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Archiv für April, 2009

Tetris

27. April 2009 Keine Kommentare

Gerade habe ich diesen schönen Film gefunden:

Normalerweise läuft Tetris aber etwas anders ab. Das folgende Video erinnert mich an hunderte vertillerte Stunden vor dem Bildschirm:
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Geschäftsidee: Need a problem

25. April 2009 Keine Kommentare

Die Schweizer sind in Schwierigkeiten, weil ihnen das gute Geschäft mit den Steuerflüchtlingen aus Zentraleuropa gerade €-lich vermiest wird, da müssen neue Geschäftsideen her:

Sind Sie glücklich? Leben Sie ein ausgefülltes, sorgenfreies Leben? Wie langweilig!
Was Ihnen fehlt, sind Kontraste. Sie brauchen dringend Probleme zum Lösen.

In einem Diskussionsforum hat jemand diese Netzseite Need a problem erwähnt. Man kann dort Probleme kaufen. Triviale Probleme kosten 1€, schwierige 5000€.

problem

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Das Tollhaus

23. April 2009 Keine Kommentare

Seit Menschengedenken gibt es Patienten und Heiler, und es war schon immer so, dass diese beiden Gruppen neben gemeinsamen auch unterschiedliche Interessen haben. Nachdem aus einstigen Medizinmännern und Heilern Ärzte, und das Medizinwesen zu einem Wirtschaftszweig geworden ist, kamen zusätzlich neue und zwar ökonomische Interessen ins Spiel. Ein Arzt, der seinen Lebensunterhalt mit seinen Patienten bestreitet, verdient nichts, wenn alle Menschen gesund sind, er verdient auch nichts, wenn ihm alle wegsterben. Das heißt, seinen eigenen Interessen entspricht am besten ein Zwischenzustand – aus ökonomischer Sicht ist der halbtote Patient das medizinische Ideal. Weil sich wegen dem medizinischen Fortschritt eine vollständige Heilung einiger weniger einfacher Krankheiten nicht vermeiden lässt, müssen ständig neue chronische Krankheiten erfunden werden.

Eine weitere Tendenz moderner Gesellschaften ist es, die steigende Komplexität menschlicher Verhältnisse zu institutionalisieren. Eine dieser Institutionen ist die Krankenkasse. Sie trägt der Tatsache Rechnung, dass auf der einen Seite die Verhältnisse der Menschen zur Gesellschaft vielfältiger geworden sind und sich auf der anderen Seite das medizinische Angebot extrem erweitert und spezialisiert hat. Dabei gibt es „die Krankenkasse“ eigentlich nicht, sondern auch hier bringt die sogenannte „Marktwirtschaft“ eine Vielzahl von Unternehmen hervor, die sich alle so nennen. So wie es bereits für die Patienten und Ärzte galt, bringt auch diese neue Gruppe eigene Interessen mit. Da Krankenkassen als Wirtschaftsunternehmen organisiert sind und Gewinn erwirtschaften wollen, bestehen ihre Ziele gegenüber den Patienten darin, möglichst viel Geld zu verdienen. Dort buhlen sie also um möglichst reiche und gesunde Kunden. Auf der anderen Seite, gegenüber den Ärzten, wollen sie möglichst wenig Geld ausgeben.
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Gold

19. April 2009 Keine Kommentare

In der Zeitschrift Euro 4/2009 ist der Titelartikel dem Gold gewidmet. Außer einer Reihe von Fakten findet man dort ein Interview mit den beiden Investmentbankern Felix Zulauf und Marc Faber.

Gold ist ein bemerkenswertes Element. Einerseits dient es seit vielen tausend Jahren als Zahlungs- und Wertaufbewahrungsmittel. Andererseits wird es in der Schmuckindustrie und der Kunst und neuerdings in der Elektronikindustrie verwendet. Als eine ganz besondere Eigenschaft ist es praktisch (chemisch) unzerstörbar. Von den etwa 155.000 Tonnen, die jemals gewonnen wurden, sind bis heute nur geschätzt 2000 Tonnen wieder verschwunden, ein kleiner Teil in verschrotteten elektronischen Geräten. Ein größerer Teil dürfte in gesunkenen Schiffen auf dem Meeresboden liegen oder in verschiedenen Kriegswirren verloren gegangen sein.

In dem oben erwähnten Artikel findet sich eine aufschlussreiche Grafik:

gold
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Wittgenstein und Hitler

19. April 2009 Keine Kommentare

Wenn man sich über Wittgenstein informiert und liest, dass dieser in Linz zur Schule ging, dann geht (zumindest bei mir) im Kopf ein kleines Warnlämpchen an. Und tatsächlich findet man in der Wikipedia im Artikel über Ludwig Wittgenstein den folgenden Satz:

Wittgensteins intellektuelle Erziehung begann mit häuslichem Privatunterricht in Wien, ab 1903 erhielt er Unterricht in der Realschule in Linz, welche auch Adolf Hitler zur gleichen Zeit in einer anderen Klasse besuchte.

Kannten sich die beiden? In der Telepolis beginnt ein Artikel zu dieser Frage mit dem Verweis auf ein Buch:

Vor zehn Jahren erschien in Deutschland das Buch eines australischen Autors, das sofort bei seinem Erscheinen zunächst von der Kritik nieder gewürgt und dann von den Kulturmedien totgeschwiegen wurde. Es handelt sich um das Buch „Der Jude aus Linz“, erschienen im Ullstein Verlag.

