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Archiv für August, 2004

Paul Broks – Ich denke, also bin ich tot

30. August 2004 2 Kommentare

Paul Broks ist Neuropsychologe, er lehrt und praktiziert in Plymouth und Birmingham. „Ich denke, also bin ich tot. Reisen in die Welt des Wahnsinns” ist sein erstes Buch. Es ist viel ernsthafter, als es der Titel vermuten lässt. Auf den ersten zweihundert Seiten wechseln sich Kapitel, in denen er Patientengeschichten erzählt, mit anderen ab, in denen seine eigenen Träume geschildert werden und solchen, in denen er sich in andere Personen hineinversetzt und aus deren Ich-Perspektive berichtet. Welcher Standpunkt gerade gültig ist, muss man beim Lesen der ersten Zeilen jedes Abschnittes selbst herausfinden.
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KategorienGehirn & Geist, Rezensionen Tags:

Die Ameisen

29. August 2004 Keine Kommentare

Am Sonnabend in einer Kneipe in Trier erzählte Hartwig folgende unglaubliche Geschichte. In einem Haus, durch das eine Ameisenstraße verlief, gelang es (einem Psychologen?) durch Kontaktaufnahme mit dem Ameisengott, die Ameisen dazu zu bringen, ihre Straße woandershin zu verlegen, ohne Chemikalien einzusetzen und ohne eine einzige Ameise zu verletzen. Sönke erinnerte sich daraufhin an Phase IV, einen Film von 1973. Darin versuchen intelligente Ameisen, die Erde zu erobern. Bei der Suche im Netz nach „Phase IV” muss man aufpassen, den Ameisenfilm nicht mit einem zweiten Film „Phase IV – Spiel des Todes” zu verwechseln. Der Satz „Unterhaltsamer Zeitvertreib für Actionfreunde” in einer Rezension zu letzterem Film sagt eigentlich alles.
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KategorienRezensionen Tags:

Angriff auf das Menschenbild

22. August 2004 Keine Kommentare

Angriff auf das Menschenbild heißt ein Dossier, das von „Gehirn und Geist”, der „Zeitschrift für Psychologie und Hirnforschung” Anfang 2003 herausgegeben wurde. In diesem Heft sind eine ganze Reihe von Artikeln enthalten, die auch bei Nensch schon diskutierte Themen behandeln. Gemeinsamer Kern aller Beiträge ist der aktuelle Stand der Hirnforschung und die Konsequenzen daraus für Theologie, Philosophie, für Menschenwürde, Moral und Erkenntnisgrenzen.

Die für mich interessantesten Themen waren:
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Komplexitätsfalle Soziale Gerechtigkeit

19. August 2004 Keine Kommentare

Der Staat erhebt von seinen Bürgern Steuern und Abgaben nicht zum Selbstzweck, sondern er möchte damit Aufgaben finanzieren, die allen Menschen oder zumindest einem großen Teil zugute kommen. Ähnliche Überlegungen liegen der Kranken-, Renten-, Pflege- und Arbeitslosigkeitsversicherung zugrunde. Da mehr oder weniger alle Bürger einzahlen (müssen) und auf die eine oder andere Art Leistungen erhalten, erhalten werden oder erhalten könnten, sollte es bei der Bemessung der Beiträge gerecht zugehen. Aber was ist gerecht?
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Theodizius reinkarnarvalistische Fräge

13. August 2004 Keine Kommentare
  • Angenommen, wir akzeptieren die Behauptung einer Weiternutzung der Seele in einem neuen Körper.
  • Weiterhin berücksichtigen wir die physikalische Tatsache, dass, wenn eine Seele existiert, diese materielos sein muss. (Seelenwägungen waren bisher ergebnislos.)
  • Außerdem ignorieren wir für einen ganz kurzen Augenblick das Problem, wie die Interaktion der materielosen Seele mit dem materiellen Körper vonstatten gehen soll.

Dann haben wir alle Voraussetzungen für folgende Gedankenkette:
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KategorienAlltag, Visionen Tags:

Hartz IV

5. August 2004 Keine Kommentare

Zwei Gespräche, eine Rechnung und zwei Vorschläge am heutigen Tag.

Gespräch 1
Ein frisch promovierter Bekannter, Entwicklungsingenieur mit für hiesige Verhältnisse normalem Gehalt. Frau, zwei Kinder, Mietwohnung. Die Frau ist arbeitslos, bekommt derzeit etwa 700 Euro, ab Januar vermutlich nichts mehr. Wegen der eheähnlichen Gemeinschaft ist mein Bekannter voll unterhaltspflichtig. Zum Beispiel fällt ab nächstes Jahr der Krankenkassenbeitrag für seine Frau an, noch mal -100 Euro. Mit dem dann um 800 Euro verringerten Einkommen liegen sie knapp über der Sozialhilfe. Lägen sie knapp drunter (man könnte ja mit dem Chef über eine Gehaltskürzung reden), würde das natürlich auch nichts nützen.
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Suche gebrauchten Elefanten

3. August 2004 Keine Kommentare

Wir saßen im Freundeskreis und diskutierten darüber, warum in unserer Gegend immer mehr Waldwege für Pferde gesperrt werden. Überall findet man die Reiten-Verboten-Schilder. Diese Schilder zeigen ein Hufeisen, dass von zwei dicken roten Strichen durchkreuzt ist. Ich kann mich gar nicht mehr daran erinnern, wer als erster die Frage aufwarf, ob dieses Reitverbot auch für Ausritte mit Elefanten gilt. Auf jeden Fall waren wir danach sofort in der schönsten Diskussion, um einige praktische Details zu klären. Einige Probleme sind aber trotz ausführlicher Erörterungen ungelöst geblieben.
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KategorienAlltag, Fiktion, Natur Tags: