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Archiv für Januar, 2006

Schlaue Hühner picken links

31. Januar 2006 Keine Kommentare

In Spektrum Direkt vom 25. Mai 2005 findet man den Beitrag „Im Gehirn gilt links vor rechts“ mit dem Untertitel „Menschen und Vögel zeigen einseitige Aufmerksamkeit“.

Seit langem ist bekannt, dass Menschen Dinge auf der linken Seite des Gesichtsfeldes besser wahrnehmen können als auf der rechten. Signale vom linken Auge werden nun aber überwiegend von der rechten Gehirnhälfte, die von rechts kommenden eher links verarbeitet. Man kann deshalb vermuten, dass die unterschiedlich gute Wahrnehmung auf beiden Seiten auf der Asymmetrie unseres Gehirns beruht. Gestützt wird diese Hypothese auch durch die Beobachtung, dass Läsionen in jeweils einer der beiden Hälften zu unterschiedlich ausgeprägten Beeinträchtigungen in der Orientierungsfähigkeit führen.
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KategorienGehirn & Geist, Natur Tags:

Alptraum vom christlichen Sozialismus

28. Januar 2006 Keine Kommentare

Alptraum vom christlichen Sozialismus“ betitelte in der „Welt am Sonntag“ vom 22.01.2006 Heimo Schwilk seinen Artikel, in dem er über den Neujahrsempfang der Linkspartei im Erfurter Augustinerkloster berichtete. Die Erfurter Pröpstin Elfriede Begrich hatte dort eine Rede gehalten, die vor allem bei der Erfurter CDU und auch bei ihrem Arbeitgeber, dem evangelischen Landesbischof Noack, für Empörung sorgte.

Natürlich hat die „Welt am Sonntag“ die Rede selbst nicht veröffentlicht, nicht einmal in Auszügen. Auch im Netz habe ich sie nicht gefunden. Deshalb also hier der Text im vollen Wortlaut. So kann sich jeder selbst ein Urteil bilden.
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Mehr Hirn im Kopf?

26. Januar 2006 Keine Kommentare

In der Morgenwelt findet man einen interessanten Beitrag mit dem Titel „Mehr Hirn im Kopf!“ Zitat:

Innerhalb von nur 30 Generationen veränderte sich die menschliche Schädelform beträchtlich. Es sieht so aus, als habe die Evolution Platz geschaffen: Für größere Gehirne!

Im Weiteren wird über die Vermessung von Schädeln aus verschiedenen Jahrhunderten berichtet:

Im Vergleich zu ihren mittelalterlichen Vorfahren weisen die Schädel moderner Menschen weniger hervorstehende Merkmale auf. Die Stirn ist heute aber wesentlich höher als damals.

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KategorienEvolution, Gehirn & Geist Tags:

Erfurter Dialog

24. Januar 2006 Keine Kommentare

Am 24.01.2006 fand ein weiterer Erfurter Dialog statt, dieses Mal zum Thema „Evolution und Schöpfung“. Diese Veranstaltung hatte im Vorfeld ein sehr großes Medienecho hervorgerufen, weil der Ministerpräsident von Thüringen, Dieter Althaus, zunächst den bekanntesten Kreationisten Deutschlands, Siegfried Scherer, eingeladen hatte. Wer sich darüber informieren möchte, kann zum Beispiel diese Darstellung lesen oder sich auch mit den Stichworten Erfurter Dialog selbst bei Google informieren.
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KategorienAlltag, Politik Tags:

Edelman: Das Licht des Geistes

22. Januar 2006 Keine Kommentare

Gerald Edelman hat dieses Buch im Jahr 2004 veröffentlicht. Er ist Gründer und Direktor des Neurosciences Institute in San Diego. 1972 erhielt er gemeinsam mit Rodney R. Porter den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin für seine Entdeckungen im Bereich der chemischen Struktur von Antikörpern. Er versucht in seinem Buch die Frage zu beantworten, welche Merkmale von Körper und Gehirn für das Auftreten von Bewusstsein notwendig und hinreichend sind. Seiner Meinung nach gibt es keine wissenschaftlichen Hinweise für einen außerhalb des Körpers existierenden Geist, was natürlich impliziert, dass das Selbst mit dem Tod des Menschen ebenfalls „stirbt“.
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Wer ist am Winter schuld?