Der Autor, Kimberley Cornish, im Hauptfach Physiker, hatte sich dabei in die Gefilde der Historiker gewagt, und war von der zuständigen Zunft in Deutschland und Österreich, aber auch anderswo, arg gerüffelt worden. Als ein Wirrkopf, eine Art von Däniken der Geschichtsschreibung, wurde er abgekanzelt. Und er vertrat in der Tat die recht abenteuerliche These, dass Hitler und Wittgenstein in der Jugendzeit miteinander bekannt – wenn nicht eng befreundet oder gar in einem homoerotischen Liebesverhältnis stehend – und nachher tief verfeindet waren. Und dass die Initialzündung für Hitlers Judenhass auf seinen Hass gegen Wittgenstein zurückzuführen sei. Heute, zehn Jahre später, kann man das Buch, möglicherweise etwas weniger verkrampft, erneut einer kritischen Würdigung unterziehen.

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Thomas Metzinger: Postbiotisches Bewusstsein

13. April 2009 Keine Kommentare

Gibt man in Google die Stichworte „Thomas Metzinger Postbiotisches Bewusstsein“ ein, dann wird man gleich mehrfach zu Seiten verlinkt, auf denen man den Text eines Vortrags findet, den er zum Thema „Postbiotisches Bewusstsein: Wie man ein künstliches Subjekt baut – und warum wir es nicht tun sollten“ gehalten hat. Eingangs seines Vortrags sagt er, dass der Turing-Test seiner Meinung nach nicht geeignet ist, ein bewusstes Wesen von einer einfachen, aufs Antworten programmierten Maschine zu unterscheiden. Er schlägt den „Metzinger-Test“ vor:

Ein wesentlich stärkerer und deshalb vielleicht besserer Test für phänomenales Bewusstsein ist der Metzinger-Test: Wir sollten ein System spätestens dann als bewusstes Objekt behandeln, wenn es uns gegenüber auf überzeugende Weise demonstriert, dass die philosophische Frage nach dem Bewusstsein für es selbst ein Problem geworden ist, zum Beispiel wenn es eine eigene Theorie des Bewusstseins vertritt, d.h., wenn es mit eigenen Argumenten in die Diskussion um künstliches Bewusstsein einzugreifen beginnt.

Bei diesem Test fallen 99.99% aller Menschen durch. 99% haben sich noch nie mit Fragen des Bewusstseins beschäftigt, und vom verbleibenden Prozent haben (mindestens) 99% keine eigene Theorie über das Bewusstsein aufgestellt, die sie gegenüber einem Theoretischen Philosophen wie Metzinger glaubwürdig vertreten könnten.
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Kleine Einsteins

10. April 2009 Keine Kommentare

Eine Bekannte war recht begeistert von dem Spiegelartikel Kleine Einsteins, mit dem Teaser:

Psychologen vermelden einen Ansturm von Eltern, die ihre Kinder für hochbegabt halten. Selbst schlechtes Benehmen wird dabei gern in überdurchschnittliche Intelligenz umgedeutet.

Ich hatte den Artikel zuvor auch überflogen, aber nach den Sätzen

Nach allem, was Forscher wissen, hat sich indes kein Evolutionssprung ereignet in der Blauen Lehmkuhle und anderen Soziotopen der Republik: Der Anteil der Hochbegabten mit einem IQ von über 130 liegt konstant bei etwa zwei Prozent.

nicht mehr ernst genommen. Die Konstanz entsteht ja nicht dadurch, dass es keine Veränderungen des Menschen gibt, sondern liegt an dem Messverfahren, das immer so kalibriert wird, dass sich eine Normalverteilung mit einem Mittelwert von 100 und einer Standardabweichung von 15 ergibt. Da liegen 2% halt immer bei 130. Auch der sogenannte Flynn-Effekt kommt nur zustande, wenn man heutige Probanden Tests machen lässt, die vor vielen Jahren geeicht wurden. Erst dann bemerkt man ein Ansteigen (oder auch nicht) der Messergebnisse über die Jahre.
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Computer entdeckt selbständig Naturgesetze

5. April 2009 Keine Kommentare

Einen bemerkenswerten Artikel habe ich in dieser Woche im Spiegel gefunden: Computer entdeckt selbständig Naturgesetze. Der Ansatz ist leicht verständlich: Naturgesetze beschreiben Vorgänge so, dass man unter ähnlichen Voraussetzungen mit demselben oder wenigstens ähnlichem Verhalten anderer Systeme rechnen kann. Denkt man etwas darüber nach, dann ist eine Maschine, die aus Beobachtungen Gesetze extrahieren kann, keineswegs ungewöhnlich.

Jedes mustererkennende System sollte in der Lage sein, nach der Beobachtung und Analyse mehrerer Vorgänge oder Dinge nach gewissen algorithmischen Regeln die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu finden. Und die Gemeinsamkeiten sind dann entweder gemeinsame Eigenschaften von Dingen oder Konstanten oder eben Naturgesetze, im Artikel als die „Invarianten“ bezeichnet. Kreativ ist also lediglich, diesen Ansatz auf die Konstruktion einer Maschine anzuwenden, die bestimmte physikalische Vorgänge beobachtet und analysiert. Der letzte Abschnitt des Artikels hingegen stimmt nicht:
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KategorienIntelligenz, Visionen Tags:

Karl Raimund Popper

1. April 2009 Keine Kommentare

Heute bin ich über die Aufzeichnung einer Sendung mit Karl Popper gestolpert, die im Mai 1990 ausgestrahlt wurde. Zum Zeitpunkt des im Film gezeigten Interviews war Karl Popper 87 Jahre alt.


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