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Archiv für April, 2008

Inzest bei Ursel und Traudel

26. April 2008 Keine Kommentare
KategorienAlltag, Haustiere, Natur, Videos Tags:

Köppnick auf dem Weg zur Arbeit

16. April 2008 Keine Kommentare

Am Abend hatte Köppnick einen Brief geschrieben, den er gleich am nächsten Morgen zum Briefkasten schaffen wollte. Da er auf seinem normalen Arbeitsweg an keinem Briefkasten vorbeikommen würde, entschloss er sich, einen kleinen Umweg durch die Fußgängerzone zu nehmen. Nach dem Einwerfen des Briefs überlegte er kurz den optimalen Weg und bog in eine Seitenstraße ab. An der nächsten Kreuzung fiel Köppnick auf, dass sein bis dahin gewählter Weg nicht der kürzeste sein würde, deshalb bog er nochmals ab. Seine Entdeckung motivierte ihn jetzt, auf der Suche nach der kürzesten Verbindung weitere Erfolge zu suchen. Optimistisch wechselte er die Straßenseite, mitten auf der Straße überfiel ihn aber die Erkenntnis, dass der Weg auf der alten Seite kürzer sein müsste. Sich über seinen Fehler ärgernd, ging er zurück. Dafür schaltete die folgende Ampel bei seinem Kommen sofort auf Grün, etwas, das ihm normalerweise nie passierte.
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KategorienFiktion Tags:

Der freie Wille zum Ersten, zum Zweiten, …

15. April 2008 Keine Kommentare

Je mehr ich über den freien Willen lese und darüber nachdenke, desto weniger verstehe ich die Probleme, vor denen die Neurowissenschaft zu stehen meint. Im Spiegel wird die x-te Studie zitiert: Studie nährt Zweifel an freiem Willen. der Neuigkeitswert besteht darin, dass entsprechende unbewusste Denkprozesse im Gehirn jetzt nicht mehr 500 Millisekunden, wie seinerzeit von Benjamin Libet, sondern ganze 7 Sekunden vor dem Zeitpunkt gemessen wurden, die die Versuchspersonen selbst als den Zeitpunkt ihrer Entscheidung angegeben haben:

Lange bevor wir glauben, eine bewusste Entscheidung zu fällen, sind bereits an der Entscheidung beteiligte Hirnregionen aktiv, haben sie herausgefunden. Die Forscher waren sogar in der Lage, vorauszusagen, welche Entscheidung ein Proband treffen würde – mehrere Sekunden vor dem Zeitpunkt, zu dem er sich selbst darüber bewusst war.

Im Durchschnitt berichteten die Studienteilnehmer, dass sie die Entscheidung, welche Hand sie benutzen, innerhalb einer Sekunde vor dem Drücken gefällt hätten. Durch Messungen der Aktivität im frontopolaren Cortex, einer Region im vorderen Hirnbereich, konnten die Wissenschaftler aber schon sieben Sekunden vor dieser bewussten Entscheidung vorhersagen, welche Hand die Testperson einsetzen würde.

„Die Frage nach der Willensfreiheit ist nicht endgültig beantwortet“, erklärte Haynes. Bei den Stoffwechselvorgängen handle es sich um eine unbewusste Planung einer bewussten Entscheidung. Unklar sei, ob sich der Mensch nach der Planung noch umentscheiden kann. „Ich halte einen Eingriff des freien Willens für unplausibel“, sagte Haynes.

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Bernd Vowinkel: Maschinen mit Bewusstsein

13. April 2008 Keine Kommentare

Zu Beginn des Buches war ich etwas ärgerlich. Das werde ich immer, wenn Schätzungen der Rechenkapazität aus der Zahl der Nervenzellen, der Anzahl der zwischen ihnen bestehenden synaptischen Verbindungen und der Geschwindigkeit der Reizleitung in unserem Gehirn dazu verwendet werden, um den Zeitpunkt zu bestimmen, wann die Leistung von Maschinen diejenige unseres Gehirns übersteigen wird. (Einen solchen unangebrachten formalen Vergleich findet man übrigens sogar in der Wikipedia im Artikel Gehirn.)

Diese Vergleiche führen in die Irre, weil sie wesentliche Unterschiede zwischen den beiden Systemgruppen ignorieren. Gehirne sind analog arbeitende Systeme, die dort ablaufenden Prozesse führen zu ständigen Änderungen der Strukturen, chemische (hormonelle) Prozesse spielen eine große Rolle, die Funktionen des Körpers dürfen nicht vernachlässigt werden, usw. Wir wissen nicht, welche Menge an digitalen Informationen und was man sonst noch alles benötigt, um solche Prozesse in Rechnern zu emulieren (=vollständig zu simulieren). Ich habe trotzdem weiter gelesen, weil mir die folgenden Absätze Hoffnungen auf ein spannendes Buch gemacht haben:
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Rückkehr der Kraniometrie?

9. April 2008 Keine Kommentare

Die Kraniometrie, die vor über 100 Jahren in der Wissenschaft als Methode zur Bestimmung der Intelligenz anhand der Schädelform ad acta gelegt wurde, feiert jetzt offenbar in der Psychologie fröhliche Urständ. In dem Telepolisartikel Bereitschaft zum Sex lässt sich vom Gesicht ablesen jedenfalls wird eine Studie britischer Psychologen zitiert:

Wie Psychologen in Tests festgestellt haben, können Menschen anhand von visuellen Merkmalen der Gesichter erkennen, um welchen soziosexuellen Typ es sich handelt. Das können sie, wie Lynda Boothroyd und ihre Kollegen von der Durham University in ihrem Artikel in der Zeitschrift Evolution and Human Behavior berichten, mit wirklichen Gesichtern und aber auch anhand von Fotos, auf denen Gesichter zu einem Porträt übereinander gelegt wurden. Die Auswahl der fotografierten jungen Männer und Frauen erfolgte aufgrund eines Fragebogens, bei dem die soziosexuelle Orientierung erfasst wurde, beispielsweise an der Zahl der Sexualpartner.

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KategorienFrauen, Gehirn & Geist Tags:

E10

6. April 2008 Keine Kommentare

Die geplante Einführung der 10%igen Beimischung von „Bio“sprit ins Superbenzin ist gekippt. Begründung: Zu viele alte Autos vertragen diesen Sprit nicht, die Fahrer müssten auf das teurere Super-Plus umsteigen. Ich habe mal kurz nachgerechnet: Der Unterschied zwischen Super und Super-Plus beträgt etwa 6 Cent je Liter. Bei einer durchschnittlichen Fahrleistung von 14.000 km im Jahr und einem durchschnittlichen Verbrauch von 7 Litern auf 100 Kilometern ergeben sich Mehrkosten von 60 Euro pro Jahr und Fahrzeug. Bei maximal 8 Millionen betroffener Fahrzeuge und 80 Millionen Einwohnern also 50 Cent je Monat und Einwohner.

Betroffen machen mich hier zweierlei: Ein Betrag in dieser Größenordnung für eine Maßnahme gegen den Klimawandel ist in Deutschland politisch nicht durchsetzbar. Und, in meinen Augen noch viel schlimmer, die Argumente, dass für die Produktion des Biosprits Regenwälder in großem Umfang abgeholzt werden müssen und die Lebensmittelpreise vor allem in Dritteweltstaaten stark gestiegen sind, seit vor allem in Industriestaaten Lebensmittel als Treibstoff verbrannt werden, sind für unsere Politiker weniger schwerwiegend als die Konstanz der Treibstoffpreise. Von wem stammt eigentlich der Euphemismus „sapiens“ für unsere Spezies?
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KategorienPolitik Tags: