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Archiv für November, 2004

Ein Ingenieur beim Plätzchen backen

27. November 2004 Keine Kommentare

Als ich heute im Supermarkt war, fiel mein Blick auf eine Packung Mürbeteig, 1,99€. Auf der Hülle waren sehr leckere und dekorative Plätzchen abgebildet. „Haben wollen!” rief meine innere Stimme. Also wanderte die Packung in meinen Einkaufskorb. Klug vorausschauend wie ich nun einmal bin, erinnerte ich mich rechtzeitig daran, dass ich Schokoplätzchen am liebsten mag, also schnell noch Schokoglasur besorgt, 0,99€. Zu Hause angekommen, fiel mir ein, dass man ja für das Ausstanzen der Plätzchen solche Förmchen benötigt, also nochmals flink in die Stadt, Förmchen besorgen, 1,99€. Zeitbedarf bis dahin: ca. 1 Stunde, ich habe mich sehr beeilt.

Danach Ofen anmachen, Mehl auf dem Tisch verstreuen, Teig auswalzen, Plätzchen ausstechen. Eigentlich wollte ich mit einer einzigen Stanzform auskommen, weil ich es gern ordentlich habe in der Keksdose. Nach dem dritten Ausrollen siegte dann der Pragmatiker in mir, eine zweite, kleinere Stanzform durfte auch mal stanzen. Zeitbedarf 10 min.
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Islamismus – Westliche Kultur, Konsens oder Konfrontation

26. November 2004 Keine Kommentare

Am 25.11. fand im Gemeindehaus der Evangelischen Kirche in Ilmenau ein Diskussionsabend unter der Überschrift „Islamismus – Westliche Kultur, Konsens oder Konfrontation” mit Hans-Peter Raddatz, einem Orientalisten und Verfasser mehrerer Bücher zum Thema „Islam” statt.

Vor seinem Vortrag wurde an alle Anwesenden ein Handzettel verteilt, der die aus seiner Sicht wichtigsten Hürden für eine islamische Integration in Europa auflistet. (In den folgenden Abschnitten ist jeweils zunächst der islamische Standpunkt in Normalschrift, danach der europäische in Kursivschrift angegeben.)

1. Mensch
Menschenwürde hat nur der Muslim, dies auch nur, wenn er die Regeln des Ritus und des Rechts (Scharia) befolgt. Die UN-Charta wird nicht angewandt.
Die Würde des Menschen ist unantastbar; unabhängig von Rasse, Religion, Ethnie, Nation gelten die UN-Menschenrechte. Der individuelle Geist ist frei.
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Einige Betrüger sind keine Dichter

15. November 2004 Keine Kommentare

Teil 1 des logischen Probiersteins ist relativ leicht zu verstehen: Kein Mitglied der Regierung trägt weiße Schuhe, auch Joschka Fischer nicht.

Teil 2 ist schon schwieriger. Ich habe mir das Beispiel nicht selbst ausgedacht. Es entstammt dem folgenden Buch: Die Entdeckung der Intelligenz oder Können Ameisen denken?

In dem betreffenden Abschnitt wird gezeigt, dass es mit dem rationalen und logischen Denken beim Menschen nicht so weit her ist und wir uns zum großen Teil aus Komponenten zusammensetzen, die schon einer Ameise ihre (Nicht?)Intelligenz geben.

Bezogen auf das Logik-Beispiel gelingt es uns in diesem Fall nicht, ein mentales Modell im Kopf aufzustellen und die logische Lösung zu finden. Deshalb ein kleines Bildchen:
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Logischer Probierstein

14. November 2004 Keine Kommentare

Man fasse die logische Schlussfolgerung der folgenden beiden Aussagen in einem Satz zusammen:

1. Alle Mitglieder der Regierung sind Betrüger.
2. Kein Betrüger trägt weiße Schuhe.

Man fasse die logische Schlussfolgerung der folgenden beiden Aussagen in einem Satz zusammen:

1. Alle Mitglieder der Regierung sind Betrüger.
2. Kein Dichter ist Mitglied der Regierung.

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Verrückt nach Mary

6. November 2004 Keine Kommentare

Eigentlich ist es ja völlig überflüssig, über „Verrückt nach Mary” eine Rezension zu schreiben, weil der Film schon einige Male im Fernsehen gelaufen ist, und jeder, der diese Art von schrägen Humor mag, ihn gesehen haben dürfte. Er fiel mir aber gerade jetzt wieder ein, als ich nach dem Wahlergebnis in den USA Dinge gesucht habe, die Amerikaner und Europäer gemeinsam haben. Tatsächlich kann ich mir nicht vorstellen, dass dieser Film in einem der Talibanstaaten dieser Welt gesendet oder gedreht werden könnte.

Wenn also keine richtige Rezension, dann wenigstens ein Serviervorschlag: Genießen Sie diesen Film zusammen mit ein paar Flaschen Bier und einigen Tüten Kartoffelchips und Ihren ein bis drei besten Kumpels an einem gemütlichen Männerabend. Geschirr wird keins benutzt, weil der Couchtisch als Ablage für die Füße dient, Besteck auch keins. In einer Hand wird die Bierflasche festgehalten, die andere bewegt sich immer abwechselnd Richtung Mund und Richtung Chipstüte.
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Beim Sozialamt

3. November 2004 Keine Kommentare

Sinngemäße Wiedergabe eines Gesprächs zwischen einer arbeitslosen Frau (F) und einer Angestellten des Sozialamts (A):

F: Im Oktober habe ich keine Arbeitslosenhilfe bekommen.
A: Das ist richtig. Im September endete ihre Umschulung. Damit ist ihr Anspruch auf Arbeitslosenhilfe erloschen.
F: Wenn ich keine Ausbildung gemacht hätte, dann würde ich jetzt noch Arbeitslosenhilfe erhalten?
A: Das ist richtig.
F: Hätte ich das gewusst, dann hätte ich nie die Ausbildung gemacht. Es war doch allen klar, dass ich keine Chance auf einen Arbeitsplatz haben werde.
A: Sehen Sie, genau aus diesem Grund erzählen wir das auch niemandem, den wir zur Ausbildung schicken.

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