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Archiv für März, 2006

Freiheit zur Muße

28. März 2006 Keine Kommentare

„Freiheit zur Muße“, so war ein Artikel in der Thüringer Allgemeinen vom 14.1.2006 überschrieben. Weil mein Kollege durch dieses Interview offenbar so entschleunigt war, dass er mir erst jetzt davon berichtet hat, kann ich den Text erst heute ins Netz stellen. Enjoy!
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Die Lösung lautet Zweiundvierzig

26. März 2006 Keine Kommentare

In der aktuellen ct’ 7/2006 vom 20.3. wird im Beitrag „Qubit-Kapriolen“ auf Seite 6 allgemein über das Teleklonen und speziell über das Triplizieren eines Photons berichtet. Triplizieren ist interessanter als Duplizieren. Wird nämlich von einem Triplett ein Teilnehmer gestört („gemessen“), dann merken das die beiden anderen nicht. Das wirft einen dunklen Schatten auf die geplanten abhörsicheren Quantenübertragungskanäle. Aber so richtig schön wird es erst am Schluss des Artikels:
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KategorienPhysik, Skeptizismus Tags:

Einbürgerungstest für den Stammtisch

25. März 2006 Keine Kommentare

In der Telepolis gibt es den interessanten Artikel Kein Blatt vorm Mund, in dem es um populistische Äußerungen deutscher Politiker geht. Im Artikel ist ein Link angegeben, der einige besonders drastische Beispiele enthält. In vielen Fällen ist es aber nicht so leicht, den Populismus einer Äußerung und die Nähe zum Stammtisch zu entdecken, weil die Sprache ein sehr vielfältiges Instrument darstellt, das Denken auch unbewusst zu steuern. In vielen Fällen kann man vielleicht sogar davon ausgehen, dass der Sprecher selbst nicht merkt, wie sein eigenes Denken seine Sprache beeinflusst und wie seine Formulierungen wiederum auf sein Denken zurückwirken. Ein Beispielsatz eines bekannten deutschen Politikers aus den letzten Tagen, um für die Notwendigkeit eines Einbürgerungstests zu werben:
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KategorienAlltag, Politik Tags:

Kapitalanlage- versus Umlageverfahren

20. März 2006 Keine Kommentare

Als Ausweg aus der vor allem demografisch verursachten Krise der Sozialsysteme wird der Übergang von umlage- auf kapitalfinanzierte Verfahren propagiert. Von den Befürwortern werden vor allem die höheren Renditen der kapitalanlegenden Verfahren hervorgehoben. Nun weiß man aber, dass höhere Renditen stets mit höheren Risiken oder anderen Nachteilen verbunden sind. Wo liegen sie in diesem Fall?
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Gerhard Vollmer: „Was können wir wissen?“, Bd. I

19. März 2006 Keine Kommentare

Gerhard Vollmers „Was können wir wissen“ ist eine zweibändige Zusammenstellung von Einzelartikeln des Autors zur Erkenntnistheorie und benachbarten Wissenschaftsgebieten. Gegenüber einer geschlossenen Darstellung, bei der man sich als Leser an der Gliederung des Inhaltsverzeichnisses entlanghangeln kann, muss man hier den roten Faden selbst herausfinden. Eine geschlossene Darstellung wäre sicher kürzer, aber so ist man als Leser nicht gezwungen, alles zu lesen. Die Einzelbeiträge setzen unterschiedlich gute Vorkenntnisse der Philosophie voraus.
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Lafontaine im Visier der Staatsschützer

19. März 2006 Keine Kommentare

Laut einem Spiegelbericht, der wiederum einen Bericht des Focus zitiert, wurde Oskar Lafontaine durch das das saarländische Landesamt für Verfassungsschutz in die bundesweite Datei NADIS eingespeichert. Zitat:

Die Linkspartei, beziehungsweise deren Vorläufer PDS, steht dem Magazin zufolge seit Februar 2000 auf dem Index der saarländischen Staatsschützer. „Das immer noch gültige Parteiprogramm der PDS hat langfristig die Überwindung des bestehenden ‚kapitalistischen Systems‘ und die Schaffung einer ’sozialistischen Gesellschaftsordnung‘ zum Ziel“, sagte der Leiter des Landesamtes, Helmut Albert, [dem] „Focus“.

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KategorienPolitik Tags:

Rentenversicherung und Gentests

18. März 2006 Keine Kommentare

Zur Zeit wird ja heftig über die Renten von Menschen, die Kinder haben und solchen, die keine haben, diskutiert. Zum Beispiel hier. Parallel gibt es eine Diskussion über prädiktive medizinische Tests, zum Beispiel hier. Professor Lauterbach, von dem sich, wie man bei Google-Recherchen leicht selbst feststellen kann, die „SPD zunehmend genervt zeigt“, hat Folgendes ermittelt: Ärmere Bevölkerungsgruppen haben eine signifikant niedrigere Lebenserwartung im Verhältnis zu ihren vermögenderen Mitbürgern. Drastisch könnte man daraus schlussfolgern, dass die Arbeiter deshalb die Renten der Akademiker mitfinanzieren.
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KategorienEthik, Gesellschaft Tags:

Leben mit der Wahrscheinlichkeit

15. März 2006 Keine Kommentare

In Spektrum Direkt vom 19.8.2005 findet man einen Artikel unter dem Titel „Leben mit der Wahrscheinlichkeit“. In diesem geht es um die Entscheidung des Nationalen Ethikrates bezüglich prädiktiver medizinischer Tests. Einleitend heißt es:

Zahlreiche medizinische Untersuchungen erlauben inzwischen einen Blick in die Zukunft von Patienten. Denn mit so genannten prädiktiven Tests, zu denen auch Gentests gehören, lässt sich die Wahrscheinlichkeit abschätzen, mit der ein Mensch in zehn, zwanzig oder dreißig Jahren körperliche Leiden wie Krebs, Diabetes oder erbliche Muskelerkrankungen entwickelt. Ein gefundenes Fressen für Arbeitgeber, befürchten Kritiker: Sie könnten bei Einstellungsuntersuchungen Menschen mit höherem Gesundheitsrisiko aussortieren. Diskriminierung und soziale Ausgrenzung wären die Folge.

Der Nationale Ethikrat, der seit 2001 die Bundesregierung berät, hat nun in einer Stellungnahme vorgeschlagen, prädiktive Tests nur unter strengen gesetzlichen Auflagen zuzulassen, sodass die Arbeitgeber nur sehr begrenzt Informationen über die zukünftige Gesundheit ihrer Bewerber erhalten.

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KategorienEthik, Medizin Tags:

Schlafstörung

14. März 2006 Keine Kommentare

Es gibt ja viele Ursachen für Schlafstörungen. Eine davon ist das Lesen ungeeigneter Texte vor dem zu Bett Gehen. In Spektrum Direkt vom 15.10.2005 fand ich den Artikel „Kopfkissen beherbergen Millionen von Pilzsporen“. Darin liest man:

Am häufigsten fanden die Wissenschaftler um Ashley Woodcock Sporen des Schimmelpilzes Aspergillus fumigatus…

Neben [diesem], der auch in Kellern, Blumenerde, Computern und gemahlenen Gewürzen zu finden ist, entdeckten die Wissenschaftler auch zahlreiche Schimmelpilze, wie sie sonst in Brot, an Reben oder in der Dusche vorkommen.

Woodcock vermutet, dass die Pilze sich von menschlichen Hautschuppen und den Ausscheidungen der Hausstaubmilben ernähren. Diese wiederum fräßen die Pilze. In unseren Kissen sei so ein kleines Ökosystem entstanden, …

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KategorienNatur Tags:

Kann der deutsche Staat pleite gehen?

12. März 2006 Keine Kommentare

Die deutsche Staatsverschuldung betrug Ende 2005 etwa 1,5 Billionen Euro, was 18.000 Euro pro Kopf entspricht. Diese Summe haben Bund, Länder und Kommunen als Kredite aufgenommen, die zurückgezahlt und deren Zinsen bedient werden müssen. Der Kapitaldienst bewirkt, dass der Staat nur einen Teil seiner Einnahmen für die notwendigen Aufgaben einsetzen kann. Letztendlich sind auch die derzeitigen Auseinandersetzungen im öffentlichen Dienst und die Leistungseinschränkungen im Gesundheits- und Sozialwesen auf diese Ausgabenkürzungen zurückzuführen.

Auf der anderen Seite gibt es ständig steigende Privatvermögen in Deutschland. Es ist nicht leicht, die aktuelle Größe zu ermitteln, hängt diese doch auch davon ab, ob man nur Geld- oder auch andere Vermögenswerte berücksichtigt und ob die Verbindlichkeiten abgezogen werden oder nicht. Unstrittig ist, dass das Geldvermögen der deutschen Privathaushalte Ende 2004 die Summe von 4 Billionen Euro überstieg. Das Vermögen selbst ist in der Bevölkerung aber sehr ungleich verteilt.
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KategorienÖkonomie, Visionen Tags: