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Archiv für August, 2011

Haiku III

30. August 2011 Keine Kommentare

Draußen ist es kalt.
Mein Rücken lehnt am Ofen,
das Feuer wärmt mich.

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Wie weit ist es bis zum Horizont?

29. August 2011 Keine Kommentare

Ein schönes Video mit der Antwort habe ich bei Youtube gefunden:

Für meinen mathematischen Geschmack setzt der Knorkator die konkreten Zahlen etwas zu früh ein, was mir Gelegenheit zu etwas Mehr-Wert bietet. Ich beginne dort, wo er den Satz des Pythagoras verwendet:
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KategorienLogik, Videos Tags:

Haiku II

26. August 2011 Keine Kommentare

Frosch quakt am Ufer,
schwimmt eine Froschfrau herbei,
Kaulquappen kommen.

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Haiku I

25. August 2011 6 Kommentare

Sommerglut heute.
Schwitze auch im Schatten sehr.
Morgen Gewitter.

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Neues aus der Hirnforschung

23. August 2011 1 Kommentar

Der Hirnforschung stehen heute immer mehr neue Auswertungsmethoden zur Verfügung, zum Beispiel die funktionelle Magnetresonanztomographie, kurz fMRT. Dabei werden im Wesentlichen die Ergebnisse früherer Untersuchungen zur Aufteilung des Gehirns bestätigt. Diese wurden meist dadurch gewonnen, dass man beim Ausfall bestimmter Fähigkeiten (Sehen, Hören, Sprechen, Riechen, Fühlen, Orientieren, sich Bewegen) post mortem festgestellt hat, dass Hirnareale z.B. durch Tumore oder Unfälle zerstört waren.

Eine kritische Anmerkung ist hier angebracht: Aus der Beobachtung, dass eine bestimmte Leistung nicht mehr erbracht werden kann, wenn ein Hirnareal zerstört wurde, kann man nicht schließen, dass es diese Aufgabe allein erfüllt. Es ist wahrscheinlich notwendig, aber nicht hinreichend.
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Börsenpanik

20. August 2011 7 Kommentare

Die Entwicklung an den Börsen und der Goldkurs treiben mich dazu, jetzt auch noch meinen Senf zu diesem Thema abzugeben. Ich habe mir ja schon öfters Mühe gegeben zu verstehen, wie das mit Aktien funktioniert. Ich bin sehr froh, dass ich nicht Börsianer bin, denn das, was ich so höre und lese, führt mich zu der Vermutung, dass sich hier eine neue Religion etabliert hat. Statt dem Wort zum Sonntag (damit wurde oder wird man wenigstens nur einmal in der Woche belästigt) gibt es jeden Tag vor der Hauptnachrichtensendung eine Direktschaltung zur Börse.


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KategorienÖkonomie, Skeptizismus Tags: ,

Mein Opa, das bin ich

18. August 2011 Keine Kommentare

Ein Kollege zeigte mir das folgende Video:

Beim ersten Hören ist man etwas konfus, aber es findet sich ein weiteres Video, in dem Stück für Stück die folgende Grafik entwickelt wird:
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KategorienLogik, Musik, Sprache Tags:

Schweigeminute für die Maueropfer

15. August 2011 12 Kommentare

Eigentlich wollte ich mich ja zu Linken-Gruppe boykottiert Schweigeminute für Maueropfer nicht äußern, aber es treibt mich schon um, wie darüber berichtet wird.

Das Thema wird auch der Linken kontrovers diskutiert. Sie kann sich gar nicht richtig verhalten in so einer Situation, egal ob sie mitmacht oder sich dagegen stellt. Zudem zerfleischt man sich gerade selbst, weil nach dem stückweisen Rückzug von Gysi und Lafontaine sowohl im Osten als auch im Westen die Charismatiker fehlen. Im Osten wird die Überalterung langsam zum Problem, weil die Grünen die meisten Themen abdecken, die auch die jungen Linken interessieren, im Westen hat man die ganzen Spinner, Sektierer und Rechthaber auf dem Hals. Ich vermute, die Linke löst sich langsam von innen auf, man muss eigentlich nur in dem Druck auf sie nachlassen, denn der hatte bisher die größte integrative Kraft – der gemeinsame Feind in Form des Verfassungsschutzes und der etablierten Parteien.

Aber zurück zum eigentlichen Thema: Ob die Mauer alternativlos war, kann man nur beurteilen, wenn man sich die Situation Anfang der 60er Jahre ansieht. Aus der Perspektive 20 Jahre nach dem Zusammenbruch des Ostens zu urteilen, ist reichlich sinnlos.
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KategorienPolitik Tags:

Neue Beispiele für Epigenetik

14. August 2011 2 Kommentare

Ich habe mir schon lange die Frage gestellt, warum die Eigenschaften von Lebewesen über viele Generationen weitgehend konstant bleiben, während es dann in kurzer Zeit bei einer Veränderung der Umwelt zu einer drastischen Explosion der Varianten kommt. Ein besonders eindrückliches Beispiel ist die Kambrische Explosion.

Die Hypothesen im verlinkten Wikipediaartikel sind mir aber allesamt unplausibel, ich bevorzuge eine andere. Im Phänotyp widerspiegelt sich immer der Genotyp und die Mutationsraten im Erbgut sind weitgehend konstant. Es ist also eigentlich gar nicht möglich, dass nach einer schnellen Änderung der Umwelt schnell genug verschiedene neue Baupläne durch den üblichen Evolutionsmechanismus (Mutation, Vermehrung, Selektion) entwickelt und ausprobiert werden können.

Meine adhoc Erklärung war seinerzeit, als ich das erste Mal von diesem Problem gelesen habe, dass sich Mutationen in den für Proteine nicht kodierenden Teilen der DNA anhäufen können, ohne dass es für die Träger dieses Genoms nachteilige Wirkungen hat. Dazu muss man wissen, dass nur etwa 1,5% unserer DNA die Baupläne für unsere Proteine enthält, den Rest betrachtete man lange für „Müll“. Ich hielt diese Müllhypothese schon immer für unsinnig, denn ein Lebewesen, das sich den Aufwand mit dem Kopieren dieses Mülls in die nachfolgende Generation spart, sollte evolutionäre Vorteile haben. Also muss dieser „Müll“ eine Bedeutung haben.
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KategorienEvolution, Medizin, Natur Tags:

Fruchtbarkeitsrate

10. August 2011 1 Kommentar

Eine Diskussion startete ziemlich lustig mit

Einige evolutionspsychologisch gepägte Personen glauben, die Weitergabe der eigenen Gene an die nächste Generation sei möglicherweise sinnstiftend. Wer Kinder bekomme, sei erfolgreich und hochwertig, wer keine Kinder bekomme, sei ein Loser und quasi tot.

Meine Kinder haben leider nur 50% meiner Gene, da dummerweise noch so eine komische Frau involviert sein muß. Die Enkel haben dann nur noch 25%.

Nehmen wir mal an, daß man im Durchschnitt mit 25 Jahren Elter wird. Somit gibt es bei optimaler Reproduktion von einem selbst und den eigenen Nachkommen schon nach ca. 175 Jahren nur noch Personen, die weniger als 1% meiner Gene hat, und nach insgesamt 250 Jahren nur noch Personen mit weniger als 1 Promille meiner Gene.

Transferieren diese Genreste noch irgendetwas von meiner individuellen Identität?

Natürlich war das (hoffentlich) nicht ernst gemeint und enthielt sogar einen (wahrscheinlich absichtlich eingebauten) Denkfehler.

Die nächste Antwort begann mit

Morituri te salutant!

Der Disputant hatte hier den unpassenden, aber normalerweise davorstehenden Satz „Ave imperator!“ weggelassen. Mir gefiel diese Diskussion und ich steuerte einen eigenen Denkfehler bei:
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KategorienFrauen, Gesellschaft, Logik Tags: