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Archiv für Januar, 2010

Watzlawick, Beavin, Jackson: Menschliche Kommunikation

31. Januar 2010 Keine Kommentare

Wenn man sonst gar nichts über Watzlawick und seine Arbeiten zur Kommunikationstheorie weiß, dann sollte man sich wenigstens die Grundgedanken der folgenden zwei Abschnitte merken:

Verhalten hat vor allem eine Eigenschaft, die so grundlegend ist, daß sie oft übersehen wird: Verhalten hat kein Gegenteil, oder um dieselbe Tatsache noch simpler auszudrücken: Man kann sich nicht nicht verhalten. Wenn man also akzeptiert, daß alles Verhalten in einer zwischenpersönlichen Situation, Mitteilungscharakter hat, d. h. Kommunikation ist, so folgt daraus, daß man, wie immer man es auch versuchen mag, nicht nicht kommunizieren kann. Handeln oder Nichthandeln, Worte oder Schweigen haben alle Mitteilungscharakter: Sie beeinflussen andere, und diese anderen können ihrerseits nicht nicht auf diese Kommunikationen reagieren und kommunizieren damit selbst.

Wenn man untersucht, was jede Mitteilung enthält, so erweist sich ihr Inhalt vor allem als Information. Dabei ist es gleichgültig, ob diese Information wahr oder falsch, gültig oder ungültig oder unentscheidbar ist. Gleichzeitig aber enthält jede Mitteilung einen weiteren Aspekt, der viel weniger augenfällig, doch ebenso wichtig ist – nämlich einen Hinweis darauf, wie ihr Sender sie vom Empfänger verstanden haben möchte. Sie definiert also, wie der Sender die Beziehung zwischen sich und dem Empfänger sieht, und ist in diesem Sinn seine persönliche Stellungnahme zum anderen. Wir finden somit in jeder Kommunikation einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt.

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Daniel Tammet: Elf ist freundlich und fünf ist laut

30. Januar 2010 Keine Kommentare

Daniel Tammet ist ein Savant. Das sind Menschen, die Autisten sind und zugleich auf einigen Gebieten über bemerkenswerte Fähigkeiten verfügen. Als Autist wird man geboren, Tammet hatte zusätzlich in seiner Kindheit epileptische Anfälle, von denen man vermutet, dass sie zusätzliche Veränderungen in seinem Gehirn verursacht haben.

Eine von Daniel Tammets Begabung ist Savant-typisch, er ist Kalenderrechner, d.h. er kann für einen beliebigen Tag angeben, welcher Wochentag es ist. Er spricht zehn Sprachen, wobei er sich zum Beispiel das Isländische innerhalb einer Woche angeeignet hat, nachdem er eine Einladung vom isländischen Fernsehen erhalten hatte. Die ersten drei Tage anhand von ein paar Büchern und Kassetten, die folgenden vier Tage gemeinsam mit einer Sprachlehrerin. Danach hat er im isländischen Fernsehen in Isländisch mehrere Interviews gegeben. Er wurde auch ins deutsche Fernsehen eingeladen und hat dafür in einer Woche Deutsch gelernt. Das war aber nicht ganz so verblüffend. Zum einen ist Deutsch dem Englischen, seiner Muttersprache, viel ähnlicher als Isländisch, zum anderen kannte er Deutsch schon aus der Schule.
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Diagnose: Bandscheibenvorfall Halswirbelsäule

27. Januar 2010 2 Kommentare

Lange Zeit war Schreibstille in diesem Blog, und die hatte ihren Grund, der am 29.11.2009 schon kurz angeklungen war. Hier nun ein ausführlicher (Zwischen)Bericht. Ende Oktober, Anfang November war ich das erste Mal bei meiner Hausärztin, weil mir der Arm weh tat. Es ging offenbar vom Nacken aus, denn der schmerzte auch und der Arm war sonst vollkommen in Ordnung. Die Ärztin drückte ein wenig auf dem Rücken herum, bewegte die Arme, fand nichts, verschrieb mir eine Packung Diclodispers und wünschte mir gute Besserung. Da sich diese nicht einstellte, saß ich am 18.11. wieder in ihrem Wartezimmer. Dieses Mal schrieb sie mir eine Überweisung zum Orthopäden.

Ich ging sofort zum nächsten Orthopäden, aber so wie unser Gesundheitswesen organisiert ist, kommt man nicht sofort dran, sondern braucht einen Termin. Mein Hinweis, dass ich Schmerzen habe, wurde mit dem Hinweis „Der Doktor hatte heute Nachtdienst und ist müde!“ abschlägig beschieden. Am 24.11., nach einer Woche, die ich mit Schmerztabletten überbrückte, kam ich dran. Der Arzt untersuchte zunächst die Beweglichkeit beider Arme und des Rückens, alles war in Ordnung. Danach drehte er den Kopf in alle Richtungen. In einer bestimmten Stellung des Kopfes ein stechender Schmerz sowohl im Halsbereich als auch im Arm. Diagnose: Pseudoradikuläres Syndrom. Das ist keine Krankheit, sondern eine Sammelbezeichnung für vielerlei Beschwerden der Halswirbelsäule, die bis in einen oder beide Arme ausstrahlen. Nach fünf Minuten war ich aus dem Behandlungsraum wieder raus. Ich bekam zwei Spritzen, eine zur Schmerzbekämpfung, eine zur Entzündungshemmung und eine Mikrowellenbestrahlung des Nackenbereiches. Ersteres wurde noch zweimal wiederholt, letzteres fünfmal. Keine Besserung in den nächsten zwei Wochen.
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Du bist Terrorist!

3. Januar 2010 Keine Kommentare

Aus bereits geschilderten Gründen fehlt mir derzeit die Lust, Texte zu schreiben. Deshalb nur dieses kleine Video, über das ich heute gestolpert bin:

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