18. Januar 2006 Keine Kommentare

Bei den Römern hatte der Kalender ursprünglich nur 10 Monate (worauf der Name Dezember heute noch hindeutet). In dieser Zeit musste sich die Wärme deshalb nur auf 10 Monate verteilen. Wie schön es damals gewesen sein muss, kann man heute noch an den Sandalenfilmen sehen, in denen die Römer meist halbnackig und in Sandalen (sic!) herumlaufen. Später jedoch kam man auf den Gedanken, das Jahr auf 12 Monate auszudehnen. Klar, dass spätestens ab diesem Zeitpunkt das warme Wetter nicht für das ganze Jahr reichen konnte, der kalte Winter wurde eingeführt. Und da sich in der Kälte bekanntlich alle Dinge zusammenziehen, wurde es im Winter nicht nur kalt, sondern auch dunkel…
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Nicht verwesendes Pyramidenfleisch

16. Januar 2006 Keine Kommentare

Am Wochenende habe ich einen Film gesehen, in dem gezeigt wurde, dass unter einer kleinen Modellpyramide befindliches Fleisch nicht verwest. Das war faszinierend, und die Erklärung wie das funktioniert, war gar nicht so leicht zu finden.
pramidenplatte
Die Pyramiden haben die Menschen ja schon immer fasziniert. Haben sich die Menschen damals tatsächlich die Mühe gemacht, Millionen Tonnen von Steinen aufzuschichten, nur damit eine Mumie ein paar tausend Jahre friedlich vor sich hin modern kann? Manche sagen „Nein!“ und haben dann auch gleich – äußerst plausible – Gründe parat, die dagegen sprechen. Mit der Pyramidenplatte habe ich nun ein Produkt gefunden, dass uns zu spät Geborene an den bahnbrechenden Erkenntnissen der Ägypter teilhaben lässt.

Quelle
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KategorienAlltag, Skeptizismus Tags:

Der größere halbe Punkt

15. Januar 2006 Keine Kommentare

Chessbase meldet den Start des Corusturniers in Wijk aan Zee:

So lebendig wie eh und je hat sich das Corusturnier heute mit dem ersten Spieltag in Bewegung gesetzt. In der A-Gruppe feierten Topalov, Anand und Ivanchuk einen Start nach Maß und trugen sich in die Siegerlisten ein. Topalov siegte in nur 26 Zügen gegen Kamsky, allerdings lässt der Verlauf der Partie einige Fragen offen. Anand gewann mit Schwarz das Theorieduell gegen Sergey Karjakin. Die B-Gruppe spielte heute 6,5:0,6 für Weiß. Koneru Humpy holte einen halben Ehrenpunkt für die schwarzen Steine gegen den früheren WM-Kandidaten Alexander Beliavsky. Arkadij Naiditsch trug zum hohen Weißsieg bei.

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Benjamin Libet: Mind Time

14. Januar 2006 Keine Kommentare

Im Jahr 2004 ist Mind Time in englisch erschienen, ein Jahr später in deutsch. Autor ist der 1916 geborene Benjamin Libet. Literaturzitate im Buch von 2003 beweisen, dass dieses Buch tatsächlich von dem damals bereits 88jährigen Libet geschrieben wurde. Es stellt eine Zusammenfassung der Lebensleistung seines Verfassers dar.

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Ist schwangeren Tieren übel?

11. Januar 2006 Keine Kommentare

In dem Beitrag „Leiden auch Tiere an Übelkeit während der Schwangerschaft?“ (Spektrum Direkt vom 12.11.2005, Seite 13) liest man den folgenden Abschnitt:

Auch aus einem anderen Grund haben viele Tiere nicht mit morgendlichem Erbrechen während ihrer Trächtigkeit zu kämpfen: Einhufer wie Pferde oder Zebras, aber auch Nashörner, Elefanten und Wiederkäuer können sich nämlich schlicht nicht übergeben. „Und wenn sich ein Tier einmal erbricht, beispielsweise ein Affe, dann liegt das meines Erachtens nach nicht an der Schwangerschaft“, erläutert Ochs, „sondern daran, dass das Tier faule Früchte gefressen hat oder ernsthaft krank ist.“

Interessant finde ich die Bezeichnung von Pferden als Einhufer, ich hätte doch eher für Vierhufer plädiert. Aber die Biologen betrachten wohl lieber jedes Beinchen für sich. Pferde sind mit einem Huf deshalb Unpaarhufer (wie die Nashörner), während Wiederkäuer Paarhufer sind (müssten also 8 Hufe haben). Stöbert man noch ein wenig weiter in der Wikipedia, dann erfährt man noch, dass Elefanten Rüsseltiere sind, sehr gut beobachtet!
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KategorienNatur, Sprache Tags: