: Smartphone läuft Fernsehen als Leitmedium Rang ab. Bemerkenswert an dieser Studie ist das Alter der Probanden, 8 bis 14 Jahre. Eine zweite Studie hatte vor allem junge Erwachsene im Fokus: Generation Wisch und Klick. Täglich drei Stunden am Tag sind 17 bis 24Jährige mit dem Smartphone online.

Einen verblüffenden Gedanken habe ich bei Rolf Dobelli in seinem Buch „Die Kunst des klugen Handelns gefunden:

Nehmen Sie die Terroranschläge in Mumbai im Jahr 2008. Terroristen töteten in einem Akt kühler Geltungssucht 200 Menschen. Stellen Sie sich vor, dass eine Milliarde Menschen durchschnittlich eine Stunde ihrer Aufmerksamkeit auf die Tragödie in Mumbai verwendeten: Sie haben die News verfolgt und sich das Geplapper irgendwelcher »Experten« und »Kommentatoren« im Fernsehen angeschaut. Eine durchaus realistische Schätzung, denn Indien allein hat mehr als eine Milliarde Einwohner. Doch rechnen wir konservativ. Eine Milliarde Menschen mal eine Stunde Ablenkung ergibt eine Milliarde Stunden Ablenkung. Umgerechnet: Durch News-Konsum wurden also an die 2.000 Menschenleben vernichtet – zehnmal mehr als durch das Attentat.

Ich glaube zwar nicht, dass so viele Menschen so viel Zeit mit diesem Ereignis verbracht haben, aber hochgerechnet auf alle News stimmt es. An anderer Stelle schreibt Dobelli:

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Retrospektive

3. Juni 2015 Keine Kommentare

Im April 2003 habe ich angefangen im Netz zu schreiben. In der c’t war ein Artikel über ein neues Diskussionsforum namens „Nensch“ erschienen: Link. Der Artikel selbst ist kostenpflichtig, hier eine Leseprobe. (Wahrscheinlich ist es sogar die gesamte Mitteilung, die damals in der c’t stand.) Ich war neugierig, habe dort vorbeigeschaut und mich nach einigen Tagen als Benutzer angemeldet. Nensch war ziemlich ungewöhnlich, die Authentifizierung erfolgte mit dem eigenen Namen und die Betreiber haben das auch kontrolliert – man musste eine Kopie seines Personalausweises hinschicken. Das kann man sich angesichts der heutigen Diskussion über Datenschutz, Anonymität im Netz und der zahlreichen NSA- und BND-Skandale kaum noch vorstellen.

Im Forum gab es zwei Bereiche zur Veröffentlichung eigener Beiträge. In die „Tagebücher“, konnte jeder schreiben, was und wie er wollte. In den anderen Bereichen durften Artikel erst nach einer Abstimmung durch die anderen Teilnehmern erscheinen. Gefiel diesen der Inhalt oder die Form nicht, wurde er abgelehnt. Artikel mit einer besonders guten Bewertung wurden auf der „Titelseite“ veröffentlicht. Die veröffentlichten Artikel waren zudem verschiedenen Rubriken zugeordnet wie „Kultur“, „Gesellschaft“, „Medien“, „Wissenschaft“, usw. Das zeigt ein weiteres Charakteristikum: Eine gewisse Interdisziplinarität. Auch das hat mich damals fasziniert: Einerseits hat man Texte mit literarischem Anspruch lesen können, andererseits wurde über naturwissenschaftliche oder philosophische Themen diskutiert. Die Texte hier in Kwaku Ananse, die zeitlich zwischen 2003 und Mitte 2006 eingeordnet sind, habe ich alle ursprünglich in „Nensch“ veröffentlicht.

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Marc Elsberg: Blackout

30. Mai 2015 Keine Kommentare

In seinem Buch erzählt Marc Elsberg den Ablauf und die Folgen eines weltweiten Stromausfalls, der durch gezieltes Eindringen in die Systeme zur Elektroenergieversorgung und ihre Sabotage hervorgerufen wurde. Bemerkenswert seine Worte im Nachwort des Buchs:

Blackout ist Fiktion. Doch während meiner Arbeit an dem Manuskript wurde meine Fantasie mehrmals von der Realität eingeholt. So sah mein erster Entwurf 2009 eine Manipulation der SCADA-Systeme von Kraftwerken vor. Zu diesem Zeitpunkt hielten selbst Fachkreise diese Möglichkeit für kaum umsetzbar oder gänzlich abwegig — bis 2010 Stuxnet entdeckt wurde. Ähnlich war es mit der Gefahr, die von den Notkühlsystemen der Kernkraftwerke ausgeht – bis zur Katastrophe in Fukushima.

Wenn man über die Frage nachdenkt, was den in unserer Gesellschaft ohne Strom noch funktioniert, dann wird man wirklich nachdenklich.

Tatsache ist, dass es eine Broschüre des Innenministeriums gibt, in der empfohlen wird, ein batteriebetriebenes Radio zu Hause zu haben. Aber wer von Ihnen hat so etwas? Und wenn, wer besitzt auch die notwendigen Batterien? Wir haben uns an eine Welt gewöhnt, die mit Fernsehen, Internet und Mobiltelefonen funktioniert. Einige von Ihnen besitzen vielleicht gar keine Festnetzanschlüsse menr. Würde aber auch nichts helfen, denn die Notstromreserven der Ortsvermittlungsstellen betragen zwischen fünfzehn Minuten und acht Stunden. Auch die Mobilfunknetze sind tot. Selbst wenn sie in Betrieb wären, sind die Akkus der Mobiltelefone inzwischen leer, weil man sie nirgends mehr aufladen kann. Das Internet ist für den Durchschnittsbürger so gut wie nicht mehr nutzbar – und wenn, nur für jene, deren Computer noch mit Elektrizität versorgt werden. Dasselbe gilt für Fernsehen und Radio.

Ohne Stromversorgung funktioniert praktisch nichts mehr. Die üblichen Heizungen in Wohnhäusern pumpen elektrisch, die Trinkwasserversorgung benötigt elektrischen Strom (damit gehen auch die Sanitäranlagen in Privatwohnungen ohne Strom nicht). Man kann nicht tanken, denn auch Benzin- und Diesel an den Tankstellen wird elektrisch aus den unterirdischen Tanks gefördert. Industrieanlagen benötigen ebenfalls elektrischen Strom. Elsberg hat im Nachwort Fukushima angesprochen. Tatsache ist, dass Atomkraftwerke, wenn sie wegen einer Havarie keinen Strom mehr produzieren, selbst auf eine ununterbrochene Stromzufuhr angewiesen sind, um die Kühlung aufrecht zu erhalten.

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Slim Belly und Finyo

28. Mai 2015 Keine Kommentare

Es gibt viele Gründe in ein Fitnessstudio zu gehen, die Unzufriedenheit mit dem eigenen Aussehen und Körpergewicht ist sicher ein ganz wesentlicher. Ist man dann längere Zeit Mitglied, verliert man vielleicht die Lust an den immer gleichen Geräten und Übungen und meldet sich wieder ab. Die Studiobetreiber sehen das natürlich nicht gern und da viele in der Branche auch ihr Geld verdienen wollen, muss deshalb von Zeit zu Zeit eine neue Sau durchs Dorf getrieben werden. Den Muskeln aber ist es egal, ob ihr Besitzer Pilates oder Bodyworkout oder Bauch-Beine-Po oder irgendetwas anderes macht.

Vor kurzem war „Slim Belly“ der allerneueste Schrei: Man bekommt einen Gürtel umgebunden, in den mit einer elektrischen Pumpe abwechselnd Luft eingeblasen und wieder ausgelassen wird. Damit betreibt man Ausdauersport, auf dem Laufband, einem Crosstrainer oder dem Fahrradergometer. Dazu gibt es eine Ernährungsberatung. Wenn man Sport treibt und weniger isst als vorher, dann fällt natürlich das Gewicht. Aber der Zusatznutzen des Gürtels soll ein „gezieltes Abnehmen an den Problemzonen sein“. Inzwischen gibt es wohl auch eine Drucklufthose im Portfolio der Betreiber, weil viele Frauen mit ihrem dicken Po unzufrieden sind.

„Gezieltes Abnehmen an den Problemzonen“, wie soll das funktionieren? Der Gürtel übt gewiss eine leichte Massage aus und dort wo er am Körper anliegt, ist es auch wärmer als am Rest des Körpers. Reicht das für einen messbaren Effekt aus? Googeln nach „Slim Belly“ liefert natürlich als erstes eine Unmenge von Links der Anbieter und von begeisterten Teilnehmern. Der erste vernünftige Link nach all den Jubelmeldungen ist „Schlank in 14 Tagen“ mit Skepsis betrachtet. Das Motto dieses Blogs findet man gleich oben rechts: „Ein Weblogbuch über sonderbare Nachrichten und alltäglichen Statistikplunder“. In dem Artikel wird auf eine Studie verlinkt, in der der SB-Gürtel einem Vergleich unterzogen worden ist: ABC-one Studie 2010 – Regionale Fettverbrennung.

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Menschen und Maschinen

2. Mai 2015 1 Kommentar

Den Zeitgeist lass‘ getrost geschehen
und die Erkenntnis in Dir reifen:
Du brauchst nicht mit der Zeit zu gehen
es ist nur klug, sie zu begreifen.

(Liedtext von Schillers „Zeitgeist“)

Ein sehr guter Freund hat seinen Geburtstag im Ausland gefeiert. Ich habe ihm eine SMS geschickt, um ihm wenigstens so zu gratulieren. Eine Antwort habe ich nicht erwartet, denn er steht Handys ganz allgemein recht reserviert gegenüber. Am Tag seiner vermuteten Rückkehr rief ich in seiner Firma an. Das Telefon läutete, aber er nahm nicht ab. Auch Abends zu Hause meldete sich niemand. Auch am zweiten Tag nicht. Ich probierte es bei seiner Frau im Büro, dto. Erst Tage später stellte sich heraus, dass die beiden einfach länger im Urlaub waren, als ich es gedacht hatte. Aber da hatte ich mir schon Sorgen gemacht.

In den achtziger Jahren bin ich oft wochenlang im Gebirge gewandert. Am längsten vor über zwanzig Jahren, als ich sieben Wochen in Ecuador unterwegs war. Von dort habe ich eine einzige Postkarte nach Hause geschickt. Niemand daheim wusste, wann ich in diesen Wochen wo genau war. Ein Schlüsselerlebnis hatte ich, als in zwei aufeinanderfolgenden Jahren die Eltern eines Bekannten starben, während er im Urlaub war. Seine Verwandten wussten nicht, wie sie ihn erreichen konnten, wir telefonierten ihm hinterher. Seitdem melde ich mich im Urlaub täglich oder wenigstens bei jedem Ortswechsel zu Hause und gebe auch an, wie ich zu erreichen bin.

Auch die Anschaffung meines ersten Handys geht auf so ein einschneidendes Ereignis zurück. Ich war mit dem Mountainbike unterwegs und hatte mitten im Wald einen Platten. Werkzeug hatte ich natürlich keins mit. Volle drei Stunden habe ich das Bike nach Hause schieben müssen. Mit einem Handy hätte ich einfach einen Bekannten mit dem Auto an eine gut erreichbare Stelle gelotst und das Problem wäre erledigt gewesen.

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Elektronische vs. gedruckte Bücher

3. April 2015 Keine Kommentare

In den letzten Tagen habe ich zwei Artikel gelesen, in denen das Leseverhalten in eBooks mit dem gedruckter Bücher verglichen wird. Der eine der beiden war „Lesen unter Beobachtung“ in „Bild der Wissenschaft“ 8/2014, der zweite „Die Vorzüge des Blätterns“ in „Gehirn und Geist“ 7/2014.

In dem ersten Artikel „Lesen unter Beobachtung“ wird am Anfang festgestellt, dass die verschiedenen Studien, die beide Leseformen miteinander vergleichen, zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen. Neu für mich:

Einen verblüffenden Effekt fanden Forscher um Monique Janneck von der Fachhochschule Lübeck: Sie entdeckten, dass Menschen zwar auf einigen elektronischen Geräten effizienter als auf Papier lesen, diesen Vorzug aber nicht erkennen. Nach einer Woche Schmökern mit Büchern, E-Readern oder Tablet-Computern erklärte die Mehrheit der Testpersonen, am liebsten gedruckte Bücher zu lesen und Inhalte daraus auch schneller aufzunehmen. Doch damit lagen sie falsch: „Unabhängig vom persönlichen Lesetempo lasen alle Testpersonen auf dem E-Reader am schnellsten“, stellten die Forscher fest. Das gedruckte Buch bildete das Schlusslicht.

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Menschen und Maschinen

27. März 2015 3 Kommentare

Natürlich haben wir im Kollegen- und Bekanntenkreis über den Flugzeugabsturz in den französischen Bergen diskutiert. Die erste Vermutung über die Absturzursache war technisches Versagen. Die Reaktion meiner Bekannten war: „Es muss doch möglich sein, dass man den Bordcomputer ausschaltet und der Pilot das Flugzeug manuell sicher landet.“ Dann wurde gemeldet, dass wahrscheinlich der Co-Pilot den Absturz absichtlich herbeigeführt hat. Jetzt kam die gegenteilige Reaktion: „Warum sollte der Bordcomputer den Piloten die Möglichkeiten zum Eingreifen nicht entziehen dürfen? Der Computer könnte doch dann das Flugzeug sicher nach unten bringen.“

Auf meine Einwände, dass man hier jeweils das genau Entgegengesetzte fordert, wurde geantwortet: „Dann muss man eben vom Boden aus das Flugzeug übernehmen.“ Auch das ginge sicherlich, hier fiel mir aber sofort Stuxnet ein, der Computervirus, der vor einiger Zeit automatisch und von außerhalb die Kontrolle über iranische Atomanlagen übernommen hat. Man kann endlos Fälle konstruieren, die von den heutigen Vorschriften und Gepflogenheiten nicht erfasst werden und findet sicher für jeden Einzelfall eine spezielle Lösung – hinterher.
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Chile: Santiago

21. Februar 2015 7 Kommentare

Wenn man von Deutschland nach Chile möchte, dann ist man lange unterwegs, wir haben für die Hin- und Rückreise jeweils über 26 Stunden benötigt. Die meisten (lateinamerikanischen) Fluggesellschaften nutzen Madrid als Drehkreuz, die Hauptstadt ihres ehemaligen Kolonialreichs. Man startet meist in Frankfurt, hat eine Zwischenlandung in Madrid und kommt übernächtigt in Santiago an. Im deutschen Winter, dem chilenischen Sommer, beträgt der Zeitunterschied vier Stunden. Wenn man von Santiago aus um zwölf Uhr mittags anruft, klingelt das Telefon in Deutschland um vier Uhr nachmittags.

Offiziell leben in Santiago de Chile etwa fünfeinhalb Millionen Menschen, rechnet man das Umland und die Schwierigkeiten einer Zählung hinzu, werden es wohl eher gegen sieben Millionen sein. Da Chile selbst etwa 17,5 Millionen Einwohner hat, heißt das, dass knapp 40% aller Menschen Chiles in einer einzigen Stadt konzentriert und dass viele andere Landesteile sehr dünn besiedelt sind.

Moderne Großstädte sehen irgendwie alle gleich aus, einen Eindruck davon vermittelt vielleicht dieses Luftbild aus der Wikipedia:

Als Tourist interessiert einen in solchen Städten denn auch mehr der historische Stadtkern. Im Unterschied zu anderen lateinamerikanischen Großstädten ist in Santiago weniger spanisches Erbe zu sehen. Mit viel chilenischer Geschichte beladen ist der Palast La Moneda. Ursprünglich als Münzprägeanstalt gebaut, diente er viele Jahre als Präsidentenpalast. Im Artikel über die Geschichte Chiles beginnt hier der Abschnitt, der sich mit der Präsidentschaft Salvador Allendes beschäftigt, die letztlich mit dem Militärputsch unter Leitung von Augusto Pinochet beendet wurde. Man hat den Palast damals auch mit Flugzeugen angegriffen und bombardiert, worüber es mehrere Film- und Fotodokumentationen gibt. Ein heutiges Bild der Moneda:

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Blödkäppchen und der Wolf

14. November 2014 Keine Kommentare

Es war einmal vor langer Zeit an einem schönen, sonnigen Tag, als der Jäger mit seiner Frau in den Wald fuhr. Ihren Wagen ließen sie hinter der Kurve auf dem Weg stehen, dann gingen die beiden zu Fuß weiter, um Beeren zu sammeln. Kurze Zeit später kam Blödkäppchen mit ihrer Freundin angebraust. Blödkäppchen war recht zügig unterwegs, vielleicht wollte sie ihrer Großmutter frisches Obst bringen, vielleicht aber war sie auch einfach zu einer Party unterwegs. Weil sie eigentlich zu schnell fuhr und es erst spät sah, wäre sie fast in das Auto des Jägers hineingekracht. Sie bremste und wartete ein Weilchen auf den Jäger, dann wurde sie ungeduldig – „Wieso muss ich denn hier stehen?“ – und setzte zum Vorbeifahren an. Weil sie sich nicht besonders geschickt anstellte, rammte sie das auf dem Weg stehende Auto. Benommen stiegen Blödkäppchen und ihre Freundin aus. Durch den Lärm alarmiert, eilten auch der Jäger und seine Frau herbei.

Blödkäppchen entschuldigte sich wortreich beim Jäger und seiner Frau. Der Jäger tröstete sie: „Fräulein Blödkäppchen, das ist doch nicht so schlimm, als Fahranfänger hatte ich vor vielen Jahren auch mal einen Unfall. Doch hier und heute ist niemand zu Schaden gekommen. Wir lassen die beiden Wagen reparieren und alles wird wieder gut.“ Blödkäppchen war sehr erleichtert, sie setzte sich wieder ans Steuer, fuhr etwas zurück, lenkte jetzt etwas geschickter und düste davon. Hinter ihr blieb nur eine große Staubwolke über dem Weg stehen. Der Jäger und seine Frau blickten den beiden Mädchen nach, die Frau des Jägers zweifelte: „Besonders viel scheint Blödkäppchen ja nicht aus ihrem Fehler gelernt zu haben.“
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