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Archiv für September, 2004

Theoretisch ist das Universum möglich

30. September 2004 Keine Kommentare

Vor einer Woche wurde gemeldet, dass Physiker berechnet haben, dass unser Universum möglich ist. Ich bin erleichtert. Musste man bis letzte Woche doch noch befürchten, dass es uns gar nicht gibt. Aus dieser schrecklichen Situation wurden wir jetzt erlöst. Quelle: Physical Review Letters 93, 131301 (2004) .

Was sich für Außenstehende ein klein wenig irre anhört, ist aber offensichtlich ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer Zusammenführung von Quanten- und Relativitätstheorie. Das Ergebnis wurde von Renate Loll und ihre Kollegen an der Universität Utrecht in den Niederlanden erzielt. Leider kann ich den deutschsprachigen Artikel, in dem das Ergebnis allgemeinverständlich und ausführlich erläutert wurde, hier nicht verlinken, da man dazu einen Abonnentenzugang benötigt. Deshalb hier nur kurz und knapp:

Menschen, ihr könnt ruhig schlafen, theoretisch ist es möglich, dass wir existieren!

KategorienAlltag, Physik Tags:

Wie findet man seinen Traumprinzen

28. September 2004 Keine Kommentare

Gerade in den letzten Tagen konnte man hier eine Reihe rührender Geständnisse lesen, in denen NenschInnen darüber berichteten, dass sie endlich ihren Traumpartner gefunden haben. Andere wiederum beweinten das In-die-Brüche-Gehen langjähriger Partnerschaften, man sah förmlich die Tränen über den Bildschirm kullern.

Da bietet es sich doch an, einmal die Wissenschaft zu befragen, ob sie nicht auch für diesen praktisch relevanten Fall ein nützliches Verfahren zu bieten hat, dass einen suchenden Menschen mit mathematischer Präzision zum Traumpartner führt. Und siehe da, es gibt ein solches!
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KategorienFrauen, Logik Tags:

Berlin am 11.9.2004

18. September 2004 Keine Kommentare

Seit Februar stellte das Museum of Modern Art (MoMA) in der Neuen Nationalgalerie in Berlin über 200 seiner bedeutendsten Werke aus. An diesem Wochenende endet „das MoMA” in Berlin. Ich wollte von Anfang an dorthin, hatte meinen Besuch aber immer wieder aufgeschoben. Zuletzt schreckten mich die Erzählungen von Bekannten ab, die bis zu 11 Stunden nach einer Eintrittskarte angestanden hatten. Die im Internet täglich veröffentlichten Wartezeiten (in letzter Zeit war dort von 6 Stunden die Rede) haben nie gestimmt.

Mitte August rief mich eine Bekannte an: „Die Volkshochschule macht eine Busexkursion zum MoMA, willst du nicht mitfahren?”
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Neue Ideen in der Malerei?

18. September 2004 Keine Kommentare

Seit Februar stellte das Museum of Modern Art (MoMA) in der Neuen Nationalgalerie in Berlin über 200 seiner bedeutendsten Werke aus. An diesem Wochenende endet „das MoMA“ in Berlin. Die Ausstellung war möglich geworden, weil in New Yorck Umbauarbeiten stattgefunden haben und die Kunstwerke dazu ausgelagert werden mussten. Über persönliche Beziehungen zwischen den Machern in New Yorck und denen in Berlin gelang es, viele Werke für ein reichliches halbes Jahr nach Deutschland zu holen.

Ich habe einen eher naiven Zugang zur bildenden Kunst, mein Urteil beschränkt sich zumeist auf „gefällt“ oder „gefällt nicht“. Im MoMA hatte ich das Glück, eine sehr gute Führung zu bekommen. Diese machte deutlich, dass moderne Kunst in immer stärkerem Maße erfordert, dass man sich mit der Kunstrichtung, mit dem Künstler und seiner Zeit selbst beschäftigt, sonst findet man keinen Zugang mehr. Die Leer- oder Nullstellen werden auch in der bildenden Kunst immer größer.
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Günter Nimtz/Astrid Haibel – Tunneleffekt

5. September 2004 Keine Kommentare

Seit einem Jahrzehnt sorgen Nachrichten über Signalübertragung mit Überlichtgeschwindigkeit für Aufregung. Stellen diese Experimente die Relativitätstheorie in Frage, müssen wir bald den Besuch unserer Nachfahren aus der Zukunft erwarten, die durch Kenntnis der Lottozahlen von morgen den Jackpot knacken, oder gibt es Erklärungen, die das physikalische Weltbild wieder zusammenfügen?

Günter Nimtz, 1994 bekannt geworden durch die überlichtschnelle Übertragung von Mozarts 40. Sinfonie, und Astrid Haibel haben ein populärwissenschaftliches Buch geschrieben, in dem versucht wird, Antworten auf diese Fragen zu geben.
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Bin ich ein Schaf?

1. September 2004 Keine Kommentare

Ich habe gerade einen interessanten Spiegelartikel gelesen: „Die Macht des Zufalls” von Stefan Klein (Spiegel 33/2004, S.104ff). Eine wesentliche Aussage dieses Beitrags besteht darin, dass unser Gehirn unablässig bemüht ist, aus den auf uns einströmenden Informationen einen Sinn zu extrahieren. Die beiden Gehirnhälften reagieren dabei unterschiedlich. Grob vereinfacht (natürlich!) ist die linke Gehirnhälfte naiver als die rechte, sie ist eher geneigt, an einen Zufall zu glauben, während die pfiffigere rechte Gehirnhälfte nach (im Fall des Zufalls nicht vorhandenen) Regeln sucht und diese auch findet. (Eigentlich müsste man dann aber die Zuordnung von naiv und pfiffig doch herumdrehen!?)

Psychologen bezeichnen leichtgläubige Menschen als Schafe, Skeptiker als Böcke. Interessanterweise kann man diese angeborene Voreinstellung des Menschen medikamentös verändern:
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KategorienGehirn & Geist, Psychologie Tags: