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Archiv für April, 2015

Chile: Grey-Gletscher

28. April 2015 Keine Kommentare

Die folgende Karte ist auch ein Nachtrag zum vorigen Tag, einer Ganztageswanderung durch den Nationalpark „Torres del Paine“ zum Aussichtspunkt „Mirador las Torres“ (auf der Karte mit „2“ gekennzeichnet). Vor dieser Wanderung hatten wir in der Hosteria las Torres übernachtet (auf der Karte: „1“). Dort hatte man recht saftige Preise mit 70 Euro für ein Bett in einem Sechsbettzimmer und 30 Euro für ein Abendbrot, dessen kulinarischer Höhepunkt aus einem halben Pfirsisch aus der Dose bestand. Die Betreiber können diese Mondpreise fordern, weil sie in diesem Teil des Nationalparks keine Konkurrenz haben, ihnen gehören in der Nachbarschaft alle Hotels, Hosterias und Zeltplätze.

Unser Unterkunft für die nächsten zwei Übernachtungen war komfortabler und preiswerter (auf der Karte mit „3“ gekennzeichnet), siehe unten. Auf der weiten Fläche um den Rio Serrano gibt es einige Hotels und kleinere Ferienunterkünfte. Von hier startete unser Ausflug zum Grey-Gletscher (auf der Karte die Nummer „4“).

Den Gletscher erreicht man am besten mit dem Schiff. Unsere Reiseleiterin hatte sich für einen Termin am frühen Morgen bemüht, da ist das Wasser ruhiger, es weht weniger Wind und die Sicht ist besser. Aber es ist zu Sonnenaufgang und in der Nähe des Gletschers noch eiskalt.

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Paradoxa

24. April 2015 2 Kommentare

Florian Freistetter hat in seinem Blog Astrodicitum Simplex in den ersten drei Aprilwochen eine Reihe von Beiträgen über verschiedene Paradoxa veröffentlich. Viele von ihnen kannte ich schon, aber seine Texte waren für mich Anlass, über einige neu nachzudenken. Interessant war für mich zum Beispiel das Paradoxon der unerwarteten Hinrichtung. So steht es zumindest in der Wikipedia. Es tut dem Paradoxon aber keinen Abbruch, wenn man es auf ein harmloseres Beispiel überträgt:

Eine Lehrerin kündigt ihrer Klasse an, dass in der folgenden Woche eine Klassenarbeit kommen wird. Sie sagt den Schülern, dass die Arbeit überraschend an einem beliebigen Tag der Woche geschrieben werden wird.

Die Schüler überlegen sich, dass die Arbeit wohl kaum am Freitag stattfinden kann. Denn dann wüssten sie ja am Freitagmorgen definitiv Bescheid, dass sie an diesem Tag stattfindet und es wäre keine Überraschung mehr. Genau mit der gleichen Logik können sie aber dann den Donnerstag ausschließen, denn wenn die Arbeit am Freitag nicht unerwartet stattfinden kann, wäre der Donnerstag der letzte mögliche Tag usw. Sie kommen deshalb zu dem Schluss, dass in der folgenden Woche überhaupt keine Arbeit geschrieben werden kann.

Es gibt einige Ideen, die bei der Auflösung von Paradoxa verwendet werden können:

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Chile: Torres del Paine

19. April 2015 Keine Kommentare

Patagonien ist der südlichste Teil von Südamerika, zwei Länder teilen sich diese Landspitze an der Küste des Antarktischen Ozeans, der Amerika von der Antarktis trennt. Wie das Bild zeigt, erinnert die Landschaft an die Tundra im Norden von Eurasien, wobei es in Patagonien auch einige hohe Bergmassive gibt. Sehr bekannt ist z.B. der Fitz Roy im Nationalpark Los Glaciares in Argentinien. Das chilenische Pendant sind die Torres del Paine, die im gleichnamigen Nationalpark liegen.

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Chile: Die Insel Chiloé

7. April 2015 Keine Kommentare

Chiloé ist mit 9322 km2 die zweitgrößte Insel Chiles, nur Feuerland ist noch größer. (Zum Vergleich: Rügen ist 926 km2 groß.) Es wird vermutet, dass hier die ursprüngliche Heimat der Kartoffel liegt. Verblüfft hat mich auch, dass die Panamericana über die Insel verläuft. Autofahrer müssen so zweimal die Fähre benutzen, wenn sie diese Straße von oder nach Patagonien benutzen wollen.


Kirche in Chacao


Kirche in Castro


Kirche in der Nähe von Caulin (siehe unten)

Chiloé ist berühmt wegen seiner über 150 Holzkirchen, die im Jahr 2000 in das Weltkulturerbe aufgenommen worden sind. Hier noch ein Link zu einer Bildersammlung dieser Kirchen. In Ancud gibt es ein Museum, in dem einige Ausstellungstücke zu diesen Holzkirchen zusammengetragen worden sind.

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Elektronische vs. gedruckte Bücher

3. April 2015 Keine Kommentare

In den letzten Tagen habe ich zwei Artikel gelesen, in denen das Leseverhalten in eBooks mit dem gedruckter Bücher verglichen wird. Der eine der beiden war „Lesen unter Beobachtung“ in „Bild der Wissenschaft“ 8/2014, der zweite „Die Vorzüge des Blätterns“ in „Gehirn und Geist“ 7/2014.

In dem ersten Artikel „Lesen unter Beobachtung“ wird am Anfang festgestellt, dass die verschiedenen Studien, die beide Leseformen miteinander vergleichen, zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen. Neu für mich:

Einen verblüffenden Effekt fanden Forscher um Monique Janneck von der Fachhochschule Lübeck: Sie entdeckten, dass Menschen zwar auf einigen elektronischen Geräten effizienter als auf Papier lesen, diesen Vorzug aber nicht erkennen. Nach einer Woche Schmökern mit Büchern, E-Readern oder Tablet-Computern erklärte die Mehrheit der Testpersonen, am liebsten gedruckte Bücher zu lesen und Inhalte daraus auch schneller aufzunehmen. Doch damit lagen sie falsch: „Unabhängig vom persönlichen Lesetempo lasen alle Testpersonen auf dem E-Reader am schnellsten“, stellten die Forscher fest. Das gedruckte Buch bildete das Schlusslicht.

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