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Archiv für November, 2005

Wozu hebt man Bücher auf?

23. November 2005 1 Kommentar

Es ist eine prinzipielle Frage: Wozu hebt man Bücher auf? Von vielen hundert Büchern im Laufe meines Lebens habe ich bestimmt nur in ein Dutzend ein zweites Mal hineingeschaut. Ist es nicht prinzipiell besser, Bücher auszuleihen, nach dem Lesen zu verkaufen, zu verschenken oder auf Dauer zu verborgen? Antiquarische Liebhaberstücke natürlich ausgenommen.

Bedarf es des sichtbaren Buchrückens, um sich an den Inhalt zu erinnern? In diesem Fall wäre es platzsparender, sich eine Buchregalimitationstapete an die Wand zu kleben, von jedem gelesenen Buch den Rücken zu fotografieren und an der Tapete zu befestigen. Man kann daran entlang gehen und sich beim Anblick eines bestimmten Fotos erinnern: „Ach ja, dieses Buch habe ich ja auch schon mal gelesen.” Die Tapete vergrößert das Zimmer im Vergleich zum echten Regal um 30 cm und ist staubwischfreundlicher als das Original.

Beim Umzug kommt man mit einer einzigen Kiste aus, die alle Abziehbilder enthält.

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Der Stabile Zustand des Nichtdenkens

16. November 2005 Keine Kommentare

Den folgenden Link habe ich bereits mehrfach besucht. Ich bin mir immer noch nicht im Klaren darüber, ob er ernst gemeint ist, oder ob man verscheißert werden soll.

Der Stabile Zustand des Nichtdenkens

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Ich wäre ein Sonntagskind

4. November 2005 Keine Kommentare

Ich wäre ein Sonntagskind, wenn man sich auf die Einführung des sogenannten „Weltkalenders” einigen könnte.

Wie bei dem jetzt gültigen Gregorianischen Kalender besteht ein Jahr im Weltkalender aus 365 oder 366 Tagen. Im Unterschied zu ihm beginnt aber jedes Jahr mit einem Sonntag, ebenso jedes Quartal. Da 365 durch 7 den Rest 1 und 366 durch 7 den Rest 2 ergibt, wechseln im Gregorianischen Kalender jedes Jahr die Kalendertage zu anderen Wochentagen. Im Jahr 2004 oder 2005 fielen die meisten Feiertage auf ein Wochenende, in anderen Jahren liegen die Feiertage mitten in der Woche, mit wenigen zusätzlichen Urlaubstagen hat man so die ganze Woche frei.
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Was ist Bildung?

3. November 2005 Keine Kommentare

Plötzlich mit der Frage konfrontiert „Was ist Bildung?”, hätte ich in etwa so geantwortet: „Bildung setzt sich zusammen aus dem Fakten-Wissen und dem Denken-Können. Beides kann man nicht voneinander trennen, denn zum Einprägen und Einordnen von Fakten muss man denken können, Denken wiederum setzt die Kenntnis eines Mindestmaßes an Wissen voraus, das die Gegenstände des Denkens liefert.”

Dem Artikel Bildung in der Wikipedia entnimmt man, dass dieser Begriff spezifisch für den deutschen Sprachraum ist. Im Englischen verschmelzen Bildung und Erziehung zu dem Wort „education”. Interessant ist in der Wikipedia weiterhin der Artikel Kanon, bezeichnet man doch die Gesamtheit des als notwendig erachteten Allgemeinwissens als Bildungskanon. Im Zusammenhang mit dem schlechten Abschneiden deutscher Schüler in der Pisastudie sind Fragen der Bildung stärker in den Blickpunkt öffentlichen Interesses gerückt. Im folgenden Beitrag werden mehrere Bücher, die sich auf unterschiedliche Art mit dem Thema eines Bildungskanons beschäftigen, vorgestellt.
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