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Archiv für Oktober, 2007

Paul-Klee-Zentrum Bern

31. Oktober 2007 Keine Kommentare

Am Wochenende war ich zum ersten Mal in der Schweiz, zu Besuch bei zwei Bekannten, die ich im Sommer kennen gelernt hatte. Zumindest an diesem Wochenende erinnerte mich die Schweiz sehr an Thüringen – mit Tunneln und Brücken und keinen Bergen, die höher als 1000 Meter waren – wegen dem Hochnebel waren alle höheren Berge wie ausradiert. Wegen dem spätherbstlichen Wetter hatte ich auch keine Mühe, meine Bekannten zu einem Besuch des Paul-Klee-Zentrums und des Einsteinhauses in Bern zu überreden.

Paul Klee ist mir durch seine Tätigkeit für das Bauhaus in Weimar bekannt, gemeinsam mit Lyonel Feininger und Wassili Kandinsky, deren Kunst ich ebenfalls sehr mag, wurde er von Walter Gropius in den Zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts nach Weimar geholt. Aber Paul Klee stammt aus der Schweiz und ist nach der Vertreibung durch die Nationalsozialisten später dorthin zurückgekehrt. Das Paul-Klee-Zentrum in Bern wurde durch private Investitionen ermöglicht und 2005 eröffnet. Es gibt dort eine ständige Klee-Ausstellung und eine Wanderausstellung, die derzeit ebenfalls Werke von Paul Klee enthält.


Paul Klee Zentrum

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Vorteile der Bahnprivatisierung?

31. Oktober 2007 Keine Kommentare

Ich habe es gern logisch, deshalb wäre es nett, wenn mir mal jemand die Vorteile einer Bahnprivatisierung erklären könnte. Meine eigenen Überlegungen dazu:

Ein kleines privates Unternehmen kann sehr gut funktionieren. Der Chef, in dessen Eigentum sich die Firma seit Generationen befindet, kennt sowohl alle seine Mitarbeiter, als auch die Konkurrenten und den Markt. Er erscheint jeden Tag im Betrieb, arbeitet mehr als der Durchschnitt seiner Angestellten. Weil er das volle Risiko trägt, ist ein weit überdurchschnittlicher Verdienst für ihn unter dem Gerechtigkeitsaspekt in Ordnung.

Bei sehr großen Unternehmen wandelt sich der Besitzer zum Aktionär, der vom Unternehmen nicht viel mehr kennt als den Aktienkurs und seine Dividende, und den die Produkte und Mitarbeiter der Firma auch überwiegend unter diesem Aspekt interessieren. Damit das Unternehmen geleitet werden kann, wird zwischen diese anonymen Besitzer und die Mitarbeiter ein Management gestellt, das eine Art Zwitterstellung einnimmt. Formal sind es ebenfalls abhängig Beschäftigte, aber um die Interessen der Besitzer besser zu vertreten, werden die Manager meist mit überdurchschnittlichen Gehältern oder mit Aktien, d.h. mit Besitzanteilen am Unternehmen geködert. Das vor allem macht sie anfällig für Manipulationen des Werts des Unternehmens am Kapitalmarkt.
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Familiäre Werte im Dritten Reich

22. Oktober 2007 Keine Kommentare

auschwitzIn der letzten Zeit war ja viel von den familiären Werten die Rede, die im Dritten Reich so besonders gut gewesen sein sollen und die danach – besonders durch die 68er – zunichte gemacht wurden. Da offenbar vielen nicht ganz klar ist, was damit gemeint sein könnte, hier ein Beispiel. Unter dem Titel „Schöne Tage in Auschwitz“ findet sich im Spiegel 39/2007 vom 24.9.2007 ein Bericht über den Alltag des KZ-Personals. Anlass für den Spiegel-Artikel sind ein paar neu aufgetauchte private Fotos, die erst jetzt von einem anonym gebliebenen Mitarbeiter des amerikanischen Militärgeheimdienstes CIC an das Washingtoner Holocaust-Museum übergeben wurden.

Im Artikel liest man:
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Eisenbahnerstreik

21. Oktober 2007 Keine Kommentare

Der Konflikt zwischen der Bahn und der Lokführergewerkschaft GDL zieht sich in die Länge, ich habe den Eindruck, dass die Massenmedien den Standpunkt der GDL nicht ausreichend zur Geltung bringen, sondern eher den der Bahn (der Arbeitgeber, der Bundesregierung, …). Aus diesem Grund hier mal in vollem Wortlaut ein Zitat aus einem Forum der Eisenbahner, in dem das aktuelle Angebot der Bahn an die Lokführer analysiert wird. Auf diesen Beitrag bin ich über einen Kommentar in diesem Blogeintrag gestolpert. Die Analyse im Eisenbahnerforum:

Um Missverständnissen vorzubeugen und damit kontroversen Diskussionen die Grundlage zu entziehen, haben wir uns entschieden das 5. Angebot der Bahn in den Eckpunkten für alle Interessierten mal genau zu erklären und gleichzeitig die Ablehnung der GDL darzustellen.
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Matthias Horx: Wie wir leben werden

16. Oktober 2007 Keine Kommentare

Matthias Horx ist ein bekannter Zukunfts- und Trendforscher. Ich war etwas skeptisch, als ich begonnen habe, sein Buch „Wie wir leben werden“ zu lesen, weil sich ja schon immer viele Prognosen später als kompletter Unsinn erwiesen haben. Horx geht gleich im Vorwort auf das Problem ein: „Wie wird Zukunft gemacht“? Es gibt offensichtlich vier verschiedene Betrachtungsweisen in Bezug auf die Zukunft, die er mit Hilfe der aus der Geschichte bekannten Persönlichkeiten Kassandra und Dr. Popper sowie zwei Unbekannten „Kosmo“ und „Helga“ personifiziert. Die vier stehen für die Komponenten „Apokalyptischer Determinismus“ (Kassandra, Die Menschheit scheitert an ihrem vollkommenen Selbst), „Systemische Offenheit“ (Popper, Human-Transformation: Menschen ändern sich in sozialen Systemen), „Technologische Transzendenz“ (Kosmo, Technologische Transformation: Technik bildet den Evolutionskern der Zukunft) und „Humanistische Immanenz“ (Helga, Techno-Doom: Die Menscheit scheitert an der Technologie). Irgendwo zwischen diesen Polen wird „die Zukunft verhandelt“.

Horx reflektiert selbst Zukunftsvorhersagen aus der Vergangenheit und vergleicht sie mit dem Eingetretenen. Seine verblüffende Erkenntnis: Bei technischen Vorhersagen enthielten viele Prognosen einen wahren Kern, aber die Aussagen über die Entwicklung der Gesellschaft lagen häufig völlig falsch. Ich hätte hier eher das Gegenteil vermutet mit dem Grundgedanken, dass sich die Technik schneller als das menschliche Wesen wandelt.
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Eine Benzinmädchenrechnung

15. Oktober 2007 Keine Kommentare

Spiegel Online zitiert heute aus einem Artikel in der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung: Bahnfahren ist nicht so umweltfreundlich wie behauptet. Bei der FAZ ist der Originalartikel mit 2 € unverschämt teuer.

Frankfurt/Main- Wer in Deutschland eine Fernreise mit der Bahn unternimmt, verbrauche im Durchschnitt 3,9 Liter Benzin auf hundert Kilometer. Das hat die Auswertung mehrerer Statistiken durch die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ ergeben. Die errechnete Zahl liege wesentlich höher als die 2,3 Liter pro Passagier auf hundert Kilometer, die die Bahn immer wieder angebe.

Dem Bericht zufolge berücksichtige die Bahn in ihren Statistiken nicht, dass sie auch Energie verbrauche, um ihre Infrastruktur zu unterhalten. Zudem müssten Bahnfahrer Umwege in Kauf nehmen. Wer eine Fernfahrt mit dem Auto unternehme, verbrauche laut Statistik 5,2 Liter Benzin.

Sogar bei Billigflügen auf Strecken innerhalb Europas würden ähnlich gute Werte erzielt wie bei einer Reise mit dem Fernzug, heißt es weiter. Das sei so dank der hohen Sitzplatz-Auslastung der Billigflieger.

Der Bericht kritisierte, dass der von der Bahn oft angegebene Ausstoß von 52 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer und Passagier im Fernverkehr nur die Energie erfasse, die der Zug aus den Oberleitungen entnehme. Die Bahn berücksichtige zudem nicht, dass sie für zusätzliche Verkehrsleistungen Strom fast nur aus Kohlekraftwerken beziehen könne. In den Rechnungen des Umweltbundesamts heiße diese Vergleichsmethode „Zuwachsbetrachtung“. Diese einberechnet, stiege der Bahn-Vergleichswert auf 110 Gramm. Das unterscheide sich kaum von den 122 Gramm, die bei einer Fernfahrt mit dem Auto durchschnittlich verursacht würden.

Das bei weitem klimafreundlichste Verkehrsmittel sei der Fernreisebus: Bei ihm kommt man auf einen Verbrauch von umgerechnet 1,6 Liter pro Person auf hundert Kilometer, beziehungsweise auf 40 Gramm Kohlendioxid pro Person und Kilometer. Das kommt daher, weil Fernreisebusse in der Regel sehr gut besetzt sind.

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Al Gore ist Friedensnobelpreisträger

12. Oktober 2007 Keine Kommentare

Er war einer der Favoriten auf diesen Titel, insofern ist seine Auszeichnung keine große Überrraschung mehr. Natürlich ist es auch eine Art der internationalen Missbilligung der Politik des Weißen Hauses in den letzten Jahren. Interessant ist aber, dass da einer Friedensnobelpreisträger geworden ist, der nicht Konflikte in der Vergangenheit beigelegt hat, sondern der mithilft, einige Auseinandersetzungen in der Zukunft zu verhindern oder weniger schlimm zu machen. Die globale Erwärmung wird Migrantenströmen aus Gebieten hervorrufen, in denen man nicht mehr leben kann, sei es weil sie überschwemmt werden oder weil sie versteppen, man wird viele Toten dort beklagen, wo es kein bezahlbares Trinkwasser mehr hat, und sie führt zu noch schlimmeren Kriegen um knapper werdende Ressourcen.

Sein Film war gut gemacht, an einigen Stellen schien mir aber seine Person etwas zu stark in den Vordergrund gerückt zu sein. Vermutlich mögen und brauchen es die Amerikaner und ein großer Teil der Welt so. Auch Michael Moore trägt seine Ansichten ja mit einer Holzhammerrhetorik vor. Nur wenige Dinge im Film waren mir wirklich neu, aber die Amerikaner scheinen vieles bis dahin tatsächlich nicht gewusst zu haben, weil ihnen ihre derzeitige Administration wichtige Informationen bewusst vorenthält.
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Die freiwillige Bewegung zur Ausrottung der Menschheit

11. Oktober 2007 Keine Kommentare

Ich bin mir nicht sicher, ob diese Webseite ernst gemeint ist oder nur ein Spaß. Die deutsche Übersetzung ist leider nicht vollständig. Beim englischen Teil hakelt mein Ironiedetektor, beim kleineren deutschen Teil wäre es möglich, dass ein Teil der Intention in der Translation steckengeblieben ist. Es gibt durchaus Indizien, die für ein Fake sprechen.

An einer Stelle lautet die Frage:
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KategorienAlltag, Ethik, Gesellschaft Tags:

GR20-Bilder

8. Oktober 2007 Keine Kommentare

Im Artikel Korsika: GR20 hatte ich versprochen Bilder nachzureichen. Hier sind sie:
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