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Archiv für März, 2013

Frohe Ostern!

28. März 2013 Keine Kommentare

KategorienAlltag Tags:

Zypern

25. März 2013 1 Kommentar

Wir müssen uns in Deutschland überhaupt keine Sorgen um den Euro machen, denn sicher gilt, außer dass es keinem schlechter gehen wird und die Renten sicher sind, auch noch die Aussage des folgenden Wahlplakats der CDU aus dem Jahr 1999:

Dass die Überschuldung sicher ausgeschlossen werden kann, ist quasi alternativlos.

KategorienAlltag, Ökonomie, Politik Tags:

Geplante Obsoleszenz

24. März 2013 13 Kommentare

In der Wikipedia findet man zu diesem Stichwort:

Der Begriff Obsoleszenz (von lat. obsolescere‚ sich abnutzen, alt werden, aus der Mode kommen, an Ansehen, an Wert verlieren) bezeichnet, dass ein Produkt auf natürliche oder künstlich beeinflusste Art veraltet ist oder altert.

Als Erfinder der geplanten Obsoleszenz gilt Alfred P. Sloan, welcher in den 1920er Jahren in seiner Funktion als GM-Präsident annuelle Konfigurationsänderungen und Veränderungen an Automobilen einführte. Mit dieser Strategie wollte er die Verbraucher dazu bringen, alle drei Jahre ein neues Auto zu kaufen. Der eigentliche Begriff der geplanten Obsoleszenz geht zurück auf Bernard Londons Veröffentlichung Ending the Depression Through Planned Obsolescence aus dem Jahre 1932.

Gemeint ist mit ihm heute ein Teil einer Produktstrategie, bei der schon während des Herstellungsprozesses bewusst Schwachstellen in das betreffende Produkt eingebaut, Lösungen mit absehbarer Haltbarkeit und/oder Rohstoffe von minderer Qualität eingesetzt werden, die dazu führen, dass das Produkt schneller schad- oder fehlerhaft wird und nicht mehr in vollem Umfang genutzt werden kann.

Gleich an mehreren Stellen im Netz wird eine von den Grünen in Auftrag gegebene Studie zitiert, u.a.:

In dem Spiegelartikel wird dann gleich nochmals auf einen anderen Artikel verlinkt: Studie: Hersteller setzen auf schnellen Verschleiß bei Elektrogeräten. Dort liest man:
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KategorienGesellschaft, Ökonomie Tags:

Überraschungen

16. März 2013 Keine Kommentare

Fast hätte ich in der Überschrift „Unerwartete Überraschungen“ geschrieben, was einen hübchen Pleonasmus darstellt, denn wäre es denn noch eine Überraschung, wenn das betreffende Ereignis nicht unerwartet einträfe?

Egal. Ich weiß nicht mehr genau, wie überrascht ich vor acht Jahren war, als wir alle Papst wurden. Sicher aber war ich damals erleichtert, dass wir nicht alle zusammen in den Petersdom einziehen mussten. Der ist zwar schon recht groß, aber wiederum nicht sooo groß. Auf jeden Fall aber war ich vor einigen Wochen doch sehr überrascht, als Benedikt der XVI. das ihm von seinen Kardinalskollegen zugedachte Karōshi verweigerte und auf einer Rente mit 86 bestand.


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KategorienAlltag, Religion Tags:

Haiku XLIV

12. März 2013 Keine Kommentare

Schneechaos im März,
Frühlingsgefühle schlafen,
nicht ein Vogel singt.

🙁

KategorienHaikus & Gedichte Tags:

Testosteron und Lebenserwartung

9. März 2013 Keine Kommentare

Ein schönes praktisches Beispiel, wozu die Beschäftigung mit Argumentationsfehlern gut ist, liefert das Thema „Testosteron und Lebenserwartung“. Gibt man diese beiden Stichworte in Google ein, dann wird man mit einer Vielzahl von Links zugeschüttet. Die erste Gruppe bezieht sich auf eine Studie, die das Leben koreanischer Eunuchen in der Joseon-Dynastie von 1392-1897 untersucht hat:

Die (feministische) TAZ lockert das Thema noch mit einem launigen Bild auf

und untertitelt dieses:

Mit diesen Hoden wird der Zuchtstier sicher nicht besonders alt.

In den angegebenen Artikeln beschränken sich Focus Online, N-TV, Die Welt und T-Online darauf, einen bei allen weitgehend gleichen Text zu publizieren, die TAZ formuliert ihn wenigstens ein bisschen um. Hier die Quintessenz der Artikel:
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Zahlenfolgen

9. März 2013 8 Kommentare

Ein bei IQ-Tests häufig zu findender Aufgabentyp sind Zahlenfolgen, bei denen am Ende eine weitere Zahl zu ergänzen ist. Meistens sind mehrere Aufgaben zu lösen, die nach wachsender Schwierigkeit geordnet sind. Ein paar Beispiele:

2 4 6 8 ?

Lösung
10
Die nächste Zahl ist jeweils die vorhergehende plus 2.

2 4 6 10 ?

Lösung
16
Die nächste Zahl ist jeweils die Summe der beiden vorhergehenden Zahlen. Das ist das Konstruktionsprinzip der Fibonacci-Zahlenfolgen.

2 4 7 11 ?

Lösung
16
Die Incremente steigen von Zahl zu Zahl: Plus 2, plus 3, plus 4, plus 5.

2 4 8 10 20 ?

Lösung
22
Plus 2 und mal 2 wechseln sich ab.

2 4 2 1 3 6 ?

Lösung
4
Mal 2, minus 2, durch 2, plus 2, das wiederholt sich fortlaufend.

2 3 4 9 6 27 8 ?

Lösung
81
Hier sind zwei Folgen ineinander verschachtelt, die eine Folge wächst mit plus 2, die andere mit mal 3.

Wenn man die vorhergehenden Folgen als leicht empfunden und gelöst hat, wird man von der folgenden Aufgabe sicher aus dem Tritt gebracht. Hier soll angegeben werden, welche Zahl nicht in die Folge gehört:
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KategorienAlltag, Intelligenz, Logik Tags:

Argumentationsfehler

7. März 2013 4 Kommentare

Spätestens, wenn in Diskussionen die Emotionen hochkochen, werden auch Argumente geäußert, die man als weit hergeholt empfindet, die wenig oder nichts mit der Sache zu tun haben oder bei denen man manchmal das Gefühl hat, dass sie nicht stimmen können. Gibt es typische Muster, kann man „Argumentationsfehler“ systematisieren? Dieses Thema beschäftigt mich schon seit längerem, siehe z.B. Handbuch gegen Argumentationsfehler.

Gute deutschsprachige Seiten zu logical fallacies, so die englische Bezeichnung, waren bisher schwer zu finden. In den SciLogs bin ich jetzt in dem Artikel Ist besseres Argumentieren in der Gentechnikdebatte möglich? fündig geworden. Dort wird die Diskussion über die Abschaffung des Schülerlabors „HannoverGEN“ durch die rot-grünen Landesregierung in Niedersachsen zum Anlass genommen, auf typische Fehler in sich emotional hochschaukelnden Diskussionen einzugehen und jeweils einige Beispiele zu zitieren. Außerdem wird in diesem Artikel auf den Ratioblog verwiesen, der sich genau diesem Thema, der Systematisierung typischer Argumentationsfehler, widmet. Hier meine eigene, überarbeitete Liste nach dem Studium dieser beiden Artikel. Die Benennung der Typen ist etwas durcheinander, einige stammen bereits aus der Antike (Aristoteles), andere aus dem englischsprachigen Ausland, einige sind unter verschiedenen Bezeichnungen bekannt:
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KategorienEthik, Logik, Philosophie Tags:

Können wir ohne Glauben leben?

3. März 2013 1 Kommentar

Die Überschrift habe ich einem der beiden Artikel entlehnt, die ich hier kommentieren möchte. Die Frage, ob Religion einen Nutzen für die Menschen hat oder eher schädlich ist, wird bereits seit langem diskutiert. Im Übrigen lässt sich darüber streiten, ohne eine zweite Frage, die nach der Existenz Gottes zu thematisieren. Glauben/Nichtglauben setzt Existenz/Nichtexistenz nicht voraus.

Die Frage und mögliche Antworten sind ungeheuer komplex. Es fängt bereits bei dem Begriff „Nutzen“ an. Für einen Gläubigen bedeutet Nutzen etwas ganz anderes als für einen Atheisten, bzgl. seines Glaubens hat der Gläubige ja kaum eine Wahl. Der Atheist fokussiert auf die Qualität des diesseitigen Lebens, der Gläubige vielleicht auf das gute ewige Leben nach dem Tod. Da redet man schnell aneinander vorbei. Doch es können sich um die Frage auch die Atheisten sehr gut allein und unter sich streiten. Ich habe zwei Artikel am selben Tag gelesen:

  • In „Bild der Wissenschaft“ 1/2013 gibt es auf 18 Seiten eine ganze Reihe von Beiträgen, der zentrale stammt von Rüdiger Vaas, „Göttliche Gesellschaften“.
  • In „Zeit Wissen“ 1/2013 findet man eine Artikelserie mit 14 Seiten. Hier hat den Hauptartikel „Was wir von der Religion lernen können“ Ulrich Schnabel geschrieben.

Beide Autoren sind Wissenschaftsjournalisten. Der eine hat Biologie, Germanistik, Linguistik und Philosophie studiert, der andere Physik und Publizistik. Wie misst man nun den Nutzen oder den Schaden einer Religion? Zwei Fakten(?) waren mir bereits vor den beiden Artikeln im Gedächtnis haften geblieben: „Regelmäßige Gottesdienstbesucher leben länger“ und „je religiöser jemand ist, desto mehr Kinder hat er“. Rüdiger Vaas gehört zum wissenschaftlichen Beirat der Giordano-Bruno-Stiftung, sein Fazit bzgl. Religion und religiösen Gesellschaften fällt negativ aus. In Form einiger Schlüsselsätze:
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