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Archiv für April, 2013

Walpurgisnacht oder Tag der Arbeit?

30. April 2013 Keine Kommentare

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DNA als Speicher

28. April 2013 Keine Kommentare

Wenn man die Aprilausgabe einer Zeitschrift liest, muss man immer gegenwärtig sein, einem Aprilscherz aufzusitzen. Im Fall des Artikels „Datenspeicher für die Ewigkeit“ in „Spektrum der Wissenschaft“ 4/2013 war ich mir aber sicher, dass er kein Scherz ist. Sucht man im Netz nach „DNA als Speicher“, wird man mit einer ganzen Reihe von Artikeln überschwemmt, die alle über ähnliche Experimente berichten.

Schon lange ist ja bekannt, dass DNA in Lebewesen zur Kodierung des Aufbaus von Proteinen dient. In der Wikipedia kann man zum Aufbau der DNA u.a. lesen:

Die Desoxyribonukleinsäure ist ein langes Kettenmolekül (Polymer) aus vielen Bausteinen, die man Desoxyribonukleotide oder kurz Nukleotide nennt. Jedes Nukleotid hat drei Bestandteile: Phosphorsäure bzw. Phosphat, den Zucker Desoxyribose sowie eine heterozyklische Nukleobase oder kurz Base. Die Desoxyribose- und Phosphorsäure-Untereinheiten sind bei jedem Nukleotid gleich. Sie bilden das Rückgrat des Moleküls. Einheiten aus Base und Zucker (ohne Phosphat) werden als Nukleoside bezeichnet.

Bei der Base kann es sich um ein Purin, nämlich Adenin (A) oder Guanin (G), oder um ein Pyrimidin, nämlich Thymin (T) oder Cytosin (C), handeln. Da sich die vier verschiedenen Nukleotide nur durch ihre Base unterscheiden, werden die Abkürzungen A, G, T und C auch für die entsprechenden Nukleotide verwendet.

Die allbekannte Doppelhelix der DNA entsteht, weil sich jeweils zwei gegenüberliegende Nukleotide eines der beiden Doppelhelix-Einzelstränge miteinander verbinden:
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Steuerflüchtige

25. April 2013 Keine Kommentare

Über die aktuelle Causa kann man nicht mehr schreiben, als irgendwo im Netz nicht schon zu lesen ist. Spannend wird lediglich noch sein, wie weit der Betreffende sich da herausmogeln kann und wie weit ihm die Amigos helfen können. Es gibt ja sowohl Freunde als auch Feinde. Zwei Sachverhalte sollte man dabei im Auge behalten:

  1. Das deutsche Strafrecht schreibt ab einer bestimmten Schadenshöhe eine Gefängnisstrafe einer Mindestlänge zwingend vor.
  2. Ebenso ist ab ab einer gewissen Dauer dieser Strafe ihre Umwandlung in eine Bewährungsstrafe nicht mehr möglich. Siehe die Verurteilung des Vaters von Steffi Graf.

Aber ich habe zwei lustige Grafiken im Netz gefunden:

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Trau keiner Statistik…

23. April 2013 Keine Kommentare

In den Scienceblogs bin ich über einen interessanten Artikel gestolpert: Unsichtbare Flugverkehrstote? Dort wird auf einen anderen Artikel verwiesen, der die wenigen Toten, die der Flugverkehr verursacht, in Zweifel zieht:

Gerade ist in der Zeitschrift „Das Gesundheitswesen“ ein Artikel von Eberhard Greiser und Gerd Glaeske über die gesundheitlichen Folgen des Fluglärms am Frankfurter Flughafen erschienen. Die Autoren gehen von ca. 23.400 zusätzlichen Krankheitsfällen, 4.300 vorzeitigen Sterbefällen und 1,6 Mrd. Euro Krankheitskosten in den nächsten 10 Jahren aus. Ihre Studie überträgt Ergebnisse, die in einer früheren Untersuchung im Auftrag des Umweltbundesamtes zum Fluglärm am Flughafen Köln gewonnen wurden, auf Frankfurt.

Ich kann weder die Studie noch die Kritik daran fachlich beurteilen, dazu braucht es gute umweltepidemiologische, umweltmedizinische, ingenieurswissenschaftliche und andere Kenntnisse, die ich nicht habe. Aber beunruhigend ist das schon. Gibt es sozusagen „unsichtbare Flugverkehrstote“, über die in der Öffentlichkeit zu wenig bekannt ist? Die Folgen von Schadstoffen, zusätzlichem Straßenverkehr etc. kämen außerdem noch dazu. Aber auch: Müsste man nicht ebenso positive gesundheitliche Effekte eines Flughafenbetriebs, z.B. durch den sozialen und wirtschaftlichen Nutzen in der Region, der bekanntlich gesundheitlichen Nutzen nach sich zieht, gegenrechnen?

Die letzten Sätze sind sehr wichtig. Denn die Alternative zum Flugverkehr ist ja nicht weniger Verkehr insgesamt, sondern mehr Verkehr an anderer Stelle. Auch Auto-, Zug- und Schiffsverkehr verursachen Lärm und Umweltverschmutzung. Und für eine seriöse Rechnung müsste man den Nutzen des Verkehrs gegenrechnen. In vielen Fällen wird das gar nicht möglich sein. Infolgedessen erzeugt eine solche Rechnung, wie sie in dem verlinkten Artikel aufgemacht wurde, vielleicht ein falsches Bild.

Solcherart aus dem Zusammenhang gerissenen Informationen begegnet man überall. Manchmal sind sie direkt falsch, zum Beispiel habe ich heute im Kapitel Anti-Aging in der Wikipedia gelesen:
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Angriffe auf WordPress

16. April 2013 14 Kommentare

Gestern habe ich diesen Artikel gelesen: Attacken gegen WP-Installationen. Danach habe ich sofort das Plugin Limit login attempts installiert, mein Passwort geändert – und siehe da: Am Abend bekam ich die folgende Mail:

[Kwaku Ananse] Zu viele ungültige Anmeldeversuche

4 ungültige Anmeldeversuche (1 Sperrung(en)) von IP: 109.71.8.251
Letzter Anmeldeversuch erfolgte mit dem Benutzernamen: admin
IP wurde gesperrt für 20 Minuten.

Danach war offenbar Ruhe… Gaube ich… Hoffe ich…

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Spam im Blog

14. April 2013 3 Kommentare

Wenn man ein Weblog betreibt, möchte man von anderen gelesen werden und auch den einen oder anderen Kommentar haben. Um im Netz gefunden zu werden, gibt es verschiedene Möglichkeiten, die gerade für WordPress an verschiedenen Stellen im Netz gut beschrieben sind. Aber auch wenn man gar nichts tut, finden einen die Suchmaschinen irgendwann, z.B. weil man über den Bloghoster oder über die WordPress-Installation selbst verlinkt wird. Und mit den „Guten“ kommen dann immer auch die „Bösen“, deren Kommentare sinnlos sind oder die ihre eigenen Ziele verfolgen. Spam ist nicht nur ein leidiges Thema im eigenen Postfach, sondern auch im Blog.

Für WordPress gibt es eine Vielzahl von Plugins, mit denen man versuchen kann, der Spam-Flut Herr zu werden. Die Standardlösung einer jeden WordPressinstallation ist Akismet, der viele (und auch ich) nicht über den Weg trauen, weil sie eine Anmeldung erfordert, IP-Adressen mitgeloggt werden und die Server in den USA stehen.

Lange Zeit habe ich eine Captcha-Eingabe verwendet. Bei Captchas sollen meistens Zeichen in einem Bild erkannt und diese Zeichen in einem Textfeld eingegeben werden. Wenn man so will, sind Captchas eine Art Turing-Test – die Menschen sollen die Bildchen entschlüsseln können, die automatischen Spam-Bots nicht. Da ein Wettrüsten zwischen den Spammern und ihren Gegnern stattfindet, werden die Suchbildchen immer schwieriger zu erkennen. Auf vielen Webseiten nerven einen diese Captchas bereits, bei Einkaufsseiten und beim Internet-Banking. Das Ende der Fahnenstange ist bereits abzusehen, denn die Texterkennung der Maschinen wird immer besser, währenddessen unsere Fähigkeiten auf diesem Gebiet natürlich stagnieren.

Als nächstes habe ich das Plugin SD Simple Antispam probiert. Das hat sehr gut funktioniert, praktisch ist kein einziger Spam-Kommentar durchgekommen, nur einmal täglich hatte ich einen Kommentar der folgenden Art, der als SPAM markiert wurde und für die normalen Besucher deshalb unsichtbar geblieben ist:
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Vielleicht hilft ja etwas Voodoo?

9. April 2013 Keine Kommentare

Der Winter 2012 / 2013 war nicht nur gefühlt sehr lange und sehr kalt, Meteorologen können das auch mit Zahlen bestätigen. Der Rekordmärz 2013 lautet ein Artikel in den SciLogs, der entsprechende Daten aufbereitet anzeigt:

Der vergangene März war mit -0,70 °C nur ganz knapp nicht der kälteste seit Beginn der Messungen; der März 1917 war mit -0,75 °C noch fünf Hundertstel Grad kälter.

