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Archiv für April, 2006

Alectura lathami

27. April 2006 Keine Kommentare

Bei Reptilien gibt es keine genetischen Unterschiede zwischen Männchen und Weibchen. Das Geschlecht wird durch die Bruttemperatur festgelegt. Bei Vögeln ist das anders, denn die Weibchen (jaha!) haben zwei unterschiedliche Geschlechtschromosomen, die Männchen zwei gleiche. (Wenn man mal von solchen Kuriositäten wie dem bisexuellen Zebrafink absieht, dessen eine Körperhälfte männlich, die andere weiblich ist, siehe hier.)

In Spektrum Direkt liest man jedoch am 25.11.2004 im Artikel „Temperatur steuert Geschlechterverhältnis bei Großfußhühnern“, dass auch bei diesen die Temperatur im Bruthügel eine wichtige Rolle spielt:
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KategorienEvolution, Natur Tags:

Drupal-Test

26. April 2006 Keine Kommentare

Kurzer Testbericht über die Möglichkeiten, die Drupal bietet (ein OpenSource Content-Management-System, dass sich auch zum Einrichten von Diskussionsforen eignet). Zeit: ca. 8 h, Vorkenntnisse (PHP, MySQL, Apache): 0

Was auf Anhieb ging:

  • Installation der Version 4.7rc2 unter Windows einschließlich MySQL und Apache, PHP5.
  • Anlegen einer Datenbank.
  • Installation der deutschen Sprachdatei. Einige Teile sind offensichtlich noch nicht übersetzt.
  • Einrichten neuer Benutzer.
  • Umschalten auf Clean-Urls.
  • Einschalten wesentlicher Blöcke zur Benutzeranmeldung, Benutzeranzeige, neueste Kommentare, statisches Hauptmenü auf feste Datenbankknoten.

Was sehr schön funktioniert:
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KategorienAlltag, Visionen Tags:

Deutschland / Israel / Palästina

23. April 2006 Keine Kommentare

In der Telepolis kann man einen wirklich großartigen Artikel zum Israel-Palästina-Konflikt lesen. An der Universität Leipzig hat es eine Veranstaltungsreihe zu diesem Thema gegeben. Die Einbeziehung von „Deutschland“ in den Titel macht deutlich, dass wir gegenüber Israel eine besondere Verantwortung haben. Der Philosoph Georg Meggle zieht eine erste Bilanz: Deutschland/Israel/Palästina. Der Artikel ist sehr lang, aber auch sehr gut. Es lohnt sich, ihn bis zum Ende zu lesen. Hier nur ein einziges Zitat:
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KategorienEthik, Politik Tags: ,

Ich habe mir den Kopf zerbrochen

22. April 2006 Keine Kommentare

Gerade fiel sie mir wieder ein, die interessante Frage, über die ich mir unlängst den Kopf zerbrochen habe. Häufig wird berichtet: „Ich habe mir den Kopf zerbrochen.“ Eigentlich müsste man doch auch sagen dürfen: „Ich habe einen zerbrochenen Kopf.“ Das sagt aber niemand. Man zerbricht sich also den Kopf, hat aber hinterher keinen zerbrochenen Kopf? Dann kann man sich doch gar nicht den Kopf zerbrochen haben!
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KategorienSprache Tags:

Wo man keine Atombombe kaufen kann, gibt es keinen freien Markt

22. April 2006 Keine Kommentare

Eigentlich wollte ich den Telepolis-Artikel Erfolgreiche Staaten sind selbstgerecht und unbeweglich geworden gleich wieder verlassen, als meine Aufmerksamkeit von einem Kommentar gefesselt wurde. (Der Artikel selbst ist in dem für viele Beiträge über internationale Politik so charakteristischen Gedankenspagatstil verfasst. Für diesen Stil ist typisch, dass sich jeder politisch denkende Mensch nach dem Lesen in seiner Meinung bestätigt fühlt. Ich habe bis jetzt noch nicht hundertprozentig verstanden, wie man so etwas macht, das ist jedoch ein ganz anderes Thema.) Mehr…

KategorienGesellschaft, Politik Tags:

Michael Heinrich: Kritik der politischen Ökonomie

17. April 2006 Keine Kommentare

Im Jahr 2003 veranstaltete das ZDF eine Umfrage mit dem Titel Unsere Besten. Solche Umfragen vermitteln naturgemäß immer nur einen sehr subjektiven Eindruck, aber man kann wenigstens davon ausgehen, dass dort an führender Stelle vorkommende historische Personen auch zu anderen Zeiten und Gelegenheiten genannt werden würden. Platz 1 belegte Konrad Adenauer, Platz 2 Martin Luther und Platz 3 Karl Marx, vor den Geschwistern Scholl, Willi Brandt, Johann Sebastian Bach und Wolfgang von Goethe.

Ehrlich gesagt, hat mich dieser vordere Platz von Marx doch ziemlich verblüfft, könnte man doch annehmen, dass viele ihn mit dem gescheiterten „Realsozialismus“ in Verbindung bringen. Vielleicht hat aber zu seinem guten Platz beigetragen, dass viele bei Marx ihr Unbehagen über Missstände in der heutigen Welt gut aufgehoben fühlen. Beide Standpunkte werden dem historischen Marx aber nicht gerecht, weder seine undifferenzierte Ablehnung durch das Bürgertum noch eine diffuse Art von Gefühlssozialismus.
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Egoismus und Altruismus

8. April 2006 Keine Kommentare

Eine interessante Beschreibung eines soziologisch-ökonomischen Versuches findet man bei Telepolis: Vom Saulus zum Paulus

Das Studienergebnis ist psychologisch erklärbar. Menschen akzeptieren nur die Regeln bzw. wenden sie auf sich selbst an, wenn sie annehmen können, dass diese auch für alle anderen gelten, kontrolliert und gefordert werden. Das ist nichts anderes als der Ausdruck des (vielleicht angeborenen) Gerechtigkeitssinns. Neu ist an dem Setting, mit welch minimalen Versuchsbedingungen man seine Existenz nachweisen kann.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang ein älterer Versuch derselben Professorin Bettina Rockenbach aus Erfurt, mit dem die Rolle des Vertrauen in menschlichen Beziehungen getestet wurde: Vertrauen zahlt sich aus
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KategorienGesellschaft, Psychologie Tags:

Drei Tage in Rom

6. April 2006 Keine Kommentare

Ich wollte schon lange nach Rom, nicht nur wegen dem Vatikan, sondern vor allem wegen der über 2000jährigen Geschichte, wegen Raffael und Michelangelo und wegen den Schwärmereien von Bekannten, die schon einmal dort gewesen sind. Es ist schon schizophren: In Deutschland spöttelt man über die Japaner, die Europa in einer Woche oder weniger absolvieren, dann ist man selbst im Zeitdruck, kauft sich kurz vorher einen Reiseführer mit Kapiteln wie „Rom in 1-2-3 Tagen“, liest sich diese Kapitel flüchtig durch, fliegt hin, besucht die angepriesenen Stellen im Gedränge mit vielen anderen Touristen, und eilt nach Gewinnen eines kurzen flüchtigen Eindrucks wieder nach Hause. Drei Tage in Rom, mehr war nicht drin.
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KategorienAlltag, Reiseberichte Tags:

Kinderfeindlichkeit

6. April 2006 Keine Kommentare

Das Wort Kinderfeindlichkeit ist auch aus sprachpsychologischer Sicht eine tolle Verdrängungsleistung, weil es suggeriert, dass Kinder eine besondere Tierart sind, die sich von den übrigen Menschen unterscheidet. Wenn man aber den einfachen Fakt zur Kenntnis nimmt, dass Kinder auch bloß Menschen sind, dann ist Kinderfeindlichkeit einfach nur Menschenfeindlichkeit. Unsere Gesellschaft ist menschenfeindlich.
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KategorienGesellschaft, Sprache Tags:

IMK Report

5. April 2006 Keine Kommentare

Eine interessante Überschrift findet man auf den NachDenkSeiten:
Weltwirtschaftliche Ungleichgewichte nehmen zu – Deutschland hinkt hinterher.
Also ich fände es wirklich schön, wenn Deutschland bei der Zunahme der Ungleichgewichte hinterher hinken würde. So ist es aber in dem Beitrag nicht gemeint.

Interessant ist das in diesem Artikel verlinkte PDF-Dokument IMK Report, dort findet man z.B. auf Seite 29:
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KategorienPolitik Tags: