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Archiv für Januar, 2004

Zu spät gekommen

31. Januar 2004 Keine Kommentare

Köpnick erwachte mit dem unklaren Gefühl, dass etwas nicht stimmen konnte. Wieso war es so hell im Zimmer? Nach einem Blick auf den Radiowecker wurde ihm klar: Verdammt, verschlafen! Warum hatte ihn diese blöde Kiste nicht geweckt? Er sprang aus dem Bett, entledigte sich seines Pyjamas und schaltete, bevor er ins Bad ging, die Kaffeemaschine ein. Das Wasser der Dusche blieb eiskalt. Er hatte keine Zeit, sich darum zu kümmern, zog seine Sachen an, trank einen Schluck Kaffee, eilte die Treppe hinunter, setzte sich ins Auto und fuhr los.

Während der Fahrt begann er langsam, zu sich zu kommen. Er versuchte, im Büro anzurufen, aber das Handy funktionierte nicht. Ärgerlich warf er es auf den Beifahrersitz. Unvermittelt begann auf dem Armaturenbrett die Airbag-Lampe zu blinken. Köpnick trat erschrocken auf die Bremse und hatte dann Mühe, den Wagen unter Kontrolle zu halten. Doch es passierte nichts. Nachdem er einige Zeit vorsichtig gefahren war und immer auf das Zünden des Airbags gewartet hatte, begann er die Lampe zu ignorieren und fuhr wieder schneller.
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John D. Barrow: Theorien für Alles.

23. Januar 2004 Keine Kommentare

Bei Amazon gibt es zu diesem Buch keine Rezension, was verwunderlich ist, weil das Buch schon vor einer ganzen Weile erschienen ist. Nur eine Kurzbeschreibung ist zu lesen:

‚Alles‘ ist ein großes Wort. Gibt es eine Theorie, in der alle Naturkräfte und -gesetze vereinigt sind und die das Weltgeschehen von Anfang bis zum Ende erklären kann? Stephen W. Hawking: ‚Es ist möglich, daß uns eines Tages der Durchbruch zu einer vollständigen Theorie des Universums gelingt.‘ John D. Barrow: ‚Es gibt keine Weltformeln, die alle Wahrheit, alle Harmonie, alle Einfachheit enthalten. Keine Theorie für Alles kann je eine vollständige Erkenntnis sein.

Barrow ist Professor für Astronomie an der Universität Sussex, Großbritannien, und hat seine Meinung zum Thema vor allem aus der Sicht des Physikers in seinem Buch dargelegt. Mit „Theorien für Alles“ wird eine Art heiliger Gral der Physik bezeichnet, die Suche nach einer Vereinigung von Relativitätstheorie und Quantenmechanik. Die Suche nach dieser großen Vereinigung verbinden viele Physiker mit der Hoffnung, endgültige Antworten auf Fragen zu finden, die den Beginn, den heutigen Aufbau und das weitere Schicksal unseres Universums betreffen. Bevor man das Buch zur Hand nimmt, kann es nicht schaden, eine Meinung zum Thema aus philosophischer Sicht zu lesen, z.B. die ersten vier Seiten von hier. Das erleichtert es außerordentlich, innerhalb des Buchs den roten Faden nicht aus den Augen zu verlieren.
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Adam und Eva

19. Januar 2004 Keine Kommentare

Als ich so etwa neun oder zehn Jahre alt war, hatte ich meinen Eltern ein Aquarium abgebettelt. Für die darin lebenden Guppies ging ich einmal in der Woche zum Zoohändler um die Ecke, um lebende Wasserflöhe zu kaufen. Alles in diesem Laden war ungeheuer interessant, es gab verschiedene Aquarien mit bunten Fischen, es gab Vögel und Reptilien und es gab auch Mäuse.

Zu dieser Zeit erhielt ich pro Woche fünzig Pfennig, manchmal eine Mark Taschengeld, eine ungeheuer große Summe, wenn man bedenkt, dass ein Brötchen fünf und eine Kugel Vanilleeis zehn Pfennige kostete. Mäuse gab es im Zooladen zu einer Mark das Stück. Ich weiß gar nicht, wann und warum ich darauf kam, dass es sicher eine gute Idee sein könnte, meinem heimischen Zoo, den Fischen und dem ab und zu auf Besuch bei uns weilenden Zwergpapagei Jacko zwei neue Mitbewohner hinzu zu gesellen.
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Schneeflocken

16. Januar 2004 Keine Kommentare

Immer wenn ich im Winter Kinder mit ihren Schlitten irgendwelche Hänge hinunterfahren sehe, dann denke ich an eine Bekannte. Sie arbeitet als Tribologin an einem Forschungsprojekt. Am Anfang dachte ich, dass hier neue Methoden entwickelt werden, ahnungslosen Bürgern Geld aus der Tasche zu ziehen, heißt ihr Lieblingsgerät doch Tribometer.
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Weniger Ärgern

13. Januar 2004 Keine Kommentare

Über die Feiertage habe ich das Buch „Jeden Tag weniger Ärgern” von Vera Birkenbiehl gelesen, das eine Menge kluge Beobachtungen und Methoden enthält, die genau diesem Ziel dienen: weniger ärgern. Ein interessantes Werk zweifellos, aber ich bin offensichtlich nicht (mehr) die Zielgruppe.

Ich habe mir schon vor Jahren die folgende Fragetechnik angeeignet, jeweils eine Frage für Beginn, Mitte und Ende eines Ärgernisses:
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