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Archiv für Juli, 2012

Zirkumzision: Männliche Beschneidung

31. Juli 2012 12 Kommentare

Zur Zirkumzision findet man in der Wikipedia:

Zirkumzision (von lat. circumcido, rings abschneiden), auch männliche Beschneidung, ist die teilweise oder vollständige Entfernung der männlichen Vorhaut. Sie ist der weltweit am häufigsten durchgeführte körperliche Eingriff und wird meist aus religiösen und kulturellen Beweggründen durchgeführt, selten mit medizinischer Indikation. Außerdem wird die Zirkumzision von der WHO als vorbeugendes Mittel im Kampf gegen die Ausbreitung von HIV in afrikanischen Hochrisikogebieten empfohlen.

Gegenwärtig sind schätzungsweise zwischen 25 % und 33 % der männlichen Weltbevölkerung beschnitten. Die Beschneidung von gesunden Kindern am achten Lebenstag gilt im Judentum als Gebot Gottes. Der Koran erwähnt sie zwar nicht ausdrücklich, dennoch ist sie im Islam als Sunna weit verbreitet und wird zwischen Kindes- und Jugendalter durchgeführt. Unter Christen in den USA ist die Beschneidung im frühen Kindesalter weit verbreitet, jedoch ohne religiösen Hintergrund. In einigen Urvölkern findet sie als Initiationsritual statt, das die Aufnahme des Kindes in die Gemeinschaft der erwachsenen Männer symbolisiert. In der Medizin ist sie hauptsächlich als Behandlungsmaßnahme bei einer Phimose von Bedeutung, gilt jedoch nur bei schweren Formen als indiziert.

Am 7.Mai hat das Kölner Landgericht bei der Zirkumzision den Tatbestand der Körperverletzung festgestellt, seitdem schlagen die Wellen in Deutschland hoch.
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Noch’n Pseudo-IQ-Test

29. Juli 2012 Keine Kommentare

Dieser Test wird von der schwedischen Sektion von Mensa angeboten um festzustellen, ob es sich für jemanden lohnt, an einem „offiziellen“ Test teilzunehmen: Jag har läst och förstått texten ovan! Schwedisch muss man nicht können, auch das ist ein Matrizentest.

Hat man alles richtig, wird einem ein IQ von mindestens 126 attestiert. – Hier glaube ich, dass der Test zu einfach ist und falsch normiert. Für 126 sind die Aufgaben viel zu leicht – wahrscheinlich wollen die Schweden so mehr Leute zu ihren offiziellen (und kostenpflichtigen!) Test locken?

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Gemischtes Doppel

29. Juli 2012 Keine Kommentare

Ich habe in einem Forum ein nettes kleines Sprachspiel entdeckt, das seinen Reiz offenbar auch deshalb hat, weil zu jedem Doppel zwei Bilder gepostet werden:

Bärenmarke Mährenbarke


Weitere:
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Hautcreme aus geklonten Fötuszellen

26. Juli 2012 7 Kommentare

Ich muss zugeben, dass mich die folgende Nachricht heute etwas aus der Balance gerissen hat:

Vor mehr als zehn Jahren hatte Lona Lyda den Brustkrebs besiegt. Durch die Chemotherapie litt sie allerdings unter extrem trockener Haut. Ein Hautarzt empfahl ihr eine Creme namens NeoCutis. „Sie haben mir NeoCutis wegen seiner guten Wirksamkeit gegen trockene Haut empfohlen und ich habe es mir gekauft. Das war es im Wesentlichen“, sagte die Amerikanerin dem TV-Sender „Fox Carolina“.

Das war 2008. Einige Jahre später machte sie im Internet eine schockierende Entdeckung. „Sie haben ein kleines Stück Haut eines abgetriebenen Jungen in winzige Stücke geschnitten und daraus ihre Stammzellen-Linie entwickelt“, empört sich die frühere Krebspatientin über den Hersteller.

NeoCutis macht keinen Hehl aus den Inhaltsstoffen der Creme. Laut der Vertriebsfirma Carolina Aesthetics mache die Packungsbeilage darauf aufmerksam, was sich in der Creme befinde. So könne man auf der Tube die Abkürzung „PSP“ lesen. Der Hersteller erläutert, dass es sich dabei um die Abkürzung für „processed skin cell proteins“ handele, zu Deutsch: verarbeitete Hautzellenproteine.

NeoCutis verweist darauf, dass seit den 1930er Jahren Körperzellen in der medizinischen Forschung verwendet werden. Leberzellen etwa bildeten die Basis für die 1954 entwickelte Polio-Impfung. Außerdem betont NeoCutis, dass sich in den Cremes keine tatsächlichen Zellen von Föten befinden – sondern nur daraus geklontes Proteinmaterial. Dies gibt auch der Bioethiker Dr. Charles Kay zu bedenken: „Es ist wichtig, dass es keine Fötus-Bestandteile sind, aus denen die Creme hergestellt wurde, sondern dass sie lediglich der Ursprung der Rezeptur sind.“

Lona Lyda gibt sich damit nicht zufrieden. „Für mich ist es ein abgetriebener Junge. Ich weiß, es war nur ein kleines bisschen seiner Haut, aber trotzdem war seine Haut in meinem Gesicht“, so die Frau.

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Leihmutterschaft

15. Juli 2012 1 Kommentar

In der Geo 12/2011 findet sich ein Bericht über ein deutsches Paar, das sich im Ausland über eine Leihmutter zwei Kinder hat austragen lassen. Während sich dieser Beitrag weitgehend mit dem Ablauf befasst, werden auf einer weiteren Seite einige ethische Aspekte der Leihmütterschaft diskutiert. Diesen Beitrag hat Rainer Erlinger geschrieben, von Beruf Jurist und Publizist. Er schreibt jede Woche die Kolumne „Die Gewissensfrage“ in der Süddeutschen Zeitung. Aus seinem Artikel in der Geo:

Stellen Sie sich folgende Situation vor: In einem Bioethikkurs diskutieren Studenten lebhaft, ob Leihmutterschaft ethisch zulässig oder vertretbar ist, als sich eine Studentin meldet, die bis dahin noch nichts gesagt hat. ,,lch bin durch Leihmutterschaft zur Welt gekommen. Meine Mutter konnte auf natürlichem Weg keine Kinder bekommen. Wir diskutieren hier also darüber, ob es mich aus ethischen Gründen besser nicht geben sollte.“ Daraufhin herrscht betretenes Schweigen. Die Szene ist erfunden – und bewusst zugespitzt -, aber sie illustriert und personalisiert ein bekanntes Problem: das der Nichtexistenz. Denn jeder Einwand gegen die Leihmutterschaft beinhaltet die schwer vertretbare Feststellung, dass es moralisch gesehen besser wäre, das Kind würde nicht zur Welt kommen, nicht existieren.

Als nächstes werden dann die Pro- und Kontraargumente diskutiert:
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Nicologic

14. Juli 2012 Keine Kommentare

Vor etwa zwei Wochen bin ich auf die Seite http://www.nicologic.fr/ gestoßen, auf der „IQ-Tests“ zu finden sind und online absolviert werden können. Daneben gibt es noch eine Reihe weiterer Test, die sich mit der Erkennung von Bilddetails und dem räumlichen Vorstellungsvermögen beschäftigen. Die Tests sind kulturfrei, insofern als sie als reine Matrizentests keine sprachlichen Aufgaben enthalten. (Eigentlich ist ja Nicologic eine französische Seite.) Eine typische Aufgabe sieht so aus:

Hier soll in der linken 3×3-Matrix das Symbol rechts unten ergänzt werden, zur Auswahl stehen 6 Vorschläge auf der rechten Seite. Man kann dann unter der Grafik für seine Lösung einen der Knöpfe „A“ bis „F“ anklicken.
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