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Archiv für Juni, 2011

Kategorischer Imperativ und naturalistischer Fehlschluss

28. Juni 2011 13 Kommentare

Vor etwa zwei Wochen wurde ich in eine Diskussion über den Kategorischen Imperativ hineingezogen, dem wichtigsten Bestandteil der Moralphilosophie von Immanuel Kant. Ausgangspunkt war die Frage, warum eigentlich immer in ethischen Diskussionen dieser Imperativ als Argument herangezogen wird. Kant hat ihn in verschiedenen Formen, jeweils für verschiedene Anwendungsbereiche und in verschiedenen Schriften definiert, die allgemeinste Formulierung ist wohl:

Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.

Zur Einstimmung, welche Diskussionen hier gemeint sind, ohne weiteren Kommentar das folgende Video:


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Symmetriebrüche

13. Juni 2011 Keine Kommentare

Ein Bekannter hat ein Bild gepostet, das in verschiedenen Version im Netz herumgeistert. Man findet das Original schnell, wenn man in einer Suchmaschine z.B. die Wörter left right brain mercedes eingibt.

leftrightbrain

In dem Forum, in dem das Bild gepostet wurde, ging es daraufhin um die Frage, warum es so einen und inzwischen auch empirisch gut bestätigten funktionellen Unterschied zwischen den beiden Gehirnhälften gibt.

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KategorienEvolution, Medizin, Natur, Physik Tags:

Ethikpreis an Paola Cavalieri und Peter Singer

4. Juni 2011 7 Kommentare

Gestern haben die italienische Philosophin Paola Cavalieri und der australische Philosoph Peter Singer den diesjährigen Ethikpreis der Giordano-Bruno-Stiftung für ihre Initiierung des Great Ape Project erhalten. Ziel dieses Projektes ist es, den großen Menschenaffen (Bonobos, Schimpansen, Gorillas und Orang-Utans) weitergehende Rechte als bisher zu gewähren, u.a. das Recht auf Leben, den Schutz der individuellen Freiheit, das Verbot von Folter. Das impliziert eine Reihe weiterer Dinge, zum Beispiel das Verbot von Versuchen mit ihnen, die ihnen Leiden zufügen oder ihnen unnatürliche Lebensbedingungen zumuten.

Um die Positionen von Peter Singer gibt es seit langem Streit, eine kurze Einführung gibt es hier: Humanist oder Tötungsphilosoph? In dem Telepolisartikel wird auf einen älteren Artikel verwiesen: Schonung der Tiere, Euthanasie für schwer behinderte Kinder? Dort findet man u.a.:

Warum also gibt es Probleme mit ihm? Sie rühren vor allem daher, daß Singer die Meinung vertritt, auch schwerstbehinderte Neugeborene dürften unter strengen Einschränkungen zu ihrem eigenen Wohl getötet werden.

Diese Aufhebung des Tötungsverbotes wird durch die Infragestellung des Unterschieds zwischen einer passiven und aktiven Tötung begründet, denn vom Standpunkt des Konsequentialismus sind die Folgen der Einstellung von lebensverlängernden Maßnahmen und die einer schmerzlosen Tötung dieselben. Infragegestellt wird durch seinen Ansatz auch, warum es erlaubt sein soll, Föten bis kurz vor der Geburt abzutreiben, wenn sich eine schwere Behinderung etwa durch einen Gentest nachweisen läßt, und warum es verboten ist, Neugeborene zu töten, die entweder als Frühgeburt oder bis zu einem Lebensalter von einem Monat sich nicht von Föten unterscheiden.

Wenn man Abtreibung befürwortet, dann wird für ihn die Grenzziehung zwischen Fötus und Neugeborenem willkürlich. Deswegen will Singer nur das personale Leben als heilig anerkennen, was aber dann auch Folgen für die Rechte von Tieren hat (Vergleiche hierzu das Buch von Peter Singer „Befreiung der Tiere“).

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Sprache und Aussprache

3. Juni 2011 Keine Kommentare

Gerade habe ich in einem Forum den folgenden Mitschnitt gefunden:

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KategorienAlltag, Sprache, Videos Tags: