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Archiv für Dezember, 2012

Was hat uns die Philosophie gebracht?

24. Dezember 2012 3 Kommentare

Diese Frage wurde unlängst in einem Diskussionsforum gestellt. Ich vermute, seitens des Verfassers, einem ausgewiesenen Philosophieskeptiker, war sie rein rhetorisch gemeint, er wollte wohl seine eigene negative Sichtweise nur von vielen anderen bestätigt haben.

Aber an sich ist die Frage für mich tatsächlich interessant. Vor 35 Jahren hieß eines meiner Schulfächer „Staatsbürgerkunde“, später an der Uni „Marxismus-Leninismus“, und das waren typische „Schwafelfächer“, denen man nicht ausweichen konnte. Spaß gemacht haben sie nicht. Viel später haben mich Themen interessiert, die von der Physik (Kosmologie, Quantenphysik) inspiriert wurden. Dann kamen die Neurowissenschaften (Willensfreiheit, Menschsein) dazu. Antworten auf meine Fragen konnte die Naturwissenschaft aber nicht liefern, denn die hat immer nur Wie-Antworten, d.h. „Wie funktioniert etwas?“ In der letzten Zeit sind dann ethische Fragen hinzugekommen, hier inspiriert vor allem durch Politik: Abtreibung, Präimplantationsdiagnostik, Gentechnik. Oder ebenfalls durch die Politik inspiriert: Was ist Gerechtigkeit, was ist Wahrheit? Auch die Verwendung von Sprache im Denken, in der Wissenschaft, Religion, Politik oder ganz profan im Alltag ist interessant. Und natürlich kann man bei der Suche nach „ewigen“ Antworten Fragen nach Gott nicht ausklammern.

Wenn man darüber nachdenkt, kommt man recht schnell dahinter, dass das alles philosophische Fragen sind. In dem bereits erwähnten Forum hat ein „Berufsphilosoph“ dann den Kanon immerwährender Fragen aufgelistet, mit denen in die Philosophievorlesungen an der Uni eingestiegen wird:
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Heute ist Weltuntergang

21. Dezember 2012 Keine Kommentare

Heute feiern wir bekanntlich den Weltuntergang, vielleicht aber auch morgen, am 24.12. oder erst in 132 Jahren, je nach Interpretation des Mayakalenders. So richtig mag ich nicht daran glauben. Eher machen mir ja solche Idioten auf der anderen Seite der Welt Sorgen:
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Eigenschaften nicht existierender Dinge

9. Dezember 2012 1 Kommentar

Bis jetzt hatte ich angenommen, dass nichtexistente Dinge keine Eigenschaften haben können, aber so einfach ist das offensichtlich nicht. Für mich war es z.B. sinnlos, mich über den Widerspruch der drei Eigenschaften „Allmacht“, „Allwissenheit“ und „Allgüte“ aufzuregen, wenn man berechtigterweise annehmen kann, dass derjenige, dem diese Eigenschaften zugeschrieben werden, nicht existiert. In „Hohe Luft“ 1/2013 habe ich jetzt aber in dem Text „Die Energie, die es nicht gibt“, einige interessante Gedanken gefunden.

Die Vorstellung, jede Rede über nicht existierende Dinge sei sinnlos, entspringt der Vorstellung, dass Sprache ihren Sinn durch eine Beziehung zur Außenwelt bekommt: zum Beispiel durch die Beziehung zwischen einem Wort und dem Gegenstand, den es bezeichnet. Oder durch die Beziehung zwischen einem Gedanke im Kopf eines Menschen und einer Tatsache in der Welt. Und für eine Beziehung ist es nun einmal unerlässlich, dass die Dinge existieren, zwischen denen sie besteht. Ich kann fragen, wie weit es noch bis Schloss Neuschwanstein ist. Aber nicht, wie weit es noch bis Schloss Hogwarts ist – der Schule für Zauberei in den Harry-Potter-Romanen.

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Haiku XL

6. Dezember 2012 Keine Kommentare

Intelligenz

Am Futterhäuschen
starten und landen Vögel
ohne Fluglotsen.

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Haiku XXXIX

5. Dezember 2012 Keine Kommentare

Stärkerer Schneefall
hat in der Nacht aufgehört.
Jetzt ist es noch glatt.

Auf der Autobahn
bleibt der Schnee nicht oft liegen,
aber wenn – oje!

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