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Archiv für Juni, 2012

Tetrachromaten

26. Juni 2012 Keine Kommentare

Seit ein paar Tagen geht die Nachricht um die Welt, dass die britische Wissenschaftlerin Gabriele Jordan endlich eine menschliche Tetrachromatin gefunden hat, hier ein englischsprachiger, hier ein deutschsprachiger Artikel. Mich verblüfft weniger die Nachricht als die Tatsache, dass das eine Neuigkeit sein soll, meiner Meinung nach ist deren Existenz seit vielen Jahren bekannt. 2003 hatte ich davon erfahren und das in einer kleinen Geschichte verarbeitet: Der Goldsensor oder das Geheimnis des vierten Zäpchens.

Es ist keinesfalls selbstverständlich, dass das Farbsehen dreikanalig ist, es gibt Tiere, die nur Schwarzweiß sehen, andere haben zwei Farbkanäle (z.B. Hunde), andere vier. Hier ein netter Artikel aus der „Kinder-Uni“. Tatsächlich haben wohl auch einige (oder alle?) Vögel einen vierten Sensortyp für Ultraviolett – bei einigen Arten, bei denen für uns Männchen und Weibchen gleich aussehen, findet man deutliche Geschlechtsunterschiede, wenn man die Tiere ultraviolett bestrahlt und diese Bilder auswertet.
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Lonesome George ist tot

26. Juni 2012 Keine Kommentare

In einem Spiegelartikel habe ich es gelesen: George ist tot.

Ich war vor 17 Jahren auf Galapagos, hier mein Bericht, hier der dazugehörige erste und hier der zweite Teil über meinen Urlaub in Ecuador. Damals gab es noch keine Digitalkameras (es ist also gefühlte Tausend Jahre her), sodass ich die folgenden beiden Bildern aus einem Fotoalbum einscannen musste. Hier eine Gruppe anderer Riesenschildkröten in der Darwin-Forschungsstation:
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Freiheit

10. Juni 2012 1 Kommentar

Vor ein paar Wochen machten die Ergebnisse einer Studie zweier amerikanischer Wissenschaftler von sich reden. Diese hatten untersucht, was die Ursachen dafür sind, dass einige Gesellschaften prosperieren und einige trotz guter Bedingungen nicht so recht auf die Beine kommen. Ich finde jetzt zwar auf die Schnelle die entsprechenden Artikel nicht mehr, aber die in der Studie gefundenen Ursachen habe ich mir gemerkt: Die Funktionsfähigkeit demokratischer Strukturen macht den Unterschied. Autoritär verfasste Gesellschaften sind auf Dauer nicht so lebensfähig wie demokratische.

Oberflächlich betrachtet ist der Unterschied zwischen einer demokratischen und einer autoritären Gesellschaft der Grad an Freiheit, der dem Einzelnen zugestanden wird. Aber ganz so einfach ist es wahrscheinlich nicht, denn tritt man etwas näher heran, dann bedeutet die Existenz von Institutionen in Demokratien ja ebenfalls die Einschränkung von Freiheitsrechten, während in einem zerfallenden Gemeinwesen die Einzelnen scheinbar viele Freiheiten genießen (einschließlich derer, zu morden oder ermordet zu werden). In Hohe Luft Nr. 3 gibt es ab Seite 18 einen Artikel zum Freiheitsbegriff, dort heißt es einleitend:
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