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Archiv für Oktober, 2012

Haiku XXXV

30. Oktober 2012 Keine Kommentare

Noch mehr fällt herab.
Wettergott, was soll all der
Schnee im Oktober?

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Haiku XXXIV

25. Oktober 2012 Keine Kommentare

Ein Vogel singt laut,
liest keinen Wetterbericht.
Bald kommt die Kälte.

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Eugène N. Marais und Maurice Maeterlinck

23. Oktober 2012 Keine Kommentare

Als ich unseren Peru-Urlaub nachbereitet habe, bin ich im Wikipediaartikel über Termiten auf die beiden Namen Eugène N. Marais und Maurice Maeterlinck gestoßen. Beide haben Anfang das 20. Jahrhunderts jeweils ein eigenes populärwissenschaftliches Buch über diese Tiere geschrieben.

Eugène Marais war ein Südafrikaner, der Termiten selbst beobachtet und mit ihnen Experimente durchgeführt hat. Sein Buch (deutsch: „Die Seele der weißen Ameise“) erschien 1925 in Afrikaans, eine Übersetzung ins Englische lehnte er ab. Der Belgier Maurice Maeterlinck hatte bereits 1911 den Nobelpreis für Literatur erhalten. Sein Buch (deutsch: „Das Leben der Termiten“) kam 1926 in französischer Sprache heraus. Daraufhin wurde Maeterlinck von Marais verklagt, weil dieser von ihm abgeschrieben habe solle. In den Wikipediaartikeln der beiden liest man:

1926 veröffentlichte Maurice Maeterlinck, der belgische Literatur-Nobelpreisträger von 1911, (der als Flame Afrikaans verstehen konnte) sein Buch “La Vie des Termites“, mit dem er zahlreiche Ideen aus Marais‘ Buch für sich beanspruchte. Marais ging gegen das Plagiat vergeblich juristisch vor.

1926 veröffentlichte er „La Vie des Termites“, ein eklatantes Plagiat des Werkes „The Soul of the White Ant“ des südafrikanischen Biologen und Dichters Eugène Marais.

Das wird immer wieder erwähnt, wenn es um eine der beiden Personen geht, z.B. so in der Badischen Zeitung anlässlich des 150. Geburtstages von Maeterlinck:
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KategorienEvolution, Natur, Rezensionen Tags:

Haiku XXXIII

23. Oktober 2012 Keine Kommentare

Bald kommt der Winter.
Höchstens vier Grad am Freitag.
Ich friere schon jetzt.

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Haiku XXXII

20. Oktober 2012 Keine Kommentare

Oktobersonne.
Futter im Vogelhäuschen
ist überflüssig.

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Die Suche nach dem Ich

20. Oktober 2012 1 Kommentar

„Die Suche nach dem Ich“ heißt das neue Heft Nr. 32 von Geo Kompakt. In zwei Artikeln habe ich dort Bemerkenswertes gefunden, das ich so noch nicht wusste bzw. über das ich so noch nicht nachgedacht hatte. Die erste Erkenntnis entstammt dem Artikel „Das Rätsel Ich“ ab Seite 64 des Heftes. Dort wird darüber berichtet, dass bis jetzt neun verschiedene Bewusstseinszustände gefunden wurden. Im Einzelnen wird im Artikel unterschieden zwischen:

Dazu gehören:

  • die Wahrnehmung von Vorgängen in der Umwelt und im eigenen Körper („Ich höre ein Geräusch, ich empfinde Schmerz, mich juckt etwas“);
  • mentale Zustände wie Denken, Erinnern, Vorstellen („Ich grübele über ein Problem, ich erinnere mich an einen Urlaub, ich überlege, was ich morgen machen werde“);
  • Bedürfnisse, Affekte, Emotionen („Ich habe Durst, ich bin erschöpft, ich ängstige mich“);
  • das Erleben der eigenen Identität und Kontinuität („Ich bin der, der ich gestern war“);
  • die sogenannte Meinigkeit des eigenen Körpers („Dies sind meine Beine, meine Hände, mein Gesicht“);
  • die Autorschaft und Kontrolle der eigenen Handlungen und Gedanken („Ich möchte das tun, was ich gerade tue“);
  • die Verortung des Selbst in Zeit und Raum („Es ist Ostermontag, ich befinde mich zu Hause“);
  • die Unterscheidung zwischen Realität und Vorstellung („Was ich gerade sehe, existiert wirklich und ist kein Traum“);
  • das selbstreflexive Ich („Wer bin ich, warum tue ich etwas?“).

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KategorienGehirn & Geist, Psychologie Tags:

Zirkumzision: Männliche Beschneidung II

16. Oktober 2012 Keine Kommentare

Zur Zirkumzision hatte ich hier schon einmal etwas geschrieben. Jetzt läuft in dem Beitrag Beschneidungsethik gerade eine interessante Diskussion in der Telepolis, bei der in einem Diskurs Pro- und Kontra-Argumente zusammengetragen werden. Inzwischen gibt es einen Beschluss im Bundeskabinett, der nach Lage der Dinge wohl auch das Parlament passieren wird:

Vorgesehen ist, im Recht der elterlichen Sorge (§§ 1626 ff. des Bürgerlichen Gesetzbuchs – BGB) klarzustellen, dass die Personensorge der Eltern grundsätzlich auch das Recht umfasst, bei Einhaltung bestimmter Anforderungen in eine nicht medizinisch indizierte Beschneidung ihres nicht einsichts- und urteilsfähigen Sohnes einzuwilligen. Dies soll nur dann nicht gelten, wenn im Einzelfall durch die Beschneidung auch unter Berücksichtigung ihres Zwecks das Kindeswohl gefährdet wird.

In den ersten sechs Monaten nach der Geburt des Sohnes dürfen auch von einer Religionsgesellschaft dazu vorgesehene Personen die Beschneidung vornehmen, wenn sie dafür besonders ausgebildet und für die Durchführung der Beschneidung einer Ärztin oder einem Arzt vergleichbar befähigt sind.

Ich halte das nach wie vor für absurd und bedenklich, in welchem Ausmaß hier der säkulare Staat zurückweicht. In einer Diskussion habe ich ein interessantes Argument gelesen, sinngemäß:

Was, wenn die Raucher eine Raucherreligion erfinden würden und dazu postulieren, von Gott wäre ihnen – nachzulesen in ihren heiligen Schriften – zwingend vorgeschrieben, dass sie in öffentlichen Gebäuden, in Schulen, Krankenhäusern und Gaststätten rauchen müssten, um das ewige Seelenheil zu erlangen.

In einem Zwischenfazit in dem Artikel werden die verschiedenen möglichen Standpunkte zusammengefasst:
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KategorienEthik, Gesellschaft, Medizin, Politik, Religion Tags:

Weitere Artikel zu Bankenkrise und Vollgeld

9. Oktober 2012 1 Kommentar

In der letzten Woche habe ich neue interessante Artikel zur Bankenkrise und zum Vollgeld gelesen, die das Thema weiter vertiefen, Zusammenhänge herstellen und Fragen beantworten. Im ersten Artikel Zur Diskussion um das „Vollgeld“ werden einige Details des ursprünglichen Vorschlags von Irwing Fischer besprochen und Ergebnisse der Analysen des IWF vorgestellt. Fischer hatte zum Beispiel herausgearbeitet, dass die Praxis des Giralgelds dazu führt, dass Banken prozyklisch wirken. In Boomzeiten heizen sie durch billige Kredite den Boom weiter an (bis zum Crash), während sie in Krisenzeiten diese durch eine restriktive Kreditvorgabe noch verstärken:

Die Regierung bzw. die Notenbank kann dabei nur das Zentralbankgeld kontrollieren, während die Banken Giralgeld weitgehend nach Belieben schöpfen können. So herrschte zu Fischers Zeiten zwar eine zehnprozentige Unterlegungspflicht, die jedoch nur zu rund einem Drittel tatsächlich in Zentralbankgeld zu halten war, woraus sich aus realen Einlagen ein bis zu dreißigfaches Kreditvolumen generieren ließ, wie es auch heute üblich ist. Für eine Kundeneinlage von z. B. 100 Dollar Giralgeld musste die Bank theoretisch 10, praktisch aber nur 3,50 Dollar an Zentralbankgeld vorhalten. Für 10 Dollar an von Kunden real eingezahlten Einlagen konnte sie also fast 300 Dollar an Giral-Gutschriften kreieren.

Allerdings hat die Notenbank – anders als von der traditionellen Ökonomik in Einführungskursen nach wie vor gelehrt – keinerlei Einfluss darauf, dass die Banken die theoretisch möglichen Kredite tatsächlich vergeben. So würden laut Fischer in Boomzeiten regelmäßig viel zu viele Kredite vergeben und der Geldhahn in der Krise zugedreht. Während der „Great Depression“ hätten die Banken Kredite eingefordert und dadurch die Guthaben auf den Scheck-Konten um mehr als ein Drittel reduziert, was hauptverantwortlich für das gewaltige Ausmaß der Depression gewesen sei. Die Notenbank hatte dem nichts entgegensetzen können, denn durch den Abzug von Kundengeldern waren die Banken gezwungen, die Giral-Geldmenge um ein Zehnfaches zu reduzieren, wodurch die Geldmenge so sehr reduziert wurde, dass sich die Kaufkraft des Dollars verdoppelt hatte und ebenso die aushaftenden Schuldenlast.

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Haiku XXXI

5. Oktober 2012 Keine Kommentare

Nach Wetterbericht
Fahrrad fahren im Regen.
Meteoro logen!

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Weird Al Yankovic, GEMA und Olaf Schubert

4. Oktober 2012 Keine Kommentare

Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich über Weird Al Yankovic gestolpert bin. Eine seiner Spezialitäten ist die Verballhornung anderer Künstler, mit denen die meisten von ihnen aber offenbar keine Probleme haben, zumal es ihnen zusätzliche Publicity verschafft. Mein Lieblingsvideo von Weird:

Ich hätte hier gern weitere Videos von ihm verlinkt, aber bei den meisten erblickt man statt des Videos den inzwischen sattsam bekannten Spruch:

Leider ist dieses Video in Deutschland nicht verfügbar, da die GEMA die Verlagsrechte daran nicht eingeräumt hat.

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KategorienGesellschaft, Musik, Videos Tags: