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Archiv für März, 2004

Leben wir im Innern eines Schwarzen Lochs?

22. März 2004 Keine Kommentare

Viele Menschen werden dieser Frage spontan zustimmen, streift ihr Blick durch ihre Wohnung oder denken sie an die kaputte Glühbirne im Treppenhaus oder erinnern sich daran, wie sie bei Neumond im Wald schon mal über ihre eigenen Füße gestolpert sind. So ist es aber nicht gemeint, weil ein kosmisches Schwarzes Loch ja nur für Außenstehende schwarz erscheint, im Innern könnte es durchaus hell und gemütlich sein. Zur Beantwortung der Frage muss etwas genauer nachgedacht werden.

Beobachten wir ein Schwarzes Loch aus gebührender Entfernung, dann zeigt es nur die Eigenschaften Masse, Drehimpuls und elektrische Ladung. Diese drei Größen sind die Summe der Eigenschaften der einzelnen Teilchen, die irgendwann einmal hineingestürzt sind oder sich vielleicht schon immer darin befunden haben. Die elektrische Gesamtladung muss uns nicht bekümmern, beabsichtigen wir doch zumindest in nächster Zeit nicht, unser Universum von außen anzufassen, wobei wir unter Umständen einen elektrischen Schlag riskieren würden.
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Ecuador 3/3: Galapagos

18. März 2004 Keine Kommentare

Ein Grund für die Wahl unseres Reiseziels war die Zugehörigkeit des Galapagos-Archipels zu Ecuador. Bald nach unserer Ankunft in Quito gingen wir zur Vertretung der Fluggesellschaft TAME, um einen Hin- und Rückflug zu buchen. Auf Galapagos gibt es zwei Flughäfen, die täglich mit jeweils einem Flieger von zwei verschiedenen Gesellschaften angesteuert werden. Über diese Limitierung wird die Anzahl der Touristen auf den Inseln in für die Natur erträglichen Grenzen gehalten. Wenn man nur kurze Zeit im Land weilt, dann ist es bestimmt besser, die Buchung bereits in Deutschland vorzunehmen. Wir bekamen Ende November mit etwas Glück noch einen Flug für den ersten Januar vormittags. Vermutlich hatten viele Flugwillige beim dem Gedanken, mit einer vielleicht alkoholisierten Crew unterwegs zu sein, einen anderen Termin vorgezogen.

Vor unserem Abflug verbrachten wir Silvester in Quito. Ginge es bei solchen Feiern auf unseren Straßen ähnlich zu, Grundgesetzänderungen zum Einsatz der Bundeswehr im Innern wären schon lange beschlossene Sache. Zum üblichen Ritual der Festivitäten gehörte die Verbrennung von Politikerpuppen. Ich möchte nicht wissen wie die deutsche Polizei reagiert, wenn bei uns Attrappen mit den Konterfeis von Schröder, Merkel oder Stoiber angezündet würden. Zum Zeitpunkt unseres Urlaubs war der endlose Konflikt zwischen Peru und Ecuador wieder aufgeflammt, was die Uniformierung der Puppen erklären könnte. Beide Länder streiten sich seit Ewigkeiten um ein wirtschaftlich bedeutungsloses Stück des tropischen Regenwaldes. Der größte Teil der Ausfälle beider Armeen entsteht dort nicht durch Feindeinwirkung, sondern durch Schlangen, Spinnen, schlechtes Trinkwasser und verdorbene Lebensmittel.
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Der Mathemaniker

12. März 2004 Keine Kommentare

Paul Erdös: Ein Mathematiker ist eine Maschine, die aus Kaffee Theoreme herstellt.

Paul Erdös hat diesen Satz nicht nur geprägt, sondern auch gelebt. Gelesen in einem Artikel von Iris Hochhaus in der Morgenwelt, über die ich zufällig gestolpert bin. Zuvor kam ich noch bei „Mathematik ist Gottesdienst” vorbei, diese Meinung stammt von den Pythagoreern.
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Ecuador 2/3: Hohe Berge

9. März 2004 Keine Kommentare

In der Vorbereitung auf Ecuador hatten wir überlegt, welchen wirklich hohen Berg wir besteigen wollen. Der höchste Gipfel des Landes ist mit über 6300 m der Chimborazo. Obwohl er bergsteigerisch als recht einfach gilt, hatten wir doch mächtigen Respekt vor seiner Höhe und einen Versuch für uns ausgeschlossen. (Als Kuriosität sei hier noch vermerkt, dass der Chimborazo der höchste Berg der Erde ist, wenn man die Berghöhen nicht vom Meeresspiegel, sondern vom Erdmittelpunkt aus messen würde. Ursache ist die Abplattung der Erde an den Polen und die Ausbuchtung in Äquatornähe aufgrund der Erdrotation.)

Die beiden nächsthöchsten Berge sind mit rund 5800 m der Cayambe und der Cotopaxi. Auch der Cayambe kam für uns nicht in Frage, gilt er doch mit seinen vielen Gletscherspalten als schwieriger Berg. Hingegen wurde der Cotopaxi von allen unseren bergsteigenden Bekannten als „Latschberg” klassifiziert. Man könne also bei ausreichender Kondition einfach hinfahren und „rauflatschen”. Recherchiert man heute im Netz, dann bestätigt sich diese Meinung, von allen Bergagenturen wird der Cotopaxi mit Abstand am häufigsten angeboten.
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