Allerdings sollte noch bedacht werden, dass sich das Klima in den letzten 120 Jahren ja erwärmt hat. Die rote lineare Trendlinie ist eine Möglichkeit, dies zu illustrieren – danach betrug die lineare Erwärmung 0,8 °C. Im Vergleich zu dem insgesamt wärmeren Klima ist dieser März noch ungewöhnlicher. Zieht man den linearen Trend ab,…

Danach wäre der gerade erlebte März sogar mit Abstand der größte Ausreißer nach unten.

In einem Vorgängerartikel hatte derselbe Autor, Stefan Rahmstorf, auch etwas über die Ursachen dieser ungewöhnlichen Wetterlage berichtet: Eisschmelze und kaltes Wetter. Das Fazit in diesem etwas längeren Artikel lautet:
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KategorienAlltag, Natur Tags:

Republik Koryo

7. April 2013 4 Kommentare

Die Nachrichten sind derzeit voll mit Berichten über Nordkorea. Einer der Artikel vom Dienstag hat mich besonders beschäftigt: Korea-Konflikt: „Kim verfolgt ein klares Ziel“. Im Vorspann heißt es:

Ostasien-Experte Rüdiger Frank attestiert dem Machthaber ein rationales Verhalten und schließt eine militärische Auseinandersetzung nicht aus.

Äh, wie jetzt? Im weiteren Text antwortet Rüdiger Frank auf die Frage „Wie berechenbar ist Kim Jong Un?“:

Ich sehe überhaupt keinen Grund, ihm die Rationalität abzusprechen. Zumindest hat er sich bislang noch nicht besonders irrational verhalten – er hat möglicherweise einige Fehler gemacht, aber er verfolgt offenbar ein klares Ziel: Es geht ihm um die Verbesserung des Lebensstandards der nordkoreanischen Bevölkerung. Dafür hat er folgerichtige Schritte vorgenommen, etwa in Form von Joint Ventures und einer Reihe von neuen Wirtschaftsprojekten. Selbst die fatalen Raketen- und Atomwaffentests passen in das Gesamtbild hinein, das in Richtung einer größeren Wirtschaftsreform zu laufen scheint.

Rüdiger Frank hat sich hier offenbar der Logik Nordkoreas angeschlossen, von der man in einem weiteren Artikel (Wirtschaftsreformen in Nordkorea: Aufschwung durch Atombomben) erfährt: Atomwaffen sind billiger als konventionelle Aufrüstung. Das stimmt sogar, diese Erkenntnis stammt bereits aus den 50er Jahren, nachzulesen zum Beispiel hier:
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KategorienGesellschaft, Politik Tags:

Vom Higgs zur Quantengravitation

1. April 2013 2 Kommentare

„Vom Higgs zur Quantengravitation“ heißt ein „Spektrum Spezial“ Heft, das verschiedene Artikel enthält, die in diversen Spektrum der Wissenschaften Heften bereits einmal erschienen sind. An einige konnte ich mich noch erinnern, z.B. an ein Interview mit Leonard Susskind, einen der Väter der Stringtheorie. Einige Texte und die darin vorgestellten Ideen waren entweder neu für mich oder sind es wert, hier wiedergegeben zu werden:

  • Was bringt uns die Entdeckung des Higgs-Boson?
  • Wie weit reichen die Seltsamkeiten der Quanten- in die makroskopische Welt?
  • Wie hängt die Gravitation mit der Quantenwelt zusammen?

Was bringt uns die Entdeckung des Higgs-Boson?

Denn das Higgs-Boson ist nicht nur irgendein weiteres Partikel im Teilchenzoo, sondern vielmehr Eckstein eines geistigen Gebäudes, bekannt als das Standardmodell, das mehrere Theorien miteinander vereint, die die moderne Teilchenphysik beschreiben. Die Existenz dieses Teilchens hatte Peter W. Higgs von der University of Edinburgh bereits 1964 postuliert, unabhängig von ihm auch Francois Englert und Robert Brout in Brüssel sowie drei weitere Theoretiker in London. Das neue Partikel soll alle Elementarteilchen durch einen raffinierten Mechanismus sozusagen mit Masse versorgen.

So weit, so gut. Dieses Zitat findet man in dem Artikel „Der lange Weg zum Higgs“. Der darauffolgende Artikel ist ein Interview mit Siegfried Bethke, der im Leitungsgremium des CERN Deutschland vertritt. Dort liest man:
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