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Archiv für Dezember, 2013

Weltseele

29. Dezember 2013 Keine Kommentare

In einem Diskussionsforum begründete vor kurzem jemand seine Ablehnung, Kinder zu haben, mit der folgenden Statistik:

  1. Kinder: 50%
  2. Enkel: 25%
  3. Urenkel: 12,5%

Gemeint war damit der Prozentsatz der eigenen Gene, der in der jeweiligen Generation noch zu finden sein wird. Mir war nicht ganz klar, ob der Betreffende das ernst gemeint hat. Aber jedenfalls fiel mir recht schnell ein Gegenargument ein: Bei etwa konstanter Bevölkerungszahl hat jeder ungefähr 2 Kinder, 4 Enkel, 8 Urenkel, usw. Multipliziert man diese Personenzahl mit der jeweiligen Wahrscheinlichkeit, kommt im Mittel genau „1“ heraus. Im statistischen Mittel verschwinden also die eigenen Gene nicht mit den nachfolgenden Generationen, sie verteilen sich bloß auf eine immer größere Zahl von Personen.
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Douglas Adams: Universum

25. Dezember 2013 1 Kommentar

Es gibt eine Theorie, die besagt, wenn jemals irgendwer genau herausfindet, wozu das Universum da ist und warum es existiert, dann verschwindet es auf der Stelle und wird durch etwas noch Bizarreres und Unbegreiflicheres ersetzt. Es gibt eine andere Theorie, nach der das schon passiert ist.

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Jörg Starkmuth: Die Entstehung der Realität

23. Dezember 2013 2 Kommentare

Manchmal vergehen Jahre zwischen dem Zeitpunkt, an dem man ein Buch kauft, und dem, an dem man es liest. Und häufig kann ich mich dann nicht mehr daran erinnern, wo ich das Buch erworben habe und warum. Starkmuths Buch ist so ein Fall. Nach dem Lesen weiß ich, dass ich es sicher nicht aufgrund einer Empfehlung aus einem Wissenschaftsmagazin gekauft habe, vermutlich war es eine Spontanentscheidung, als ich irgendwann, irgendwo ein bisschen Zeit übrig hatte und in der nächstbesten Buchhandlung gelandet bin. Wahrscheinlich habe ich etwas im Buch geblättert und die ersten Seiten sprachen mich an.

„Hätte ich keinen Namen für das, was ist, wäre ich umgeben von Wundern.“

Diese Worte notierte ich im Sommer 2001, inspiriert von einer Wanderung auf dem Odilienberg im Elsass, einem der bedeutendsten Heiligtümer der alten keltischen Kultur in Mitteleuropa. Das Bewusstsein, von den Relikten und Energien dieser uralten Vergangenheit umgeben zu sein, verstärkte noch den Eindruck des Magischen, der die Bilder von moosbewachsenen Felsen und üppigem Grün begleitete.

Das ist doch eine interessante Beobachtung, zu der in der Einleitung weitere Facetten hinzugefügt werden, z.B.:
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Vom guten Umgang mit dem Tod

15. Dezember 2013 Keine Kommentare

Im Editorial von Geo Wissen 51 „Vom guten Umgang mit dem Tod“ findet man den folgenden Absatz:

Die eigene Einstellung zu Leben und Tod kann auch der Kontakt mit einem sterbenden Menschen verändern. Diese Erfahrung machte die Australierin Bronnie Ware, die acht Jahre lang Schwerstkranke pflegte. „Erst die Sterbenden haben mir gezeigt, wie ich leben sollte“, sagte sie. Und notierte die fünf am häufigsten unerfüllt gebliebenen Wünsche ihrer Ex-Patienten:

  • Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, weniger nach den Bedürfnissen anderer zu leben.
  • Ich wünschte, ich hätte nicht so viel gearbeitet.
  • Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, meine Gefühle stärker auszudrücken.
  • Ich wünschte, ich hätte mich besser um meine Freunde gekümmert.
  • Ich wünschte, ich hätte mir erlaubt, das Leben mehr zu genießen.

Die meisten werden jetzt nicken, seufzen – und ihre beim Lesen gefassten guten Vorsätze bald wieder vergessen. Mir fiel ein Buch ein, das ich vor kurzem gelesen habe, Die Kunst des klaren Denkens. Dort wird der Satz, „Genieße jeden Tag, als wäre es dein letzter“, kritisch hinterfragt:
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Indien: Ende

13. Dezember 2013 Keine Kommentare

Am Ende wird alles gut. Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende.

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Eugen Ruge: Reisen

5. Dezember 2013 Keine Kommentare

Da ich gerade aus China komme: Laotse sagt, wer das Tao hat, kann gehen, wohin er will. Anders gesagt, er kann auch zu Hause bleiben. Aber möglicherweise muss man auf Reisen gehen, um das zu erfahren.

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Japaner entging Leben im Überfluss

2. Dezember 2013 Keine Kommentare

Einen schönen Beleg dafür, dass die Artikel in deutschen Sätzen nicht überflüssig sind, liefert der Satz „Japaner entging Leben im Überfluss“. Ich hatte diesen Satz als „Der Japaner entging einem Leben im Überfluss“ gelesen, in diesem Artikel war aber eigentlich die Nachricht „Dem Japaner entging ein Leben im Überfluss“ gemeint.

In Japan sorgt das Schicksal eines Mannes für Aufsehen, der kurz nach seiner Geburt vor 60 Jahren vertauscht wurde und dadurch statt in einer wohlhabenden Familie bei einer armen Witwe aufwuchs. „Ich hätte ein anderes Leben haben können“, sagte der Mann, dessen Identität nicht bekanntgegeben wurde, am Mittwochabend (Ortszeit) in Tokio vor zahlreichen Medienvertretern.
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